Landesentwicklungsplan 2013
- Fundstelle:
- SächsGVBl. 2013 Nr. 11, S. 582 Fsn-Nr.: 40-3.1/3
Landesentwicklungsplan
§ 1 Landesentwicklungsplan Der Landesentwicklungsplan 2013 (LEP 2013) wird gemäß Anlage erlassen.
Inkrafttreten und Außerkrafttreten
§ 2 Inkrafttreten und Außerkrafttreten 1Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. 2Gleichzeitig tritt die Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über den Landesentwicklungsplan Sachsen (LEP 2003) vom 16. Dezember 2003 (SächsGVBl. S. 915) außer Kraft. Dresden, den 14. August 2013 Der Ministerpräsident Stanislaw Tillich Der Staatsminister des Innern Markus Ulbig
1 zum Landesentwicklungsplan 2013
Anhang A 1 zum Landesentwicklungsplan 2013 Fachplanerische Inhalte des Landschaftsprogramms Inhaltsverzeichnis 1 Einführung 2 Fachliche Ziele, Erfordernisse und Maßnahmen für die Schutzgüter 2.1 Kulturlandschaft und Landschaftsschutz 2.1.1 Einführung 2.1.2 Fachliche Ziele, Erfordernisse und Maßnahmen 2.2 Pflanzen, Pilze, Tiere und ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume 2.2.1 Einführung 2.2.2 Fachliche Ziele, Erfordernisse und Maßnahmen 2.3 Boden 2.3.1 Einführung 2.3.2 Fachliche Ziele, Erfordernisse und Maßnahmen 2.4 Wasser 2.4.1 Einführung 2.4.2 Fachliche Ziele, Erfordernisse und Maßnahmen 2.5 Klima, Luft, Lärm 2.5.1 Einführung 2.5.2 Fachliche Ziele, Erfordernisse und Maßnahmen Literaturverzeichnis Kartenverzeichnis Kartenverzeichnis Karte Titel Karte A 1.1: Prägung von Kulturlandschaftsgebieten durch historische Kulturlandschaftselemente Karte A 1.2: Suchraumkulisse Moorrenaturierung Karte A 1.3: Verbreitung gefährdeter Tierarten Karte A 1.4: Verbreitung gefährdeter Pflanzenarten Karte A 1.5: Großflächig naturnahe Waldkomplexe
Karte A 1.5
Anlage zu Karte A 1.5 Großflächig naturnahe Waldkomplexe Die folgenden großflächig naturnahen Waldkomplexe sind in der Karte A 1.5 dargestellt. Waldkomplexe Nummer Naturschutzgebiet Größe in ha A) Gebiete mit Dominanz von Mischwaldkomplexen aus mesophilen Buchenwäldern, Edellaubbaumwäldern und Linden-Hainbuchen-Eichenwäldern Basaltberge der Oberlausitz mit anspruchsvollen Waldgesellschaften, wobei die heute naturnah erscheinenden Edellaubbaum- und Hainbuchen-Eichenbestände teilweise durch historische Waldnutzungen aus früheren Buchenwäldern hervorgegangen sind. Nr. 38 NSG Rotstein und Umgebung 37 ha Nr. 39 NSG Landeskrone 53 ha Nr. 42 Löbauer Berg 57 ha B) Gebiete mit Dominanz von bodensauren Buchenwäldern Hainsimsen-Buchenwälder und Fichten-Buchenwälder in montaner und hochmontaner Stufe; vegetationskundlich eigenständig sind planare Vorkommen in der Düben-Dahlener Heide (Nr. 1, 11). Vergesellschaftung von Buchen- und Kiefernwäldern sowie hohe Anteile offener Felsbereiche (> 15 %) auf Standortmosaiken des Sandsteins prägen die Waldgebiete im Zittauer Gebirge und in der Sächsischen Schweiz (Nr. 53, 55). Nr. 1 Dübener Heide östlich von Söllichau 205 ha Nr. 11 Dahlener Heide zwischen Lausa und Taura 96 ha Nr. 18 NSG Dornreichenbacher Berg östlich von Wurzen 52 ha Nr. 26 NSG Hohe Dubrau und Umgebung westlich von Niesky 160 ha Nr. 30 Königshainer Berge 54 ha Nr. 49 NSG Hengstberg und Umgebung 43 ha Nr. 53 NLP Sächsische Schweiz 1 575 ha Nr. 55 Zittauer Gebirge (mit NSG Jonsdorfer Felsenstadt) 269 ha Nr. 56 Waldbereiche südwestlich Schmiedeberg (mit NSG Hofehübel Bärenfels) 67 ha Nr. 57 Hirschsprung westlich Bärenstein (mit NSG Weicholdswald) 81 ha Nr. 58 Hemmschuh bei Rehefeld-Zaunhaus (mit NSG Hemmschuh) 89 ha Nr. 59 Hangwälder der Zwickauer Mulde (mit NSG Hartensteiner Wald) 189 ha Nr. 60 Wälder um Olbernhau (mit NSG Rungstock, Hirschberg-Seiffener Grund) 515 ha Nr. 61 Rauschenbachtal östlich Neuhausen 205 ha Nr. 63 Burkhardtswald bei Lauter 125 ha Nr. 64 Buchen-Hangwälder bei Niederschmiedeberg 57 ha Nr. 66 Buchenwälder um Steinbach (mit NSG Steinbach) 217 ha Nr. 68 NSG Zweibach und Umgebung 94 ha C) Gebiete mit Dominanz von Mischwaldkomplexen aus Buchen- und Eichenwäldern Meist Waldkomplexe an Steilhängen der hochkollinen und submontanen Stufe, die neben bodensauren Hainsimsen-Buchenwäldern in hohem Anteil Färberginster-Traubeneichenwälder, Linden-Hainbuchen-Traubeneichenwälder, Schluchtwälder oder Waldmeister-Buchenwälder enthalten. Deutlich heben sich eichenreiche Bestände (Nr. 5) im nordostsächsischen Tiefland ab, die Schattenblümchen-Buchenwäldern und Waldreitgras-Kiefern-Traubeneichenwäldern zuzuordnen sind. Nr. 4 Dübener Heide östlich Roitzsch 108 ha Nr. 5 Oberer Park Bad Muskau, weitere Wälder Richtung Sagar 132 ha Nr. 23 Grimmaer Stadtwald, Bahrener Muldeschleife, NSG Döbener Wald 238 ha Nr. 24 Wermsdorfer Wald (mit NSG An der Klosterwiese) 118 ha Nr. 29 NSG Seußlitzer Grund bei Diesbar-Seußlitz 129 ha Nr. 33 Täler der Freiberger Mulde (NSG Scheergrund, Hochweitzschener Wald, Kirstenmühle-Schanzenbachtal, Eichberg, Maylust, Staupenbachtal) 311 ha Nr. 34 NSG Großholz 35 ha Nr. 35 Elbtalgebiet zwischen Meißen und Dresden (mit NSG Elbleiten) 627 ha Nr. 36 Hangwälder im Lößnitzgrund nördlich Radebeul 39 ha Nr. 40 NSG Prießnitz nordöstlich von Frohburg 61 ha Nr. 41 Buchenwälder im Hohwald nordöstlich und südlich von Neustadt 489 ha Nr. 45 Talhänge von Freiberger Mulde zwischen Siebenlehn und Reinsberg 120 ha Nr. 48 Elbhangwälder zwischen Dresden und Graupa (mit NSG Dresdner Elbtalhänge) 365 ha Nr. 50 NSG Weißeritztalhänge und NSG Rabenauer Grund 435 ha Nr. 51 Eichen- und Buchenwälder im NSG Windberg Freital 22 ha Nr. 54 Hangwaldkomplexe an der Elbe bei Pirna und in den Flusssystemen von Müglitz und Gottleuba (mit NSG Spargründe bei Dohna,Trebnitzgrund, Oelsen, Hochstein-Karlsleite, Müglitzhang bei Schlottwitz,Mittleres Seidewitztal) 1 927 ha D) Gebiete mit Dominanz von Linden-Hainbuchen-Traubeneichenwäldern grundwasserferner Standorte Meist in ackerbaulich intensiv genutzten Regionen gelegen und deshalb heute nur noch relativ selten großflächig naturnah; oft an schwer bewirtschaftbaren Steilhängen. Nr. 14 NSG Kleiner Berg Hohburg 48 ha Nr. 22 Curtswald und Umgebung nordwestlich Grimma 86 ha Nr. 28 Oberholz südlich Leipzig 118 ha Nr. 32 Tiergarten östlich von Colditz 80 ha Nr. 37 NSG Georgewitzer Skala 40 ha Nr. 43 NSG Streitwald und NSG Hinteres Stöckigt 224 ha Nr. 44 Hangwälder der Freiberger Mulde westlich Nossen 88 ha Nr. 46 Hangwälder westlich Helbigsdorf-Blankenstein 58 ha Nr. 47 Hangwälder bei Niederpesterwitz und Dölzschen westlich Dresden 66 ha Nr. 52 Hangwälder im Lockwitzgrund südwestlich Dresden 85 ha E) Gebiete mit Dominanz von Linden-Hainbuchen-Stieleichenwäldern mäßig vernässter Standorte Überwiegend im Hügelland auf mäßig vernässten Standorten, zum Teil in größeren Auen (Nr. 15, 25), hier mit höheren Anteilen an Traubenkirschen-Erlen-Eschenwäldern. Herauszuheben ist der Kämmereiforst (Nr. 9), der das landschaftstypische Standortgefüge gut repräsentiert. Beispielhaft für Auen sind die Bestände an der Röder. Nr. 6 NSG Spröde östlich Delitzsch 86 ha Nr. 9 Kämmereiforst nordwestlich Eilenburg 135 ha Nr. 13 „Tannenwald“ nördlich Lindenthal 86 ha Nr. 15 Röderaue bei Pulsen (mit NSG Röderauwald Zabeltitz) 187 ha Nr. 17 Schulholz und Umgebung westlich Wurzen 71 ha Nr. 21 Threnebruch und Schlangenwinkel bei Naunhof 105 ha Nr. 25 NSG Auwald und Eisenberg Guttau und Umgebung 40 ha Nr. 31 Großes Fürstenholz und Schildholz westlich Bad Lausick 62 ha F) Gebiete mit Dominanz von Fichtenwäldern In den oberen Lagen des Erzgebirges dominieren bei hohem Anteil mooriger Standorte Torfmoos-Fichtenwälder, gefolgt von Moorkiefern-Moorgehölzen und Fichten-Moorwäldern. Wollreitgras-Fichtenwälder unvernässter Standorte treten dagegen kleinflächig, Waldversumpfungen nur lokal auf. Planare Kiefern-Fichtenwälder auf Nassstandorten repräsentierte das vom Braunkohletagebau betroffene Gebiet nahe Weißwasser (Nr. 8). Da dieses dem Tagebau Nochten zum Opfer fällt, wurde es bereits aus der Karte der großflächig naturnahen Waldkomplexe entfernt. Nr. 8 Jagdschloss Weißwasser und Umgebung 168 ha Nr. 65 Kühnhaider Moorwaldkomplex (mit NSG Mothäuser Heide) 293 ha Nr. 67 Fichtenwälder bei Hammerbrücke (mit NSG Am alten Floßgraben) 95 ha G) Gebiete mit Dominanz von Auenwäldern Insbesondere in Westsachsen noch großflächig erhaltene Eichen-Ulmen-Auenwälder, bei ausbleibender oder unzureichender Überflutung teilweise im Übergang zu Stieleichen-Hainbuchen-Eichenwäldern. Weichholz-Auenwälder als Zeiger freier Flussdynamik sind kaum noch vorhanden. Nr. 10 Lauch bei Thallwitz an der Mulde 71 ha Nr. 12 Nördlicher Leipziger Auenwald (mit NSG Burgaue, Luppeaue) 762 ha Nr. 20 Südlicher Leipziger Auenwald (mit NSG Elster- und Pleiße-Auenwald) 301 ha Nr. 27 Auenwald bei Zwenkau 110 ha H) Gebiete mit Dominanz von Bruch- und Moorwäldern sowie Vegetationskomplexen waldfreier Moore In Abhängigkeit von Trophie und Nässegrad entweder Großseggen-Erlen-Bruchwälder oder Komplexe aus offenen Zwischen- und Niedermooren sowie Waldkiefern- oder Moorbirken-Moorwäldern. Erlen-Moorbirken-Bruchwälder sind selten. Nr. 2 Muldeaue zwischen Tiefensee und Wellaune 49 ha Nr. 3 Zadlitz-/Wildenhainer Bruch (NSG Presseler Heidewald und Moorgebiet) 310 ha Nr. 7 NSG Gruna 56 ha Nr. 16 NSG Dubringer Moor 771 ha Nr. 19 Daubaner Wald westlich Förstgen 101 ha I) Gebiete mit Dominanz von wärmegeprägten Hangwaldkomplexen aus Edellaubbaum-Hangschuttwäldern und Eichenwäldern Wärmegeprägte Steilhänge auf Diabas, in denen Ahorn-Linden-Hangschuttwälder dominieren, begleitet von Thermophilen Färberginster-Traubeneichenwäldern. Nr. 62 Wälder der Weißen Elster (mit NSG Triebtal, Elsterhang bei Röttis) 114 ha Stand: 25. September 2012 Quelle: SCHMIDT et al. (2002): Potentielle Natürliche Vegetation Sachsens mit Karte 1 : 200 000, Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege 2002, S. 115 ff.
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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: www.revosax.sachsen.de.