LVwZG · Rheinland-Pfalz

Landesverwaltungszustellungsgesetz (LVwZG) Vom 2. März 2006

Ausfertigungsdatum:
02.03.2006
Fundstelle:
GVBl. 2006, 56
11 Vorschriften · Amtliche Fassung →
§ 1

§ 1(1) Für das Zustellungsverfahren der Landesbehörden, der Behörden der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der landesunmittelbaren Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts gelten die §§ 2 bis 10 des Verwaltungszustellungsgesetzes vom 12. August 2005 (BGBl. I S. 2354) in der jeweils geltenden Fassung entsprechend. (2) Dieses Gesetz gilt nicht für Zustellungen 1. der Gerichte und Staatsanwaltschaften, 2. nach der Justizbeitreibungsordnung und dem Landeshinterlegungsgesetz, 3. der Landesfinanzbehörden, 4. die von den in Absatz 1 genannten Behörden nach sonstigen bundesrechtlichen Vorschriften auszuführen sind.

Eingangsformel LVwZG

Der Landtag Rheinland-Pfalz hat das folgende Gesetz beschlossen:

§ 10

§ 10(1) Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. Februar 2006 in Kraft. Die Rechtswirksamkeit von Zustellungen, die bis zum Ablauf des Tages der Verkündung dieses Gesetzes nach dem bisher geltenden Recht vorgenommen wurden, wird nicht berührt.(2) Gleichzeitig tritt das Landesgesetz über die Zustellung in der Verwaltung vom 14. März 1955 (GVBl. S. 25, 69), geändert durch § 135 des Gesetzes vom 20. Juni 1974 (GVBl. S. 233), BS 2010-1, außer Kraft.

§ 2

§ 2Zugestellt wird, soweit dies durch Rechtsvorschrift oder behördliche Anordnung bestimmt ist.

§ 3

§ 3Die Landeswahlordnung vom 6. Juni 1990 (GVBl. S. 153), zuletzt geändert durch Verordnung vom 25. April 2005 (GVBl. S. 158), BS 1110-1-1, wird wie folgt geändert: § 88 Abs. 2 erhält folgende Fassung:„(2) Zustellungen werden nach dem Landesverwaltungszustellungsgesetz vom 2. März 2006 (GVBl. S. 56, BS 2010-1) in der jeweils geltenden Fassung vorgenommen.“

§ 4

§ 4Das Landesbeamtengesetz in der Fassung vom 14. Juli 1970 (GVBl. S. 241), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15. Oktober 2004 (GVBl. S. 457), BS 2030-1, wird wie folgt geändert: § 221 Satz 2 erhält folgende Fassung:„Soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, richtet sich die Zustellung nach dem Landesverwaltungszustellungsgesetz vom 2. März 2006 (GVBl. S. 56, BS 2010-1).“

§ 5

§ 5Das Landesdisziplinargesetz vom 2. März 1998 (GVBl. S. 29), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 18. Dezember 2001 (GVBl. S. 307), BS 2031-1, wird wie folgt geändert: In § 21 werden die Worte „Landesgesetzes über die Zustellung in der Verwaltung“ durch das Wort „Landesverwaltungszustellungsgesetzes“ ersetzt.

§ 6

§ 6Das Heilberufsgesetz vom 20. Oktober 1978 (GVBl. S. 649; 1979 S. 22), zuletzt geändert durch Gesetz vom 14. Juni 2004 (GVBl. S. 332), BS 2122-1, wird wie folgt geändert: § 97 Abs. 1 erhält folgende Fassung:„(1) Die im berufsgerichtlichen Verfahren erforderlichen Zustellungen erfolgen nach dem Landesverwaltungszustellungsgesetz vom 2. März 2006 (GVBl. S. 56, BS 2010-1) in der jeweils geltenden Fassung. § 1 Abs. 2 des Landesverwaltungszustellungsgesetzes findet keine Anwendung.“

§ 7

§ 7Das Landesgesetz über das amtliche Vermessungswesen vom 20. Dezember 2000 (GVBl. S. 572), geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 5. April 2005 (GVBl. S. 102), BS 219-1, wird wie folgt geändert: § 17 Abs. 3 Satz 2 erhält folgende Fassung:„Für die Zustellung durch die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure findet das Landesverwaltungszustellungsgesetz vom 2. März 2006 (GVBl. S. 56, BS 2010-1) in der jeweils geltenden Fassung Anwendung.“

§ 8

§ 8Die Wahlordnung zum Landesrichtergesetz vom 13. Mai 2004 (GVBl. S. 336, BS 312-1-1) wird wie folgt geändert: In § 24 Abs. 1 werden die Worte „den Bestimmungen des Landesgesetzes über die Zustellung in der Verwaltung vom 14. März 1955 (GVBl. S. 25, 69, BS 2010-1)“ durch die Worte „dem Landesverwaltungszustellungsgesetz vom 2. März 2006 (GVBl. S. 56, BS 2010-1)“ ersetzt.

§ 9

§ 9Soweit durch dieses Gesetz Verordnungen geändert werden, bleibt die Befugnis der zuständigen Stellen, diese Verordnungen zu ändern oder aufzuheben, unberührt.

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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: landesrecht.rlp.de.