Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Büdingen und Friedberg Vom 11. Juli 1972
- Ausfertigungsdatum:
- 11.07.1972
- Fundstelle:
- GVBl. I 1972, 230
Stadt Butzbach
§ 1 Stadt Butzbach(1) Die Gemeinden Griedel, Hausen-Oes, Kirch-Göns und Maibach werden in die Stadt Butzbach eingegliedert. (2) In die Stadt Butzbach werden weiter eingegliedert aus der Gemeinde Ober-Mörlen die Flurstücke: Gemarkung Langenhain-ZiegenbergFlur 15 und 16.
Gemeinde Kefenrod
§ 10 Gemeinde KefenrodDie Gemeinde Helfersdorf aus dem Landkreis Gelnhausen wird in die Gemeinde Kefenrod eingegliedert.
Stadt Büdingen
§ 11 Stadt BüdingenDie Gemeinde Düdelsheim sowie die Gemeinde Wolferborn aus dem Landkreis Gelnhausen werden in die Stadt Büdingen eingegliedert.
Gemeinde Altenstadt
§ 12 Gemeinde AltenstadtDie Gemeinde Rodenbach wird in die Gemeinde Altenstadt eingegliedert.
Gemeinde Florstadt
§ 13 Gemeinde FlorstadtDie Gemeinden Nieder-Mockstadt und Stammheim werden in die Gemeinde Florstadt eingegliedert.
Stadt Niddatal
§ 14 Stadt NiddatalIn die Stadt Niddatal werden eingegliedert: 1. aus der Stadt Karben die Flurstücke:Gemarkung Burg-GräfenrodeFlur 9 und 10;2. aus der Stadt Nidderau im Landkreis Hanau die Flurstücke:Gemarkung ErbstadtFlur 9.
Stadt Frankfurt am Main
§ 15 Stadt Frankfurt am MainDie Gemeinden Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach werden in die Stadt Frankfurt am Main eingegliedert; ausgenommen sind die in § 6 Nr. 3, § 8 Abs. 2, § 9 Abs. 2 Nr. 2 des Gesetzes zur Neugliederung des Obertaunuskreises und des Landkreises Usingen genannten Flurstücke dieser Gemeinden.
Gemeinde Gründau
§ 16 Gemeinde GründauDie Gemeinden Hain-Gründau und Mittel-Gründau sowie die Gemeinde Rothenbergen aus dem Landkreis Gelnhausen werden in die Gemeinde Gründau im Landkreis Gelnhausen eingegliedert.
Gemeinde Ronneburg
§ 17 Gemeinde RonneburgDie Gemeinde Altwiedermus wird in die Gemeinde Ronneburg im Landkreis Hanau eingegliedert.
Wetteraukreis
§ 18 WetteraukreisDer Landkreis Büdingen mit den Städten Büdingen, Gedern, Nidda, Ortenberg und den Gemeinden Altenstadt, Echzell, Glauburg, Hirzenhain, Kefenrod, Limeshain und Ranstadt und der Landkreis Friedberg mit den Städten Butzbach, Friedberg (Hessen), Karben, Münzenberg, Bad Nauheim, Niddatal, Reichelsheim (Wetterau), Rosbach v. d. Höhe, Bad Vilbel und den Gemeinden Florstadt, Ober-Mörlen, Rockenberg, Wölfersheim und Wöllstadt werden zu einem Landkreis mit dem Namen "Wetteraukreis" zusammengeschlossen. Sitz der Kreisverwaltung ist die Stadt Friedberg (Hessen); § 11 Abs. 2 der Hessischen Landkreisordnung bleibt unberührt.
Rechtsnachfolge
§ 19 RechtsnachfolgeDie neuen und die aufnehmenden Gemeinden sind Rechtsnachfolger der bisherigen Gemeinden. Der Wetteraukreis ist Rechtsnachfolger der Landkreise Büdingen und Friedberg.
Stadt Bad Nauheim
§ 2 Stadt Bad NauheimDie Gemeinden Nieder-Mörlen und Steinfurth werden in die Stadt Bad Nauheim eingegliedert.
Rechtsstellung der Bediensteten
§ 20 Rechtsstellung der Bediensteten(1) Die Beamten der Landräte der Landkreise Büdingen und Friedberg als Behörden der Landesverwaltung gelten mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes als versetzt zum Landrat des Wetteraukreises als Behörde der Landesverwaltung. (2) Der Hessische Minister des Innern wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Gewährung von Leistungen nach der Hessischen Trennungsgeldverordnung abweichend von dieser Verordnung so zu regeln, daß unbillige Belastungen vermieden werden, wenn Beamte oder Richter an einen anderen als den bisherigen Dienst- oder Wohnort versetzt werden, weil ihre Dienststelle durch Maßnahmen der Verwaltungsreform (Gebiets- oder Funktionalreform) aufgelöst, verlegt, mit einer Dienststelle verschmolzen oder in ihrem Aufbau geändert wird.
Orts- und Kreisrecht
§ 21 Orts- und KreisrechtIn den neugegliederten Gemeinden und Landkreisen gilt das bisherige Orts- und Kreisrecht fort; bis es durch neues Recht ersetzt wird.
Überleitung der Haushaltspläne
§ 22 Überleitung der Haushaltspläne(1) Der Wetteraukreis führt die Haushaltspläne der bisherigen Landkreise Büdingen und Friedberg auf der Grundlage der von diesen Landkreisen erlassenen Haushaltssatzungen bis zum Ende des Rechnungsjahres 1972 weiter. Der Wetteraukreis kann für das Rechnungsjahr 1972 für die verbleibenden Bereiche der bisherigen Landkreise Büdingen und Friedberg Nachtragshaushaltssatzungen erlassen. Das Recht, bereits 1972 eine Haushaltssatzung für den Wetteraukreis zu erlassen, bleibt unberührt. (2) Abs. 1 gilt sinngemäß für die neugegliederten Gemeinden des Wetteraukreises.
Wahl der Vertretungskörperschaften der neugegliederten Gemeinden und des Wetteraukreises
§ 23 Wahl der Vertretungskörperschaften der neugegliederten Gemeinden und des Wetteraukreises(1) Die Vertretungskörperschaften der neugegliederten Gemeinden und des Wetteraukreises werden am Tage der allgemeinen Gemeinde- und Kreiswahlen in Hessen, dem 22. Oktober 1972, gewählt; § 25 der Hessischen Landkreisordnung in der Fassung des § 37 Abs. 2 des Hessischen Kommunalwahlgesetzes vom 6. Juni 1972 (GVBl. I S. 141) findet Anwendung.(2) Der Wohnsitz in den bisherigen Gemeinden und Landkreisen gilt als Wohnsitz in den neugegliederten Gemeinden und im Wetteraukreis.
Änderung der Grenzen der Regierungsbezirke
§ 24 Änderung der Grenzen der Regierungsbezirke
Ausführungsvorschriften
§ 25 AusführungsvorschriftenDer Minister des Innern erläßt die zur Ausführung dieses Gesetzes erforderlichen Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften.
Inkrafttreten
§ 26 InkrafttretenDieses Gesetz tritt am 1. August 1972 in Kraft.
Stadt Friedberg (Hessen)
§ 3 Stadt Friedberg (Hessen)Die Gemeinde Dorheim wird in die Stadt Friedberg (Hessen) eingegliedert.
Gemeinde Wöllstadt
§ 4 Gemeinde WöllstadtDie Gemeinden Nieder-Wöllstadt und Ober-Wöllstadt werden zu einer Gemeinde mit dem Namen "Wöllstadt" zusammengeschlossen.
Stadt Rosbach v. d. Höhe
§ 5 Stadt Rosbach v. d. HöheDie Stadt Rosbach und die Gemeinde Rodheim v. d. Höhe werden zu einer Stadt mit dem Namen "Rosbach v. d. Höhe" zusammengeschlossen.
Stadt Karben
§ 6 Stadt KarbenDie Stadt Karben und die Gemeinde Petterweil - mit Ausnahme der in § 9 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur Neugliederung des Obertaunuskreises und des Landkreises Usingen genannten Flurstücke - werden zu einer Stadt mit dem Namen "Karben" zusammengeschlossen.
Stadt Reichelsheim (Wetterau)
§ 7 Stadt Reichelsheim (Wetterau)Die Gemeinde Weckesheim wird in die Stadt Reichelsheim (Wetterau) eingegliedert.
Gemeinde Echzell
§ 8 Gemeinde Echzell(1) Die Gemeinde Bingenheim wird in die Gemeinde Echzell eingegliedert. (2) In die Gemeinde Echzell werden weiter eingegliedert aus der Gemeinde Wölfersheim die Flurstücke: Gemarkung Berstädter MarkwaldFlur 1 bis 7.
Stadt Nidda
§ 9 Stadt Nidda(1) Die Gemeinden Eichelsdorf und Unter-Widdersheim werden in die Stadt Nidda eingegliedert. (2) In die Stadt Nidda werden weiter eingegliedert aus der Stadt Hungen im Landkreis Gießen die Flurstücke: Gemarkung Rabertshausen IIFlur 1 und 2.
Du lernst gerade fürs Examen?
juralernen.de macht Gesetzestexte mit interaktiven Karteikarten, Schemata und Definitionen aus dem Examen lernbar.
Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: www.rv.hessenrecht.hessen.de.