Entscheidung-SaechsVerfGH-zu-SaechsCoronaSchVO · Sachsen

Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs des Freistaates Sachsen

Fundstelle:
SächsGVBl. 2025 Nr. 16, S. 446 Fsn-Nr.: 250
1 Vorschrift · Amtliche Fassung →
Eingangsformel

Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs des Freistaates Sachsen Aus dem Urteil des Verfassungsgerichtshofs des Freistaates Sachsen – Vf. 13-II-21 (HS) – vom 12. Juni 2025 wird gemäß § 14 Abs. 3 des Sächsischen Verfassungsgerichtshofsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Juli 2024 (SächsGVBl. S. 616), nachfolgend der Entscheidungssatz veröffentlicht: 1. § 2a Abs. 1 Satz 1 und 2 sowie § 11 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. c der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 (Sächsische Corona-Schutz-Verordnung – SächsCoronaSchVO) vom 26. Januar 2021 (SächsGVBl. S. 162) und § 2a Abs. 1 Satz 1 und 2 sowie § 11 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. c SächsCoronaSchVO vom 12. Februar 2021 (SächsGVBl. S. 213) verstießen gegen Art. 22 Abs. 1 SächsVerf und waren nicht mit der Verfassung des Freistaates Sachsen vereinbar. 2. § 2c SächsCoronaSchVO vom 26. Januar 2021 und § 2c SächsCoronaSchVO vom 12. Februar 2021 verstießen gegen Art. 16 Abs. 1 Satz 2 SächsVerf und waren nicht mit der Verfassung des Freistaates Sachsen vereinbar. § 11 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a SächsCoronaSchVO vom 26. Januar 2021 und § 11 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a SächsCoronaSchVO vom 12. Februar 2021 verstießen gegen Art. 16 Abs. 1 Satz 2 SächsVerf und waren nicht mit der Verfassung des Freistaates Sachsen vereinbar, soweit sie sich auf § 2c SächsCoronaSchVO vom 26. Januar 2021 und 12. Februar 2021 bezogen. 3. § 2 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 sowie § 11 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a SächsCoronaSchVO vom 26. Januar 2021 und § 2 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 sowie § 11 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a SächsCoronaSchVO vom 12. Februar 2021 waren mit der Verfassung des Freistaates Sachsen vereinbar. 4. § 2b Satz 1, 2 Nr. 16 sowie § 11 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a SächsCoronaSchVO vom 26. Januar 2021 und § 2b Abs. 1 Satz 1, 2 Nr. 19 sowie § 11 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a SächsCoronaSchVO vom 12. Februar 2021 waren mit der Maßgabe mit der Verfassung des Freistaates Sachsen vereinbar, dass auch das bloße Verweilen im Freien unter Berücksichtigung der Kontaktbeschränkungen des § 2 SächsCoronaSchVO vom 26. Januar 2021 und 12. Februar 2021 gestattet war. § 2b Satz 1, 2 Nr. 4 SächsCoronaSchVO vom 26. Januar 2021 und § 2b Abs. 1 Satz 1, 2 Nr. 7 SächsCoronaSchVO vom 12. Februar 2021 waren mit der Verfassung des Freistaates Sachsen vereinbar; insoweit waren die sich hierauf beziehenden § 11 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a SächsCoronaSchVO vom 26. Januar 2021 und § 11 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a SächsCoronaSchVO vom 12. Februar 2021 mit der Verfassung des Freistaates Sachsen vereinbar. 5. § 9 Abs. 3 sowie § 11 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. f SächsCoronaSchVO vom 26. Januar 2021 und § 9 Abs. 3 sowie § 11 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. e SächsCoronaSchVO vom 12. Februar 2021 waren mit der Verfassung des Freistaates Sachsen vereinbar. Der vorstehende Entscheidungssatz hat gemäß § 14 Abs. 2 Satz 1 des Sächsischen Verfassungsgerichtshofsgesetzes Gesetzeskraft. Dresden, den 28. Oktober 2025 Die Staatsministerin der Justiz Prof. Constanze Geiert

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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: www.revosax.sachsen.de.