IBBP-FördErl · Niedersachsen

Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von innovativen Bildungsprojekten der beruflichen Erstausbildung

Amtliche Abkürzung:
IBBP-FördErl
Ausfertigungsdatum:
06.04.2022
1 Vorschrift · Amtliche Fassung →
Anlage IBBP

FördErl - Scoring-Modell zur Bewertung von Zuwendungsanträgen nach den Richtlinien "Innovative Bildungsprojekte der beruflichen Erstausbildung"

Die Projektanträge müssen die in Nummer 4.3 der Richtlinien genannten Qualitätskriterien erfüllen. Sie werden von Gutachtern nach einem Punktesystem bewertet, wobei ein Projektantrag maximal insgesamt 100 Punkte erhalten kann. Ein Projektantrag ist förderwürdig, wenn eine Mindestpunktzahl von 60 erreicht wird.Lfd. Nr.QualitätskriterienMindestpunktzahlHöchstpunktzahlHinweis: Alle Querschnittsziele (Nummer 2) sind bei der Konzeptionierung der Vorhaben integriert zu berücksichtigen (Mainstreaming). Sie sind daher im Rahmen der fachlichen Kriterien (Nummer 1) integriert zu beschreiben. Die getrennt dargestellte Bewertung in diesem Scoring dient der Transparenz.1.Richtlinienspezifische fachliche Kriterien4070A)Ausgangslage und Ziele unter Berücksichtigung der Querschnittsziele Darstellung des Handlungsfeldes im Projektgebiet auf der Grundlage von Strukturmerkmalen wie beispielsweise: der Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt,der Bildungsabschlüsse der Schulabsolventinnen und Schulabsolventender Angebots- und Nachfrage-Relation auf dem Ausbildungsmarkt,dem Anteil der Jugendlichen im Übergangssystem/ohne Ausbildung,der Anteil unbesetzter Ausbildungsplätze, branchenspezifischer Fachkräftebedarf, Wirtschafts- und Betriebsstruktur, Entwicklung von Zuwanderungszahlen, etc.bestehende Netzwerke zur Unterstützung der beruflichen Orientierung und der beruflichen BildungStrukturen der relevanten BildungssystemeWeiterentwicklung von Systemen oder Rahmenbedingungen der beruflichen Bildung1020B)Qualität des Umsetzungskonzepts unter Berücksichtigung der Querschnittsziele Schlüssiges GesamtkonzeptBeschreibung der Ziele, Inhalte, Methoden, des Ablaufs sowie der Meilensteinplanung, ggf. der Kooperationen mit dem Bedarfsträger und der Bundesagentur für Arbeit sowie regionalen BildungsakteurenBenennung der zu erreichenden Zertifikate/AbschlüsseBeschreibung der Auswahl und Ansprache der Zielgruppe(n)Angaben zu den individuellen Voraussetzungen der Projekt-teilnehmendenDarstellung des Personalschlüssels des ProjektsErläuterungen zur Qualifikation des Personalsgegebenenfalls Beschreibung der begleitenden Evaluation (Formulierung von Kennzahlen/Prüfsystemen)Angemessenheit der Ausgaben im Verhältnis zur Durchführung und Zielsetzung des ProjektsBeitrag zur Erreichung der inhaltlichen Ziele der Richtlinien, je nach Fördertatbestand z. B.konkrete Ansätze zur Verbesserung des Übergangs von der Schule in Ausbildung in Zusammenarbeit mit Schulen und Trägern der beruflichen Bildungbei Projekten mit berufsorientierenden Ansätzen: Konzept zur zusätzlichen vertieften beruflichen OrientierungAnsätze zur Verbesserung des "Ausbildungsmatchings" im regionalen Projektgebiet, ggf. im Vergleich mit anderen RegionenAnsätze zur Motivation und ggf. Gewinnung von Ausbildungsbetriebendifferenziertes Konzept zur Erhöhung des Ausbildungserfolgs bezogen auf die ZielgruppeDarstellung der bildungspolitischen Relevanz des VorhabensÜbertragbarkeit und Nachnutzung der Projektergebnisse1525C)Innovationsgehalt des Umsetzungskonzepts unter Berücksichtigung der Querschnittsziele Innovation im Kontext der AusgangslageInnovationsgehalt des Projekts auf inhaltlicher, methodischer, regionaler oder branchen- bzw. zielgruppenbezogener Ebene 15252.Querschnittsziele2030A)Gleichstellung der Geschlechter, z. B. Beitrag zum Abbau von geschlechtsspezifischen Stereotypen in der Berufswahl oder Ausbildungsplatzakquise und -besetzung Gendersensible Ansprachekonzepte der Zielgruppen5B)Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung, z. B. Beitrag zur Erhöhung der Chancengleichheit von Jugendlichen/jungen Erwachsenen mit Migrationsgeschichte, mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen und aus bildungsbenachteiligten oder sozial benachteiligten FamilienBarrierefreiheit inklusive räumlicher, zeitlicher, sprachlicher und digitaler BarrierefreiheitStärkung interkultureller Kompetenzen bei Teilnehmenden und ggf. Betrieben/Ausbildenden15C)Ökologische Nachhaltigkeit/nachhaltige Entwicklung Öko-Audit-Zertifizierung nach EMAS - Verordnung (EG) Nr. 1221/2009*) - des Projektträgers bzw. Berücksichtigung verschiedener Dimensionen ökologischer Nachhaltigkeit wie KlimaschutzVermeidung bzw. Verminderung der UmweltverschmutzungAnpassung an den KlimawandelÜbergang zu einer Kreislaufwirtschaft5D)Gute Arbeit die Personalstruktur im Projekt entspricht dem Leitbild "Gute Arbeit" z. B. durch Entgeltgleichheit, Sicherung und Erhöhung von Dauerarbeitsplätzen, Konzepten zur Work-Life-Balance, Familienfreundlichkeit, Weiterbildungsangebote5Die Benennung der Unterpunkte dient nur der bespielhaften Veranschaulichung. Diese Unterpunkte müssen weder abschließend bearbeitet werden noch erheben sie den Anspruch auf Vollständigkeit. Eine Bearbeitung projektspezifischer zusätzlicher Aspekte ist ausdrücklich erwünscht.*)Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. 11. 2009 über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 761/2001, sowie der Beschlüsse der Kommission 2001/681/EG und 2006/193/EG (ABl. EG Nr. L 342 S. 1; 2020 Nr. L 303 S. 24), zuletzt geändert durch Verordnung (EU) 2018/2026 der Kommission vom 19. 12. 2018 (ABl. EU Nr. L 325 S. 18).Red. Hinweis zur GeltungsdauerAußer Kraft am 1. Januar 2030 durch Nummer 8 des Erl. vom 6. April 2022 (Nds. MBl. S. 559)

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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: voris.wolterskluwer-online.de.