Anlage 1 zur LESchV vom 27.10.2015
Methodik zur Einteilung von Flächen nach dem Grad ihrer Erosionsgefährdung
durch Wasser und Wind in Nordrhein-Westfalen
1. Bestimmung der potenziellen Erosionsgefährdung durch Wasser
Grundlage der Berechnung der Erosionsgefährdung durch Wasser ist die Ableitung
der natürlichen Erosionsgefährdung mit Hilfe der Faktoren
- K (Erodierbarkeit des Bodens auf Basis der Bodenart) und
- S (Hangneigungsfaktor)
der Allgemeinen Bodenabtragsgleichung (DIN 19708:2005-02).
Die Berechnung der potenziellen Erosionsgefährdung erfolgt landesweit einheitlich in
einem 10-mal-10-Meter-Raster in Anlehnung an die DIN 19708:2005-02.
Verwendete Datengrundlagen:
Grundlage für die Berechnung des K-Faktors gemäß den Tabellen 4 bis 6 der DIN
19708:2005-02 sind die Karten BK5L, DGK5Bo und BK50 und eine speziell aufberei-
tete DGK5Bo, in die Grablochbeschreibungen sowie weitere Informationen aus dem
Fachinformationssystem Bodenkunde eingeflossen sind. Aktualitätsstand ist der
01.01.2010. Der S-Faktor wird aus digitalen Hangneigungsdaten, abgeleitet aus dem
digitalen Geländemodell 5 der Landesvermessung Nordrhein-Westfalen, ergänzt um
Teilbereiche an den Rändern von Nordrhein-Westfalen durch entsprechende Daten
der benachbarten Bundesländer.
Beide Datengrundlagen sind entsprechend der DIN 19708:2005-02 aufbereitet. Für
jede Rasterzelle liegt ein Zahlenwert für K*S vor.
2. Bestimmung der potenziellen Erosionsgefährdung durch Wind
Grundlage für die Berechnung der Erosionsgefährdung durch Wind ist die Ableitung
der standortabhängigen Erosionsgefährdung eines trockenen und vegetationsfreien
Bodens nach DIN 19706:2004-05, indem Informationen des Fachinformationssys-
tems Bodenkunde mit Informationen zur mittleren Windgeschwindigkeit in 10 Meter
über Grund miteinander verknüpft werden.
Dabei wird die Erodierbarkeit des Bodens durch Auswertung von Daten aus dem
Fachinformationssystem Bodenkunde (Aktualitätsstand ist der 01.01.2010) berech-
net. Entsprechend der DIN 19706:2004-05 werden diese Daten mit Daten der mittle-
ren Windgeschwindigkeit in 10 Meter über Grund zur standortabhängigen Erosions-
gefährdung eines vegetationsfreien und trockenen Bodens verknüpft.
Die Berechnung erfolgt landeseinheitlich in einem 10-mal -10-Meter-Raster entspre-
chend der Vorgabe der DIN 19706:2004-05.