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title: "Prüfschema: Sittenwidrigkeit (§ 138 BGB)"
canonical: "https://juralernen.de/schemata/sittenwidrigkeit-138-bgb"
kind: "Prüfungsschema (Aufbauschema)"
language: "de"
updated: "2026-04-25T07:43:41+00:00"
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# Sittenwidrigkeit (§ 138 BGB)

Aufbauschema im Gutachtenstil. Lies die Schritte nacheinander; jeder enthält ggf. eine kurze Erläuterung.


## I. Subsidiarität

Spezialregelungen sind vorrangig anwendbar. Beispiele sind <a href="https://dejure.org/gesetze/BGB/138.html" title="&sect; 138 BGB: Sittenwidriges Rechtsgesch&auml;ft; Wucher">§ 138 Abs. 2 BGB</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/BGB/134.html" title="&sect; 134 BGB: Gesetzliches Verbot">§ 134 BGB</a> oder <a href="https://dejure.org/gesetze/BGB/123.html" title="&sect; 123 BGB: Anfechtbarkeit wegen T&auml;uschung oder Drohung">§ 123 BGB</a>.

## II. Verstoß des Rechtsgeschäftes gegen die guten Sitten

Eine objektive Voraussetzung wird damit umschrieben. Als gute Sitten gilt das <d>Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden</d>. Aus dem <b>Inhalt oder dem Gesamtcharakter des Rechtsgeschäftes</b> kann sich die Sittenwidrigkeit ergeben.

## III. Kenntnis bzw. grob fahrlässige Unkenntnis der die Sittenwidrigkeit begründenden Umstände

Erforderlich ist gerade keine verwerfliche Gesinnung. Auch ein Bewusstsein der Parteien hinsichtlich der Sittenwidrigkeit als solcher wird nicht verlangt. Genügen lässt die Rechtsprechung im Grundsatz die Kenntnis oder die grob fahrlässige Unkenntnis jener Umstände, aus denen sich die Sittenwidrigkeit ergibt.

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Kanonische URL: https://juralernen.de/schemata/sittenwidrigkeit-138-bgb
Quelle: juralernen.de — Prüfungsschemata für das 1. und 2. Staatsexamen.
