Verordnung des Wissenschaftsministeriums über die Prüfung im Studiengang M.A. Dramaturgie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (Master-Dramaturgie-Prüfungsverordnung) Vom 3. Mai 2011
- Ausfertigungsdatum:
- 03.05.2011
- Fundstelle:
- GBl. 2011, 218
Praktikum, Auslandssemester, Urlaubssemester
§ 10 Praktikum, Auslandssemester, Urlaubssemester(1) Nach den Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters müssen die Studierenden ein beziehungsweise zwei bis zu zwölfwöchige Praktika absolvieren. Die Praktika bedürfen der Zustimmung der zuständigen Studiengangsleitung vor Praktikumsbeginn.(2) Das Praktikum kann in allen Bereichen der Darstellenden Künste, insbesondere bei Theatern, Filmproduktionen, Festivals oder Workshops realisiert werden. Die Studierenden bemühen sich selbst um einen Praktikumsplatz. Die ADK unterstützt sie hierbei im Rahmen ihrer Möglichkeiten.(3) Das Praktikum wird als Semesterarbeit bewertet, insofern der oder dem Studierenden ein ihrer oder seiner Studienrichtung entsprechender Aufgabenbereich innerhalb des Praktikums zugewiesen wurde.(4) Jedes Praktikum ist durch einen schriftlichen oder elektronischen Praktikumsbericht zu dokumentieren, der der zuständigen Studiengangsleitung bis zum Ende des laufenden Semesters vorzulegen ist.(5) Ein Auslandsstudium umfasst 30 ECTS-Punkte und dauert in der Regel ein Semester. Es kann nach den Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters angetreten werden und ist ein Jahr vorher schriftlich oder elektronisch zu beantragen. Im Auslandsstudium sollen Lehrveranstaltungen im Umfang von mindestens 140 Stunden besucht werden. Vor Antritt des Auslandsstudiums ist eine Lernzielvereinbarung (Learning Agreement) abzufassen, die von der Studiengangsleitung der ADK und der gleichgestellten Person der gastgebenden Bildungseinrichtung schriftlich oder elektronisch bestätigt wird. Nach der Rückkehr aus dem Auslandsstudium sind die erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen der Studiengangsleitung vorzulegen, die den Erwerb der ECTS-Punkte sowie die erzielten Noten bestätigt.(6) Ein Urlaubssemester kann nach den Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters angetreten werden. Für ein Urlaubssemester sind keine Studiengebühren zu entrichten. Es sind maximal zwei aufeinander folgende Urlaubssemester möglich. Die Entscheidung über ein Urlaubssemester trifft die Direktion.
Zulassung zur Masterprüfung
§ 12 Zulassung zur Masterprüfung(1) Zur Masterprüfung wird auf Antrag zugelassen, wer1. das Zeugnis eines vorangegangenen Bachelor- oder Vordiplomabschlusses vorgelegt hat,2. das zweite Semester erfolgreich absolviert hat,3. die erforderlichen ECTS-Punkte nach § 1 Absatz 5 erreicht hat,4. die Modulabschlüsse nach § 13 Absatz 1 bestanden hat und5. die Nachweise über die Teilnahme an der praktischen Studienzeit nach § 10 erbracht hat.(2) Dem Antrag auf Zulassung sind die Nachweise über das Vorliegen der in Absatz 1 Nummern 1 bis 5 genannten Zulassungsvoraussetzungen beizufügen. Hierbei kann auf Unterlagen Bezug genommen werden, die der ADK vorliegen.(3) Nicht zugelassen wird, wer1. die Nachweise nach Absatz 1 nicht oder nicht vollständig erbracht hat,2. zwei Semester nach Ablauf der Frist zur Ablegung der Masterprüfung diese aus einem von der oder dem Studierenden zu vertretenden Grund nicht abgelegt hat oder3. sich in demselben oder einem verwandten Studiengang in einem Prüfungsverfahren befindet.(4) Aufgrund der vorliegenden Unterlagen entscheidet der Prüfungsausschuss über die Zulassung. Begründung und Mitteilung einer ablehnenden Entscheidung gehen schriftlich oder elektronisch an die Studierende oder den Studierenden.
Zeugnis
§ 16 Zeugnis(1) Über die bestandene Masterprüfung ist innerhalb von vier Wochen nach der letzten Prüfung vom Prüfungsamt ein Zeugnis auszustellen, das die in den Modulprüfungen erzielten Noten, die Note der Masterprüfung und die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis ist von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder der Direktion zu unterzeichnen.(2) Das Zeugnis wird durch eine Leistungspunkteübersicht (Transcript of Records) und eine erläuternde Fassung in englischer Sprache (Diploma Supplement) ergänzt. Es umfasst Informationen über den Status der ADK, Art und Ebene des Abschlusses, die studierten Module sowie die einzelnen Modulnoten.(3) Der schriftliche oder elektronische Bescheid über eine nicht bestandene Masterprüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.(4) Wer die Masterprüfung endgültig nicht bestanden hat, erhält auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Prüfungsnachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung eine von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnete Bescheinigung über die erbrachten Prüfungsleistungen, deren Noten und die zum Bestehen der Masterprüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen. Die Bescheinigung muss erkennen lassen, dass die Masterprüfung nicht bestanden wurde.
Nachteilsausgleich
§ 20 Nachteilsausgleich(1) Bei prüfungsunabhängigen nicht nur vorübergehenden oder chronischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen einer oder eines Studierenden, die die Erbringung von Prüfungsleistungen erschweren, kann der Prüfungsausschuss auf schriftlichen oder elektronischen Antrag angemessene Maßnahmen zum Ausgleich der Beeinträchtigungen treffen; auf den Nachweis von Fähigkeiten, die zum Leistungsbild der abgenommenen Prüfung gehören, darf nicht verzichtet werden. Als Ausgleichsmaßnahmen können bei schriftlichen Prüfungen insbesondere die Bearbeitungszeit angemessen verlängert, Ruhepausen, die nicht auf die Bearbeitungszeit angerechnet werden, gewährt oder persönliche oder sächliche Hilfsmittel zugelassen werden.(2) Anträge auf Nachteilsausgleich sind bei der Anmeldung zu einer Prüfung oder spätestens einen Monat vor dem jeweiligen Prüfungstermin zu stellen. Die Beeinträchtigung ist von der oder dem Studierenden darzulegen und durch ein ärztliches Attest, das die für die Beurteilung nötigen medizinischen Befundtatsachen enthält, nachzuweisen.(3) Im Falle der Erschwerung der Erbringung von Studienleistungen aufgrund nicht nur vorübergehender oder chronischer gesundheitlicher Beeinträchtigungen gelten die Regelungen der Absätze 1 und 2 entsprechend.
Auf Grund von § 6 Absatz 5 des Akademiengesetzes vom 25. Februar 1992 (GBl. S. 115), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 13. März 2018 (GBl. S. 85, 94) geändert worden ist, in Verbindung mit § 1 Absatz 1 der AkadG-Zuständigkeits- und Gebührenverordnung vom 27. Mai 2003 (GBl. S. 272), die zuletzt durch Artikel 109 der Verordnung vom 25. Januar 2012 (GBl. S. 65, 77) geändert worden ist, wird verordnet:
Studiengang und Prüfungen
§ 1 Studiengang und Prüfungen(1) Die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (ADK) bietet eine Ausbildung im Studiengang Master of Arts (M.A.) Dramaturgie an. (2) Das Studium dauert im Studiengang M.A. Dramaturgie in der Regel vier Semester. (3) Das Studium ist in Module eingeteilt, die im Studienplan aufgeführt sind. (4) Alle Module werden mit einer Prüfung nach § 9 abgeschlossen. Diese Prüfungen können benotet oder als »bestanden« beziehungsweise »nicht bestanden« deklariert werden. (5) Im Studienplan ist für jedes Semester aufgeführt, wie viele Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer System (ECTS) auf die einzelnen Module entfallen. Die zu erreichende durchschnittliche Punktezahl pro Semester beträgt 30 ECTS-Punkte. Einem ECTS-Punkt liegen ungefähr 30 Arbeitsstunden zu Grunde. Innerhalb des Studiengangs M.A. Dramaturgie müssen insgesamt 120 ECTS-Punkte erbracht werden, dabei gilt: 1. bis zum Ende des ersten Studienjahres sind 60 ECTS-Punkte und2. bis zum Ende des zweiten Studienjahres 120 ECTS-Punkte zu erreichen. Das Erreichen der jeweiligen Mindestpunktzahl ist Voraussetzung, um die zu den Modulen des folgenden Semesters gehörenden Lehrveranstaltungen besuchen zu können. Wahlfächer können von der oder dem Studierenden aus dem hierfür zur Verfügung stehenden Lehrangebot frei gewählt werden. (6) Der Studiengang bereitet auf den Beruf der Dramaturgin oder des Dramaturgen für das Theater sowie in den audiovisuellen Medien und den performativen Künsten vor. Er konzentriert sich vor allem auf die in der Praxis geltenden Anforderungen.
Praktikum, Auslandssemester, Urlaubssemester
§ 10 Praktikum, Auslandssemester, Urlaubssemester(1) Nach den Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters müssen die Studierenden ein beziehungsweise zwei bis zu zwölfwöchige Praktika absolvieren. Die Praktika bedürfen der Zustimmung der zuständigen Studiengangsleitung vor Praktikumsbeginn. (2) Das Praktikum kann in allen Bereichen der Darstellenden Künste, insbesondere bei Theatern, Filmproduktionen, Festivals oder Workshops realisiert werden. Die Studierenden bemühen sich selbst um einen Praktikumsplatz. Die ADK unterstützt sie hierbei im Rahmen ihrer Möglichkeiten. (3) Das Praktikum wird als Semesterarbeit bewertet, insofern der oder dem Studierenden ein ihrer oder seiner Studienrichtung entsprechender Aufgabenbereich innerhalb des Praktikums zugewiesen wurde. (4) Jedes Praktikum ist durch einen schriftlichen Praktikumsbericht zu dokumentieren, der der zuständigen Studiengangsleitung bis zum Ende des laufenden Semesters vorzulegen ist. (5) Ein Auslandsstudium umfasst 30 ECTS-Punkte und dauert in der Regel ein Semester. Es kann nach den Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters angetreten werden und ist ein Jahr vorher schriftlich zu beantragen. Im Auslandsstudium sollen Lehrveranstaltungen im Umfang von mindestens 140 Stunden besucht werden. Vor Antritt des Auslandsstudiums ist eine Lernzielvereinbarung (Learning Agreement) abzufassen, die von der Studiengangsleitung der ADK und der gleichgestellten Person der gastgebenden Bildungseinrichtung unterzeichnet wird. Nach der Rückkehr aus dem Auslandsstudium sind die erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen der Studiengangsleitung vorzulegen, die den Erwerb der ECTS-Punkte sowie die erzielten Noten bestätigt. (6) Ein Urlaubssemester kann nach den Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters angetreten werden. Für ein Urlaubssemester sind keine Studiengebühren zu entrichten. Es sind maximal zwei aufeinander folgende Urlaubssemester möglich. Die Entscheidung über ein Urlaubssemester trifft die Direktion.
Umfang der Masterprüfung
§ 11 Umfang der MasterprüfungDie Masterprüfung besteht aus einer schriftlichen Masterarbeit nach § 13 Absatz 2 Nummer 1 sowie einer praktischen Dramaturgie oder Dramaturgieassistenz bei einer Theater-, Film- oder medialen Produktion nach § 13 Satz 2 Nummer 2.
Zulassung zur Masterprüfung
§ 12 Zulassung zur Masterprüfung(1) Zur Masterprüfung wird auf Antrag zugelassen, wer 1. das Zeugnis eines vorangegangenen Bachelor- oder Vordiplomabschlusses vorgelegt hat,2. das zweite Semester erfolgreich absolviert hat,3. die erforderlichen ECTS-Punkte nach § 1 Absatz 5 erreicht hat,4. die Modulabschlüsse nach § 13 Absatz 1 bestanden hat und5. die Nachweise über die Teilnahme an der praktischen Studienzeit nach § 10 erbracht hat. (2) Dem Antrag auf Zulassung sind die Nachweise über das Vorliegen der in Absatz 1 Nummern 1 bis 5 genannten Zulassungsvoraussetzungen beizufügen. Hierbei kann auf Unterlagen Bezug genommen werden, die der ADK vorliegen. (3) Nicht zugelassen wird, wer 1. die Nachweise nach Absatz 1 nicht oder nicht vollständig erbracht hat,2. zwei Semester nach Ablauf der Frist zur Ablegung der Masterprüfung diese aus einem von der oder dem Studierenden zu vertretenden Grund nicht abgelegt hat oder3. sich in demselben oder einem verwandten Studiengang in einem Prüfungsverfahren befindet. (4) Aufgrund der vorliegenden Unterlagen entscheidet der Prüfungsausschuss über die Zulassung. Begründung und Mitteilung einer ablehnenden Entscheidung gehen schriftlich an die Studierende oder den Studierenden.
Ziele, Umfang und Art der Masterprüfung
§ 13 Ziele, Umfang und Art der Masterprüfung(1) Voraussetzung für die Zulassung zur Masterprüfung sind die bestandenen Modulabschlüsse in den Modulen 1. Theorie und Geschichte des Theaters,2. Kulturtheorie,3. Textanalyse und Inszenierungsanalyse,4. Dramaturgische Verfahren (Textfassungen, Adaptionen, Übersetzungsvergleiche),5. Dramaturgische Praxis (Spielplangestaltung, Verlagswesen, Festivaldramaturgie),6. Produktionsdramaturgie (Studioinszenierungen, Regieprojekte, Atelierarbeiten),7. Mediendramaturgie und Medientheorie,8. Erweiterte Dramaturgie (Kulturmanagement, Medien- und Theaterkritik, Theater- und Medienrecht),9. Grundlagen (Schauspiel und Regie). Die genauen ECTS-Punkte je Modul ergeben sich aus dem Studienplan. (2) Die Masterprüfung beinhaltet für den Studiengang M.A. Dramaturgie 1. eine schriftliche Masterarbeit (15 ECTS-Punkte) sowie2. eine praktische Dramaturgie oder Dramaturgieassistenz bei einer Theater-, Film- oder medialen Produktion (12 ECTS-Punkte). (3) Die schriftliche Masterarbeit ist von den Mitgliedern der Prüfungskommission nach § 6 zu bewerten. Bei Masterarbeiten, die in Gruppenarbeit erstellt wurden, wird bei jeder Kandidatin oder jedem Kandidaten die Qualifikation in dem Berufsbereich bewertet, in dem er die Prüfung ablegt. (4) Die Benotung der schriftlichen Masterarbeit ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der von den Mitgliedern der Prüfungskommission nach § 6 gegebenen Noten. Bei Abweichungen von mehr als einer Note bestellt der Prüfungsausschuss eine weitere Prüferin oder einen Prüfer, die oder der die im Rahmen der zunächst abgegebenen Noten die Note festsetzt. (5) Der Prüfungsausschuss entscheidet über Beschwerden und Eingaben im Zusammenhang mit der Masterprüfung. (6) Die Bearbeitungszeit sowie Form und Umfang der schriftlichen Masterarbeit werden vom Prüfungsausschuss festgelegt. Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens drei Monate und darf fünf Monate nicht überschreiten. Das Thema der schriftlichen Masterarbeit wird von der Direktion im Einvernehmen mit der Studiengangsleitung vergeben. Der oder dem Studierenden ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der schriftlichen Masterarbeit Vorschläge zu machen. Das Thema ist so zu stellen, dass die zur Bearbeitung vorgegebene Frist eingehalten werden kann. Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden.
Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 14 Bewertung der Prüfungsleistungen(1) Die Note für die schriftliche Masterarbeit wird von der Prüfungskommission festgelegt und der oder dem Studierenden mitgeteilt. (2) Die Leistungen sind mit folgenden Noten zu bewerten; Zwischennoten sind zulässig: 1 = sehr gut: hervorragende Leistung; 2 = gut: Leistung: die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt; 3 = befriedigend: Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht; 4 = ausreichend: Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt; 5 = nicht ausreichend: Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.(3) Ist eine Zweitkorrektorin oder ein Zweitkorrektor für eine Prüfung bestellt, so ergibt sich die Note der Prüfung aus dem Durchschnitt der von allen Prüferinnen oder Prüfern für die Prüfungsleistung gegebenen Noten. (4) Die Masterprüfung ist bestanden, wenn die schriftliche Masterarbeit bestanden und die praktische Dramaturgie oder Dramaturgieassistenz erfolgt ist. (5) Die Gesamtnote errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der Noten aus den Modulprüfungen (40 Prozent) und der Note der schriftlichen Masterarbeit (60 Prozent). (6) Bei der Bildung der Noten wird nur die erste Dezimale hinter dem Komma ohne Auf- oder Abrundung berücksichtigt. Die Gesamtnote lautet bei einem Durchschnitt bis 1,5: sehr gut;bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5: gut; bei einem Durchschnitt über 2,5 bis 3,5: befriedigend;bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0: ausreichend;bei einem Durchschnitt über 4,0: nicht ausreichend.
Wiederholung der Modulprüfungen und der Masterprüfung
§ 15 Wiederholung der Modulprüfungen und der Masterprüfung(1) Eine nicht bestandene oder als nicht bestanden geltende Modulprüfung kann auf Antrag einmal wiederholt werden. Der Antrag ist innerhalb von vier Wochen nach Bekanntgabe des Ergebnisses zu stellen. Die Wiederholungsfrist beträgt maximal sechs Monate nach Bekanntgabe des Ergebnisses. Der Termin für die Wiederholung der Modulprüfung ist mindestens zwei Wochen vorher bekannt zu geben. Wird ein bereits bekannt gegebener Termin auf einen späteren Zeitpunkt verlegt, ist zwischen Bekanntgabe und Wiederholungstermin mindestens eine Frist von drei Wochen einzuhalten. (2) Wird eine schriftliche Prüfung auch in der Wiederholungsprüfung nicht mit mindestens »ausreichend« (4,0) bewertet, werden die Prüfungsleistungen der Wiederholungsprüfung zusätzlich von einer Zweitkorrektorin oder einem Zweitkorrektor bewertet und die Note nach § 14 Absatz 3 ermittelt. Das Ergebnis einer Wiederholungsprüfung ersetzt die Note der Erstprüfung. (3) Eine zweite Wiederholung einer Modulprüfung kann von der Direktion im Einvernehmen mit der Studiengangsleitung genehmigt werden. Die zweite Wiederholungsprüfung wird als mündliche Prüfung durchgeführt, soweit als Prüfungsleistung eine Klausur oder mündliche Prüfung vorgesehen ist und dauert mindestens 20, höchstens 35 Minuten. Über die Zulassung zu einer zweiten Wiederholungsprüfung entscheidet der Prüfungsausschuss. Als Ergebnis ist nur »bestanden« oder »nicht bestanden« möglich. Sind als Prüfungsleistungen eine oder mehrere Semesterarbeiten vorgesehen, sind diese auch in der zweiten Wiederholungsprüfung zu erbringen. (4) Eine nicht bestandene oder als nicht bestanden geltende Masterprüfung kann einmal wiederholt werden. Die Wiederholungsfrist beträgt zwei Monate ab Bekanntgabe des Ergebnisses; sie kann von der Direktion im Einvernehmen mit der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis auf sechs Monate verlängert werden. Der Termin für die Wiederholung der Prüfung ist mindestens drei Wochen vorher bekannt zu geben. Wird ein bereits bekannt gegebener Termin auf einen späteren Zeitpunkt verlegt, ist zwischen Bekanntgabe und Wiederholungstermin mindestens eine Frist von drei Wochen einzuhalten.
Zeugnis
§ 16 Zeugnis(1) Über die bestandene Masterprüfung ist innerhalb von vier Wochen nach der letzten Prüfung vom Prüfungsamt ein Zeugnis auszustellen, das die in den Modulprüfungen erzielten Noten, die Note der Masterprüfung und die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis ist von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder der Direktion zu unterzeichnen. (2) Das Zeugnis wird durch eine Leistungspunkteübersicht (Transcript of Records) und eine erläuternde Fassung in englischer Sprache (Diploma Supplement) ergänzt. Es umfasst Informationen über den Status der ADK, Art und Ebene des Abschlusses, die studierten Module sowie die einzelnen Modulnoten. (3) Der schriftliche Bescheid über eine nicht bestandene Masterprüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. (4) Wer die Masterprüfung endgültig nicht bestanden hat, erhält auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Prüfungsnachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung eine von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnete Bescheinigung über die erbrachten Prüfungsleistungen, deren Noten und die zum Bestehen der Masterprüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen. Die Bescheinigung muss erkennen lassen, dass die Masterprüfung nicht bestanden wurde.
Masterurkunde
§ 17 Masterurkunde(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird die Masterurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung der Masterbezeichnung beurkundet. (2) Die Urkunde wird von der Direktion unterzeichnet und mit dem Siegel der ADK versehen.
Ungültigkeit der Prüfungen
§ 18 Ungültigkeit der Prüfungen(1) Wird eine Täuschung gemäß § 8 Absatz 4 erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, kann die Direktion nachträglich die ergangene Prüfungsentscheidung widerrufen und die Prüfung als nicht bestanden erklären. (2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne dass die oder der Studierende hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat die oder der Studierende die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so kann der Prüfungsausschuss unter Würdigung des Gewichts des Zulassungsmangels die ergangene Prüfungsentscheidung zurücknehmen. (3) Vor einer Entscheidung ist der oder dem Betroffenen Gelegenheit zur Äußerung zu geben. (4) Das unrichtige Prüfungszeugnis und die Masterurkunde sind einzuziehen. Die Entscheidung nach den Absätzen 1 und 2 Satz 2 ist nach einer Frist von drei Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
Einsicht in die Prüfungsakten
§ 19 Einsicht in die PrüfungsaktenInnerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Prüfungsverfahrens wird auf Antrag einmalig Einsicht in die schriftlichen Prüfungsarbeiten und in die Prüfungsprotokolle gewährt. Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme. Der Antrag ist an die Vorsitzende oder den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten.
Zulassung
§ 2 ZulassungDie Zulassung zum Studiengang M.A. Dramaturgie bestimmt sich nach den Regelungen der Zulassungsverordnung der Akademie für Darstellende Kunst.
Nachteilsausgleich
§ 20 Nachteilsausgleich(1) Bei prüfungsunabhängigen nicht nur vorübergehenden oder chronischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen einer oder eines Studierenden, die die Erbringung von Prüfungsleistungen erschweren, kann der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag angemessene Maßnahmen zum Ausgleich der Beeinträchtigungen treffen; auf den Nachweis von Fähigkeiten, die zum Leistungsbild der abgenommenen Prüfung gehören, darf nicht verzichtet werden. Als Ausgleichsmaßnahmen können bei schriftlichen Prüfungen insbesondere die Bearbeitungszeit angemessen verlängert, Ruhepausen, die nicht auf die Bearbeitungszeit angerechnet werden, gewährt oder persönliche oder sächliche Hilfsmittel zugelassen werden. (2) Anträge auf Nachteilsausgleich sind bei der Anmeldung zu einer Prüfung oder spätestens einen Monat vor dem jeweiligen Prüfungstermin zu stellen. Die Beeinträchtigung ist von der oder dem Studierenden darzulegen und durch ein ärztliches Attest, das die für die Beurteilung nötigen medizinischen Befundtatsachen enthält, nachzuweisen. (3) Im Falle der Erschwerung der Erbringung von Studienleistungen aufgrund nicht nur vorübergehender oder chronischer gesundheitlicher Beeinträchtigungen gelten die Regelungen der Absätze 1 und 2 entsprechend.
Inkrafttreten
§ 21 InkrafttretenDiese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Master-Dramaturgie-Prüfungsverordnung vom 3. Mai 2011 (GBl. S. 218), die durch Artikel 63 des Gesetzes vom 17. Dezember 2015 (GBl. S. 1210, 1232) geändert worden ist, außer Kraft.
Masterprüfung
§ 3 Masterprüfung(1) Durch die Masterprüfung - bestehend aus zwei Teilen nach § 11 und § 13 Absatz 2 - soll unter Beweis gestellt werden, dass die oder der Studierende in besonderer Weise befähigt ist, den erreichten Entwicklungsstand in den darstellenden Künsten auf hohem Niveau fortzuführen und weiterzuentwickeln. (2) Die Masterprüfung erweist im praktischen Teil, dass die oder der Studierende in der Lage ist, ein Projekt im Bereich der Dramaturgie weitestgehend selbständig zu entwickeln und zu realisieren. Im theoretischen Teil soll die Fähigkeit zum konzeptionellen Diskurs, zur künstlerischen Reflexion und zur wissenschaftlichen Arbeit unter Beweis gestellt werden. (3) Aufgrund der bestandenen Masterprüfung verleiht die ADK den Abschluss »Master of Arts (M.A.) Dramaturgie«.
Prüfungsfristen
§ 4 Prüfungsfristen(1) Die Masterprüfung für den Studiengang M.A. Dramaturgie soll in der Zeit zwischen dem Anfang des dritten und dem Ende des vierten Semesters abgelegt werden. Die Masterprüfung darf sich sechs Monate über das Ende des vierten Semesters hinaus erstrecken. (2) Die Termine der Modulprüfungen und der Teile der Masterprüfung legt die Direktion fest. Die Termine sind für Modulprüfungen mindestens eine, für die Teile der Masterprüfung mindestens sechs Wochen vorher bekannt zu geben. Wird ein bereits bekanntgegebener Termin auf einen späteren Zeitpunkt verlegt, ist zwischen der Neubekanntgabe und dem neuen Prüfungstermin mindestens eine Frist von einer Woche bei Modulprüfungen und drei Wochen bei den Teilen der Masterprüfung einzuhalten. Ungeachtet dessen haben die Studierenden die Pflicht, sich rechtzeitig über die jeweiligen Prüfungstermine zu informieren.
Prüfungsausschuss
§ 5 Prüfungsausschuss(1) Der Prüfungsausschuss ist für die Organisation der Masterprüfung zuständig. Er achtet auf die Einhaltung dieser Verordnung. Er gibt ferner Anregungen zur Reform des Studienplanes und dieser Verordnung an die Studiengangsleitung weiter. (2) Der Prüfungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern. Ihre Amtszeit beträgt zwei Jahre; die Wiederbestellung ist möglich. Bei vorzeitigem Ausscheiden wird eine Nachfolge für die restliche Amtszeit bestellt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses, dessen Vorsitzende oder Vorsitzender und die Stellvertretung werden von der Direktion bestellt. Mitglieder des Prüfungsausschusses können nur künstlerische oder wissenschaftliche Lehrkräfte, Projektleiterinnen oder Projektleiter sowie die Direktion und die Verwaltungsleitung sein. Darüber hinaus können Fachberaterinnen oder Fachberater ohne Stimmrecht hinzugezogen werden. (3) Der Prüfungsausschuss hat das Recht, zu den Prüfungen Mitglieder als Beobachterinnen oder Beobachter zu entsenden. (4) Der Prüfungsausschuss kann die ihm obliegenden Aufgaben, auch teilweise, auf seine Vorsitzende oder seinen Vorsitzenden übertragen; ausgenommen sind die Entscheidungen über die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen. (5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses unterliegen der Verschwiegenheit. Soweit sie nicht dem öffentlichen Dienst angehören, sind sie durch die Direktion zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
Prüferinnen und Prüfer, Prüfungskommission
§ 6 Prüferinnen und Prüfer, Prüfungskommission(1) Der Prüfungsausschuss bestellt die Prüferinnen und Prüfer für die Masterprüfung. (2) Die Prüferinnen und Prüfer werden aus dem Kreis der künstlerischen oder wissenschaftlichen Lehrkräfte und der Projektleiterinnen und Projektleiter bestellt. Projektbetreuerinnen oder Projektbetreuer können nur zu Prüferinnen oder Prüfern bestellt werden, wenn künstlerische oder wissenschaftliche Lehrkräfte oder Projektleiterinnen oder Projektleiter nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen; sie dürfen nur neben mindestens einer künstlerischen oder wissenschaftlichen Lehrkraft oder einer Projektleiterin oder einem Projektleiter zu Prüferinnen oder Prüfern bestellt werden. (3) Modulprüfungen werden von der verantwortlichen Lehrkraft bewertet; der Prüfungsausschuss kann eine Zweitkorrektorin oder einen Zweitkorrektor bestellen. (4) Die Masterprüfung wird von einer Prüfungskommission bewertet, die aus zwei Prüferinnen oder Prüfern besteht. Die Bestellung erfolgt durch den Prüfungsausschuss.
Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen
§ 7 Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen(1) Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen in demselben oder in anderen Studiengängen werden nach einer Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. Gleichwertigkeit ist durch das Prüfungsamt festzustellen, wenn Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und Anforderungen denjenigen des entsprechenden Studiums an der ADK entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. (2) Bei Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen, die in Studiengängen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erbracht wurden, kann die Gleichwertigkeit auch dann festgestellt werden, wenn sie in Umfang und Anforderungen, nicht aber im Inhalt denjenigen des entsprechenden Studiums an der ADK entsprechen. (3) Werden Studien- und Prüfungsleistungen durch das Prüfungsamt anerkannt, sind die Noten, soweit die Notensysteme vergleichbar sind, zu übernehmen und in die Berechnung der Gesamtnote gemäß § 14 Absatz 5 einzubeziehen. Bei nicht vergleichbaren Notensystemen nimmt das Prüfungsamt den Vermerk »bestanden« auf. Eine Kennzeichnung der Anerkennung im Zeugnis ist zulässig. (4) Nachgewiesene gleichwertige Kompetenzen und Fähigkeiten, die außerhalb des Hochschulbereichs erworben wurden, können bis zur Hälfte der für den Studiengang vorgesehenen Leistungspunkte angerechnet werden. Einschlägige berufspraktische Tätigkeiten können als Praktikum anerkannt werden. (5) Die Anerkennung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen nach Absatz 1 und Kompetenzen und Fähigkeiten nach Absatz 4 erfolgt auf Antrag durch das Prüfungsamt. Die Studierenden haben die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen, insbesondere Zeugnisse, Scheine, Leistungspunkteübersichten oder Bestätigungen vorzulegen.
Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 8 Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß(1) Wer wegen Krankheit oder wegen eines anderen wichtigen, von ihm nicht zu vertretenden Grundes gehindert ist, an einer Modulprüfung oder der Masterprüfung teilzunehmen oder diese fortzusetzen, kann auf schriftlichen oder elektronischen Antrag von der betroffenen Prüfung zurücktreten. Der Rücktritt bedarf der Genehmigung der Direktion. Der Antrag ist unverzüglich bei der Direktion zu stellen. Im Falle einer Erkrankung ist ein ärztliches Zeugnis beizufügen. In begründeten Einzelfällen, insbesondere bei einem zweiten Rücktritt, kann die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangt werden. Wird der Rücktritt genehmigt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind anzurechnen. (2) Erfolgt der Rücktritt ohne die Genehmigung der Direktion, gilt die Prüfung als nicht bestanden. (3) Wurde eine Prüfung in Kenntnis oder fahrlässiger Unkenntnis eines wichtigen Grundes im Sinne des Absatzes 1 abgelegt, kann ein Rücktritt wegen dieses Grundes nicht genehmigt werden. Fahrlässige Unkenntnis liegt insbesondere vor, wenn bei Anhaltspunkten für eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht unverzüglich eine Klärung herbeigeführt wurde. In jedem Fall ist die Geltendmachung eines Rücktrittsgrundes ausgeschlossen, wenn nach Abschluss der betroffenen Prüfung ein Monat verstrichen ist. (4) Wer versucht, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, erhält für diese Prüfungsleistung die Note »nicht ausreichend« (5,0). (5) Wer den ordnungsgemäßen Ablauf einer Prüfung stört, kann von der Prüferin oder dem Prüfer oder der oder dem Aufsichtsführenden von der Fortsetzung ausgeschlossen werden. In diesem Fall gilt diese Prüfungsleistung als mit »nicht ausreichend« (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss den Ausschluss von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen beschließen. (6) Die Entscheidungen nach den Absätzen 1 bis 3 trifft die Direktion. Entscheidungen nach den Absätzen 4 und 5 trifft die jeweilige Prüferin oder der jeweilige Prüfer. Ablehnende Entscheidungen sind der oder dem Betroffenen unverzüglich schriftlich oder elektronisch mitzuteilen und zu begründen.
Modulprüfungen
§ 9 Modulprüfungen(1) Die Module werden durch Modulprüfungen abgeschlossen. Diese können mündliche Prüfungen, Klausurarbeiten, Testate, Semesterarbeiten, Hausarbeiten oder Leistungsnachweise sein. Voraussetzung für die Teilnahme an einer Modulprüfung ist die Teilnahme an den zum entsprechenden Modul gehörenden Lehrveranstaltungen. (2) Leistungsnachweise sind Bestätigungen der oder des Lehrbeauftragten über eine erfolgreiche Teilnahme an den jeweiligen Lehrveranstaltungen. (3) Mündliche Prüfungen bestehen aus einem Einzelgespräch von mindestens 15 Minuten zu relevanten Fragen und zur Methodenkompetenz des geprüften Faches. Mündliche Prüfungen werden von mindestens zwei Prüferinnen oder Prüfern abgenommen, von denen mindestens eine Prüferin oder ein Prüfer den zu prüfenden Fachbereich vertritt und die zweite Prüferin oder der zweite Prüfer eine Niederschrift anfertigt. (4) Testate sind schriftliche oder gestalterische Arbeiten, in denen nachgewiesen werden soll, dass selbständig in begrenzter Zeit ohne Hilfsmittel die im betreffenden Fach vermittelten Inhalte abrufbar sind. Für ein Testat ist ein Bearbeitungszeitraum zwischen 15 und 45 Minuten vorzusehen. Testate werden von der oder dem jeweiligen Lehrbeauftragten der Lehrveranstaltung bewertet. (5) Klausurarbeiten sind schriftliche oder gestalterische Arbeiten, in denen nachgewiesen werden soll, dass selbständig in begrenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln eine Aufgabe mit den geläufigen Methoden des Faches bearbeitet werden kann und Wege zu einer Lösung gefunden werden können. Für eine Klausurarbeit ist ein Bearbeitungszeitraum zwischen 45 Minuten und 180 Minuten vorzusehen. Klausurarbeiten werden von der oder dem Lehrbeauftragten der Lehrveranstaltung bewertet. (6) Hausarbeiten sind schriftliche oder gestalterische Arbeiten, in denen nachgewiesen werden soll, dass selbständig in begrenzter Zeit unter Zuhilfenahme angemessener Hilfsmittel ein Thema eigenständig erarbeitet werden kann. Für Hausarbeiten ist abhängig vom geforderten Umfang ein Bearbeitungszeitraum von nicht unter drei Wochen vorzusehen. Hausarbeiten werden von der oder dem Lehrbeauftragten der Lehrveranstaltung bewertet. (7) Semesterarbeiten sind praktische, gestalterische und schriftliche Studienarbeiten, die entsprechend dem Studienplan in einem bestimmten Zeitraum von den Studierenden mit Korrekturhilfe der zuständigen Lehrkräfte angefertigt werden. Bei der Bewertung sind alle von den Studierenden in der Studienzeit, die der Bewertung zugrunde liegt, angefertigten Arbeiten in dem betreffenden Fach zu berücksichtigen. Zahl und Umfang der vorgelegten Arbeiten sind bei der Bewertung mit zu berücksichtigen. Als Semesterarbeiten gelten insbesondere die künstlerischen Arbeiten wie dramaturgische Betreuungen von Inszenierungen, Filmen, Performances oder Multimediaprojekten sowie Konzepte und Textentwürfe für Inszenierungen, Performances oder Filme. Eine Semesterarbeit wird in der Regel von einer Prüferin oder einem Prüfer bewertet, die oder der den zu prüfenden Fachbereich in der Lehre vertritt. Semesterarbeiten können arbeitsteilig in Gruppen erfolgen, wenn die als Prüfungsleistung zu bewertenden Beiträge der einzelnen Gruppenmitglieder auf Grund objektiver Kriterien, die eine eindeutige Abgrenzung ermöglichen, unterscheidbar und bewertbar sind. Sozialkompetenzen, insbesondere Teamfähigkeit, Engagement und Motivation können in die Bewertung mit einfließen. (8) Prüfungen nach den Absätzen 2 bis 7 können benotet werden.
Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 8 Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß(1) Wer wegen Krankheit oder wegen eines anderen wichtigen, von ihm nicht zu vertretenden Grundes gehindert ist, an einer Prüfung oder der Abschlussprüfung teilzunehmen oder diese fortzusetzen, kann auf schriftlichen Antrag von der Prüfung zurücktreten. Der Antrag ist unverzüglich beim Direktor zu stellen. Im Falle einer Erkrankung ist ein ärztliches Zeugnis beizufügen. In begründeten Einzelfällen, insbesondere bei wiederholtem Rücktritt, kann die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangt werden. Wird der Rücktritt genehmigt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen. (2) Erfolgt der Rücktritt ohne die Genehmigung des Direktors oder wird die Prüfung ohne wichtigen Grund versäumt, gilt diese als nicht bestanden. (3) Wurde die Prüfung in Kenntnis oder fahrlässiger Unkenntnis eines wichtigen Grundes im Sinne des Absatzes 1 abgelegt, kann ein Rücktritt wegen dieses Grundes nicht genehmigt werden. Fahrlässige Unkenntnis liegt insbesondere vor, wenn bei Anhaltspunkten für eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht unverzüglich eine Klärung herbeigeführt wurde. In jedem Fall ist die Geltendmachung eines Rücktrittsgrundes ausgeschlossen, wenn nach Abschluss der Prüfung ein Monat verstrichen ist. (4) Wer versucht, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, erhält für die betreffende Prüfungsleistung die Note »nicht ausreichend« (5,0). (5) Wer den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen werden; in diesem Falle gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit »nicht ausreichend« (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss den Ausschluss von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen beschließen. (6) Die Entscheidungen nach Absatz 1 bis 4 trifft der Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss kann die Entscheidungen allgemein oder im Einzelfall auf seinen Vorsitzenden übertragen. Ablehnende Entscheidungen sind den Betroffenen unverzüglich schriftlich mitzuteilen und zu begründen.
Auf Grund von § 1 Abs. 7 und § 6 Abs. 5 des Akademiengesetzes (AkadG) vom 25. Februar 1992 (GBl. S. 115), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 25. Juli 2007 (GBl. S. 339), in Verbindung mit § 1 Abs. 1 Buchst. b der AkadG-Zuständigkeits- und Gebührenverordnung vom 27. Mai 2003 (GBl. S. 272), zuletzt geändert durch Verordnung vom 8. September 2008 (GBl. S. 285), wird verordnet:
Studiengang und Prüfungen
§ 1 Studiengang und Prüfungen(1) Die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (ADK) bietet eine Ausbildung im Studiengang Master of Arts Dramaturgie an. (2) Das Studium an der ADK dauert im Studiengang M.A. Dramaturgie in der Regel zwei Jahre. (3) Das Studium ist in Module und Teilmodule eingeteilt, die im Studienplan aufgeführt sind. (4) Alle Module werden mit einer Prüfung (Testat, Klausur, Hausarbeit, Semesterarbeit, Leistungsnachweis, mündliche Prüfung) abgeschlossen. Diese Prüfungen können benotet oder als »bestanden« beziehungsweise »nicht bestanden« deklariert werden. (5) Im Studienplan ist für jedes Semester aufgeführt, wie viele ECTS-Punkte (European Credit Transfer System) auf die einzelnen Fächer und Module entfallen. Die zu erreichende durchschnittliche Punktezahl pro Semester beträgt 30 ECTS-Punkte. Innerhalb des M.A.-Studienganges Dramaturgie müssen insgesamt 120 ECTS-Punkte erbracht werden, bis zum Ende des 1. Studienjahres sind 60 Leistungspunkte zu erreichen. Das Erreichen der Mindest-Punktzahl ist Voraussetzung, um die zu den Modulen des folgenden Semesters gehörenden Lehrveranstaltungen besuchen zu können. Wahlfächer können vom Studierenden aus dem hierfür zur Verfügung stehenden Lehrangebot frei gewählt werden. (6) Der Studiengang bereitet auf den Beruf Dramaturgie für das Theater sowie in den audiovisuellen Medien (M.A. Dramaturgie) vor. Er konzentriert sich vor allem auf die in der Praxis geltenden Anforderungen.
Praktische Studienzeit
§ 10 Praktische Studienzeit(1) Während des zweiten und vierten Semesters können die Studierenden ein beziehungsweise zwei zwölfwöchige Praktika absolvieren. Die Praktika bedürfen der Zustimmung des zuständigen Studiengangsleiters vor Praktikumsbeginn. (2) Das Praktikum kann in allen Bereichen der Darstellenden Kunst, insbesondere bei Theatern, Filmproduktionen, Festivals oder Workshops realisiert werden. Die Studierenden bemühen sich selbst um einen Praktikumsplatz. Die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg unterstützt sie hierbei im Rahmen ihrer Möglichkeiten. (3) Das Praktikum wird als Semesterarbeit bewertet, insofern dem Studenten ein seiner Studienrichtung entsprechender Aufgabenbereich innerhalb des Praktikums zugewiesen wurde. (4) Jedes Praktikum ist durch einen schriftlichen Praktikumsbericht zu dokumentieren, der dem zuständigen Studiengangsleiter bis zum Ende des laufenden Semesters vorzulegen ist. (5) Ein Auslandssemester umfasst 30 Kreditpunkte (CP) und in der Regel ein Semester. Es kann nach den Lehrveranstaltungen des 2. Semesters angetreten werden und ist ein Jahr vorher zu beantragen. Im Auslandsstudium sollen Lehrveranstaltungen im Umfang von mindestens 140 Stunden besucht werden. Vor Antritt des Auslandsstudiums ist ein Learning Agreement abzufassen, das vom Studiengangsleiter der Akademie für Darstellende Kunst und der gleichgestellten Person der gastgebenden Bildungseinrichtung unterzeichnet wird. Nach der Rückkehr aus dem Auslandsstudium sind die erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen dem Studiengangsleiter vorzulegen, der den Erwerb der Kreditpunkte sowie die erzielten Noten bestätigt. Für ein Auslandssemester sind keine Studiengebühren zu entrichten. (6) Ein Urlaubssemester kann nach den Lehrveranstaltungen des 2. Semesters angetreten werden. Für ein Urlaubssemester sind keine Studiengebühren zu entrichten. Aus wichtigem Grund kann ein Urlaubssemester auch vor Abschluss des 4. Semesters angetreten werden.
Ziele, Umfang und Art der Masterprüfung
§ 11 Ziele, Umfang und Art der Masterprüfung(1) Die Masterprüfung soll die berechtigte Hoffnung wecken, dass der Student in besonderer Weise befähigt ist, den erreichten Entwicklungsstand in den darstellenden Künsten auf hohem Niveau zu tradieren oder innovativ weiterzuentwickeln. Die Masterprüfungen erweisen, dass der Student in der Lage ist, ein Projekt im Bereich der Dramaturgie weitestgehend selbständig zu entwickeln und zu realisieren. Im theoretischen Teil soll die Fähigkeit zum konzeptionellen Diskurs, zur künstlerischen Reflexion und zur wissenschaftlichen Arbeit unter Beweis gestellt werden. Die Verteidigung belegt die Fähigkeit zur persönlichen Präsentation und strukturierten Argumentation. (2) Die Masterprüfung besteht aus den Prüfungen und der Masterarbeit (Abschlussprüfung). Prüfungen sind die sich unmittelbar an den Studienabschnitt beziehungsweise das Modul anschließenden Prüfungen nach § 1 Abs. 4. Voraussetzung für die Masterprüfung M.A. Dramaturgie sind folgende Teilabschlüsse: 1. Theorie und Geschichte des Theaters (12 ECTS),2. Kulturtheorie (12 ECTS),3. Textanalyse und Inszenierungsanalyse (12 ECTS)4. Dramaturgische Verfahren (Textfassungen, Adaptionen, Übersetzungsvergleiche - 12 ECTS),5. Dramaturgische Praxis (Spielplangestaltung, Verlagswesen, Festivaldramaturgie - 12 ECTS),6. Produktionsdramaturgie (Studioinszenierungen, Regieprojekte, Atelierarbeiten - 25 ECTS),7. Mediendramaturgie und Medientheorie (8 ECTS),8. Erweiterte Dramaturgie (Kulturmanagement, Medien- und Theaterkritik, Theater- und Medienrecht - 5 ECTS),9. Grundlagen (Schauspiel und Regie - 2 ECTS). (3) Die Masterarbeit oder Abschlussprüfung beinhaltet zu je 50 Prozent eine eigenständige Dramaturgie bei einer Theater-, Film- oder medialen Produktion (12 ECTS) sowie eine schriftliche Hausarbeit (12 ECTS). (4) Die schriftliche Masterarbeit ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses nach § 5 Abs. 2 zu beurteilen. Bei Masterarbeiten, die in Gruppenarbeit erstellt wurden, wird bei jedem Kandidaten die Qualifikation in dem Berufsbereich bewertet, in dem er die Prüfung ablegt. (5) Die Benotung der Masterarbeit ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses nach § 5 Abs. 2 gegebenen Noten. Bei Abweichungen von mehr als einer Note bestellt der Prüfungsausschuss eine dritte prüfende Person, die im Rahmen der beiden zunächst abgegebenen Noten die Note festsetzt. (6) Der Prüfungsausschuss entscheidet über Beschwerden und Eingaben im Zusammenhang mit der Masterarbeit. (7) Die Bearbeitungszeit wird vom Prüfungsausschuss festgelegt. Sie beträgt mindestens drei Monate und darf fünf Monate nicht überschreiten. Die Aufgabe für die Masterarbeit ist so zu stellen, dass die zur Bearbeitung vorgegebene Frist eingehalten werden kann. Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Auf begründeten Antrag kann der Prüfungsausschuss im Einzelfall die Bearbeitungszeit um höchstens zwei Monate verlängern. (8) Das Thema der Masterarbeit wird vom Direktor im Einvernehmen mit dem jeweiligen Studiengangsleiter vergeben. Dem Kandidaten ist Gelegenheit zu geben, für das Thema Vorschläge zu machen. (9) Durch den erfolgreichen Abschluss eines Wahlpflichtprojektes oder eines Pflichtfaches wird kein Anspruch auf Teilnahme an demselben Pflicht- oder Wahlpflichtprojekt im darauf folgenden Studienjahr erworben. Bei der Zulassung werden die Wünsche der Studierenden im Rahmen der jeweils zur Verfügung stehenden jährlichen Kapazitäten berücksichtigt. Übersteigt die Zahl der Bewerbungen die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Plätze, entscheidet der Prüfungsausschuss nach dem Grad der bislang nachgewiesenen Qualifikation. Besteht bei der Auswahl nach dem Grad der Qualifikation Ranggleichheit, entscheidet das Los.
Zulassung zur Masterprüfung
§ 12 Zulassung zur Masterprüfung(1) Zur Masterprüfung wird auf Antrag zugelassen, wer 1. das Zeugnis eines vorangegangenen Bachelor- oder Vordiplomabschlusses entsprechend der Zulassungsverordnung über die Eignungsprüfung für die ADK erbracht hat,2. die Eignungsprüfung für den gewählten Studiengang bestanden hat,3. sich fristgerecht angemeldet hat,4. die erforderlichen ECTS-Punkte in den gesetzten Fristen nach § 1 Abs. 5 erreicht hat,5. die Prüfungen, die sich den jeweiligen Modulen anschließen, bestanden hat und6. die Nachweise über die Teilnahme an der praktischen Studienzeit nach § 10 erbracht hat. (2) Dem Antrag auf Zulassung sind die Nachweise über das Vorliegen der in Absatz 1 Nr. 1 bis 6 genannten Zulassungsvoraussetzungen beizufügen; hierbei kann auf Unterlagen Bezug genommen werden, die in der ADK vorliegen. (3) Nicht zugelassen wird, wer 1. die Nachweise nach Absatz 1 nicht oder nicht vollständig erbracht hat,2. zwei Semester nach Ablauf der Frist zur Ablegung der Masterprüfung, diese aus einem vom Studierenden zu vertretenden Grund nicht abgelegt hat,3. sich in demselben oder einem verwandten Studiengang in einem Prüfungsverfahren befindet. (4) Aufgrund der eingereichten Unterlagen entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über die Zulassung.
Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 13 Bewertung der Prüfungsleistungen(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungen werden vom jeweiligen Fachprüfer vorgeschlagen, vom Prüfungsausschuss festgesetzt und dem Kandidaten mitgeteilt. (2) Die Leistungen in den einzelnen Prüfungen sind mit folgenden Noten zu bewerten: 1 = sehr gut: hervorragende Leistung;2 = gut: Leistung: die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt; 3 = befriedigend: Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht; 4 = ausreichend: Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt; 5 = nicht ausreichend: Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt. (3) Ist ein Zweitkorrektor für eine Prüfung bestellt, so ergibt sich die Note der Prüfung aus dem Durchschnitt der von beiden Prüfern für die Prüfungsleistung gegebenen Noten. Bei der Bildung der Noten wird nur die erste Dezimale hinter dem Komma berücksichtigt. Die Note der Prüfung lautet bei einem Durchschnitt bis 1,5: sehr gut;bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5: gut; bei einem Durchschnitt über 2,5 bis 3,5: befriedigend;bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0: ausreichend;bei einem Durchschnitt über 4,0: nicht ausreichend. (4) Die Masterprüfung ist bestanden, wenn sämtliche Prüfungen und die Abschlussprüfung bestanden sind. (5) Die Gesamtnote der Masterprüfung errechnet sich aus dem Durchschnitt der Noten in den einzelnen Prüfungen.
Wiederholung der Masterprüfung
§ 14 Wiederholung der Masterprüfung(1) Eine nicht bestandene oder als nicht bestanden geltende Prüfung kann einmal wiederholt werden. Die Wiederholungsfrist beträgt zwei Monate nach Bekanntgabe des Ergebnisses; sie kann vom Direktor im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis auf sechs Monate verlängert werden. Der Termin für die Wiederholung der Prüfung ist mindestens drei Wochen vorher bekannt zu geben. Wird ein bereits bekannt gegebener Termin auf einen späteren Zeitpunkt verlegt, ist zwischen Bekanntgabe und Wiederholungstermin mindestens eine Frist von drei Wochen einzuhalten. (2) Wird eine schriftliche Prüfung auch in der Wiederholungsprüfung nicht mit mindestens »ausreichend« (4,0) bewertet, werden die Prüfungsleistungen der Wiederholungsprüfung zusätzlich von einem Zweitkorrektor bewertet und die Note nach § 13 Abs. 3 ermittelt. Das Ergebnis einer Wiederholungsprüfung ersetzt die Note der Erstprüfung in dem entsprechenden Prüfungsfach. (3) Eine zweite Wiederholungsprüfung einer theoretischen Prüfung ist ausnahmsweise möglich und wird als mündliche Prüfung durchgeführt, soweit als Prüfungsleistung eine Klausur oder mündliche Prüfung vorgesehen ist, und dauert mindestens 20, höchstens 35 Minuten. Als Ergebnis ist nur »bestanden« oder »nicht bestanden« möglich. Über die Zulassung zu einer zweiten Wiederholungsprüfung entscheidet der Prüfungsausschuss. Sind als Prüfungsleistungen eine oder mehrere Semesterarbeiten vorgesehen, sind diese auch in der zweiten Wiederholungsprüfung zu erbringen. (4) Eine nicht bestandene oder als nicht bestanden geltende Abschlussprüfung beziehungsweise Masterarbeit kann einmal wiederholt werden. Die Wiederholungsfrist beträgt zwei Monate nach Bekanntgabe des Ergebnisses, sie kann vom Direktor im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis auf sechs Monate verlängert werden. Der Termin für die Wiederholung der Prüfung ist mindestens drei Wochen vorher bekannt zu geben. Wird ein bereits bekannt gegebener Termin auf einen späteren Zeitpunkt verlegt, ist zwischen Bekanntgabe und Wiederholungstermin mindestens eine Frist von drei Wochen einzuhalten.
Zeugnis
§ 15 Zeugnis(1) Über die bestandene Masterprüfung ist innerhalb von vier Wochen nach der letzten Prüfung ein Zeugnis auszustellen, das die in den Prüfungen erzielten Noten, die Note der Abschlussprüfung und die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. (2) Der schriftliche Bescheid über die nicht bestandene Masterprüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. (3) Wer die Masterprüfung endgültig nicht bestanden hat, erhält auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Prüfungsnachweise sowie dem Widerruf zur Zulassung zum Studium eine vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnete Bescheinigung über die erbrachten Prüfungsleistungen, deren Noten und die zum Bestehen der Masterprüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen. Die Bescheinigung muss erkennen lassen, dass die Masterprüfung nicht bestanden wurde.
Endnote
§ 16 Endnote(1) Für die Benotung der Prüfungen gilt § 13 Abs. 1 bis 3 entsprechend. (2) Die Masterprüfung ist bestanden, wenn jede Prüfung sowie die Masterarbeit mindestens mit der Note »ausreichend« (4,0) bewertet worden ist. (3) In die Gesamtnote der Masterprüfung gehen die Noten der Prüfungen mit einer Gewichtung von 40 Prozent, die Note für die Masterarbeit mit einer Gewichtung von 60 Prozent ein.
Zeugnis, Diploma Supplement
§ 17 Zeugnis, Diploma Supplement(1) Wer die Masterprüfung bestanden hat, erhält ein vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnetes und mit dem Siegel der ADK versehenes Zeugnis über die erreichte Gesamtnote der Masterprüfung mit dem Datum der letzten Prüfungsleistung. Dieses Zeugnis weist die Noten der einzelnen Prüfungen, die Note der Masterarbeit und die Gesamtzahl der Studiensemester gesondert aus. (2) Das Abschluss-Zeugnis wird ergänzt durch ein Diploma Supplement. Es umfasst Informationen über den Status der Hochschule, die den Abschluss verleiht, Art und Ebene des Abschlusses, die studierten Fächer und Module, sowie die einzelnen Fachnoten. (3) Der schriftliche Bescheid über die nicht bestandene Prüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
Masterurkunde
§ 18 Masterurkunde(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird die Masterurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung der Masterbezeichnung beurkundet. (2) Die Urkunde wird vom Direktor unterzeichnet und mit dem Siegel der ADK versehen.
Ungültigkeit der Prüfungen
§ 19 Ungültigkeit der Prüfungen(1) Wird eine Täuschung gemäß § 8 Abs. 4 erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, kann der Direktor nachträglich die ergangene Prüfungsentscheidung widerrufen und die Prüfung als nicht bestanden erklären. (2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so kann der Prüfungsausschuss unter Würdigung des Gewichts des Zulassungsmangels die ergangene Prüfungsentscheidung zurücknehmen. (3) Vor einer Entscheidung ist den Betroffenen Gelegenheit zur Äußerung zu geben. (4) Das unrichtige Prüfungszeugnis und die Masterurkunde sind einzuziehen. Die Entscheidung nach Absatz 1 und 2 Satz 2 ist nach einer Frist von drei Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
Zulassung
§ 2 ZulassungDie Zulassung zum Masterstudiengang Dramaturgie der Akademie für Darstellende Kunst setzt den Nachweis 1. eines Hochschulabschlusses oder eines gleichwertigen Abschlusses im Fach Dramaturgie, Germanistik, Literaturwissenschaft, Philosophie, Soziologie oder in einem verwandten kunst-, medien-, geistes- oder gesellschaftswissenschaftlichen Fach,2. der erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache,3. der künstlerischen Eignung für den Studiengang Dramaturgie und4. praktischer Erfahrungen im Bereich der Darstellenden Kunst, insbesondere an Theatern, beim Film oder bei Festivals von in der Regel sechs Monaten voraus. Die künstlerische Eignung für den Masterstudiengang Dramaturgie setzt eine überdurchschnittliche künstlerisch-analytische Begabung und breite kulturgeschichtliche Bildung voraus, die erwarten lässt, dass der Bewerber hervorragende Leistungen erbringen wird.
Einsicht in die Prüfungsakten
§ 20 Einsicht in die PrüfungsaktenInnerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Prüfungsverfahrens wird auf Antrag einmalig Einsicht in die schriftlichen Prüfungsarbeiten und in die Prüfungsprotokolle gewährt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme. Der Antrag ist an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten.
Inkrafttreten
§ 21 InkrafttretenDiese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.
Masterprüfung
§ 3 Masterprüfung(1) In der Masterprüfung soll unter Beweis gestellt werden, dass der Student in besonderer Weise befähigt ist, den erreichten Entwicklungsstand in den darstellenden Künsten auf hohem Niveau zu tradieren oder innovativ weiterzuentwickeln. (2) Die Masterprüfung erweist, dass der Student in der Lage ist, ein Projekt im Bereich der Dramaturgie weitestgehend selbständig zu entwickeln und zu realisieren. Im theoretischen Teil soll die Fähigkeit zum konzeptionellen Diskurs, zur künstlerischen Reflexion und zur wissenschaftlichen Arbeit unter Beweis gestellt werden. Die Verteidigung belegt die Fähigkeit zur persönlichen Präsentation und strukturierten Argumentation. (3) Ist die Masterprüfung bestanden, so verleiht die ADK die Bezeichnung Master of Arts (M.A.) Fachrichtung Dramaturgie.
Prüfungsfristen
§ 4 Prüfungsfristen(1) Die Masterprüfung für den Studiengang M.A. Dramaturgie soll in der Zeit zwischen dem Anfang des dritten und dem Ende des vierten Semesters abgelegt werden; die Masterprüfung darf sich auch sechs Monate über das Ende des vierten Semesters hinaus erstrecken. (2) Die Termine der Prüfungen und der Abschlussprüfung sowie die Zulassungstermine für diese Prüfungen legt der Direktor fest. Die Termine sind für Prüfungen mindestens eine, für Abschlussprüfungen mindestens sechs Wochen vorher in der ADK durch Aushang bekannt zu geben. Wird ein bereits bekannt gegebener Termin auf einen späteren Zeitpunkt verlegt, ist zwischen der Neubekanntgabe und dem neuen Prüfungstermin mindestens eine Frist von einer Woche bei Prüfungen und drei Wochen bei der Abschlussprüfung einzuhalten. Ungeachtet dessen haben die Studierenden die Verpflichtung, sich rechtzeitig über die jeweiligen Prüfungstermine zu informieren.
Prüfungsausschuss
§ 5 Prüfungsausschuss(1) Der Prüfungsausschuss ist für die Organisation der Abschlussprüfungen zuständig. Er achtet darauf, dass die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Er gibt ferner Anregungen zur Reform des Studienplanes, der Studienordnung und der Prüfungsordnung. (2) Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Ihre Amtszeit beträgt zwei Jahre, Wiederbestellung ist möglich; bei vorzeitigem Ausscheiden wird ein Nachfolger für die restliche Amtszeit bestellt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses, dessen Vorsitzender und sein Stellvertreter werden vom Direktor und dem Studiengangsleiter bestellt. Mitglieder des Prüfungsausschusses können nur künstlerische oder wissenschaftliche Lehrkräfte, Projektleiter sowie der Direktor sein. Darüber hinaus können Fachberater ohne Stimmrecht hinzugezogen werden. (3) Der Prüfungsausschuss hat das Recht, zu den Prüfungen Mitglieder als Beobachter zu entsenden. (4) Der Prüfungsausschuss kann die ihm obliegenden Aufgaben teilweise auf seinen Vorsitzenden übertragen; ausgenommen sind die Entscheidungen über die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen. (5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses unterliegen der Verschwiegenheit; soweit sie nicht dem öffentlichen Dienst angehören, sind sie durch den Direktor zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
Prüfer
§ 6 Prüfer(1) Der Prüfungsausschuss bestellt die Prüfer. (2) Die Prüfer werden aus dem Kreis der künstlerischen oder wissenschaftlichen Lehrkräfte und Projektleiter bestellt. Projektbetreuer und Studiengangskoordinatoren können nur zu Prüfern bestellt werden, wenn künstlerische oder wissenschaftliche Lehrkräfte und Projektleiter nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen; sie dürfen nur neben mindestens einer Lehrkraft oder einem Projektleiter zum Prüfer bestellt werden. (3) Prüfungen werden von der verantwortlichen Lehrkraft beurteilt; der Prüfungsausschuss kann einen Zweitkorrektor bestellen. (4) Die Masterarbeit / Abschlussprüfung wird von einer Prüfungskommission beurteilt, die aus zwei Prüfern besteht. Die Bestellung erfolgt durch den Prüfungsausschuss.
Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen
§ 7 Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen(1) Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen in demselben Studiengang an einer Universität oder Kunsthochschule oder einer gleichgestellten Hochschule werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. (2) Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und Anforderungen denjenigen des entsprechenden Studiums an der ADK im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen, die außerhalb des Geltungsbereichs des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten. Einschlägige Studienzeiten an anderen staatlichen Musikhochschulen und vergleichbaren Instituten, sowie Studienzeiten an vergleichbaren Instituten in Bologna-Ländern (die 29 Staaten, welche die gemeinsame Erklärung »Der Europäische Hochschulraum« von 1999 unterzeichnet haben) und dabei erbrachte vergleichbare Studienleistungen werden angerechnet. (3) Bei Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen, die in Studiengängen Dramaturgie außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erbracht wurden, kann die Gleichwertigkeit auch dann festgestellt werden, wenn sie in Umfang und Anforderungen, nicht aber im Inhalt denjenigen des entsprechenden Studiums an der ADK im Wesentlichen entsprechen. (4) Einschlägige berufspraktische Tätigkeiten werden als Praktikum anerkannt. (5) Werden Studien- und Prüfungsleistungen anerkannt, sind die Noten, soweit die Notensysteme vergleichbar sind, zu übernehmen und in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei nicht vergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk »bestanden« aufgenommen. Eine Kennzeichnung der Anerkennung im Zeugnis ist zulässig. (6) Die Anerkennung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen, die im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, erfolgt von Amts wegen. Die Studierenden haben die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen. (7) Die Entscheidungen nach Absatz 1 bis 4 trifft der Prüfungsausschuss, im Falle des Absatzes 3 im Einvernehmen mit dem Direktor.
Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 8 Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß(1) Wer wegen Krankheit oder wegen eines anderen wichtigen, von ihm nicht zu vertretenden Grundes gehindert ist, an einer Prüfung oder der Abschlussprüfung teilzunehmen oder diese fortzusetzen, kann auf schriftlichen Antrag von der Prüfung zurücktreten. Der Antrag ist unverzüglich beim Direktor zu stellen. Im Falle einer Erkrankung ist ein ärztliches Zeugnis beizufügen; der Direktor kann ein amtsärztliches Zeugnis verlangen. Wird der Rücktritt genehmigt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen. (2) Erfolgt der Rücktritt ohne die Genehmigung des Direktors oder wird die Prüfung ohne wichtigen Grund versäumt, gilt diese als nicht bestanden. (3) Wurde die Prüfung in Kenntnis oder fahrlässiger Unkenntnis eines wichtigen Grundes im Sinne des Absatzes 1 abgelegt, kann ein Rücktritt wegen dieses Grundes nicht genehmigt werden. Fahrlässige Unkenntnis liegt insbesondere vor, wenn bei Anhaltspunkten für eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht unverzüglich eine Klärung herbeigeführt wurde. In jedem Fall ist die Geltendmachung eines Rücktrittsgrundes ausgeschlossen, wenn nach Abschluss der Prüfung ein Monat verstrichen ist. (4) Wer versucht, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, erhält für die betreffende Prüfungsleistung die Note »nicht ausreichend« (5,0). (5) Wer den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen werden; in diesem Falle gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit »nicht ausreichend« (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss den Ausschluss von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen beschließen. (6) Die Entscheidungen nach Absatz 1 bis 4 trifft der Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss kann die Entscheidungen allgemein oder im Einzelfall auf seinen Vorsitzenden übertragen. Ablehnende Entscheidungen sind den Betroffenen unverzüglich schriftlich mitzuteilen und zu begründen.
Mündliche Prüfungen, Klausurarbeiten, Semesterarbeiten, Hausarbeiten, Leistungsnachweise
§ 9 Mündliche Prüfungen, Klausurarbeiten, Semesterarbeiten, Hausarbeiten, Leistungsnachweise(1) Die Module und Teilmodule werden durch Prüfungen abgeschlossen. Diese können mündliche Prüfungen, Klausurarbeiten, Testate, Semesterarbeiten, Hausarbeiten oder Leistungsnachweise sein. Voraussetzung für die Teilnahme an einer solchen Prüfung ist die Wahrnehmung der zu dem entsprechenden Modul oder Teilmodul verpflichtend gehörenden Lehrveranstaltungen. (2) Leistungsnachweise sind Bestätigungen der Lehrbeauftragten über eine erfolgreiche Teilnahme an den jeweiligen Lehrveranstaltungen. (3) Mündliche Prüfungen bestehen aus einem Einzelgespräch von mindestens 15 Minuten zu relevanten Fragen und zur Methodenkompetenz des geprüften Faches. Mündliche Prüfungen werden von mindestens zwei Prüfern abgenommen, von denen mindestens ein Prüfer den zu prüfenden Fachbereich vertritt. (4) Testate sind schriftliche oder gestalterische Arbeiten, in denen nachgewiesen werden soll, dass selbständig in begrenzter Zeit ohne Hilfsmittel die im betreffenden Fach vermittelten Inhalte abrufbar sind. Für ein Testat ist ein Bearbeitungszeitraum zwischen 15 und 45 Minuten vorzusehen. (5) Klausurarbeiten sind schriftliche oder gestalterische Arbeiten, in denen nachgewiesen werden soll, dass selbständig in begrenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln eine Aufgabe mit den geläufigen Methoden des Faches bearbeitet werden kann und Wege zu einer Lösung gefunden werden können. Für eine Klausurarbeit ist ein Bearbeitungszeitraum zwischen 60 Minuten und drei Stunden vorzusehen. (6) Hausarbeiten sind schriftliche oder gestalterische Arbeiten, in denen nachgewiesen werden soll, dass selbständig in begrenzter Zeit unter Zuhilfenahme angemessener Hilfsmittel ein Thema eigenständig erarbeitet werden kann. Für Hausarbeiten ist abhängig vom geforderten Umfang ein Bearbeitungszeitraum von nicht unter drei Wochen vorzusehen, eine Korrekturhilfe durch die zuständigen Lehrkräfte ist möglich. (7) Semesterarbeiten sind praktische, gestalterische und schriftliche Studienarbeiten, die entsprechend dem Studienplan in einem bestimmten Zeitraum von den Studierenden mit Korrekturhilfe der zuständigen Lehrkräfte angefertigt werden. Bei der Beurteilung sind alle von den Studierenden in der Studienzeit, die der Bewertung zugrunde liegt, angefertigten Arbeiten in dem betreffenden Fach zu berücksichtigen. Zahl und Umfang der vorgelegten Arbeiten sind bei der Bewertung mit zu berücksichtigen. Eine Semesterarbeit wird in der Regel von einem Prüfer beurteilt, der den zu prüfenden Fachbereich in der Lehre vertritt. Semesterarbeiten können arbeitsteilig in Gruppen erfolgen, wenn die als Prüfungsleistung zu bewertenden Beiträge der einzelnen Gruppenmitglieder auf Grund objektiver Kriterien, die eine eindeutige Abgrenzung ermöglichen, unterscheidbar und bewertbar sind. Sozialkompetenzen, insbesondere Teamfähigkeit, Engagement und Motivation können in die Beurteilung mit einfließen. Als Semesterarbeiten gelten insbesondere die künstlerischen Arbeiten wie: 1. Teilnahme an Studioinszenierungen oder Arbeiten an Theaterproduktionen beziehungsweise an Filmen / Performances / Multimediaprojekten,2. Konzepte und szenische Entwürfe für Inszenierungen / Performances / Filme,3. das Erstellen von Theatertexten / Adaptionen / Drehbüchern sowie deren Aufführung. (8) Prüfungen nach den Absätzen 2 bis 7 können benotet werden.
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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: www.landesrecht-bw.de.