Verordnung des Justizministeriums zur Übertragung richterlicher Aufgaben Vom 10. April 2014
- Ausfertigungsdatum:
- 10.04.2014
- Fundstelle:
- GBl. 2014, 212
§ 3Die in § 20 Absatz 2 RPflG bezeichneten Geschäfte sind durch den Rechtspfleger vorzunehmen, wenn der Vorsitzende ihm das Verfahren insoweit überträgt. Dies gilt für Verfahren über die Verfahrenskostenhilfe entsprechend.
§ 4Diese Verordnung tritt am 1. Mai 2014 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Justizministeriums zur Übertragung richterlicher Aufgaben auf den Rechtspfleger vom 3. Dezember 2004 (GBl. S. 919) außer Kraft. Für am 30. April 2014 bereits anhängige Prozesskostenhilfeverfahren gilt § 3 nicht.
Es wird verordnet auf Grund von 1. § 19 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 und § 24 b Absatz 1 des Rechtspflegergesetzes (RPfIG) in der Fassung vom 14. April 2013 (BGBl. I S. 781, ber. 2014 S. 46) in Verbindung mit § 2 Nummer 11 b der Subdelegationsverordnung Justiz vom 7. September 1998 (GBl. S. 561), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 14. Januar 2014 (GBl. S. 49, 52),2. § 9a des Ausführungsgesetzes zum Sozialgerichtsgesetz vom 21. Dezember 1953 (GBl. S. 235), eingefügt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 14. Januar 2014 (GBl. S. 49, 51),3. § 23 des Gesetzes zur Ausführung der Verwaltungsgerichtsordnung vom 14. Oktober 2008 (GBl. S. 343, 356), eingefügt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 14. Januar 2014 (GBl. S. 49, 51),4. § 6 des Gesetzes zur Ausführung der Finanzgerichtsordnung vom 29. März 1966 (GBl. S. 49), eingefügt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 14. Januar 2014 (GBl. S. 49, 51):
§ 1Die in § 17 Nummer 1 RPflG bestimmten Richtervorbehalte werden aufgehoben.
§ 2Die Geschäfte der Amtshilfe werden dem Rechtspfleger übertragen.
§ 3Die in § 20 Absatz 2 RPflG bezeichneten Geschäfte sind durch den Rechtspfleger vorzunehmen, wenn der Vorsitzende ihm das Verfahren insoweit überträgt.
§ 4Die in § 73a Absatz 4 des Sozialgerichtsgesetzes, § 166 Absatz 2 der Verwaltungsgerichtsordnung und § 142 Absatz 3 der Finanzgerichtsordnung bezeichneten Geschäfte obliegen dem Urkundsbeamten der Geschäftsstelle des jeweiligen Rechtszugs, wenn der Vorsitzende ihm das Verfahren insoweit überträgt.
§ 5Diese Verordnung tritt am 1. Mai 2014 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Justizministeriums zur Übertragung richterlicher Aufgaben auf den Rechtspfleger vom 3. Dezember 2004 (GBl. S. 919) außer Kraft. Für am 30. April 2014 bereits anhängige Prozesskostenhilfeverfahren gelten die §§ 3 und 4 nicht.
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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: www.landesrecht-bw.de.