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title: "Prüfschema: Konkrete Normenkontrolle – Zulässigkeit (Art. 100 Abs. 1 GG, §§ 13 Nr. 11, 80ff. BVerfGG)"
canonical: "https://juralernen.de/schemata/konkrete-normenkontrolle-zulaessigkeit-art-100-abs-1-gg-13-nr-11-80ff-bverfgg"
kind: "Prüfungsschema (Aufbauschema)"
language: "de"
updated: "2026-04-25T07:43:42+00:00"
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# Konkrete Normenkontrolle – Zulässigkeit (Art. 100 Abs. 1 GG, §§ 13 Nr. 11, 80ff. BVerfGG)

Aufbauschema im Gutachtenstil. Lies die Schritte nacheinander; jeder enthält ggf. eine kurze Erläuterung.


## I. Zuständigkeit des BVerfG (<a href="https://dejure.org/gesetze/GG/100.html" title="Art. 100 GG">Art. 100 Abs. 1 S. 1 und 2 GG</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/BVerfGG/13.html" title="&sect; 13 BVerfGG">§ 13 Nr. 11 BVerfGG</a>)

<fallback>Für die konkrete Normenkontrolle ergibt sich die Zuständigkeit des BVerfG aus <a href="https://dejure.org/gesetze/GG/100.html" title="Art. 100 GG">Art. 100 Abs. 1 GG</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/BVerfGG/13.html" title="&sect; 13 BVerfGG">§§ 13 Nr. 11</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/BVerfGG/80.html" title="&sect; 80 BVerfGG">80</a>ff. BVerfGG. Hier prüft man also letztlich die Statthaftigkeit der abstrakten Normenkontrolle. Unter Umständen muss man an dieser Stelle zur Zuständigkeit der Landesverfassungsgerichte abgrenzen.</fallback><vertiefung>In manchen Bundesländern wird die Zuständigkeit als eigenständiger Prüfungspunkt vor der Zulässigkeit geprüft.</vertiefung>

## II. Vorlageberechtigung: Gericht

<fallback>Antragsberechtigt ist jedes deutsche Gericht. <b>Gericht</b> i.S.d. <a href="https://dejure.org/gesetze/GG/100.html" title="Art. 100 GG">Art. 100 GG</a> ist der <d>erkennende Spruchkörper, der – ausgestattet mit richterlicher Unabhängigkeit – in einem Gesetz mit Aufgaben eines Gerichts betraut und als Gericht bezeichnet ist.</d></fallback><klausurhinweis>Die Antragsberechtigung wird teils auch Vorlageberechtigung genannt.</klausurhinweis>

## III. Antragsgegenstand: Formelles Gesetz

<fallback>Als tauglicher Antragsgegenstand kommen alle <b>formellen und nachkonstitutionellen Normen des Bundes- oder Landesrechts</b> in Betracht.</fallback><vertiefung>Der Antragsgegenstand wird teils auch Vorlagegegenstand genannt.</vertiefung>

## IV. Überzeugung von der Verfassungswidrigkeit des Gesetzes

<fallback>Das vorlegende Gericht muss von der Verfassungswidrigkeit des Gesetzes überzeugt sein (<a href="https://dejure.org/gesetze/GG/100.html" title="Art. 100 GG">Art. 100 Abs. 1 S. 1 Alt. 1, S. 2 GG</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/BVerfGG/80.html" title="&sect; 80 BVerfGG">§ 80 Abs. 1 BVerfGG</a>). Zweifel des Gerichtes genügen nicht.</fallback><didaktik>Hier liegt ein Unterschied zur abstrakten Normenkontrolle. Dort reichen nach <a href="https://dejure.org/gesetze/GG/94.html" title="Art. 94 GG">Art. 94 Abs. 1 Nr. 2 GG</a> bereits „Meinungsverschiedenheiten oder Zweifel“ aus.</didaktik>

## V. Entscheidungserheblichkeit

<fallback>Als <b>Ausdruck des allgemeinen Rechtsschutzbedürfnisses</b> muss die Entscheidung des BVerfG <b>nach Auffassung des vorlegenden Gerichts</b> entscheidungserheblich sein. Das angegriffene Gesetz ist entscheidungserheblich, wenn sich dessen Verfassungswidrigkeit auf das Ausgangsverfahren <b>auswirkt</b>. Bei Ungültigkeit der angegriffenen Norm müsste daher im Ausgangsverfahren anders entschieden werden.</fallback>

## VI. Form (<a href="https://dejure.org/gesetze/BVerfGG/23.html" title="&sect; 23 BVerfGG">§§ 23</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/BVerfGG/80.html" title="&sect; 80 BVerfGG">80 BVerfGG</a>)

<fallback>Das vorlegende Gericht muss die Formerfordernisse nach <a href="https://dejure.org/gesetze/BVerfGG/23.html" title="&sect; 23 BVerfGG">§§ 23 Abs. 1 S. 1, S. 2 Hs. 1</a>, <a href="https://dejure.org/gesetze/BVerfGG/80.html" title="&sect; 80 BVerfGG">80 Abs. 1 BVerfGG</a> erfüllen. Eine Frist besteht nicht.</fallback>

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Kanonische URL: https://juralernen.de/schemata/konkrete-normenkontrolle-zulaessigkeit-art-100-abs-1-gg-13-nr-11-80ff-bverfgg
Quelle: juralernen.de — Prüfungsschemata für das 1. und 2. Staatsexamen.
