Landesverordnung zur Übertragung von Ermächtigungen nach dem Pflanzenschutzgesetz und über die zuständigen Behörden nach dem Pflanzenschutzgesetz und dem Saatgutverkehrsgesetz (Pflanzenschutzangelegenheiten-Zuständigkeitsverordnung - PflSch-ZustVO) Vom 12. Juni 1994
- Ausfertigungsdatum:
- 12.06.1994
- Fundstelle:
- GVOBl. 1994, 306
Aufgabenübertragung auf die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
§ 1 Aufgabenübertragung auf die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein(1) Der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein werden, sofern durch Rechtsvorschriften nichts anderes bestimmt ist, die Aufgaben gemäßa) § 59 Absatz 1 und Absatz 2 des Pflanzenschutzgesetzes vom 6. Februar 2012 (BGBl. I 2012 S. 148, 1281), zuletzt geändert durch Artikel 19 des Gesetzes vom 27. Juli 2021 (BGBl. I S. 3146), sowie der aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen,b) § 9 Absatz 1 des Pflanzengesundheitsgesetzes vom 7. Juli 2021 (BGBl. I 2021, S. 2354),c) Verordnung Nummer 1107/20091 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln sowie der aufgrund dieser Verordnung erlassenen Durchführungsbestimmungen,d) Verordnung Nummer 1185/20092 über Statistiken zu Pestiziden sowie der aufgrund dieser Verordnung erlassenen Durchführungsbestimmungen,e) Verordnung Nummer 2016/20313 über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen sowie der aufgrund dieser Verordnung erlassenen Durchführungsbestimmungen,f) Verordnung Nummer 2017/6254 über amtliche Kontrollen sowie der aufgrund dieser Verordnung erlassenen Durchführungsbestimmungen im Rahmen der in Absatz 1 und Absatz 2 übertragenen Aufgaben.zur Erfüllung nach Weisung übertragen.(2) Der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein werden, sofern durch Rechtsvorschriften nicht anderes bestimmt ist, die Aufgaben gemäß § 28 Saatgutverkehrsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. Juli 2004 (BGBl. I S. 1673), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 20. Dezember 2016 (BGBl. I S. 3041), sowie der aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen zur Erfüllung nach Weisung übertragen.(3) Für die Aufgaben im Bereich der Pflanzengesundheit ist die phytopathologische Diagnostik der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein das amtliche Labor nach Artikel 37 der Verordnung Nummer 2017/625 über amtliche Kontrollen.
Aufgaben der obersten Landwirtschaftsbehörde
§ 2 Aufgaben der obersten LandwirtschaftsbehördeDie oberste Landwirtschaftsbehörde ist zuständig für1. Anordnungen nach § 3 Absatz 3 der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung vom 10. November 1992 (BGBl. I S. 1887), zuletzt geändert durch Verordnung vom 25. November 2013 (BGBl. I S. 4020), und2. die Aufsicht über den Prüfungsausschuss gemäß § 4 Absatz 4 der Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung vom 27. Juni 2013 (BGBl. I S. 1953), zuletzt geändert durch Artikel 376 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474).
(aufgehoben)
§ 2 (aufgehoben)
(aufgehoben)
§ 3 (aufgehoben)
(aufgehoben)
§ 4 (aufgehoben)
§ 5Der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein wird die Durchführung des Saatgutverkehrsgesetzes vom 20. August 1985 (BGBl. I S. 1633), zuletzt geändert durch Gesetz vom 23. Juli 1992 (BGBl. I S. 1367), und der aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen als Aufgabe zur Erfüllung nach Weisung übertragen. Die Geschäftsführerin oder der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein ist zuständige Behörde nach den §§ 28 und 59 Abs. 1 des Saatgutverkehrsgesetzes. § 2 Nr. 3 und § 3 Abs. 2 Nr. 4 bleiben unberührt.
§ 1Die Ermächtigungen zum Erlaß von Verordnungen nach § 3 Abs. 3 Satz 1, § 9 Satz 2, § 10 Abs. 3 Satz 3, § 22 Abs. 3 Satz 2 in Verbindung mit § 10 Abs. 3 Satz 3 und nach § 30 Abs. 2 Satz 3 des Pflanzenschutzgesetzes werden auf das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume übertragen.
§ 1Die Ermächtigungen zum Erlaß von Verordnungen nach § 3 Abs. 3 Satz 1, § 9 Satz 2, § 10 Abs. 3 Satz 3, § 22 Abs. 3 Satz 2 in Verbindung mit § 10 Abs. 3 Satz 3 und nach § 30 Abs. 2 Satz 3 des Pflanzenschutzgesetzes werden auf das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung übertragen.
Aufgrund des § 3 Abs. 3 Satz 2, des § 9 Satz 3, des § 10 Abs. 3 Satz 4, des § 22 Abs. 3 Satz 2 in Verbindung mit § 10 Abs. 3 Satz 4 und des § 30 Abs. 2 Satz 3 des Pflanzenschutzgesetzes vom 15. September 1986 (BGBl. I S. 1505), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. November 1993 (BGBl. I S. 1917) und aufgrund des § 28 Abs. 1 Satz 1 des Landesverwaltungsgesetzes verordnet die Landesregierung die folgenden §§ 1, 2 Nr. 1 und 3, §§ 3, 4, 5 und 6; aufgrund des § 2 Abs. 4 des Gesetzes über die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. März 1992 (GVOBl. Schl.-H. S. 211), verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei die folgenden §§ 5 und 6; aufgrund des § 165 Abs. 2 Satz 2 des Landesverwaltungsgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei im Einvernehmen mit dem Innenminister die folgenden § 2 Nr. 2, § 3 Abs. 2 Nr. 3 und § 6 Satz 1:
§ 1Die Ermächtigungen zum Erlaß von Verordnungen nach § 3 Abs. 3 Satz 1, § 9 Satz 2, § 10 Abs. 3 Satz 3, § 22 Abs. 3 Satz 2 in Verbindung mit § 10 Abs. 3 Satz 3 und nach § 30 Abs. 2 Satz 3 des Pflanzenschutzgesetzes werden auf das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume übertragen.
§ 6Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Landesverordnung zur Übertragung von Ermächtigungen nach dem Pflanzenschutzgesetz und über die zuständigen Behörden nach dem Pflanzenschutzgesetz und dem Saatgutverkehrsgesetz vom 4. August 1987 (GVOBl. Schl.-H. S. 305), geändert durch Landesverordnung vom 6. Dezember 1989 (GVOBl. Schl.-H. S. 171), außer Kraft.
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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de.