Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufsfachschulen des Landes Berlin (Berufsfachschulverordnung - APO-BFS) Vom 14. Juli 2009
- Ausfertigungsdatum:
- 14.07.2009
- Fundstelle:
- GVBl. 2009, 327
Probezeit
§ 10 Probezeit(1) Die Aufnahme in die erste Jahrgangsstufe erfolgt zunächst auf Probe. Die Probezeit dauert ein Schulhalbjahr. Die Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte sind am Beginn der Ausbildung schriftlich über die Probezeitbestimmungen und die Folgen des Nichtbestehens der Probezeit zu informieren.(2) Die Probezeit besteht, wer in der Probezeit1. in jedem Fach, Lernfeld und Projekt an mindestens 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat,2. bei erteiltem Unterricht in nicht mehr als insgesamt zwei Fächern, Lernfeldern oder Projekten jeweils höchstens einmal keine Halbjahresnote erhalten hat,3. kein „ungenügend“ als Halbjahresnote erhalten hat,4. ansonsten mindestens „ausreichend“ lautende Halbjahresnoten erhalten hat oder Minderleistungen nach Satz 2 oder 3 ausgleichen kann und5. alle Praktika erfolgreich abgeschlossen hat.Höchstens eine „mangelhaft“ lautende Halbjahresnote ist durch eine mindestens „befriedigend“ lautende Halbjahresnote in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Höchstens zwei „mangelhaft“ lautende Halbjahresnoten sind durch eine mindestens „gut“ lautende Halbjahresnote oder zwei „befriedigend“ lautende Halbjahresnoten in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Das Fach Sport/Gesundheitsförderung ist von den Bedingungen nach Satz 1 Nummer 1 und 2 ausgenommen, wenn die oder der Betroffene von der Teilnahme an diesem Fach freigestellt war. Abweichend von Satz 1 Nummer 2 muss für Fächer, die im Bildungsgang nur in der Probezeit unterrichtet werden, für das Bestehen der Probezeit eine Halbjahresnote nachgewiesen werden.(3) Erfüllt die Schülerin oder der Schüler nur die Voraussetzung des Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 nicht, so entscheidet die Klassenkonferenz darüber, ob aufgrund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der in der Probezeit erbrachten Leistungsnachweise erwartet werden kann, dass die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Ausbildung erfolgreich fortsetzen wird und deshalb die Probezeit als erfolgreich abgeschlossen angesehen werden kann. Die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz zu vermerken.(4) Wer die Probezeit nicht besteht, muss den Bildungsgang verlassen und kann nicht erneut in die Berufsfachschule aufgenommen werden. Den Betroffenen sowie deren Erziehungsberechtigten ist das Nichtbestehen der Probezeit schriftlich bekannt zu geben. Das Nichtbestehen der Probezeit ist auf dem Abgangszeugnis zu vermerken. Abweichend von Satz 1 kann einmal erneut in einen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden, wer die Gründe für das Nichtbestehen der Probezeit nicht zu vertreten hat. In den in Satz 4 genannten Fällen sind die Gründe für das Nichtbestehen auf dem Abgangszeugnis zu vermerken. Wer die Probezeit im Bildungsgang Berliner Ausbildungsmodell nicht bestanden hat, kann abweichend von Satz 1 einmalig in einen mehrjährigen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden.
Vermittlung von Praktikumsplätzen
§ 15 Vermittlung von Praktikumsplätzen(1) Die Schülerinnen und Schüler wählen ihre Praxisstelle mit Zustimmung der Berufsfachschule. Wer ein Praktikum abzuleisten hat, muss sich rechtzeitig bei einer geeigneten Praxisstelle um einen Praktikumsplatz bewerben. Die Berufsfachschule informiert die Schülerinnen und Schüler über die Bewerbungstermine und die infrage kommenden Praxisstellen.(2) Als Praxisstellen kommen anerkannte überbetriebliche Ausbildungsstätten, Betriebe der Berliner Wirtschaft oder andere geeignete Einrichtungen in Betracht, die1. Aufgaben der dem Bildungsgang entsprechenden Fachrichtung wahrnehmen,2. bereit und in der Lage sind, das Praktikum nach den Vorschriften dieser Verordnung durchzuführen, und3. die Gewähr bieten, dass die jeweiligen Schutzbestimmungen, insbesondere die Unfallverhütungsvorschriften und die besonderen Schutzbestimmungen für Jugendliche, beachtet werden.Wirtschaftsbetriebe, die Praktikumsplätze anbieten, sollen im Sinne des Berufsbildungsgesetzes ausbildungsgeeignet und ausbildungsberechtigt sein.(3) Praktika können mit Zustimmung der Berufsfachschule im Ausnahmefall ganz oder teilweise in anderen Bundesländern, auf Antrag auch in anderen europäischen Staaten absolviert werden, wenn die auswärtige Praxisstelle die Voraussetzungen nach Absatz 2 erfüllt. In diesem Fall muss der Berufsfachschule ein Ausbildungsplan der auswärtigen Praxisstelle vorgelegt werden, aus dem die zeitliche und inhaltliche Gliederung des Praktikums hervorgeht.
Leistungsbewertung
§ 22 Leistungsbewertung(1) Leistungen werden durch Noten gemäß § 58 Absatz 3 Satz 2 des Schulgesetzes bewertet. Für die Notenfindung gilt der Bewertungsschlüssel der Anlage 4.(2) Die Note wird von der Lehrkraft festgesetzt, die den Unterricht erteilt hat. Wurde der Unterricht von mehr als einer Lehrkraft erteilt, so soll die Note gemeinsam festgelegt werden; im Konfliktfall entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter.(3) In Fällen1. der Leistungsverweigerung sowie2. der Täuschung oder des Täuschungsversuchsist die Note „ungenügend“ (im Prüfungsverfahren zum Erwerb der Fachhochschulreife 0 Punkte) zu erteilen. Eine Leistungsverweigerung liegt auch vor, wenn sich die Schülerin oder der Schüler durch unentschuldigtes Fernbleiben einer angekündigten Leistungsüberprüfung entzieht. Unleserliche Teile einer Arbeit gelten als nicht erbrachte Teilleistung.(4) Kann die geforderte Leistung aus Gründen, die die Schülerin oder der Schüler nicht zu vertreten hat, nicht erbracht werden, so wird keine Note erteilt. Anstelle einer Note wird ein „o. B.“ (ohne Bewertung) ausgewiesen. § 20 Absatz 6 bleibt unberührt.
Wechsel, Unterbrechung, Wiederaufnahme
§ 25 Wechsel, Unterbrechung, Wiederaufnahme(1) Während des Schulbesuchs können die Fachrichtungen und Schwerpunkte der Berufsfachschule in der Regel nicht gewechselt werden. Über Ausnahmen sowie gegebenenfalls über die Anrechnung bisheriger Ausbildungszeiten entscheidet die zuständige Berufsfachschule im Einzelfall.(2) Der Bildungsgang kann einmal aus wichtigem Grund unterbrochen werden. Ein wichtiger Grund ist insbesondere1. die eigene Erkrankung,2. die Pflege eines erkrankten oder hilfebedürftigen nahen Angehörigen,3. Mutterschutz oder4. die Betreuung eines Kindes in Zeiten, in denen bei Bestehen eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf Elternzeit bestünde.Über den Antrag entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter. Bei nicht volljährigen Schülerinnen und Schülern ist der Antrag von den Erziehungsberechtigten zu stellen. In begründeten Einzelfällen kann die Schulaufsichtsbehörde eine zweite Unterbrechung zulassen(3) Die Wiederaufnahme erfolgt zu Beginn des Schulhalbjahres, das dem entspricht, in dem die Unterbrechung eintrat. Trat die Unterbrechung zum Ende eines Schulhalbjahres ein und wurde ein Zeugnis erteilt, erfolgt die Wiederaufnahme zum Beginn des entsprechenden folgenden Schulhalbjahres. Beginnt die Wiederaufnahme später als zwei Jahre nach Eintritt der Unterbrechung, ist die Schülerin oder der Schüler berechtigt, den Bildungsgang neu zu durchlaufen. Vor einer Entscheidung ist die Schülerin oder der Schüler durch die Schule zu beraten. Wurde der Bildungsgang nach bestandener Probezeit unterbrochen, ist keine erneute Probezeit vorzusehen.(4) Wird die Ausbildung nicht innerhalb von vier Jahren nach Eintritt der Unterbrechung wieder aufgenommen, endet das Schulverhältnis mit Ablauf des letzten Tages der Vierjahresfrist. Die Schule hat dies den Betroffenen schriftlich bekannt zu geben.
Verlassen des Bildungsganges
§ 26 Verlassen des Bildungsganges(1) Wer den Bildungsgang auf eigenen Wunsch verlässt, gilt als von der Schule abgemeldet und aus dem Schulverhältnis entlassen. Der Wechsel in einen anderen Bildungsgang gemäß § 25 Absatz 1 Satz 2 ist kein Verlassen des Bildungsganges im Sinne des Satz 1.(2) Schülerinnen und Schüler, die den Bildungsgang verlassen möchten, teilen dies der Schule unter Angabe der Gründe schriftlich mit. Bei nicht volljährigen Schülerinnen und Schülern ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Darüber hinaus ist bei volljährigen Schülerinnen und Schülern von einem Verlassen des Bildungsganges auf eigenen Wunsch auszugehen, wenn diese ununterbrochen an mehr als fünf Unterrichtstagen dem Unterricht fernbleiben, ohne die Schule über das Fernbleiben und dessen Gründe zu informieren; Praktika gelten als Unterricht im Sinne dieser Vorschrift. In den in Satz 3 genannten Fällen hat die Schulleiterin oder der Schulleiter das Verlassen des Bildungsganges unter Angabe der zugrunde liegenden Tatsachen festzustellen und den Schülerinnen und Schülern schriftlich bekannt zu geben.(3) Ein Verlassen des Bildungsganges im Sinne des Absatz 2 Satz 3 liegt nicht vor, wenn die Betroffenen unverzüglich nachweisen, dass sie aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen an der rechtzeitigen Benachrichtigung der Schule gehindert waren und erklären, die Ausbildung fortsetzen zu wollen.(4) Wer den Bildungsgang auf eigenen Wunsch verlassen hat, kann nur in besonders begründeten Fällen mit Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde erneut in einen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden. Wer den Bildungsgang des Berliner Ausbildungsmodells auf eigenen Wunsch verlassen hat, kann abweichend von Satz 1 einmalig in einen mehrjährigen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden. Die Schulaufsichtsbehörde entscheidet zugleich über anrechenbare Zeiten aus dem ersten Bildungsgang. Die Anrechnung von Ausbildungszeiten setzt voraus, dass die erneute Aufnahme in einen Bildungsgang mit gleicher Fachrichtung und nicht später als zwei Jahre nach dem Verlassen des ersten Bildungsganges erfolgt.(5) Bei Aufnahme in die Berufsfachschule sind die Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte schriftlich auf die Bestimmungen der Absätze 1 bis 4 hinzuweisen.
Unterricht und fachpraktische Ausbildung
§ 4 Unterricht und fachpraktische Ausbildung(1) Dem Unterricht liegen die Rahmenlehrpläne der für das Schulwesen zuständigen Senatsverwaltung zugrunde. Wenn die Ausbildung es erfordert, kann der Unterricht durch fachpraktische Ausbildungsabschnitte (Praktika) in geeigneten Praxisstellen ergänzt werden.(2) Die Stundentafeln der Anlage 1, 2 und 3 weisen Zeitrichtwerte für die Lerneinheiten (Fächer, Lernfelder, Projekte) des berufsübergreifenden und berufsbezogenen Unterrichts aus. Die Stundenverteilung nach Maßgabe der Stundentafeln wird von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgesetzt.(3) Der Unterricht wird in der Regel im Klassenverband erteilt. Eine Teilung in Gruppen ist nach Maßgabe der Stundentafeln möglich. Der Unterricht im Berliner Ausbildungsmodell wird in der Regel im Klassenverband des anerkannten Ausbildungsberufes nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung erteilt. Sofern die Anzahl an Schülerinnen und Schülern für die Einrichtung einer Klasse in einem Ausbildungsberuf erfüllt ist, kann eine separate Klasse für Schülerinnen und Schüler im Berliner Ausbildungsmodell eingerichtet werden.(4) Pflichtfremdsprache ist in der Regel Englisch. Sofern es schulorganisatorisch möglich ist, kann für Schülerinnen und Schüler ohne Englischkenntnisse Unterricht in einer anderen Fremdsprache zugelassen werden. Die Entscheidung trifft die Schulaufsichtsbehörde auf Antrag der betroffenen Schule.(5) Neben dem für alle Schülerinnen und Schüler verbindlichen Pflichtunterricht können zur Stützung, Vertiefung und Erweiterung des Unterrichtsangebotes Wahlpflichtunterricht sowie Wahlunterricht (fakultativer Unterricht) angeboten werden (§ 14 Absatz 2 des Schulgesetzes).
Endnoten
§ 45 EndnotenNach Abschluss der mündlichen Prüfung beschließt der Prüfungsausschuss die Endnoten gemäß Anlage 5a.
Prüfungsergebnis
§ 46 Prüfungsergebnis(1) Der Prüfungsausschuss stellt das Prüfungsergebnis fest, das „bestanden“ oder „nicht bestanden“ lautet.(2) Die Prüfung besteht, wer kein „ungenügend“ als Endnote und ansonsten mindestens „ausreichend“ lautende Endnoten erhalten hat oder Minderleistungen nach Satz 2 oder 3 ausgleichen kann. Höchstens eine „mangelhaft“ lautende Endnote ist durch eine mindestens „befriedigend“ lautende Endnote in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Höchstens zwei „mangelhaft“ lautende Endnoten sind durch eine mindestens „gut“ lautende Endnote oder zwei „befriedigend“ lautende Endnoten in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Die Endnote in einem Fach der schriftlichen Prüfung kann nur durch Endnoten in anderen schriftlichen Prüfungsfächern ausgeglichen werden. Leistungen im Wahlunterricht bleiben bei der Entscheidung über das Bestehen der Abschlussprüfung außer Betracht.(3) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann bei Beschlüssen der Ausschüsse, die nach ihrer oder seiner Auffassung gegen das Prüfungsrecht verstoßen, die Schulaufsichtsbehörde unter Vorlage sämtlicher Prüfungsunterlagen um Überprüfung bitten. Der Prüfling ist hierüber zu unterrichten; das Prüfungsergebnis ist den Betroffenen erst nach Vorliegen der Entscheidung der Schulaufsichtsbehörde mitzuteilen.(4) Nach Abschluss der Beratungen werden den Prüflingen die Ergebnisse der mündlichen Prüfung, die Endnoten und das Gesamtergebnis der Prüfung mitgeteilt. Den Prüflingen, die die Prüfung nicht bestanden haben, ist das Ergebnis in einem Einzelgespräch mitzuteilen.
Mittlerer Schulabschluss
§ 49 Mittlerer Schulabschluss(1) Den mittleren Schulabschluss erwirbt, wer1. die Abschlussprüfung der Berufsfachschule bestanden hat,2. im Abschlusszeugnis einen Gesamtnotendurchschnitt (Absatz 2) von mindestens 3,0 erreicht hat und3. ausreichende Fremdsprachenkenntnisse (Absatz 3 und 4) nachweist, die einem mindestens fünfjährigen aufsteigenden Unterricht in der ersten Fremdsprache entsprechen; fachfremdsprachlicher Unterricht der Berufsfachschule gilt im Verhältnis zum Fremdsprachenunterricht der allgemeinbildenden Schule als aufsteigender Unterricht.(2) Der Gesamtnotendurchschnitt nach Absatz 1 Nummer 2 wird als arithmetisches Mittel der Zeugnisnoten auf eine Stelle hinter dem Komma berechnet; es wird nicht gerundet. Leistungen im Wahlunterricht bleiben bei der Ermittlung des Gesamtnotendurchschnitts außer Betracht.(3) Ausreichende Fremdsprachenkenntnisse für den Erwerb des mittleren Schulabschlusses hat nachgewiesen, wer1. im Abschlusszeugnis der Berufsfachschule oder2. im Zeugnis der zehnten Jahrgangsstufe einer allgemeinbildenden Schule mindestens die Note „ausreichend“ in einer Fremdsprache als Pflicht- oder Wahlpflichtfach erreicht hat.(4) Als Nachweis ausreichender Fremdsprachenkenntnisse gilt auch ein Fremdsprachenzertifikat nach Maßgabe der Anlage 6. Die Schulaufsichtsbehörde kann weitere Leistungsnachweise als Fremdsprachennachweis anerkennen, wenn sie dem Anforderungsniveau nach Absatz 3 in Verbindung mit Absatz 1 Nummer 3 entsprechen.(5) Der Erwerb des mittleren Schulabschlusses wird durch ein eigenes Zeugnis bescheinigt.
Abschluss der Berufsfachschule, Abschlusszeugnis
§ 56 Abschluss der Berufsfachschule, Abschlusszeugnis(1) Am Ende des Bildungsganges sind die Abschlussnoten aller Fächer, Lernfelder und Projekte aus dem arithmetischen Mittel der jeweiligen Halbjahresnoten zu bilden. Die Mittelwerte sind ohne Rundung auf eine Stelle nach dem Komma zu errechnen und auf eine ganze Zahl zu runden. Lautet die Nachkommastelle des Mittelwertes „5“, so gibt die Leistungsentwicklung der Schülerin oder des Schülers den Ausschlag beim Runden.(2) Das Abschlusszeugnis der Berufsfachschule erwirbt, wer1. in jeder Jahrgangsstufe in jedem Fach, Lernfeld oder Projekt an mindestens 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat,2. im Verlauf der Ausbildung bei erteiltem Unterricht in nicht mehr als insgesamt zwei Fächern, Lernfeldern oder Projekten jeweils höchstens einmal keine Halbjahresnote erhalten hat,3. kein „ungenügend“ als Endnote erhalten hat,4. sonst mindestens „ausreichend“ lautende Endnoten erhalten hat oder Minderleistungen nach Satz 2 oder 3 ausgleichen kann,5. alle Praktika erfolgreich abgeschlossen hat und6. die Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle besteht.Höchstens eine „mangelhaft“ lautende Endnote ist durch eine mindestens „befriedigend“ lautende Endnote in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Höchstens zwei „mangelhaft“ lautende Endnoten sind durch eine mindestens „gut“ lautende Endnote oder zwei „befriedigend“ lautende Endnoten in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Das Fach Sport/Gesundheitsförderung ist von den Bedingungen nach Satz 1 Nummer 1 und 2 ausgenommen, wenn die oder der Betroffene von der Teilnahme an diesem Fach freigestellt war. Abweichend von Satz 1 Nummer 2 muss für Fächer, die im Verlauf des Bildungsganges in nur einem Schulhalbjahr unterrichtet werden, für den Erwerb des Abschlusszeugnisses eine Halbjahresnote nachgewiesen werden. Leistungen im Wahlunterricht bleiben bei der Entscheidung über den Erwerb des Abschlusszeugnisses außer Betracht.(3) Erfüllt die Schülerin oder der Schüler nur die Voraussetzung des Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 nicht, so entscheidet die Klassenkonferenz darüber, ob aufgrund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der im Schuljahr erbrachten Leistungsnachweise die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat und das Abschlusszeugnis erhält. Die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz zu vermerken.
Erweiterte Berufsbildungsreife, mittlerer Schulabschluss
§ 58 Erweiterte Berufsbildungsreife, mittlerer Schulabschluss(1) Wer bei Eintritt in den Bildungsgang keinen höheren Schulabschluss als die Berufsbildungsreife besaß, erwirbt mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsfachschule die erweiterte Berufsbildungsreife. Der Erwerb ist auf dem Abschlusszeugnis zu vermerken.(2) Den mittleren Schulabschluss erwirbt, wer1. die Berufsfachschule erfolgreich abgeschlossen hat,2. im Abschlusszeugnis einen Gesamtnotendurchschnitt von mindestens 3,0 erreicht hat und3. ausreichende Fremdsprachenkenntnisse nachweist, die einem mindestens fünfjährigen aufsteigenden Unterricht in der ersten Fremdsprache entsprechen; fachfremdsprachlicher Unterricht der Berufsfachschule gilt im Verhältnis zum Fremdsprachenunterricht der allgemeinbildenden Schule als aufsteigender Unterricht. § 49 Absatz 2 bis 5 gilt entsprechend.
Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife
§ 59 Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife(1) Wer an einer Berufsfachschule mit Kammerprüfung einen doppelt qualifizierenden Bildungsgang (§ 2 Absatz 3) besucht, kann am Ende des Bildungsganges auf Antrag an einer Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife teilnehmen.(2) Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Fächer der schriftlichen Prüfung sind1. Deutsch/Kommunikation,2. Fremdsprache,3. Mathematik und4. ein fachrichtungsbezogenes Prüfungsfach, das von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgesetzt wird.Fächer der mündlichen Prüfung sind die in Satz 2 genannten Fächer und die Fächer Naturwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.(3) Rechtzeitig vor Beginn der Prüfung ist in entsprechender Anwendung des § 37 Satz 2 der Halbjahresnotendurchschnitt der Prüfungsfächer zu ermitteln und gemäß Anlage 5b in Punkte umzuwandeln. Im Falle der Wiederholung sind nur die Halbjahresnoten aus dem Wiederholungszeitraum zu berücksichtigen. Zur Prüfung wird zugelassen, wer in höchstens zwei Prüfungsfächern nur 1 bis 4 Punkte und in den übrigen Prüfungsfächern jeweils mindestens 5 Punkte erreicht hat.(4) Für die schriftliche Prüfung in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik gelten die von der Schulaufsichtsbehörde zentral festgelegten Prüfungsaufgaben der Fachoberschule (§ 38 Absatz 4).(5) Die Bewertung der Prüfungsleistungen, die Ermittlung der abschließend erreichten Punkte sowie die Bildung der Durchschnittsnote erfolgen gemäß Anlage 5b.(6) Die Prüfung besteht, wer in jedem Prüfungsfach mindestens 5 Punkte erzielt. Eine Minderleistung (1 bis 4 Punkte) in höchstens einem Prüfungsfach ist durch eine mit mindestens 10 Punkten bewertete Leistung oder zwei mit mindestens 7 Punkten bewertete Leistungen in anderen Prüfungsfächern ausgeglichen, wobei ein Leistungsausgleich in einem Fach der schriftlichen Prüfung nur durch Leistungen in einem anderen schriftlichen Prüfungsfach erfolgen kann.(7) Die Fachhochschulreife erwirbt, wer die Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle bestanden und das Abschlusszeugnis der Berufsfachschule erworben hat (§ 56) und an der Zusatzprüfung mit Erfolg teilgenommen hat.(8) Im Zeugnis über den Erwerb der Fachhochschulreife werden die abschließend erreichten Punkte und Noten der Prüfungsfächer sowie die Durchschnittsnote ausgewiesen. Auf dem Zeugnis ist zu vermerken, dass das Zeugnis in Verbindung mit dem Abschlusszeugnis der Berufsfachschule gilt. Das Zeugnismuster gibt die Schulaufsichtsbehörde vor.(9) Im Übrigen finden für die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife die Bestimmungen des § 22 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und Satz 2, die §§ 27 und 28, §§ 30 bis 35, §§ 37 bis 40, §§ 42 bis 46 Absatz 1, 3 und 4 und §§ 51 bis 54 entsprechende Anwendung.
Härtefälle
§ 8 Härtefälle(1) Im Auswahlverfahren werden zunächst bis zu zehn Prozent der zur Verfügung stehenden Plätze an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, für die eine Wartezeit eine besondere Härte darstellen würde (Härtefälle).(2) Eine besondere Härte liegt vor, wenn soziale, gesundheitliche oder familiäre Umstände die unverzügliche Aufnahme der Ausbildung gebieten oder wenn von der Bewerberin oder dem Bewerber nicht zu vertretende Gründe den Eintritt in den Bildungsgang erheblich verzögert haben.(3) Als Umstände, die eine besondere Härte im Sinne des Absatzes 2 begründen, gelten1. der Nachweis der Anerkennung als schwerbehinderter Mensch (§ 2 Absatz 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch vom 19. Juni 2001, BGBl. I S. 1046, 1047, zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 22. Dezember 2008, BGBl. I S. 2959, in der jeweils geltenden Fassung),2. der Nachweis der Anerkennung als Mensch mit Behinderungen im Sinne von § 2 Absatz 3 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch,3. der Nachweis einer Kinderbetreuung bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres des zu betreuenden Kindes, wenn die Bewerberin oder der Bewerber während dieser Zeit nicht berufstätig war und mit dem betreuten Kind in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat,4. der Nachweis einer mindestens einjährigen Betreuung einer pflegebedürftigen Person im Sinne von § 14 Absatz 1 des Elften Buches Sozialgesetzbuch vom 26. Mai 1994 (BGBl. I S. 1014, 1015), zuletzt geändert durch Artikel 2a des Gesetzes vom 15. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2426) in der jeweils geltenden Fassung, wenn die Bewerberin oder der Bewerber während dieser Zeit nicht berufstätig war und mit der betreuten Person in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat.Erfüllen Bewerberinnen oder Bewerber mehr als eine der in Satz 1 genannten Voraussetzungen, so kann daraus kein Anspruch auf eine bevorzugte Rangfolge abgeleitet werden.(4) Übersteigt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die berechtigt einen Härtefall geltend machen können, die Quote des Absatzes 1, entscheidet das Los. Die nicht berücksichtigten Bewerberinnen und Bewerber durchlaufen das weitere Auswahlverfahren gemäß § 9.
Ausbildung im Berliner Ausbildungsmodell
§ 62 Ausbildung im Berliner AusbildungsmodellDie teilqualifizierende Berufsfachschule Berliner Ausbildungsmodell vermittelt in dualisierter Form diejenigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die im ersten Jahr nach der für den jeweiligen Ausbildungsberuf maßgeblichen Ausbildungsordnung erworben werden müssen. Die Ausbildung dauert in Vollzeitform ein Schuljahr. Während der Ausbildung sind neben dem schulischen Unterricht fachpraktische Ausbildungsphasen in Ausbildungsbetrieben sowie überbetrieblichen und schulischen Ausbildungsstätten nach Maßgabe der für den jeweiligen Ausbildungsberuf anzuwendenden Rechtsvorschriften zu absolvieren. Die Schule stellt die Organisation und Durchführung der fachpraktischen Ausbildung sicher. Für die Ausbildung in den Bildungsgängen der Berufsfachschule Berliner Ausbildungsmodell finden die Bestimmungen des Teils II entsprechende Anwendung, soweit sich aus den §§ 62 bis 68 nichts anderes ergibt.
Eignungsfeststellung
§ 63 EignungsfeststellungAbweichend von § 5 Absatz 2 ist eine Eignungsfeststellung in Form einer Kompetenzfeststellung an der jeweiligen Schule durchzuführen. Die Ergebnisse sind zu dokumentieren.
Aufnahmeverfahren
§ 64 Aufnahmeverfahren(1) Abweichend von § 6 Absatz 4 Satz 1 wird das Aufnahmeverfahren durch die Schulaufsichtsbehörde zentral koordiniert. Sie gibt den Bewerbungszeitraum und das Verfahren jährlich schriftlich bekannt.(2) Abweichend von § 6 Absatz 3 Satz 1 und Absatz 5 Satz 1 ist die Aufnahme in das Berliner Ausbildungsmodel im laufenden ersten Schulhalbjahr möglich. Voraussetzung für die Aufnahme in einen bereits laufenden Bildungsgang ist, dass eine Leistungsbewertung am Ende des Schulhalbjahres möglich ist und alle Praktika erfolgreich abgeschlossen werden können. Ausnahmen hiervon sind bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres in begründeten Einzelfällen zulässig, wenn zu erwarten ist, dass die Bewerberin oder der Bewerber in der verbleibenden Zeit ein Ausbildungsverhältnis begründen kann. Die Entscheidungsgründe sind zu dokumentieren. In diesen Fällen gilt die Probezeit als bestanden. § 6 Absatz 5 Satz 2 findet keine Anwendung.(3) Dem schriftlichen Aufnahmeantrag ist zusätzlich zu den in § 6 Absatz 4 Satz 2 genannten Unterlagen der Teilnahmevorschlag der Jugendberufsagentur Berlin beizufügen.(4) Abweichend von § 10 Absatz 4 Satz 1 und § 26 Absatz 4 Satz 1 kann einmalig in das Berliner Ausbildungsmodell aufgenommen werden, wer zuvor einen mehrjährigen Bildungsgang der Berufsfachschule besucht und1. die Probezeit nicht bestanden hat oder2. den Bildungsgang auf eigenen Wunsch verlassen hat.
Aufnahme bei Übernachfrage
§ 65 Aufnahme bei ÜbernachfrageAbweichend von § 9 Absatz 2 und 3 richtet sich die Rangfolge der Aufnahme in das Berliner Ausbildungsmodell nach dem Ergebnis der Eignungsfeststellung nach § 63. Abweichend von § 9 Absatz 4 sind vor einer Entscheidung durch das Los zunächst in abgestufter Reihenfolge Bewerberinnen und Bewerber zu berücksichtigen, die1. keinen allgemeinbildenden Schulabschluss,2. die Berufsbildungsreife,3. die erweiterte Berufsbildungsreife oder4. den mittleren Schulabschlussbesitzen. Im Übrigen entscheidet das Los.
Bildungsbegleitung
§ 66 Bildungsbegleitung(1) Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter sind insbesondere Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie erfahrene Fachkräfte aus den jeweiligen Berufsfeldern. Aufgaben der Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter sind1. in Zusammenarbeit mit den Lehrkräftena) die Durchführung der Eignungsfeststellung nach § 63 undb) die Begleitung, Beratung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler beim Übergang in eine berufliche Ausbildung, 2. in Absprache mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer oder einer anderen von der Schule beauftragten Lehrkraft (Praxisberaterin oder Praxisberater) die Durchführung aufeinander aufbauender Bilanzierungsgespräche mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Praxisstellen während des gesamten Schuljahres mit dem Ziel der individuellen Kompetenzentwicklung für den Übergang in eine betriebliche Berufsausbildung sowie die Erfassung und Dokumentation des Beratungs- und Unterstützungsprozesses,3. die Gewinnung geeigneter Praxisstellen in Ausbildungsbetrieben,4. die Beratung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler sowie der Betriebe in den betrieblichen Ausbildungsphasen und5. die Beratung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler beim Führen des schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweises.(2) Für Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter, die über einen Träger an den Schulen tätig sind, gilt § 12 Absatz 2 der Verordnung über die Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung entsprechend.
Fachpraktische Ausbildung
§ 67 Fachpraktische Ausbildung(1) Innerhalb der ersten acht Wochen nach Beginn des Bildungsgangs soll in einer vollschulischen Ausbildungsphase mit Unterstützung der Schule die Vermittlung zwischen den Schülerinnen und Schülern und den Betrieben erfolgen.(2) Abweichend von § 15 Absatz 2 kommen als Praxisstellen nur solche Ausbildungsstätten in Betracht, die im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung ausbildungsgeeignet und ausbildungsberechtigt sind und bereits als Ausbildungsbetriebe beziehungsweise Träger der praktischen Ausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung ausbilden.(3) Abweichend von § 15 Absatz 3 dürfen Praktika nicht in anderen europäischen Staaten durchgeführt werden.(4) Abweichend von § 17 Absatz 1 Satz 2 und 3 findet die fachpraktische Ausbildung auch in den Schulferien statt. Die Ferienordnung für das Land Berlin findet für die Schülerinnen und Schüler im Berliner Ausbildungsmodell keine Anwendung. Die Schülerinnen und Schüler haben ihren Urlaub von 30 Tagen in den Schulferien zu nehmen.(5) Ergänzend zu § 17 Absatz 3 hält im Berliner Ausbildungsmodell zusätzlich die Bildungsbegleiterin oder der Bildungsbegleiter regelmäßig Kontakt zur Praxisstelle und besucht die Schülerinnen und Schüler während der fachpraktischen Ausbildung (Praxisbesuche).(6) Die Schülerinnen und Schüler führen einen schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweis. Die Schule ist verpflichtet, den Ausbildungsnachweis regelmäßig zur Kenntnis zu nehmen und dafür Sorge zu tragen, dass die Ausbildungsordnung eingehalten wird.
Technische Zeichner/-innen
Anlage 1.3.2Technische Zeichner/-innen Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Technische Zeichnerinnen und Zeichner Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Technik Schwerpunkt: Technisches Zeichnen Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Technische Zeichnerin Staatlich geprüfter Technischer Zeichner Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Erweiterte Berufsbildungsreife1) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Mittlerer Schulabschluss2)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich5) (SP/MP) 320 240 560 Deutsch/Kommunikation 80 80 160 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 160 Fremdsprache 80 - 80 Sport/Gesundheitsförderung 80 80 160 II. Berufsbezogener Lernbereich5) 1120 1200 2320 Fachtheorie (SP/MP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 240-320 240-320 480-640 Fachpraxis (PP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 800-880 880-960 1680-1840 Pflichtunterricht 1440 1440 2880 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule6) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Fachkraft für Büro- und Telekommunikation
Anlage 1.6Fachkraft für Büro- und Telekommunikation Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Blinde und Sehbehinderte1) (Berufsfachschule Dr. Silex) Art des Bildungsgangs: Kaufmännische Berufsfachschule2) Fachrichtung: Bürowirtschaft Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Fachkraft für Büro- und Telekommunikation Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Berufsbildungsreife Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterte Berufsbildungsreife3)/Mittlerer Schulabschluss4)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich (SP/MP) 360 400 760 Deutsch/Kommunikation 160 160 320 Wirtschafts- und Sozialkunde 40 80 120 Fremdsprache 160 160 320 II. Berufsbezogener Lernbereich 1080 1120 2200 Fachtheorie (SP/MP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 600 800 1400 Fachpraxis (PP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 480 320 800 III. Wahlpflichtunterricht5) 80 - 80 Pflichtunterricht 1520 1520 3040 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule6) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Bühnentänzer/-in
Anlage 1.7.1Bühnentänzer/-in Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Bühnentanz und Artistik1) Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Bühnentanz Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Bühnentänzerin/Staatlich geprüfter Bühnentänzer Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Berufsbildungsreife2) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterte Berufsbildungsreife3)/Mittlerer Schulabschluss4)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Prüfung:2) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung/Präsentationsprüfung3) Jahresstunden (Schuljahr)4)5) Gesamtstunden5) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich6) (SP/MP) 400 400 400 1200 Deutsch/Kommunikation 80 80 80 240 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 240 Fremdsprache 80 80 80 240 Mathematik 80 80 80 240 Musik 80 80 80 240 II. Berufsbezogener Lernbereich7) 1160 1200 - 2360 Fachtheorie (SP/MP) Fachtheoretischer Unterricht 160 200 - 360 Fachpraxis (PP) Klassischer Tanz und andere Tanzformen8)9) 1000 1000 - 2000 Pflichtunterricht 1560 1600 400 3560 Fachpraktische Ausbildung - - Praktika10) - Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Artist/-in
Anlage 1.7.2Artist/-in Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Bühnentanz und Artistik1) Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Artistik Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Berufsartistin Staatlich geprüfter Berufsartist Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Berufsbildungsreife2) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterte Berufsbildungsreife3)/Mittlerer Schulabschluss4)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Prüfung:2)SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung/Präsentationsprüfung3) Jahresstunden (Schuljahr)4)5) Gesamtstunden5) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich6) (SP/MP) 400 400 400 1200 Deutsch/Kommunikation 80 80 80 240 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 240 Fremdsprache 80 80 80 240 Mathematik 80 80 80 240 Bildende Kunst 80 80 80 240 II. Berufsbezogener Lernbereich 1040 1120 - 2160 Fachtheorie (SP/MP) Fachtheoretischer Unterricht 80 160 - 240 Fachpraxis7) (PP) Artistisches Spezialgebiet8)9) 960 960 - 1920 Pflichtunterricht 1440 1520 400 3360 Fachpraktische Ausbildung - - Praktika10) - Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Sozialassistent/in
Anlage 1.8Sozialassistent/in Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Sozialassistenz Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Soziales Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Sozialassistentin Staatlich geprüfter Sozialassistent Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Berufsbildungsreife Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterte Berufsbildungsreife1)/Mittlerer Schulabschluss2)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich5) (SP/MP) 390 390 780 Deutsch/Kommunikation 90 90 180 Wirtschafts- und Sozialkunde 60 60 120 Fremdsprache 90 90 180 Mathematik 90 90 180 Sport/Gesundheitsförderung 60 60 120 II. Berufsbezogener Lernbereich5) 970 970 1940 Berufsbezogene Lernfelder (SP/MP) 0-1020 0-1020 1020 Berufsbezogene Projekte6) 0-920 0-920 920 Pflichtunterricht und fachpraktische Ausbildung 1360 1360 2720 Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Modenäher/-innen und Modeschneider/-innen
Anlage 2.1.1Modenäher/-innen und Modeschneider/-innen Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Textiltechnik und Bekleidung Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Textiltechnik und Bekleidung Schwerpunkt: Modenäher/Modeschneider Berufsabschluss: Modenäher/-in Modeschneider/in Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre (Modenäher/-in), 3 Schuljahre (Modeschneider/in)1) Aufnahmevoraussetzung: Berufsbildungsreife2) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterte Berufsbildungsreife3)/Mittlerer Schulabschluss4)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich4) 400 400 160 960 Deutsch/Kommunikation 80 80 - 160 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 240 Fremdsprache 80 80 - 160 Mathematik 80 80 - 160 Sport/Gesundheitsförderung 80 80 80 240 II. Berufsbezogener Lernbereich4) 1040 1040 1280 3360 Fachtheorie Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte5) 320-400 240-320 400-480 960-1200 Fachpraxis Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 560-640 640-720 720-800 1920-2160 III. Wahlpflichtunterricht6) 0-160 0-160 0-160 0-480 Pflichtunterricht 1440 1440 1440 4320 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika7) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Bauzeichner/-innen
Anlage 2.1.2Bauzeichner/-innen Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Bauzeichnerinnen und Bauzeichner Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Bautechnik Berufsabschluss: Bauzeichner/-in Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Erweiterte Berufsbildungsreife1) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Mittlerer Schulabschluss2)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich4) 400 160 160 720 Deutsch/Kommunikation 80 - - 80 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 240 Fremdsprache 80 - - 80 Mathematik 80 - - 80 Sport/Gesundheitsförderung 80 80 80 240 II. Berufsbezogener Lernbereich4) 960 1200 1200 3360 Fachtheorie Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte5) 720 880 880 2480 Fachpraxis Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 240 - - 240 III. Wahlpflichtunterricht6) - 320 320 640 Pflichtunterricht 1360 1360 1360 4080 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika7) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Bauhandwerker/-innen
Anlage 2.1.3Bauhandwerker/-innen Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Bauhandwerker Art des Bildungsgangs: Gewerblich-technische Berufsfachschule in Vollzeitform1) Fachrichtungen: Bautechnik, Holztechnik, Metalltechnik, Elektrotechnik Berufsabschluss: Bezeichnung des anerkannten Ausbildungsberufes2) Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre/3,5 Schuljahre3) Aufnahmevoraussetzung: Berufsbildungsreife4) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterte Berufsbildungsreife5)/Mittlerer Schulabschluss6)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 4 3 Jahre 3,5 Jahre I. Berufsübergreifender Lernbereich4) 360-480 80-400 80-320 60-80 520-1200 580-1280 Deutsch/Kommunikation 80 0-80 0-80 - 80-240 80-240 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 40 240 280 Fremdsprache 0-80 0-80 0-80 - 0-240 0-240 Mathematik 80 0-80 0-80 - 80-240 80-240 Physik 0-80 0-80 - - 0-160 0-160 Chemie 40 - - - 40 40 Sport/Gesundheitsförderung 40-80 0-40 0-80 20-40 40-200 60-240 II. Berufsbezogener Lernbereich4) Fächer/Lernfelder/Projekte5) 280-440 240-440 240-400 140-180 760-1280 900-1460 III. Wahlpflichtunterricht6) - 0-320 80-320 0-60 80-640 80-700 Pflichtunterricht 760-800 640-680 640 240-280 2040-2120 2280-2400 Fachpraktische Ausbildung7) 760-800 880-920 920 500-540 2560-2640 3060-3180 Ausbildung insgesamt 1560 1560 1560 780 4680 5460 Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Kaufmännische Berufsfachschule (Kauffrau/Kaufmann)
Anlage 2.2.1Kaufmännische Berufsfachschule (Kauffrau/Kaufmann) Schulbezeichnung: Kaufmännische Berufsfachschule Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtungen, Berufsabschlüsse: Informationsverarbeitung Informations- und Telekommunikationssystem-Kauffrau/Kaufmann Bürowirtschaft Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation, Bürokauffrau/-kaufmann Groß- und Außenhandel Kauffrau/Kaufmann für Groß- und Außenhandel Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Erweiterte Berufsbildungsreife1) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Mittlerer Schulabschluss2)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich4) 320-400 320-400 320-480 960-1280 Deutsch/Kommunikation 80 80 80-160 240-320 Wirtschafts- und Sozialkunde 80-160 80-160 80-160 240-480 Fremdsprache 80 80 80 240 Sport/Gesundheitsförderung 80 80 80 240 II. Berufsbezogener Lernbereich4) 880-960 800-960 800-960 2480-2880 Fachtheorie Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte5) 480-960 320-880 320-880 1120-2720 Fachpraxis Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 0-320 0-320 0-320 0-960 III. Wahlpflichtunterricht6) 80 80-160 80-160 240-400 Pflichtunterricht 1360 1360 1360 4080 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika7) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Gewerblich-technische und kaufmännische Berufsfachschulen in Teilzeitform ...
Anlage 2.3.1Gewerblich-technische und kaufmännische Berufsfachschulen in Teilzeitform (Lemortkooperation) Schulbezeichnung: Berufsfachschule in Teilzeitform Art des Bildungsgangs: Bildungsgänge mit Lernortkooperation1) Fachrichtungen: Gewerblich-technische und kaufmännische Fachrichtungen Berufsabschluss: Bezeichnung des anerkannten Ausbildungsberufes2) Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre/3 Schuljahre/3,5 Schuljahre3) Aufnahmevoraussetzung: Berufsbildungsreife4) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterte Berufsbildungsreife5)/Mittlerer Schulabschluss6)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 4 2 Jahre 3 Jahre 3,5 Jahre I. Berufsübergreifender Lernbereich4) 160-400 160-400 160-400 80-200 320-800 480-1200 560-1400 Deutsch/Kommunikation 0-120 0-120 0-120 0-40 0-240 0-360 0-400 Wirtschafts- und Sozialkunde 40-80 40-80 40-80 20-40 80-160 120-240 140-280 Fremdsprache 0-120 0-120 0-120 0-40 0-240 0-360 0-400 Mathematik 0-120 0-120 0-120 0-40 0-240 0-360 0-400 Sport/Gesundheitsförderung 40-80 40-80 40-80 20-40 80-160 120-240 140-280 II. Berufsbezogener Lernbereich4) Fächer/Lernfelder/Projekte5) 400-640 400-640 400-640 200-320 800-1280 1200-1920 1400-2240 Pflichtunterricht 800 800 800 400 1600 2400 2800 Fachprakt. Ausbildung6) 800 800 800 400 1600 2400 2800 Ausbildung insgesamt 1600 1600 1600 800 3200 4800 5600 Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Bewertungsschlüssel
Anlage 3Bewertungsschlüssel Note erzielte Bewertungseinheiten (in %) 1 (sehr gut) ≥ 85 2 (gut) ≥ 70 3 (befriedigend) ≥ 55 4 (ausreichend) ≥ 45 5 (mangelhaft) ≥ 9 6 (ungenügend) < 9
Ermittlung der Endnoten
Anlage 4aErmittlung der Endnoten D: Halbjahresnotendurchschnitt (§ 37) S: Note der schriftlichen Prüfung M: Note der mündlichen Prüfung E: Endnote 1. Wird ein Fach oder Lernfeld nicht geprüft, ist die Endnote der auf eine ganze Zahl gerundete Halbjahresnotendurchschnitt: E = D2. Wird ein Fach oder Lernfeld nur schriftlich geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt und der Note der schriftlichen Prüfung: E = (D + S) : 23. Wird ein Fach oder Lernfeld nur mündlich geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt und der Note der mündlichen Prüfung, wobei der Halbjahresnotendurchschnitt mit doppeltem Gewicht in die Berechnung eingeht: E = (2D + M) : 34. Wird ein Fach oder Lernfeld schriftlich und mündlich geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt und den Prüfungsnoten, wobei der Halbjahresnotendurchschnitt und die Note der schriftlichen Prüfung jeweils mit doppeltem Gewicht in die Berechnung eingehen: E = (2D + 2S + M) : 55. Wird ein Fach oder Lernfeld praktisch geprüft, gilt für die Ermittlung der Endnote die unter Nummer 2 genannte Verfahrensweise entsprechend. Hinweise: a) Mittelwerte sind auf eine Stelle nach dem Komma ohne Runden zu errechnen.b) Lautet die Nachkommastelle eines Mittelwertes „5“, so gibt beim Runden die Leistungsentwicklung der Schülerin oder des Schülers den Ausschlag.
Noten und Punkte der Fachhochschulreife
Anlage 4bNoten und Punkte der FachhochschulreifeDie Bewertung der Prüfungsleistungen erfolgt durch Punkte gemäß der nachstehenden Tabelle. Anhand dieser Tabelle ist zudem der Halbjahresnotendurchschnitt aller Prüfungsfächer in Punkte umzuwandeln (§ 59 Absatz 3 Satz 1): Bewertungsschlüssel für die Prüfungen Umrechnung des Halbjahresnotendurchschnitts in Punkte erzielte Bewertungseinheiten in % Punkte Halbjahresnotendurchschnitt mindestens 95 15 1,0 mindestens 90 14 1,1-1,2 mindestens 85 13 1,3-1,4 mindestens 80 12 1,5-1,7 mindestens 75 11 1,8-2,1 mindestens 70 10 2,2-2,4 mindestens 65 9 2,5-2,7 mindestens 60 8 2,8-3,1 mindestens 55 7 3,2-3,4 mindestens 50 6 3,5-3,9 mindestens 45 5 4,0-4,4 mindestens 36 4 4,5-4,6 mindestens 27 3 4,7-4,9 mindestens 18 2 5,0-5,2 mindestens 9 1 5,3-5,4 weniger als 9 0 5,5-6,0 1. Die Berechnung der abschließend erreichten Punkte in den Prüfungsfächern erfolgt entsprechend der Anlage 4a, wobei anstelle der Noten mit den Punkten zu rechnen ist.2. Für die Bildung der Durchschnittsnote sind die abschließend erreichten Punkte der Prüfungsfächer gemäß der nachstehenden Tabelle in Endnoten umzuwandeln. Erreichte Punkte Endnote 13 bis 15 1 (sehr gut) 10 bis 12 2 (gut) 7 bis 9 3 (befriedigend) 5 und 6 4 (ausreichend) 1 bis 4 5 (mangelhaft) 3. Die Durchschnittsnote ist das ohne Rundung auf eine Nachkommastelle errechnete arithmetische Mittel aus den Endnoten (E) der Prüfungsfächer und übrigen auf dem Abschlusszeugnis der Berufsfachschule auszuweisenden Fächer, Lernfelder und Projekte; hiervon ausgenommen sind die Fächer des fakultativen Wahlunterrichts: D = (E1 + E2 + ... + En) : n (n ... Index und Anzahl der Fächer) Hinweis:Für Bildungsgänge, die vor dem 1. August 2013 begonnen wurden, bleibt das Fach Sport/Gesundheitsförderung bei der Ermittlung der Durchschnittsnote unberücksichtigt.
Probezeit
§ 10 Probezeit(1) Die Aufnahme in die erste Jahrgangsstufe erfolgt zunächst auf Probe. Die Probezeit dauert ein Schulhalbjahr. Die Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte sind am Beginn der Ausbildung schriftlich über die Probezeitbestimmungen und die Folgen des Nichtbestehens der Probezeit zu informieren. (2) Die Probezeit besteht, wer im Probehalbjahr 1. in jedem Fach, Lernfeld und Projekt an mindestens 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat,2. bei erteiltem Unterricht in nicht mehr als insgesamt zwei Fächern, Lernfeldern oder Projekten keine Halbjahresnote erhalten hat,3. bei ansonsten mindestens „ausreichend“ lautenden Halbjahresnoten in höchstens einem Fach, Lernfeld oder Projekt, das nicht zum fachpraktischen Ausbildungsbereich gehört, die Halbjahresnote „mangelhaft“ erhalten hat und4. alle Praktika erfolgreich abgeschlossen hat. Höchstens eine weitere „mangelhaft“ lautende Halbjahresnote im berufsübergreifenden Lernbereich ist durch eine mindestens „gut“ lautende Halbjahresnote oder zwei „befriedigend“ lautende Halbjahresnoten in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Das Fach Sport/Gesundheitsförderung ist von den Bedingungen nach Satz 1 Nummer 1 und 2 ausgenommen, wenn die oder der Betroffene von der Teilnahme an diesem Fach freigestellt war. Abweichend von Satz 1 Nummer 2 muss für Fächer, die im Bildungsgang nur im Probehalbjahr unterrichtet werden, für das Bestehen der Probezeit eine Halbjahresnote nachgewiesen werden. (3) Erfüllt die Schülerin oder der Schüler nur die Voraussetzung des Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 nicht, so entscheidet die Klassenkonferenz darüber, ob aufgrund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der im Probehalbjahr erbrachten Leistungsnachweise erwartet werden kann, dass die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Ausbildung erfolgreich fortsetzen wird und deshalb die Probezeit als erfolgreich abgeschlossen angesehen werden kann. Die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz zu vermerken. (4) Wer die Probezeit nicht besteht, muss den Bildungsgang verlassen und kann nicht erneut in die Berufsfachschule aufgenommen werden. Den Betroffenen sowie deren Erziehungsberechtigten ist das Nichtbestehen der Probezeit schriftlich bekannt zu geben. Das Nichtbestehen der Probezeit ist auf dem Abgangszeugnis zu vermerken. Abweichend von Satz 1 kann einmal erneut in einen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden, wer die Gründe für das Nichtbestehen der Probezeit nicht zu vertreten hat. In den in Satz 4 genannten Fällen sind die Gründe für das Nichtbestehen auf dem Abgangszeugnis zu vermerken.
- aufgehoben -
§ 11 - aufgehoben -
Aufrücken, Rücktritt und Wiederholung
§ 12 Aufrücken, Rücktritt und Wiederholung(1) In mehrjährigen Bildungsgängen rücken die Schülerinnen und Schüler zu Beginn eines Schuljahres in die nächsthöhere Jahrgangsstufe auf. Stellt sich im Verlaufe der Ausbildung heraus, dass die Schülerin oder der Schüler 1. in Bildungsgängen mit schulischer Abschlussprüfung die Zulassungsvoraussetzungen zur Abschlussprüfung gemäß § 36 Absatz 1 Satz 1 bis 3 oder2. in Bildungsgängen mit Kammerprüfung die Abschlussbedingungen gemäß § 56 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1, 2 und 4 sowie Satz 3 und 4 nicht mehr erfüllen kann, muss sie oder er zurücktreten oder den Bildungsgang verlassen. Der Rücktritt erfolgt nach Abschluss des ersten Halbjahres einer Jahrgangsstufe in das zweite Halbjahr der vorhergehenden Jahrgangsstufe. Bei einem Rücktritt am Ende einer Jahrgangsstufe ist die Jahrgangsstufe zu wiederholen. Die Entscheidung ist den Betroffenen und deren Erziehungsberechtigten schriftlich bekannt zu geben. (2) Hat die Schülerin oder der Schüler bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen nach § 36 Absatz 1 Satz 1 bis 3 oder § 56 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1, 2 und 4 sowie Satz 3 und 4 nur die gemäß § 36 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder § 56 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 geforderte Mindestteilnahme am erteilten Pflichtunterricht nicht erbracht, so entscheidet die Klassenkonferenz darüber, ob aufgrund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der im Beurteilungszeitraum erbrachten Leistungsnachweise erwartet werden kann, dass die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Ausbildung erfolgreich fortsetzen wird und ein Rücktritt nicht erforderlich ist. Die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz zu vermerken. (3) Die Schülerin oder der Schüler kann freiwillig zurücktreten, wenn eine erfolgreiche Mitarbeit in der Ausbildung nicht mehr gewährleistet ist. Der zu begründende Antrag ist schriftlich bei der Schulleiterin oder dem Schulleiter einzureichen. Bei nicht volljährigen Schülerinnen und Schülern ist der Antrag von den Erziehungsberechtigten zu stellen. (4) Während der Ausbildung ist der Rücktritt nach Absatz 1 Satz 2 und Absatz 3 Satz 1 jeweils einmal möglich. Ein Rücktritt zum Ende des Prüfungshalbjahres ist nicht möglich. (5) Wer zurücktritt, muss im Wiederholungszeitraum alle Leistungen neu erbringen. Führt der Rücktritt zur Wiederholung der ersten Jahrgangsstufe, ist nicht erneut über die Probezeit zu entscheiden.
- aufgehoben -
§ 13 - aufgehoben -
Beurteilung
§ 18 Beurteilung(1) Die Praxisstelle leitet der Berufsfachschule rechtzeitig eine schriftliche Beurteilung (Praxisbeurteilung) über die Leistungen und das Verhalten der Schülerin oder des Schülers in der jeweiligen Praxisphase zu. Die Praxisbeurteilung schließt mit einem Votum über den Erfolg der Teilnahme an der fachpraktischen Ausbildung ab. (2) Die Klassenkonferenz entscheidet über den erfolgreichen Abschluss der fachpraktischen Ausbildung auf Grund des Votums der Praxisstelle. Die Entscheidung lautet „erfolgreich teilgenommen" oder „nicht erfolgreich teilgenommen"; es werden keine Noten erteilt. (3) Die erfolgreiche Teilnahme an der fachpraktischen Ausbildung wird im Zeugnis vermerkt. Entscheidet die Klassenkonferenz in Ausnahmefällen abweichend vom Votum der Praxisstelle, so sind der Praxisstelle die Entscheidungsgründe mitzuteilen. (4) Bei Wiederholung einer Jahrgangsstufe auf Grund mangelnder schulischer Leistungen muss auch ein erfolgreich abgeschlossenes Praktikum wiederholt werden.
Bildungsziele, Qualifikationen und Abschlüsse
§ 2 Bildungsziele, Qualifikationen und Abschlüsse(1) Die Bildungsgänge der Berufsfachschule führen zu einem Berufsabschluss und erweitern die Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler (§ 30 Absatz 1 Satz 1 des Schulgesetzes).(2) In den gemäß Anlagen 1 und 2 jeweils dafür vorgesehenen Bildungsgängen können die erweiterte Berufsbildungsreife oder der mittlere Schulabschluss erworben werden. (3) In Bildungsgängen, die den mittleren Schulabschluss voraussetzen und mindestens drei Jahre dauern, kann neben dem Berufsabschluss die Fachhochschulreife erworben werden (§ 50 und § 59), wenn der Bildungsgang in seinen Inhalten und Leistungsanforderungen den Anforderungen der Fachoberschule entspricht (doppelt qualifizierender Bildungsgang im Sinne von § 33 des Schulgesetzes).(4) Die Berufsfachschulen entwickeln ihre Unterrichtskonzepte sowie ihre Konzepte für eine nachhaltige Qualitätssicherung in einem ständigen Prozess enger Kooperation mit der Wirtschaft und den Hochschulen.
Leistungsbewertung
§ 22 Leistungsbewertung(1) Leistungen werden durch Noten gemäß § 58 Absatz 3 Satz 2 des Schulgesetzes bewertet. Für die Notenfindung gilt der Bewertungsschlüssel der Anlage 3.(2) Die Note wird von der Lehrkraft festgesetzt, die den Unterricht erteilt hat. Wurde der Unterricht von mehr als einer Lehrkraft erteilt, so soll die Note gemeinsam festgelegt werden; im Konfliktfall entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter. (3) In Fällen 1. der Leistungsverweigerung sowie2. der Täuschung oder des Täuschungsversuchs ist die Note „ungenügend“ (im Prüfungsverfahren zum Erwerb der Fachhochschulreife 0 Punkte) zu erteilen. Eine Leistungsverweigerung liegt auch vor, wenn sich die Schülerin oder der Schüler durch unentschuldigtes Fernbleiben einer angekündigten Leistungsüberprüfung entzieht. Unleserliche Teile einer Arbeit gelten als nicht erbrachte Teilleistung. (4) Kann die geforderte Leistung aus Gründen, die die Schülerin oder der Schüler nicht zu vertreten hat, nicht erbracht werden, so wird keine Note erteilt. Anstelle einer Note wird ein „o. B.“ (ohne Bewertung) ausgewiesen. § 20 Absatz 5 bleibt unberührt.
Halbjahresnoten, Abschlussnoten, Zeugnisse
§ 24 Halbjahresnoten, Abschlussnoten, Zeugnisse(1) Am Ende eines Schulhalbjahres wird für jedes Fach, Lernfeld oder Projekt eine Halbjahresnote (Zeugnisnote) gebildet. Die Halbjahresnote stützt sich auf die von den Schülerinnen und Schülern im Schulhalbjahr erbrachten schriftlichen, mündlichen, praktischen und sonstigen Leistungen (§ 58 Absatz 5 des Schulgesetzes). Die Ergebnisse der Klassenarbeiten gehen zur Hälfte in die Leistungsbewertung ein. (2) Verlässt eine Schülerin oder ein Schüler die Berufsfachschule vor Beendigung des Bildungsganges, so werden die Halbjahresnoten der Fächer, Lernfelder oder Projekte zu Abschlussnoten zusammengefasst. Dabei ist neben dem arithmetischen Mittel die Leistungsentwicklung angemessen zu berücksichtigen. Wurde ein Fach, Lernfeld oder Projekt nur ein einziges Schulhalbjahr unterrichtet, so gilt die Halbjahresnote als Abschlussnote. (3) Absatz 2 findet keine Anwendung, wenn die Schülerin oder der Schüler den Bildungsgang innerhalb von sechs Wochen nach Ausbildungsbeginn abbricht. Die Schule erteilt in diesem Fall anstelle eines Abgangszeugnisses auf Antrag eine Bescheinigung über die Dauer des Schulbesuchs und etwaiger Fehlzeiten. Eine Durchschrift der Bescheinigung ist zu den Schülerakten zu nehmen. (4) Für die Zeugnisse sind die von der Schulaufsichtsbehörde festgelegten Vordrucke zu verwenden.
Wechsel, Unterbrechung, Wiederaufnahme
§ 25 Wechsel, Unterbrechung, Wiederaufnahme(1) Während des Schulbesuchs können die Fachrichtungen und Schwerpunkte der Berufsfachschule in der Regel nicht gewechselt werden. Über Ausnahmen sowie gegebenenfalls über die Anrechnung bisheriger Ausbildungszeiten entscheidet die zuständige Berufsfachschule im Einzelfall. (2) Der Bildungsgang kann einmal aus wichtigem Grund unterbrochen werden. Ein wichtiger Grund ist insbesondere 1. die eigene Erkrankung,2. die Pflege eines erkrankten oder hilfebedürftigen nahen Angehörigen,3. Mutterschutz oder4. die Betreuung eines Kindes in Zeiten, in denen bei Bestehen eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf Elternzeit bestünde. Über den Antrag entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter. Bei nicht volljährigen Schülerinnen und Schülern ist der Antrag von den Erziehungsberechtigten zu stellen. In begründeten Einzelfällen kann die Schulaufsichtsbehörde eine zweite Unterbrechung zulassen (3) Die Wiederaufnahme erfolgt zu Beginn des Schulhalbjahres, das dem entspricht, in dem die Unterbrechung eintrat. Trat die Unterbrechung zum Ende eines Schulhalbjahres ein und wurde ein Zeugnis erteilt, erfolgt die Wiederaufnahme zum Beginn des entsprechenden folgenden Schulhalbjahres. Beginnt die Wiederaufnahme später als zwei Jahre nach Eintritt der Unterbrechung, muss der Bildungsgang neu durchlaufen werden. Wurde der Bildungsgang nach bestandener Probezeit unterbrochen, ist keine erneute Probezeit vorzusehen. (4) Wird die Ausbildung nicht innerhalb von vier Jahren nach Eintritt der Unterbrechung wieder aufgenommen, endet das Schulverhältnis mit Ablauf des letzten Tages der Vierjahresfrist. Die Schule hat dies den Betroffenen schriftlich bekannt zu geben.
Verlassen des Bildungsganges
§ 26 Verlassen des Bildungsganges(1) Wer den Bildungsgang auf eigenen Wunsch verlässt, gilt als von der Schule abgemeldet und aus dem Schulverhältnis entlassen. Der Wechsel in einen anderen Bildungsgang gemäß § 25 Absatz 1 Satz 2 ist kein Verlassen des Bildungsganges im Sinne des Satz 1. (2) Schülerinnen und Schüler, die den Bildungsgang verlassen möchten, teilen dies der Schule unter Angabe der Gründe schriftlich mit. Bei nicht volljährigen Schülerinnen und Schülern ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Darüber hinaus ist bei volljährigen Schülerinnen und Schülern von einem Verlassen des Bildungsganges auf eigenen Wunsch auszugehen, wenn diese ununterbrochen an mehr als fünf Unterrichtstagen dem Unterricht fernbleiben, ohne die Schule über das Fernbleiben und dessen Gründe zu informieren; Praktika gelten als Unterricht im Sinne dieser Vorschrift. In den in Satz 3 genannten Fällen hat die Schulleiterin oder der Schulleiter das Verlassen des Bildungsganges unter Angabe der zugrunde liegenden Tatsachen festzustellen und den Schülerinnen und Schülern schriftlich bekannt zu geben. (3) Ein Verlassen des Bildungsganges im Sinne des Absatz 2 Satz 3 liegt nicht vor, wenn die Betroffenen unverzüglich nachweisen, dass sie aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen an der rechtzeitigen Benachrichtigung der Schule gehindert waren und erklären, die Ausbildung fortsetzen zu wollen. (4) Wer den Bildungsgang auf eigenen Wunsch verlassen hat, kann nur in besonders begründeten Fällen mit Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde erneut in einen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden. Die Schulaufsichtsbehörde entscheidet zugleich über anrechenbare Zeiten aus dem ersten Bildungsgang. Die Anrechnung von Ausbildungszeiten setzt voraus, dass die erneute Aufnahme in einen Bildungsgang mit gleicher Fachrichtung und nicht später als zwei Jahre nach dem Verlassen des ersten Bildungsganges erfolgt. (5) Bei Aufnahme in die Berufsfachschule sind die Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte schriftlich auf die Bestimmungen der Absätze 1 bis 4 hinzuweisen.
- aufgehoben -
§ 28 - aufgehoben -
Prüfungsfächer
§ 29 Prüfungsfächer(1) Die Schulaufsichtsbehörde legt auf Vorschlag der Berufsfachschule zusammen mit der Stundenverteilung (§ 4 Absatz 2) die Fächer der schriftlichen und praktischen Prüfung fest. Die Prüfungsfächer werden den Schülerinnen und Schülern vor Beginn der Ausbildung von der Schule bekannt gegeben. (2) Schriftliche Prüfungsfächer können mit Ausnahme des Faches Sport/Gesundheitsförderung alle Lerneinheiten (Unterrichtsfächer, Lernfelder, Projekte) sein, die in der letzten Jahrgangsstufe unterrichtet wurden. Die schriftlichen Prüfungen werden in Fächern des berufsbezogenen Lernbereichs durchgeführt. Darüber hinaus ist die schriftliche Prüfung in einem Fach des berufsübergreifenden Lernbereichs zulässig. Insgesamt müssen mindestens drei und dürfen höchstens fünf Fächer schriftlich geprüft werden. (3) Mündliche Prüfungen können mit Ausnahme des Faches Sport/Gesundheitsförderung in allen Lerneinheiten durchgeführt werden. (4) Prüfungsfächer in doppelt qualifizierenden Bildungsgängen (§ 2 Absatz 3) sind 1. die Fächer Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik (§ 38 Absatz 4),2. die übrigen von der Schulaufsichtsbehörde nach Absatz 1 und 2 festgelegten fachrichtungsbezogenen Prüfungsfächer.
Zulassung, Rücktritt von der Prüfung
§ 36 Zulassung, Rücktritt von der Prüfung(1) Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer 1. in jeder Jahrgangsstufe in jedem Fach, Lernfeld oder Projekt an mindestens 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat,2. im Verlauf der Ausbildung bei erteiltem Unterricht in nicht mehr als insgesamt zwei Fächern, Lernfeldern oder Projekten jeweils höchstens einmal keine Halbjahresnote erhalten hat,3. alle durchgeführten Praktika erfolgreich abgeschlossen hat und4. nicht mehr als drei mündliche Prüfungen benötigt, um die Abschlussprüfung zu bestehen. Das Fach Sport/Gesundheitsförderung ist von den Zulassungsbedingungen nach Satz 1 Nummer 1 und 2 ausgenommen, wenn die oder der Betroffene von der Teilnahme an diesem Fach freigestellt war. Abweichend von Satz 1 Nummer 2 muss für Fächer, die im Verlauf des Bildungsganges in nur einem Schulhalbjahr unterrichtet werden, für die Zulassung eine Halbjahresnote nachgewiesen werden. Die Zulassungsentscheidung trifft die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Mündliche Prüfungen gemäß § 42 Absatz 4 Satz 2 sind in die Ermittlung der Anzahl der mündlichen Prüfungen nach Satz 1 Nummer 4 einzubeziehen. (2) Erfüllt die Schülerin oder der Schüler nur die Voraussetzung des Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 nicht, so entscheidet abweichend von Absatz 1 Satz 4 der Prüfungsausschuss darüber, ob aufgrund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der in der gesamten Ausbildung erbrachten Leistungsnachweise erwartet werden kann, dass die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Prüfung erfolgreich abschließen wird und deshalb zur Prüfung zugelassen werden kann. Die Entscheidungsgründe sind zu protokollieren. (3) Wird die Schülerin oder der Schüler nicht zugelassen, gilt die Prüfung als nicht bestanden. Die Nichtzulassung und das Nichtbestehen sind den Betroffenen und deren Erziehungsberechtigten schriftlich bekannt zu geben. In begründeten Einzelfällen, insbesondere bei längeren Unterrichtsversäumnissen im letzten Schuljahr, die die Schülerin oder der Schüler nicht zu vertreten hat, kann die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag einmal eine Zurückstellung von der Prüfung gestatten. Der Antrag bedarf der Schriftform und Begründung. In Fällen der Nichtzulassung und der Zurückstellung ist die letzte Jahrgangsstufe zu wiederholen. Alle Leistungen sind erneut zu erbringen.
Halbjahresnotendurchschnitt
§ 37 HalbjahresnotendurchschnittRechtzeitig vor Beginn der Vorkonferenz (§ 42) ist von den zuständigen Lehrkräften der Halbjahresnotendurchschnitt eines jeden Faches, Lernfeldes oder Projekts zu ermitteln. Der Halbjahresnotendurchschnitt ist das auf eine Stelle nach dem Komma ohne Rundung errechnete arithmetische Mittel aus allen Halbjahresnoten des jeweiligen Faches, Lernfeldes oder Projekts. Im Falle der Wiederholung sind nur die Halbjahresnoten aus dem Wiederholungszeitraum zu berücksichtigen. Die Ergebnisse sind den Schülerinnen und Schülern spätestens zwei Tage vor dem Tag der Vorkonferenz bekannt zu geben.
Endnoten
§ 45 EndnotenNach Abschluss der mündlichen Prüfung beschließt der Prüfungsausschuss die Endnoten gemäß Anlage 4a.
Prüfungsergebnis
§ 46 Prüfungsergebnis(1) Der Prüfungsausschuss stellt das Prüfungsergebnis fest, das „bestanden“ oder „nicht bestanden“ lautet. (2) Die Prüfung besteht, wer bei ansonsten mindestens „ausreichend“ lautenden Endnoten in höchstens einem Fach, Lernfeld oder Projekt, das nicht zum fachpraktischen Ausbildungsbereich gehört, die Endnote „mangelhaft“ erhält. Höchstens eine weitere „mangelhaft“ lautende Endnote im berufsübergreifenden Lernbereich ist durch eine mindestens „gut“ lautende Endnote oder zwei „befriedigend“ lautende Endnoten in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Die Endnote in einem Fach der schriftlichen Prüfung kann nur durch Endnoten in anderen schriftlichen Prüfungsfächern ausgeglichen werden. Leistungen im Wahlunterricht bleiben bei der Entscheidung über das Bestehen der Abschlussprüfung außer Betracht. (3) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann bei Beschlüssen der Ausschüsse, die nach ihrer oder seiner Auffassung gegen das Prüfungsrecht verstoßen, die Schulaufsichtsbehörde unter Vorlage sämtlicher Prüfungsunterlagen um Überprüfung bitten. Der Prüfling ist hierüber zu unterrichten; das Prüfungsergebnis ist den Betroffenen erst nach Vorliegen der Entscheidung der Schulaufsichtsbehörde mitzuteilen. (4) Nach Abschluss der Beratungen werden den Prüflingen die Ergebnisse der mündlichen Prüfung, die Endnoten und das Gesamtergebnis der Prüfung mitgeteilt. Den Prüflingen, die die Prüfung nicht bestanden haben, ist das Ergebnis in einem Einzelgespräch mitzuteilen.
Erweiterte Berufsbildungsreife
§ 48 Erweiterte BerufsbildungsreifeWer bei Eintritt in den Bildungsgang keinen höheren Schulabschluss als die Berufsbildungsreife besaß, erwirbt mit dem Bestehen der Abschlussprüfung die erweiterte Berufsbildungsreife. Der Erwerb ist auf dem Abschlusszeugnis zu vermerken.
Mittlerer Schulabschluss
§ 49 Mittlerer Schulabschluss(1) Den mittleren Schulabschluss erwirbt, wer 1. die Abschlussprüfung der Berufsfachschule bestanden hat,2. im Abschlusszeugnis einen Gesamtnotendurchschnitt (Absatz 2) von mindestens 3,0 erreicht hat und3. ausreichende Fremdsprachenkenntnisse (Absatz 3 und 4) nachweist, die einem mindestens fünfjährigen Fremdsprachenunterricht entsprechen. (2) Der Gesamtnotendurchschnitt nach Absatz 1 Nummer 2 wird als arithmetisches Mittel der Zeugnisnoten auf eine Stelle hinter dem Komma berechnet; es wird nicht gerundet. Leistungen im Wahlunterricht bleiben bei der Ermittlung des Gesamtnotendurchschnitts außer Betracht. (3) Ausreichende Fremdsprachenkenntnisse für den Erwerb des mittleren Schulabschlusses hat nachgewiesen, wer 1. im Abschlusszeugnis der Berufsfachschule oder2. im Zeugnis der zehnten Jahrgangsstufe einer allgemeinbildenden Schule oder3. im Zeugnis über den Erwerb des Hauptschulabschlusses oder des erweiterten Hauptschulabschlusses im Zweiten Bildungsweg (§ 40 Absatz 1 des Schulgesetzes) oder4. im Zeugnis einer Nichtschülerprüfung (§ 60 Absatz 3 Satz 1 des Schulgesetzes) über den Erwerb des Hauptschulabschlusses oder des erweiterten Hauptschulabschlusses mindestens die Note „ausreichend“ in einer Fremdsprache als Pflicht- oder Wahlpflichtfach erreicht hat. (4) Als Nachweis ausreichender Fremdsprachenkenntnisse gilt auch ein Fremdsprachenzertifikat nach Maßgabe der Anlage 5. Die Schulaufsichtsbehörde kann weitere Leistungsnachweise als Fremdsprachennachweis anerkennen, wenn sie dem Anforderungsniveau nach Absatz 3 entsprechen. (5) Der Erwerb des mittleren Schulabschlusses wird durch ein eigenes Zeugnis bescheinigt.
Abschluss der Berufsfachschule, Abschlusszeugnis
§ 56 Abschluss der Berufsfachschule, Abschlusszeugnis(1) Am Ende des Bildungsganges sind die Abschlussnoten aller Fächer, Lernfelder und Projekte aus dem arithmetischen Mittel der jeweiligen Halbjahresnoten zu bilden. Die Mittelwerte sind ohne Rundung auf eine Stelle nach dem Komma zu errechnen und auf eine ganze Zahl zu runden. Lautet die Nachkommastelle des Mittelwertes „5“, so gibt die Leistungsentwicklung der Schülerin oder des Schülers den Ausschlag beim Runden. (2) Das Abschlusszeugnis der Berufsfachschule erwirbt, wer 1. in jeder Jahrgangsstufe in jedem Fach, Lernfeld oder Projekt an mindestens 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat,2. im Verlauf der Ausbildung bei erteiltem Unterricht in nicht mehr als insgesamt zwei Fächern, Lernfeldern oder Projekten jeweils höchstens einmal keine Halbjahresnote erhalten hat,3. bei ansonsten mindestens „ausreichend“ lautenden Endnoten in höchstens einem Fach, Lernfeld oder Projekt, das nicht zum fachpraktischen Ausbildungsbereich gehört, die Endnote „mangelhaft“ erhalten hat,4. alle Praktika erfolgreich abgeschlossen hat und5. die Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle besteht. Höchstens eine weitere „mangelhaft“ lautende Endnote im berufsübergreifenden Lernbereich ist durch eine mindestens „gut“ lautende Endnote oder zwei „befriedigend“ lautende Endnoten in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Das Fach Sport/Gesundheitsförderung ist von den Bedingungen nach Satz 1 Nummer 1 und 2 ausgenommen, wenn die oder der Betroffene von der Teilnahme an diesem Fach freigestellt war. Abweichend von Satz 1 Nummer 2 muss für Fächer, die im Verlauf des Bildungsganges in nur einem Schulhalbjahr unterrichtet werden, für den Erwerb des Abschlusszeugnisses eine Halbjahresnote nachgewiesen werden. Leistungen im Wahlunterricht bleiben bei der Entscheidung über den Erwerb des Abschlusszeugnisses außer Betracht. (3) Erfüllt die Schülerin oder der Schüler nur die Voraussetzung des Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 nicht, so entscheidet die Klassenkonferenz darüber, ob aufgrund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der im Schuljahr erbrachten Leistungsnachweise die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat und das Abschlusszeugnis erhält. Die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz zu vermerken.
Erweiterte Berufsbildungsreife, mittlerer Schulabschluss
§ 58 Erweiterte Berufsbildungsreife, mittlerer Schulabschluss(1) Wer bei Eintritt in den Bildungsgang keinen höheren Schulabschluss als die Berufsbildungsreife besaß, erwirbt mit dem Bestehen der Abschlussprüfung die erweiterte Berufsbildungsreife. Der Erwerb ist auf dem Abschlusszeugnis zu vermerken. (2) Den mittleren Schulabschluss erwirbt, wer 1. die Berufsfachschule erfolgreich abgeschlossen und die Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle bestanden hat,2. im Abschlusszeugnis einen Gesamtnotendurchschnitt von mindestens 3,0 erreicht hat und3. ausreichende Fremdsprachenkenntnisse nachweist, die einem mindestens fünfjährigen Fremdsprachenunterricht entsprechen; § 49 Absatz 2 bis 5 gilt entsprechend.
Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife
§ 59 Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife(1) Wer an einer Berufsfachschule mit Kammerprüfung einen doppelt qualifizierenden Bildungsgang (§ 2 Absatz 3) besucht, kann am Ende des Bildungsganges auf Antrag an einer Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife teilnehmen. (2) Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Fächer der schriftlichen Prüfung sind 1. Deutsch/Kommunikation,2. Fremdsprache,3. Mathematik und4. ein fachrichtungsbezogenes Prüfungsfach, das von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgesetzt wird. Fächer der mündlichen Prüfung sind die in Satz 2 genannten Fächer und die Fächer Naturwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. (3) Rechtzeitig vor Beginn der Prüfung ist in entsprechender Anwendung des § 37 Satz 2 der Halbjahresnotendurchschnitt der Prüfungsfächer zu ermitteln und gemäß Anlage 4b in Punkte umzuwandeln. Im Falle der Wiederholung sind nur die Halbjahresnoten aus dem Wiederholungszeitraum zu berücksichtigen. Zur Prüfung wird zugelassen, wer in höchstens zwei Prüfungsfächern nur 1 bis 4 Punkte und in den übrigen Prüfungsfächern jeweils mindestens 5 Punkte erreicht hat. (4) Für die schriftliche Prüfung in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik gelten die von der Schulaufsichtsbehörde zentral festgelegten Prüfungsaufgaben der Fachoberschule (§ 38 Absatz 4).(5) Die Bewertung der Prüfungsleistungen, die Ermittlung der abschließend erreichten Punkte sowie die Bildung der Durchschnittsnote erfolgen gemäß Anlage 4b.(6) Die Prüfung besteht, wer in jedem Prüfungsfach mindestens 5 Punkte erzielt. Eine Minderleistung (1 bis 4 Punkte) in höchstens einem Prüfungsfach ist durch eine mit mindestens 10 Punkten bewertete Leistung oder zwei mit mindestens 7 Punkten bewertete Leistungen in anderen Prüfungsfächern ausgeglichen, wobei ein Leistungsausgleich in einem Fach der schriftlichen Prüfung nur durch Leistungen in einem anderen schriftlichen Prüfungsfach erfolgen kann. (7) Die Fachhochschulreife erwirbt, wer die Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle bestanden und das Abschlusszeugnis der Berufsfachschule erworben hat (§ 56) und an der Zusatzprüfung mit Erfolg teilgenommen hat. (8) Im Zeugnis über den Erwerb der Fachhochschulreife werden die abschließend erreichten Punkte und Noten der Prüfungsfächer, die Endnoten der im Abschlusszeugnis der Berufsfachschule aufgeführten übrigen Fächer, Lernfelder und Projekte sowie die Durchschnittsnote ausgewiesen. Das Zeugnismuster gibt die Schulaufsichtsbehörde vor. (9) Im Übrigen finden für die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife die Bestimmungen des § 22 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und Satz 2, die §§ 27 und 28, §§ 30 bis 35, §§ 37 bis 40, §§ 42 bis 46 Absatz 1, 3 und 4 und §§ 51 bis 54 entsprechende Anwendung.
Berufsfachschule für Bauhandwerker
§ 60 Berufsfachschule für Bauhandwerker(1) Die Berufsfachschule für Bauhandwerker (Anlage 2.1.3) übernimmt als Schule besonderer pädagogischer Prägung (§ 18 Absatz 3 des Schulgesetzes) in Vollzeitform die Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen des Bauhandwerks. Die Berufsfachschule vermittelt neben schulischen Kenntnissen auch die fachpraktische Berufsausbildung. Für den Bildungsgang gelten die Ausbildungsbestimmungen des Teils II, soweit sich aus den Absätzen 2 bis 6 nichts anderes ergibt. (2) Grundlage der Ausbildung ist ein Berufsausbildungsvertrag (§§ 10 und 11 des Berufsbildungsgesetzes), den das Land Berlin, vertreten durch die Berufsfachschule, mit den aufgenommenen Bewerberinnen und Bewerbern schließt. (3) Abweichend von § 6 Absatz 3 Satz 2 setzt die Berufsfachschule eine Bewerbungsfrist fest. Die Bewerberinnen und Bewerber werden in die erste Jahrgangsstufe des Bildungsgangs aufgenommen; § 6 Absatz 5 findet keine Anwendung. Die Dauer der Probezeit (§ 20 des Berufsbildungsgesetzes) wird im Berufsausbildungsvertrag festgelegt; § 10 findet keine Anwendung. (4) Am Ende einer Jahrgangsstufe rücken alle Schülerinnen und Schüler versetzungsfrei in die nächsthöhere Jahrgangsstufe auf; § 12 findet keine Anwendung. Die aufrückenden Schülerinnen und Schüler erhalten ein Zeugnis mit dem Vermerk: „Der Bildungsgang wird ohne Versetzungsentscheidungen durchlaufen. Die Schülerin/Der Schüler rückt mit Beginn des Schuljahres ___________ in die ___________ Jahrgangsstufe auf.“ (5) Die fachpraktische Ausbildung wird in schuleigenen Ausbildungswerkstätten und auf Baustellen durchgeführt. Die Berufsfachschule sorgt für die ordnungsgemäße Durchführung der fachpraktischen Ausbildung nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes, der Handwerksordnung und nach den übrigen für die Berufsausbildung geltenden Vorschriften. Die §§ 14 bis 18 finden keine Anwendung. (6) Schülerinnen und Schüler, deren Berufsausbildungsverhältnis gekündigt wurde (§ 22 des Berufsbildungsgesetzes), werden aus der Berufsfachschule entlassen, sobald die Kündigung rechtswirksam geworden ist. Die Entlassung ist schriftlich festzustellen und den Betroffenen bekannt zu geben.
Bildungsgänge, Zulassungsvoraussetzungen
§ 62 Bildungsgänge, Zulassungsvoraussetzungen(1) Berufsabschlüsse in Sinne von § 1 Absatz 1 Nummer 1 können ausnahmsweise auch durch eine Prüfung für Nichtschülerinnen oder Nichtschüler (Fremdenprüfung) erworben werden. Die Bildungsgänge, in denen Fremdenprüfungen stattfinden sowie die Zulassungsvoraussetzungen und die für die Fremdenprüfung zuständigen Berufsfachschulen ergeben sich aus der Anlage 6.(2) Zur Fremdenprüfung kann sich anmelden, wer 1. bei Beginn der schriftlichen Prüfung das 18. Lebensjahr vollendet hat und2. die Zulassungsvoraussetzungen der Anlage 6 erfüllt. (3) Wer einen einschlägigen Bildungsgang der Berufsfachschule besucht, wird nicht zur Fremdenprüfung zugelassen. Nicht zugelassen wird auch, wer sich wiederholt der Abschlussprüfung eines einschlägigen Bildungsgangs ohne Erfolg unterzogen hat. Abweichend von Satz 1 können Schülerinnen und Schüler, die einen entsprechenden Bildungsgang an einer noch nicht staatlich anerkannten Ersatzschule besuchen, am Ende des Bildungsganges zur Fremdenprüfung zugelassen werden.
Prüfungsbestimmungen
§ 64 Prüfungsbestimmungen(1) Wer zur Fremdenprüfung zugelassen wird, nimmt an der Abschlussprüfung der für den Bildungsgang zuständigen Berufsfachschule teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich vor Prüfungsbeginn auszuweisen. (2) Die Prüfungsfächer und Prüfungsanforderungen der Fremdenprüfung sind dieselben, wie für die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule. (3) In allen Prüfungsfächern mit Ausnahme der Fächer der praktischen Prüfung findet eine mündliche Prüfung statt. Wer auch bei maximalen Ergebnissen mündlicher Prüfungen die Fremdenprüfung nicht mehr bestehen kann, wird von der weiteren Prüfung ausgeschlossen; die Fremdenprüfung gilt dann als nicht bestanden. (4) Die Endnoten werden nur aus den in der Prüfung erbrachten Leistungen ermittelt; es werden keine Vornoten gebildet. In Fächern, die sowohl schriftlich als auch mündlich geprüft werden, ergibt sich die Endnote aus dem arithmetischen Mittel der Leistungen in beiden Prüfungsteilen, wobei die schriftliche Prüfung doppelt zählt. (5) Die Fremdenprüfung besteht, wer in jedem Prüfungsfach mindestens die Endnote „ausreichend“ erzielt. Die Endnote „mangelhaft“ in höchstens einem Prüfungsfach ist durch eine „gut“ oder zwei „befriedigend“ lautende Endnoten in anderen Prüfungsfächern ausgeglichen, wobei ein Leistungsausgleich in einem Fach der schriftlichen Prüfung nur durch Endnoten in einem anderen schriftlichen Prüfungsfach erfolgen kann. (6) Die erfolgreiche Teilnahme an der Fremdenprüfung wird durch ein Zeugnis bescheinigt. (7) Im Übrigen gelten für die Fremdenprüfung die Bestimmungen des Teils III, § 27, § 29 Absatz 1 und 2, §§ 30 bis 32, § 38 Absatz 1, 2, 3 und 5, §§ 39 bis 41, §§ 43 und 44, § 45 Absatz 1, § 46 Absatz 1, 3 und 4 und § 47, §§ 51 bis 54 entsprechend.
Übergangsregelung
§ 67 ÜbergangsregelungFür Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2013 begonnen und zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen haben, gilt diese Verordnung mit der Maßgabe, dass 1. abweichend von § 12 Absatz 1 Satz 2 die Schülerin oder der Schüler nur zurücktreten oder den Bildungsgang verlassen muss, wenn sie oder er in der Jahrgangsstufe in einem Fach, Lernfeld oder Projekt an weniger als 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilnimmt und dass in diesen Fällen die Entscheidung der Klassenkonferenz nach § 12 Absatz 2 unabhängig von der Erfüllung der in § 12 Absatz 2 Satz 1 genannten übrigen Voraussetzungen zu treffen ist,2. Unterbrechungen des Bildungsganges im Sinne des § 25, die vor dem 1. August 2013 erfolgten, nicht auf die in § 25 Absatz 2 genannte zulässige Anzahl der Unterbrechungen anzurechnen sind und § 25 Absatz 4 keine Anwendung findet, und3. anstelle der §§ 36 und 56 dieser Verordnung die §§ 36 und 56 in der bis zum Inkrafttreten der Verordnung zur Änderung von Vorschriften für berufliche Schulen im Land Berlin vom 18. November 2013 (GVBl. S. 598) geltenden Fassung anzuwenden sind.
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
§ 68 Inkrafttreten, Außerkrafttreten(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft. (2) Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung treten außer Kraft 1. die Verordnung über die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Assistenten gewerblich-technischer Fachrichtungen vom 27. Juli 1984 (GVBl. S. 1165), zuletzt geändert durch Artikel III der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),2. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Technische Zeichner und Technische Zeichnerinnen vom 11. September 1984 (GVBl. S. 1437), zuletzt geändert durch Artikel IV der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),3. die Verordnung über die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Hauswirtschaftsassistenten vom 22. Mai 1996 (GVBl. S. 213), zuletzt geändert durch Artikel II der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),4. die Verordnung über die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Industrietechnologie vom 11. Mai 2000 (GVBl. S. 319), zuletzt geändert durch Artikel XV der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),5. die Verordnung über die Abschlussprüfungen der Berufsfachschulen der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung vom 26. Juli 1993 (GVBl. S. 347), zuletzt geändert durch Artikel VII der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),6. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Sekretäre und Sekretärinnen im Gesundheitswesen vom 21. März 1988, zuletzt geändert durch Artikel XIII der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),7. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Bühnentanz und Artistik vom 25. Oktober 1993 (GVBl. S. 568),8. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Klavierstimmer (PrüfVO-Klavierstimmer) vom 16. April 1984 (GVBl. S. 745). Berlin, den 14. Juli 2009Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
Auswahl nach Eignung
§ 9 Auswahl nach Eignung(1) Plätze, die nicht nach § 8 verteilt wurden, werden nach Eignung vergeben. (2) In Bildungsgängen, in denen ein Eignungstest (§ 5 Absatz 2 und 3) durchgeführt wird, richtet sich die Rangfolge der Aufnahme nach dem Notendurchschnitt des Eignungstests. (3) In Bildungsgängen, die keinen Eignungstest voraussetzen, bestimmt sich die Rangfolge nach der Durchschnittsnote des Zeugnisses, mit dem der als Zugangsvoraussetzung geforderte Schulabschluss nachgewiesen wird. Die Durchschnittsnote ist das auf eine Stelle nach dem Komma ohne Rundung errechnete arithmetische Mittel aller Zeugnisnoten, mit Ausnahme des Faches Religion. (4) Sind nach Anwendung der Absätze 2 und 3 Bewerberinnen und Bewerber ranggleich, so richtet sich die Rangfolge nach § 57 Absatz 2 Satz 3 und 4 des Schulgesetzes. Danach entscheidet das Los.(5) Nicht aufgenommene Bewerberinnen und Bewerber werden entsprechend ihrer Rangfolge in eine Nachrückerliste eingetragen. Plätze, die zum Schuljahresbeginn nicht in Anspruch genommen werden, sind nach der Rangfolge der Nachrückerliste zu vergeben.
Abschluss der Berufsfachschule, Zeugnisse
§ 68 Abschluss der Berufsfachschule, Zeugnisse(1) Am Ende des Bildungsgangs sind die Endnoten aller Fächer, Lernfelder und Projekte aus dem arithmetischen Mittel der jeweiligen Halbjahresnoten zu bilden. Die Mittelwerte sind ohne Rundung auf eine Stelle nach dem Komma zu errechnen und auf eine ganze Zahl zu runden. Lautet die Nachkommastelle des Mittelwertes „5“, gibt die Leistungsentwicklung der Schülerin oder des Schülers den Ausschlag beim Runden.(2) Das Abschlusszeugnis der teilqualifizierenden Berufsfachschule Berliner Ausbildungsmodell erwirbt, wer1. in jedem Schulhalbjahr in jedem Fach, Lernfeld und Projekt an mindestens 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat,2. im Verlauf der Ausbildung bei erteiltem Unterricht in nicht mehr als insgesamt zwei Fächern, Lernfeldern oder Projekten jeweils höchstens einmal keine Halbjahresnote erhalten hat,3. kein „ungenügend“ als Endnote erhalten hat,4. ansonsten mindestens „ausreichend“ lautende Endnoten erhalten hat oder Minderleistungen nach Satz 2 oder 3 ausgleichen kann und5. alle Praktika erfolgreich abgeschlossen hat.Höchstens eine „mangelhaft“ lautende Endnote ist durch eine mindestens „befriedigend“ lautende Endnote in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Höchstens zwei „mangelhaft“ lautende Endnoten sind durch eine „gut“ lautende Endnote oder zwei „befriedigend“ lautende Endnoten in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Das Fach Sport/Gesundheitsförderung ist von den Bedingungen nach Satz 1 Nummer 1 und 2 ausgenommen, wenn die oder der Betroffene von der Teilnahme an diesem Fach freigestellt war. Abweichend von Satz 1 Nummer 2 muss für Fächer, die im Verlauf des Bildungsgangs in nur einem Schulhalbjahr unterrichtet werden, für den Erwerb des Abschlusszeugnisses eine Halbjahresnote nachgewiesen werden. Leistungen im Wahlunterricht bleiben bei der Entscheidung über den Erwerb des Abschlusszeugnisses außer Betracht.(3) Erfüllt die Schülerin oder der Schüler nur die Voraussetzung des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 1 nicht, entscheidet die Klassenkonferenz darüber, ob auf Grund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der im Schuljahr erbrachten Leistungsnachweise die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat und das Abschlusszeugnis erhält. Die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz zu vermerken.(4) Tritt eine Schülerin oder ein Schüler während des Bildungsgangs in eine duale Berufsausbildung ein, erhält das Abgangszeugnis den Vermerk „Die Schülerin oder der Schüler hat einen Berufsausbildungsvertrag abgeschlossen und verlässt das Berliner Ausbildungsmodell, um die Berufsausbildung aufnehmen zu können.
Bildungsgänge, Zulassungsvoraussetzungen
§ 69 Bildungsgänge, Zulassungsvoraussetzungen(1) Berufsabschlüsse in Sinne von § 1 Absatz 1 Nummer 1 können ausnahmsweise auch durch eine Prüfung für Nichtschülerinnen oder Nichtschüler (Fremdenprüfung) erworben werden. Die Bildungsgänge, in denen Fremdenprüfungen stattfinden sowie die Zulassungsvoraussetzungen und die für die Fremdenprüfung zuständigen Berufsfachschulen ergeben sich aus der Anlage 7.(2) Zur Fremdenprüfung kann sich anmelden, wer1. bei Beginn der schriftlichen Prüfung das 18. Lebensjahr vollendet hat und2. die Zulassungsvoraussetzungen der Anlage 7 erfüllt.(3) Wer einen einschlägigen Bildungsgang der Berufsfachschule besucht, wird nicht zur Fremdenprüfung zugelassen. Nicht zugelassen wird auch, wer sich wiederholt der Abschlussprüfung eines einschlägigen Bildungsgangs ohne Erfolg unterzogen hat. Abweichend von Satz 1 können Schülerinnen und Schüler, die einen entsprechenden Bildungsgang an einer noch nicht staatlich anerkannten Ersatzschule besuchen, am Ende des Bildungsganges zur Fremdenprüfung zugelassen werden.
Antragstellung und Zulassung
§ 70 Antragstellung und Zulassung(1) Die Zulassung ist schriftlich bei der für die Fremdenprüfung zuständigen Berufsfachschule zu beantragen. Die Berufsfachschule legt den Termin fest, bis zu dem der Zulassungsantrag spätestens vorliegen muss.(2) Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:1. Zeugnisse und sonstige Nachweise über die Erfüllung der nach § 69 Absatz 2 geforderten Zulassungsvoraussetzungen,2. ein tabellarischer Lebenslauf und zwei Lichtbilder neueren Datums,3. eine Erklärung über bisherige Prüfungsversuche zum Erwerb des angestrebten Abschlusses,4. eine Darstellung über Art und Umfang der Vorbereitung auf die Fremdenprüfung.Unvollständig oder verspätet eingegangene Zulassungsanträge werden nicht berücksichtigt.(3) Die Bewerberinnen und Bewerber werden zur Fremdenprüfung zugelassen, wenn auf Grund der vorgelegten Zeugnisse und Nachweise, einer angemessenen Vorbereitung und erforderlichenfalls einer Aussprache mit ihnen angenommen werden kann, dass sie die Prüfung bestehen können.(4) Die Zulassungsentscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter. Die Zulassung ist den Betroffenen spätestens drei Wochen vor dem ersten Prüfungstermin unter Angabe der Prüfungsfächer und der Termine der schriftlichen Prüfung mitzuteilen.
Prüfungsbestimmungen
§ 71 Prüfungsbestimmungen(1) Wer zur Fremdenprüfung zugelassen wird, nimmt an der Abschlussprüfung der für den Bildungsgang zuständigen Berufsfachschule teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich vor Prüfungsbeginn auszuweisen.(2) Die Prüfungsfächer und Prüfungsanforderungen der Fremdenprüfung sind dieselben, wie für die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule.(3) In allen Prüfungsfächern mit Ausnahme der Fächer der praktischen Prüfung findet eine mündliche Prüfung statt. Wer auch bei maximalen Ergebnissen mündlicher Prüfungen die Fremdenprüfung nicht mehr bestehen kann, wird von der weiteren Prüfung ausgeschlossen; die Fremdenprüfung gilt dann als nicht bestanden.(4) Die Endnoten werden nur aus den in der Prüfung erbrachten Leistungen ermittelt; es werden keine Vornoten gebildet. In Fächern, die sowohl schriftlich als auch mündlich geprüft werden, ergibt sich die Endnote aus dem arithmetischen Mittel der Leistungen in beiden Prüfungsteilen, wobei die schriftliche Prüfung doppelt zählt.(5) Die Fremdenprüfung besteht, wer in jedem Prüfungsfach mindestens die Endnote „ausreichend“ erzielt. Die Endnote „mangelhaft“ in höchstens einem Prüfungsfach ist durch eine „gut“ oder zwei „befriedigend“ lautende Endnoten in anderen Prüfungsfächern ausgeglichen, wobei ein Leistungsausgleich in einem Fach der schriftlichen Prüfung nur durch Endnoten in einem anderen schriftlichen Prüfungsfach erfolgen kann.(6) Die erfolgreiche Teilnahme an der Fremdenprüfung wird durch ein Zeugnis bescheinigt.(7) Im Übrigen gelten für die Fremdenprüfung die Bestimmungen des Teils III, § 27, § 29 Absatz 1 und 2, §§ 30 bis 32, § 38 Absatz 1, 2, 3 und 5, §§ 39 bis 41, §§ 43 und 44, § 45 Absatz 1, § 46 Absatz 1, 3 und 4 und § 47, §§ 51 bis 54 entsprechend.
Aufgabenübertragung
§ 72 AufgabenübertragungDie Schulleiterin oder der Schulleiter kann die ihr oder ihm nach dieser Verordnung obliegenden Aufgaben einer Funktionsstelleninhaberin oder einem Funktionsstelleninhaber nach § 73 Absatz 1 des Schulgesetzes übertragen.
Änderung anderer Rechtsvorschriften
§ 73 Änderung anderer Rechtsvorschriften(1) [Änderungsanweisungen zur Verordnung über den Erwerb des mittleren Schulabschlusses an beruflichen Schulen im Land Berlin vom 13. März 2006 (GVBl. S. 280), zuletzt geändert durch § 89 Absatz 1 der Verordnung vom 14. Oktober 2008 (GVBl. S. 318).](2) [Änderungsanweisung zu Anlage 3 der Verordnung über die einjährige Berufsfachschule im Land Berlin vom 19. September 2006 (GVBl. S. 489).]
Übergangsregelungen
§ 74 Übergangsregelungen(1) Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2013 begonnen und zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen haben, gilt diese Verordnung mit der Maßgabe, dass1. abweichend von § 12 Absatz 1 Satz 2 die Schülerin oder der Schüler nur zurücktreten oder den Bildungsgang verlassen muss, wenn sie oder er in der Jahrgangsstufe in einem Fach, Lernfeld oder Projekt an weniger als 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilnimmt und dass in diesen Fällen die Entscheidung der Klassenkonferenz nach § 12 Absatz 2 unabhängig von der Erfüllung der in § 12 Absatz 2 Satz 1 genannten übrigen Voraussetzungen zu treffen ist,2. Unterbrechungen des Bildungsganges im Sinne des § 25, die vor dem 1. August 2013 erfolgten, nicht auf die in § 25 Absatz 2 genannte zulässige Anzahl der Unterbrechungen anzurechnen sind und § 25 Absatz 4 keine Anwendung findet, und3. anstelle der §§ 36 und 56 dieser Verordnung die §§ 36 und 56 in der bis zum Inkrafttreten der Verordnung zur Änderung von Vorschriften für berufliche Schulen im Land Berlin vom 18. November 2013 (GVBl. S. 598) geltenden Fassung anzuwenden sind.(2) Für Bewerberinnen und Bewerber, die ein Abschlusszeugnis nach § 23 Absatz 3 der Verordnung über die einjährige Berufsfachschule im Land Berlin vom 19. September 2007 (GVBl. S. 489), in der jeweils geltenden Fassung erworben haben, ist § 6 Absatz 5 Satz 2 in der bis zum Inkrafttreten des Artikel 3 der Verordnung vom 21. September 2021 (GVBl. S. 1181) geltenden Fassung weiter anzuwenden.(3) Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2024 begonnen und zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen haben, gelten § 46 Absatz 2, § 49, § 56 Absatz 2 und § 58 in der vor Inkrafttreten der Verordnung zur Änderung von Vorschriften für die beruflichen Schulen und die Sekundarstufe I vom 12. August 2024 (GVBl. S. 501) geltenden Fassung. Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2025 begonnen und zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen haben oder die ihre Ausbildung bis zum 31. Juli 2025 abschließen werden, gelten § 10 Absatz 1 sowie § 12 Absatz 4 und 5 in der vor Inkrafttreten der Verordnung zur Änderung von Vorschriften für die beruflichen Schulen und die Sekundarstufe I vom 12. August 2024 (GVBl. S. 501) geltenden Fassung.
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
§ 75 Inkrafttreten, Außerkrafttreten(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft.(2) Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung treten außer Kraft1. die Verordnung über die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Assistenten gewerblich-technischer Fachrichtungen vom 27. Juli 1984 (GVBl. S. 1165), zuletzt geändert durch Artikel III der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),2. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Technische Zeichner und Technische Zeichnerinnen vom 11. September 1984 (GVBl. S. 1437), zuletzt geändert durch Artikel IV der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),3. die Verordnung über die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Hauswirtschaftsassistenten vom 22. Mai 1996 (GVBl. S. 213), zuletzt geändert durch Artikel II der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),4. die Verordnung über die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Industrietechnologie vom 11. Mai 2000 (GVBl. S. 319), zuletzt geändert durch Artikel XV der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),5. die Verordnung über die Abschlussprüfungen der Berufsfachschulen der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung vom 26. Juli 1993 (GVBl. S. 347), zuletzt geändert durch Artikel VII der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),6. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Sekretäre und Sekretärinnen im Gesundheitswesen vom 21. März 1988, zuletzt geändert durch Artikel XIII der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),7. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Bühnentanz und Artistik vom 25. Oktober 1993 (GVBl. S. 568),8. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Klavierstimmer (PrüfVO-Klavierstimmer) vom 16. April 1984 (GVBl. S. 745).Berlin, den 14. Juli 2009Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
Berufsfachschule Berliner Ausbildungsmodell (einjährig)
Anlage 3Berufsfachschule Berliner Ausbildungsmodell (einjährig) Schulbezeichnung: Berufsfachschule Berliner Ausbildungsmodell Art des Bildungsgangs: Teilqualifizierende Berufsfachschule in dualisierter Form Fachrichtungen/Schwerpunkte: Die Berufsfachschule Berliner Ausbildungsmodell kann in allen anerkannten Ausbildungsberufen, die im Land Berlin beschult werden, eingerichtet werden. Die Schulaufsichtsbehörde legt die Bildungsgänge nach Maßgabe des § 1 Absatz 2 Satz 3 fest. Berufsabschluss: ---- Ausbildungsdauer: 1 Schuljahr Aufnahmevoraussetzungen: Aufgenommen wird, wer 1. die allgemeine Schulpflicht erfüllt hat,2. einen Teilnahmevorschlag für die Berufsfachschule Berliner Ausbildungsmodell von der Jugendberufsagentur Berlin vorlegen kann,3. höchstens den mittleren Schulabschluss erworben hat,4. keine abgeschlossene Erstausbildung besitzt,5. das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,6. seinen Hauptwohnsitz in Berlin hat und7. erfolgreich an einer Eignungsfeststellung nach § 63 teilgenommen hat. Über Ausnahmen von den Nummern 3 und 5 entscheidet die Schulaufsichtsbehörde im begründeten Einzelfall. Abschluss des Bildungsgangs: Abschluss der teilqualifizierenden Berufsfachschule Berliner Ausbildungsmodell Weitere Abschlüsse: -----Stundentafel für einjährige teilqualifizierende Berufsfachschule Berliner Ausbildungsmodell in dreijährigen/dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufen mit 720 Jahresstunden (18 Wochenstunden) Unterricht1) 2) 3) Lerneinheiten Zeitrichtwerte (Fächer/Lernfelder/Projekte) Jahresstunden3) (Schuljahr) I. Berufsübergreifender Unterricht4) 6) 120 - 200 Wirtschafts- und Sozialkunde (40 - 80) Deutsch/Kommunikation (0 - 80) Fremdsprache7) (0 - 80) Mathematik (0 - 80) Sport/Gesundheitsförderung (0 - 80) II. Berufsbezogener Unterricht5) 6) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 280 - 400 III. Wahlpflichtunterricht6) 8) 120 - 280 Pflichtunterricht 720 Fachpraktische Ausbildung9) 880 Ausbildung insgesamt 1600 Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:Fußnoten
Bewertungsschlüssel
Anlage 4Bewertungsschlüssel Note erzielte Bewertungseinheiten (in %) 1 (sehr gut) ≥ 85 2 (gut) ≥ 70 3 (befriedigend) ≥ 55 4 (ausreichend) ≥ 45 5 (mangelhaft) ≥ 9 6 (ungenügend) < 9
Ermittlung der Endnoten
Anlage 5aErmittlung der Endnoten D: Halbjahresnotendurchschnitt (§ 37) S: Note der schriftlichen Prüfung M: Note der mündlichen Prüfung E: Endnote 1. Wird ein Fach oder Lernfeld nicht geprüft, ist die Endnote der auf eine ganze Zahl gerundete Halbjahresnotendurchschnitt: E = D2. Wird ein Fach oder Lernfeld nur schriftlich geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt und der Note der schriftlichen Prüfung: E = (D + S) : 23. Wird ein Fach oder Lernfeld nur mündlich geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt und der Note der mündlichen Prüfung, wobei der Halbjahresnotendurchschnitt mit doppeltem Gewicht in die Berechnung eingeht: E = (2D + M) : 34. Wird ein Fach oder Lernfeld schriftlich und mündlich geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt und den Prüfungsnoten, wobei der Halbjahresnotendurchschnitt und die Note der schriftlichen Prüfung jeweils mit doppeltem Gewicht in die Berechnung eingehen: E = (2D + 2S + M) : 55. Wird ein Fach oder Lernfeld praktisch geprüft, gilt für die Ermittlung der Endnote die unter Nummer 2 genannte Verfahrensweise entsprechend.Hinweise:a) Mittelwerte sind auf eine Stelle nach dem Komma ohne Runden zu errechnen.b) Lautet die Nachkommastelle eines Mittelwertes „5“, so gibt beim Runden die Leistungsentwicklung der Schülerin oder des Schülers den Ausschlag.
Noten und Punkte der Fachhochschulreife
Anlage 5bNoten und Punkte der FachhochschulreifeDie Bewertung der Prüfungsleistungen erfolgt durch Punkte gemäß der nachstehenden Tabelle. Anhand dieser Tabelle ist zudem der Halbjahresnotendurchschnitt aller Prüfungsfächer in Punkte umzuwandeln (§ 59 Absatz 3 Satz 1): Bewertungsschlüssel für die Prüfungen Umrechnung des Halbjahresnotendurchschnitts in Punkte erzielte Bewertungseinheiten in % Punkte Halbjahresnotendurchschnitt mindestens 95 15 1,0 mindestens 90 14 1,1-1,2 mindestens 85 13 1,3-1,4 mindestens 80 12 1,5-1,7 mindestens 75 11 1,8-2,1 mindestens 70 10 2,2-2,4 mindestens 65 9 2,5-2,7 mindestens 60 8 2,8-3,1 mindestens 55 7 3,2-3,4 mindestens 50 6 3,5-3,9 mindestens 45 5 4,0-4,4 mindestens 36 4 4,5-4,6 mindestens 27 3 4,7-4,9 mindestens 18 2 5,0-5,2 mindestens 9 1 5,3-5,4 weniger als 9 0 5,5-6,0 1. Die Berechnung der abschließend erreichten Punkte in den Prüfungsfächern erfolgt entsprechend der Anlage 5a, wobei anstelle der Noten mit den Punkten zu rechnen ist.2. Für die Bildung der Durchschnittsnote sind die abschließend erreichten Punkte der Prüfungsfächer gemäß der nachstehenden Tabelle in Endnoten umzuwandeln. Erreichte Punkte Endnote 13 bis 15 1 (sehr gut) 10 bis 12 2 (gut) 7 bis 9 3 (befriedigend) 5 und 6 4 (ausreichend) 1 bis 4 5 (mangelhaft) 3. Die Durchschnittsnote ist das ohne Rundung auf eine Nachkommastelle errechnete arithmetische Mittel aus den Endnoten (E) der Prüfungsfächer und übrigen auf dem Abschlusszeugnis der Berufsfachschule auszuweisenden Fächer, Lernfelder und Projekte; hiervon ausgenommen sind die Fächer des fakultativen Wahlunterrichts: D = (E1 + E2 + ... + En) : n (n ... Index und Anzahl der Fächer)Hinweis:Für Bildungsgänge, die vor dem 1. August 2013 begonnen wurden, bleibt das Fach Sport/Gesundheitsförderung bei der Ermittlung der Durchschnittsnote unberücksichtigt.
Fremdsprachennachweise zum Erwerb des mittleren Schulabschlusses
Anlage 6Fremdsprachennachweise zum Erwerb des mittleren SchulabschlussesAls Fremdsprachennachweise im Sinne von § 49 Absatz 4 der Berufsfachschulverordnung geltenFREMDSPRACHENZERTIFIKATE MINDESTENS DER STUFE B 1 DES EUROPÄISCHEN REFERENZRAHMENS1)die an einer staatlich anerkannten Einrichtung der Fort- und Weiterbildung, an einer Volkshochschule2) oder an einer beruflichen Schule3) erworben wurden.Anmerkungen:
Fremdenprüfungen in der Berufsfachschule
Anlage 7Fremdenprüfungen in der Berufsfachschule1) Abschluss Zulassungsvoraussetzungen Zuständige Schule Physikalisch-technische(r) Assistent(in) a) Mittlerer Schulabschluss Lise-Meitner-Schule (Oberstufenzentrum Chemie, Physik und Biologie) b) Berufsabschluss als Physiklaborant(in) oder Werkstoffprüfer(in) Chemisch-technische(r) Assistent(in) a) Mittlerer Schulabschluss Lise-Meitner-Schule (Oberstufenzentrum Chemie, Physik und Biologie) b) Berufsabschluss als Chemielaborant(in) Biologisch-technische(r) Assistent(in) a) Mittlerer Schulabschluss Lise-Meitner-Schule (Oberstufenzentrum Chemie, Physik und Biologie) b) Berufsabschluss als Biologielaborant(in)Anmerkung:
Geltungsbereich, Fachrichtungen, Schwerpunkte
§ 1 Geltungsbereich, Fachrichtungen, Schwerpunkte(1) Diese Verordnung gilt für Berufsfachschulen des Landes Berlin, die1. einen Berufsabschluss nach Landesrecht vermitteln (Berufsfachschulen mit schulischer Abschlussprüfung),2. auf die Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), zuletzt geändert durch Artikel 15 Absatz 90 des Gesetzes vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S. 160), in der jeweils geltenden Fassung oder der Handwerksordnung in der Fassung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 S. 2095), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2917), in der jeweils geltenden Fassung, vorbereiten (Berufsfachschulen mit Kammerprüfung) oder3. Schülerinnen und Schüler teilqualifizierend und in dualisierter Form dazu befähigen, spätestens nach einem Schuljahr einen Berufsausbildungsvertrag in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung abzuschließen (Berliner Ausbildungsmodell).(2) Die Bildungsgänge der Berufsfachschule werden in Fachrichtungen gegliedert. Innerhalb der Fachrichtungen können Schwerpunkte gebildet werden. Über die Einrichtung von Berufsfachschulen und über die Bildung von Fachrichtungen und Schwerpunkten entscheidet die Schulaufsichtsbehörde durch Verwaltungsvorschrift. Darüber hinaus darf die Einrichtung eines Bildungsgangs im Berliner Ausbildungsmodell nur erfolgen, sofern an der jeweiligen Schule bereits eine Berufsschule für den entsprechenden Ausbildungsberuf besteht.
Bildungsziele, Qualifikationen und Abschlüsse
§ 2 Bildungsziele, Qualifikationen und Abschlüsse(1) Die Bildungsgänge der Berufsfachschule nach § 1 Absatz 1 Nummer 1 und 2 führen zu einem Berufsabschluss und erweitern die Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler (§ 30 Absatz 1 Satz 1 des Schulgesetzes).(2) In den gemäß Anlagen 1 und 2 jeweils dafür vorgesehenen Bildungsgängen können die erweiterte Berufsbildungsreife oder der mittlere Schulabschluss erworben werden.(3) In Bildungsgängen, die den mittleren Schulabschluss voraussetzen und mindestens drei Jahre dauern, kann neben dem Berufsabschluss die Fachhochschulreife erworben werden (§ 50 und § 59), wenn der Bildungsgang in seinen Inhalten und Leistungsanforderungen den Anforderungen der Fachoberschule entspricht (doppelt qualifizierender Bildungsgang im Sinne von § 33 des Schulgesetzes).(4) Das Berliner Ausbildungsmodell ist eine einjährige teilqualifizierende Berufsfachschule in dualisierter Form. Sie bietet geeigneten berufsentschiedenen Schülerinnen und Schülern, die über keinen Berufsabschluss verfügen und trotz mehrmaliger Bewerbungen keinen dualen Ausbildungsplatz erhalten haben, ein Angebot, das durch enge Kooperationen mit Betrieben ihre Chancen verbessern soll, noch während des jeweils laufenden Schuljahres, spätestens aber nach diesem Schuljahr einen Berufsausbildungsvertrag in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung abzuschließen und unmittelbar in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis zu wechseln. Berufsabschlüsse und schulische Abschlüsse werden nicht vergeben.(5) Die Berufsfachschulen entwickeln ihre Unterrichtskonzepte sowie ihre Konzepte für eine nachhaltige Qualitätssicherung in einem ständigen Prozess enger Kooperation mit der Wirtschaft und den Hochschulen.
Bildungsgänge
§ 3 Bildungsgänge(1) Die Bildungsgänge mit schulischer Abschlussprüfung (§ 1 Absatz 1 Nummer 1), ihre Zugangsvoraussetzungen und Abschlüsse sowie die jeweilige Ausbildungsdauer und die Stundentafeln ergeben sich aus der Anlage 1.(2) Die Bildungsgänge der Berufsfachschulen mit Kammerprüfung (§ 1 Absatz 1 Nummer 2), ihre Zugangsvoraussetzungen und Abschlüsse sowie die jeweilige Ausbildungsdauer und die Stundentafeln ergeben sich aus der Anlage 2.(3) Die Bildungsgänge des Berliner Ausbildungsmodells (§ 1 Absatz 1 Nummer 3), ihre Zugangsvoraussetzungen und der Abschluss sowie die Stundentafel ergeben sich aus der Anlage 3.
Aufnahme bei Übernachfrage
§ 7 Aufnahme bei Übernachfrage(1) Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen für eine Fachrichtung oder einen Schwerpunkt die vorhandene Aufnahmekapazität, so sind die aufzunehmenden Bewerberinnen und Bewerber in einem Auswahlverfahren (§§ 8 und 9) zu ermitteln. Abweichend von Satz 1 wird für Berufsfachschulen, die Schulen besonderer pädagogischer Prägung sind, das Auswahlverfahren nach den für die jeweilige Schule geltenden Regelungen der Verordnung über die Aufnahme in Schulen besonderer pädagogischer Prägung vom 23. März 2006 (GVBl. S. 306), die zuletzt durch Artikel I der Verordnung vom 30. November 2015 (GVBl. S. 592) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung durchgeführt; die Absätze 2 bis 4 sowie §§ 8 und 9 finden keine Anwendung. (2) In die Auswahl einbezogen werden Bewerberinnen und Bewerber, die die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen und sich termingerecht angemeldet haben. (3) Die Platzzahl in den Aufnahmeklassen eines Bildungsganges (Aufnahmekapazität) ergibt sich aus der zugelassenen höchsten Anzahl von Schülerinnen und Schülern in einem Klassenverband (Höchstfrequenz) und aus der Anzahl der Klassenverbände, die zu Beginn eines Schuljahres an den betreffenden Schulen unter Berücksichtigung der Raum-, Material- und Personalausstattung gebildet werden können. (4) Die Auswahlentscheidung bei Übernachfrage trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter der Schule, an der der Bildungsgang angeboten wird. Werden gleiche Bildungsgänge an mehreren Schulen angeboten, erfolgt die Auswahl durch einen Vergabeausschuss. Der Vergabeausschuss besteht aus den Schulleiterinnen und Schulleitern der Schulen, an denen der Bildungsgang angeboten wird. Die Schulaufsichtsbehörde bestimmt, wer den Vorsitz führt; im Übrigen gelten für den Vergabeausschuss die §§ 89 bis 93 des Verwaltungsverfahrensgesetzes in der Fassung vom 23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102), zuletzt geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2586), in der jeweils geltenden Fassung entsprechend. (5) Unmittelbar nach Abschluss des Auswahlverfahrens ist den Bewerberinnen und Bewerbern die Aufnahmeentscheidung schriftlich mitzuteilen.
Probezeit
§ 10 Probezeit(1) Die Aufnahme erfolgt zunächst auf Probe. Die Probezeit dauert in einjährigen Bildungsgängen ein Schulhalbjahr und in mehrjährigen Bildungsgängen ein Schuljahr.(2) Die Probezeit besteht, wer in der Probezeit1. in jedem Fach, Lernfeld und Projekt an mindestens 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat,2. bei erteiltem Unterricht in nicht mehr als insgesamt zwei Fächern, Lernfeldern oder Projekten jeweils höchstens einmal keine Halbjahresnote erhalten hat,3. kein „ungenügend“ als Halbjahresnote erhalten hat,4. ansonsten mindestens „ausreichend“ lautende Halbjahresnoten erhalten hat oder Minderleistungen nach Satz 2 oder 3 ausgleichen kann und5. alle Praktika erfolgreich abgeschlossen hat.Höchstens eine „mangelhaft“ lautende Halbjahresnote ist durch eine mindestens „befriedigend“ lautende Halbjahresnote in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Höchstens zwei „mangelhaft“ lautende Halbjahresnoten sind durch eine mindestens „gut“ lautende Halbjahresnote oder zwei „befriedigend“ lautende Halbjahresnoten in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Das Fach Sport/Gesundheitsförderung ist von den Bedingungen nach Satz 1 Nummer 1 und 2 ausgenommen, wenn die oder der Betroffene von der Teilnahme an diesem Fach freigestellt war. Abweichend von Satz 1 Nummer 2 muss für Fächer, die im Bildungsgang nur in der Probezeit unterrichtet werden, für das Bestehen der Probezeit eine Halbjahresnote nachgewiesen werden.(3) Erfüllt die Schülerin oder der Schüler nur die Voraussetzung des Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 nicht, so entscheidet die Klassenkonferenz darüber, ob aufgrund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der in der Probezeit erbrachten Leistungsnachweise erwartet werden kann, dass die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Ausbildung erfolgreich fortsetzen wird und deshalb die Probezeit als erfolgreich abgeschlossen angesehen werden kann. Die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz zu vermerken.(4) Wer die Probezeit nicht besteht, muss den Bildungsgang verlassen und kann nicht erneut in die Berufsfachschule aufgenommen werden. Den Betroffenen sowie deren Erziehungsberechtigten ist das Nichtbestehen der Probezeit schriftlich bekannt zu geben. Das Nichtbestehen der Probezeit ist auf dem Abgangszeugnis zu vermerken. Abweichend von Satz 1 kann einmal erneut in einen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden, wer die Gründe für das Nichtbestehen der Probezeit nicht zu vertreten hat. In den in Satz 4 genannten Fällen sind die Gründe für das Nichtbestehen auf dem Abgangszeugnis zu vermerken. Wer die Probezeit im Bildungsgang Berliner Ausbildungsmodell nicht bestanden hat, kann abweichend von Satz 1 einmalig in einen mehrjährigen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden.
Ermittlung der Endnoten
Anlage 5aErmittlung der Endnoten D: Halbjahresnotendurchschnitt (§ 37) S: Note der schriftlichen Prüfung P: Note der praktischen Prüfung M: Note der mündlichen Prüfung E: Endnote 1. Wird ein Fach oder Lernfeld nicht geprüft, ist die Endnote der auf eine ganze Zahl gerundete Halbjahresnotendurchschnitt: E = D2. Wird ein Fach oder Lernfeld nur schriftlich geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt und der Note der schriftlichen Prüfung: E = (D + S) : 23. Wird ein Fach oder Lernfeld nur mündlich geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt und der Note der mündlichen Prüfung, wobei der Halbjahresnotendurchschnitt mit doppeltem Gewicht in die Berechnung eingeht: E = (2D + M) : 34. Wird ein Fach oder Lernfeld schriftlich und mündlich geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt und den Prüfungsnoten, wobei der Halbjahresnotendurchschnitt und die Note der schriftlichen Prüfung jeweils mit doppeltem Gewicht in die Berechnung eingehen: E = (2D + 2S + M) : 55. Wird ein Fach oder Lernfeld praktisch geprüft, gilt für die Ermittlung der Endnote die unter Nummer 2 genannte Verfahrensweise entsprechend.6. Wird ein Fach oder Lernfeld praktisch und mündlich geprüft, gilt für die Ermittlung der Endnote die unter Nummer 4 genannte Verfahrensweise entsprechend.7. Wird ein Fach oder Lernfeld schriftlich und praktisch geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt, der Note der schriftlichen Prüfung und der Note der praktischen Prüfung:E = (D + S + P) : 38. Wird ein Fach oder Lernfeld schriftlich, praktisch und mündlich geprüft, ist die Endnote das auf eine ganze Zahl gerundete arithmetische Mittel aus dem Halbjahresnotendurchschnitt und den Prüfungsnoten, wobei der Halbjahresnotendurchschnitt und die Noten der schriftlichen und praktischen Prüfung jeweils mit doppeltem Gewicht in die Berechnung eingehen:E = (2D + 2S + 2P + M) : 7Hinweise:a) Mittelwerte sind auf eine Stelle nach dem Komma ohne Runden zu errechnen.b) Lautet die Nachkommastelle eines Mittelwertes „5“, so gibt beim Runden die Leistungsentwicklung der Schülerin oder des Schülers den Ausschlag.
Verlassen des Bildungsganges
§ 26 Verlassen des Bildungsganges(1) Wer den Bildungsgang auf eigenen Wunsch verlässt, gilt als von der Schule abgemeldet und aus dem Schulverhältnis entlassen. Der Wechsel in einen anderen Bildungsgang gemäß § 25 Absatz 1 Satz 2 ist kein Verlassen des Bildungsganges im Sinne des Satz 1.(2) Schülerinnen und Schüler, die den Bildungsgang verlassen möchten, teilen dies der Schule unter Angabe der Gründe schriftlich mit. Bei nicht volljährigen Schülerinnen und Schülern ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Darüber hinaus ist bei volljährigen Schülerinnen und Schülern von einem Verlassen des Bildungsganges auf eigenen Wunsch auszugehen, wenn diese ununterbrochen an mehr als fünf Unterrichtstagen dem Unterricht fernbleiben, ohne die Schule über das Fernbleiben und dessen Gründe zu informieren; Praktika gelten als Unterricht im Sinne dieser Vorschrift. In den in Satz 3 genannten Fällen hat die Schulleiterin oder der Schulleiter das Verlassen des Bildungsganges unter Angabe der zugrunde liegenden Tatsachen festzustellen und den Schülerinnen und Schülern schriftlich bekannt zu geben.(3) Ein Verlassen des Bildungsganges im Sinne des Absatz 2 Satz 3 liegt nicht vor, wenn die Betroffenen unverzüglich nachweisen, dass sie aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen an der rechtzeitigen Benachrichtigung der Schule gehindert waren und erklären, die Ausbildung fortsetzen zu wollen.(4) Schulpflichtige Schülerinnen und Schüler müssen vor Verlassen des Bildungsganges einen Nachweis über die Aufnahme in einen anderen Bildungsgang der beruflichen Schulen oder über das Ruhen oder die Befreiung von der Schulpflicht erbringen. In besonders begründeten Einzelfällen ist mit Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde ein Wechsel in die Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung mit einem berufsorientierenden Schwerpunkt (kurz: IBA Praxis) nach Teil 5 der Verordnung über die Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung möglich.(5) Wer den Bildungsgang auf eigenen Wunsch verlassen hat, kann nur in besonders begründeten Fällen mit Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde erneut in einen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden. Wer den Bildungsgang des Berliner Ausbildungsmodells auf eigenen Wunsch verlassen hat, kann abweichend von Satz 1 einmalig in einen mehrjährigen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden. Die Schulaufsichtsbehörde entscheidet zugleich über anrechenbare Zeiten aus dem ersten Bildungsgang. Die Anrechnung von Ausbildungszeiten setzt voraus, dass die erneute Aufnahme in einen Bildungsgang mit gleicher Fachrichtung und nicht später als zwei Jahre nach dem Verlassen des ersten Bildungsganges erfolgt.(6) Bei Aufnahme in die Berufsfachschule sind die Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte schriftlich auf die Bestimmungen der Absätze 1 bis 5 hinzuweisen.
Nachteilsausgleich
§ 32 Nachteilsausgleich(1) Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf erhalten bei Bedarf für die einzelnen Prüfungen einen ihrer Behinderung entsprechenden individuellen Nachteilsausgleich. Festgesetzt werden können die in § 39 Absatz 1 der Sonderpädagogikverordnung aufgeführten besonderen Hilfsmittel oder methodischen Unterstützungsmaßnahmen. Über Art und Umfang des individuell zu gewährenden Nachteilsausgleichs entscheidet bis spätestens vier Wochen vor Beginn der ersten Prüfung die oder der jeweilige Prüfungsvorsitzende entsprechend dem in § 40 der Sonderpädagogikverordnung geregelten Verfahren; dabei sind die generellen Vorgaben der Schulaufsichtsbehörde zu beachten.(2) Schülerinnen und Schüler mit festgestellten gravierenden Lese- und Rechtschreibstörungen können bis zu einem von der Schule festgelegten Termin eine Verlängerung der Bearbeitungszeit für die schriftlichen Prüfungen beantragen, über die die oder der Prüfungsvorsitzende entscheidet.(3) Hilfsmittel oder Unterstützungsmaßnahmen nach Absatz 1 Satz 2 können auf Antrag auch gewährt werden, wenn Prüfungen infolge einer vorübergehenden körperlichen Beeinträchtigung nicht ohne Erleichterungen bewältigt werden können. Dem Antrag ist ein ärztliches Attest beizufügen. Die Entscheidung trifft die oder der Prüfungsvorsitzende.(4) Die fachlichen Prüfungsanforderungen dürfen durch einen Nachteilsausgleich gemäß den Absätzen 1 bis 3 nicht verändert werden.
Praktische Prüfung
§ 41 Praktische Prüfung(1) Die praktische Prüfung wird von einer Lehrkraft abgenommen, die von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses als Fachprüferin oder Fachprüfer bestellt wird. Fachprüferin oder Fachprüfer ist in der Regel die Lehrkraft, die den Prüfling zuletzt im Prüfungsfach oder Prüfungslernfeld unterrichtet hat.(2) Die Prüfungsaufgaben und die Dauer der praktischen Prüfung werden von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgelegt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter reicht der Schulaufsichtsbehörde die Aufgabenvorschläge für die praktische Prüfung spätestens acht Wochen vor Prüfungsbeginn zur Genehmigung ein; § 38 Absatz 2, 3 und 5 gilt entsprechend. Für jedes Prüfungsfach, Prüfungslernfeld und jede Klasse ist mindestens ein Aufgabenvorschlag einzureichen. Werden innerhalb einer Klasse verschiedene Aufgaben gestellt, so sind sie unter den Prüflingen zu verlosen.(3) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist berechtigt, an der praktischen Prüfung teilzunehmen, Fragen zu stellen und darüber hinaus im Verlauf der Prüfung die Funktion der Prüferin oder des Prüfers zu übernehmen, wenn dies für den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung erforderlich ist. Die oder der Vorsitzende kann die Befugnisse nach Satz 1 auf ein anderes Mitglied des Prüfungsausschusses übertragen.(4) Für die Leistungsbewertung schlägt die Fachprüferin oder der Fachprüfer dem Prüfungsausschuss eine Note vor; der Prüfungsausschuss setzt die Note fest.(5) Die Note der praktischen Prüfung ist den Prüflingen spätestens zwei Unterrichtstage vor der Vorkonferenz bekannt zu geben.
Aufnahmeverfahren
§ 6 Aufnahmeverfahren(1) Die Schulleiterin oder der Schulleiter nimmt im Auftrag der Schulaufsichtsbehörde die Bewerberinnen und Bewerber in die Berufsfachschule auf. (2) Bewerberinnen und Bewerber nichtdeutscher Herkunftssprache werden aufgenommen, wenn sie die deutsche Sprache in Wort und Schrift so beherrschen, dass sie dem Unterricht folgen können; zur Feststellung der Sprachkenntnisse kann ein schriftlicher oder mündlicher Sprachtest durchgeführt werden.(3) Die Bewerberinnen und Bewerber werden in der Regel jeweils zum Beginn eines Schuljahres aufgenommen. Den Bewerbungszeitraum legt die Schulaufsichtsbehörde fest. Bewerbungen, die nach Ablauf des Bewerbungszeitraumes eingegangen sind, können, soweit noch freie Ausbildungsplätze vorhanden sind, in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt werden.(4) Die Aufnahme in die Berufsfachschule ist schriftlich bei der Schule zu beantragen. Dem Aufnahmeantrag sind beizufügen:1. das Zeugnis über die geforderte Schulbildung in beglaubigter Abschrift oder beglaubigter Fotokopie,2. ein tabellarischer Lebenslauf und zwei Lichtbilder neueren Datums,3. eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wann, wo und mit welchem Ergebnis schon einmal eine Berufsfachschule besucht wurde sowie4. bei Minderjährigen eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten.Wurde das Zeugnis über die geforderte Schulbildung noch nicht erteilt, ist das letzte Halbjahreszeugnis in beglaubigter Abschrift oder beglaubigter Fotokopie beizufügen. Das Abschlusszeugnis ist nach Erhalt unverzüglich nachzureichen. Soweit erforderlich, kann die Schule die Vorlage weiterer Bewerbungsunterlagen verlangen.(5) Die Aufnahme in einen bereits laufenden Bildungsgang ist in der Regel nicht zulässig. Wer ein Abschlusszeugnis nach § 26 Absatz 1 der Verordnung über die Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung vom 22. Juli 2019 (GVBl. S. 479), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 21. September 2021 (GVBl. S. 1181) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung erworben hat und den mittleren Schulabschluss besitzt, kann auf Antrag in die zweite Jahrgangsstufe eines einschlägigen mehrjährigen Bildungsgangs derselben Fachrichtung aufgenommen werden, wenn zu erwarten ist, dass der Bildungsgang trotz verkürzter Ausbildungsdauer erfolgreich abgeschlossen werden kann. Über Anträge nach Satz 2 entscheidet die aufnehmende Berufsfachschule im Einzelfall.(6) Die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf richtet sich nach § 37 Absatz 4 des Schulgesetzes sowie § 21 Absatz 1 und § 33 der Sonderpädagogikverordnung vom 19. Januar 2005 (GVBl. S. 57), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 7. Juli 2022 (GVBl. S. 492) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung.
Fachpraktische Ausbildung
§ 67 Fachpraktische Ausbildung(1) Innerhalb der ersten acht Wochen nach Beginn des Bildungsgangs soll in einer vollschulischen Ausbildungsphase mit Unterstützung der Schule die Vermittlung zwischen den Schülerinnen und Schülern und den Betrieben erfolgen.(2) Abweichend von § 15 Absatz 2 kommen als Praxisstellen nur solche Ausbildungsstätten in Betracht, die im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung ausbildungsgeeignet und ausbildungsberechtigt sind und bereits als Ausbildungsbetriebe beziehungsweise Träger der praktischen Ausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung ausbilden.(3) Abweichend von § 15 Absatz 3 dürfen Praktika nicht in anderen europäischen Staaten durchgeführt werden.(4) Abweichend von § 17 Absatz 1 Satz 2 und 3 findet die fachpraktische Ausbildung auch in den Schulferien statt. Die Ferienordnung für das Land Berlin findet für die Schülerinnen und Schüler im Berliner Ausbildungsmodell keine Anwendung. Die Schülerinnen und Schüler haben ihren Urlaub von 30 Tagen in den Schulferien zu nehmen. In Fällen der unterjährigen Aufnahme steht den Schülerinnen und Schülern als Urlaub für jeden vollen Monat des verbleibenden Schuljahres ein Zwölftel des in Satz 3 genannten Urlaubsanspruchs zu; Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden.(5) Ergänzend zu § 17 Absatz 3 hält im Berliner Ausbildungsmodell zusätzlich die Bildungsbegleiterin oder der Bildungsbegleiter regelmäßig Kontakt zur Praxisstelle und besucht die Schülerinnen und Schüler während der fachpraktischen Ausbildung (Praxisbesuche).(6) Die Schülerinnen und Schüler führen einen schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweis. Die Schule ist verpflichtet, den Ausbildungsnachweis regelmäßig zur Kenntnis zu nehmen und dafür Sorge zu tragen, dass die Ausbildungsordnung eingehalten wird.
Aufnahme bei Übernachfrage
§ 7 Aufnahme bei Übernachfrage(1) Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen für eine Fachrichtung oder einen Schwerpunkt die vorhandene Aufnahmekapazität, so sind die aufzunehmenden Bewerberinnen und Bewerber in einem Auswahlverfahren (§§ 8 und 9) zu ermitteln. Abweichend von Satz 1 wird für Berufsfachschulen, die Schulen besonderer pädagogischer Prägung sind, das Auswahlverfahren nach den für die jeweilige Schule geltenden Regelungen der Verordnung über die Aufnahme in Schulen besonderer pädagogischer Prägung vom 23. März 2006 (GVBl. S. 306), die zuletzt durch Artikel I der Verordnung vom 30. November 2015 (GVBl. S. 592) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung durchgeführt; die Absätze 2 bis 4 sowie §§ 8 und 9 finden keine Anwendung.(2) In die Auswahl einbezogen werden Bewerberinnen und Bewerber, die die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen und sich termingerecht angemeldet haben.(3) Die Platzzahl in den Aufnahmeklassen eines Bildungsganges (Aufnahmekapazität) ergibt sich aus der zugelassenen höchsten Anzahl von Schülerinnen und Schülern in einem Klassenverband (Höchstfrequenz) und aus der Anzahl der Klassenverbände, die zu Beginn eines Schuljahres an den betreffenden Schulen unter Berücksichtigung der Raum-, Material- und Personalausstattung gebildet werden können.(4) Die Auswahlentscheidung bei Übernachfrage trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter der Schule, an der der Bildungsgang angeboten wird.(5) Unmittelbar nach Abschluss des Auswahlverfahrens ist den Bewerberinnen und Bewerbern die Aufnahmeentscheidung schriftlich mitzuteilen.
Aufrücken, Rücktritt und Wiederholung
§ 12 Aufrücken, Rücktritt und Wiederholung(1) In mehrjährigen Bildungsgängen rücken die Schülerinnen und Schüler zu Beginn eines Schuljahres in die nächsthöhere Jahrgangsstufe auf. Stellt sich im Verlaufe der Ausbildung heraus, dass die Schülerin oder der Schüler1. in Bildungsgängen mit schulischer Abschlussprüfung die Zulassungsvoraussetzungen zur Abschlussprüfung gemäß § 36 Absatz 1 Satz 1 bis 3 oder2. in Bildungsgängen mit Kammerprüfung die Abschlussbedingungen gemäß § 56 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1, 2 und 5 sowie Satz 4 und 5nicht mehr erfüllen kann, muss sie oder er zurücktreten oder den Bildungsgang verlassen. Der Rücktritt erfolgt nach Abschluss des ersten Halbjahres einer Jahrgangsstufe in das zweite Halbjahr der vorhergehenden Jahrgangsstufe. Bei einem Rücktritt am Ende einer Jahrgangsstufe ist die Jahrgangsstufe zu wiederholen. Die Entscheidung ist den Betroffenen und deren Erziehungsberechtigten schriftlich bekannt zu geben.(2) Hat die Schülerin oder der Schüler bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen nach § 36 Absatz 1 Satz 1 bis 3 oder § 56 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1, 2 und 5 sowie Satz 4 und 5 nur die gemäß § 36 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder § 56 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 geforderte Mindestteilnahme am erteilten Pflichtunterricht nicht erbracht, so entscheidet die Klassenkonferenz darüber, ob aufgrund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der im Beurteilungszeitraum erbrachten Leistungsnachweise erwartet werden kann, dass die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Ausbildung erfolgreich fortsetzen wird und ein Rücktritt nicht erforderlich ist. Die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz zu vermerken.(3) Die Schülerin oder der Schüler kann freiwillig zurücktreten, wenn eine erfolgreiche Mitarbeit in der Ausbildung nicht mehr gewährleistet ist. Der zu begründende Antrag ist schriftlich bei der Schulleiterin oder dem Schulleiter einzureichen. Bei nicht volljährigen Schülerinnen und Schülern ist der Antrag von den Erziehungsberechtigten zu stellen.(4) Während der Ausbildung ist der Rücktritt nach Absatz 1 Satz 2 und Absatz 3 Satz 1 jeweils einmal möglich. Ein Rücktritt zum Ende des Prüfungshalbjahres ist nicht möglich. Abweichend von Satz 1 ist im Falle des Nichtbestehens der Probezeit ein Rücktritt nach Absatz 1 Satz 2 ausgeschlossen.(5) Wer zurücktritt, muss im Wiederholungszeitraum alle Leistungen neu erbringen. Bei Rücktritt in oder Wiederholung der ersten Jahrgangsstufe ist nicht erneut über die Probezeit zu entscheiden.
Übergangsregelungen
§ 74 Übergangsregelungen(1) Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2013 begonnen und zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen haben, gilt diese Verordnung mit der Maßgabe, dass1. abweichend von § 12 Absatz 1 Satz 2 die Schülerin oder der Schüler nur zurücktreten oder den Bildungsgang verlassen muss, wenn sie oder er in der Jahrgangsstufe in einem Fach, Lernfeld oder Projekt an weniger als 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilnimmt und dass in diesen Fällen die Entscheidung der Klassenkonferenz nach § 12 Absatz 2 unabhängig von der Erfüllung der in § 12 Absatz 2 Satz 1 genannten übrigen Voraussetzungen zu treffen ist,2. Unterbrechungen des Bildungsganges im Sinne des § 25, die vor dem 1. August 2013 erfolgten, nicht auf die in § 25 Absatz 2 genannte zulässige Anzahl der Unterbrechungen anzurechnen sind und § 25 Absatz 4 keine Anwendung findet, und3. anstelle der §§ 36 und 56 dieser Verordnung die §§ 36 und 56 in der bis zum Inkrafttreten der Verordnung zur Änderung von Vorschriften für berufliche Schulen im Land Berlin vom 18. November 2013 (GVBl. S. 598) geltenden Fassung anzuwenden sind.(2) Für Bewerberinnen und Bewerber, die ein Abschlusszeugnis nach § 23 Absatz 3 der Verordnung über die einjährige Berufsfachschule im Land Berlin vom 19. September 2007 (GVBl. S. 489), in der jeweils geltenden Fassung erworben haben, ist § 6 Absatz 5 Satz 2 in der bis zum Inkrafttreten des Artikel 3 der Verordnung vom 21. September 2021 (GVBl. S. 1181) geltenden Fassung weiter anzuwenden.(3) Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2024 begonnen und zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen haben, gelten § 46 Absatz 2, § 49, § 56 Absatz 2 und § 58 in der vor Inkrafttreten der Verordnung zur Änderung von Vorschriften für die beruflichen Schulen und die Sekundarstufe I vom 12. August 2024 (GVBl. S. 501) geltenden Fassung. Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2024 begonnen und zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen haben, gilt § 12 Absatz 1 und 2 in der vor Inkrafttreten der Verordnung zur Änderung der Berufsfachschulverordnung vom 7. Juli 2025 (GVBl. S. 289) geltenden Fassung. Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2025 begonnen und zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen haben oder die ihre Ausbildung bis zum 31. Juli 2025 abschließen werden, gelten § 10 Absatz 1 sowie § 12 Absatz 4 und 5 in der vor Inkrafttreten der Verordnung zur Änderung von Vorschriften für die beruflichen Schulen und die Sekundarstufe I vom 12. August 2024 (GVBl. S. 501) geltenden Fassung.
Probezeit
§ 10 Probezeit(1) Die Aufnahme erfolgt zunächst auf Probe. Die Probezeit dauert in einjährigen Bildungsgängen ein Schulhalbjahr und in mehrjährigen Bildungsgängen ein Schuljahr.(2) Die Probezeit besteht, wer in der Probezeit1. in jedem Fach, Lernfeld und Projekt an mindestens 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat,2. bei erteiltem Unterricht in nicht mehr als insgesamt zwei Fächern, Lernfeldern oder Projekten jeweils höchstens einmal keine Halbjahresnote erhalten hat,3. kein „ungenügend“ als Halbjahresnote erhalten hat,4. ansonsten mindestens „ausreichend“ lautende Halbjahresnoten erhalten hat oder Minderleistungen nach Satz 2 oder 3 ausgleichen kann und5. alle Praktika erfolgreich abgeschlossen hat.Höchstens eine „mangelhaft“ lautende Halbjahresnote ist durch eine mindestens „befriedigend“ lautende Halbjahresnote in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Höchstens zwei „mangelhaft“ lautende Halbjahresnoten sind durch eine mindestens „gut“ lautende Halbjahresnote oder zwei „befriedigend“ lautende Halbjahresnoten in anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten ausgeglichen. Das Fach Sport/Gesundheitsförderung ist von den Bedingungen nach Satz 1 Nummer 1 und 2 ausgenommen, wenn die oder der Betroffene von der Teilnahme an diesem Fach freigestellt war. Abweichend von Satz 1 Nummer 2 muss für Fächer, die im Bildungsgang nur in der Probezeit unterrichtet werden, für das Bestehen der Probezeit eine Halbjahresnote nachgewiesen werden.(3) Erfüllt die Schülerin oder der Schüler nur die Voraussetzung des Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 nicht, so entscheidet die Klassenkonferenz darüber, ob aufgrund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der in der Probezeit erbrachten Leistungsnachweise erwartet werden kann, dass die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Ausbildung erfolgreich fortsetzen wird und deshalb die Probezeit als erfolgreich abgeschlossen angesehen werden kann. Die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz zu vermerken.(4) Wer die Probezeit nicht besteht, muss den Bildungsgang verlassen und kann nicht erneut in die Berufsfachschule aufgenommen werden. Den Betroffenen sowie deren Erziehungsberechtigten ist das Nichtbestehen der Probezeit schriftlich bekannt zu geben. Das Nichtbestehen der Probezeit ist auf dem Abgangszeugnis zu vermerken. Abweichend von Satz 1 kann einmal erneut in einen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden, wer die Gründe für das Nichtbestehen der Probezeit nicht zu vertreten hat. In den in Satz 4 genannten Fällen sind die Gründe für das Nichtbestehen auf dem Abgangszeugnis zu vermerken. Wer die Probezeit im Bildungsgang Berliner Ausbildungsmodell nicht bestanden hat, kann abweichend von Satz 1 einmalig in einen mehrjährigen Bildungsgang der Berufsfachschule aufgenommen werden.(5) In mehrjährigen Bildungsgängen gilt Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 und 4, Satz 2 und 3 mit der Maßgabe, dass bei der Entscheidung über das Bestehen der Probezeit statt der Halbjahresnoten der in jedem Fach und Lernfeld erzielte Notendurchschnitt beider Halbjahre zugrunde gelegt wird. Der Notendurchschnitt eines Faches oder Lernfeldes ist das arithmetische Mittel aus den in beiden Halbjahren gemäß § 24 Absatz 1 Satz 1 erzielten Halbjahresnoten. In diesen Fällen erfolgen Rundungen auf ganze Noten unter Berücksichtigung der Lern-, Leistungs- und Kompetenzentwicklung in der Probezeit.
Prüfungsaufgaben und Prüfungsdauer der schriftlichen Prüfung
§ 38 Prüfungsaufgaben und Prüfungsdauer der schriftlichen Prüfung(1) Die Aufgaben der schriftlichen Prüfung und die jeweilige Prüfungsdauer werden von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgelegt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter reicht der Schulaufsichtsbehörde für jedes Prüfungsfach und Prüfungslernfeld zwei Aufgabenvorschläge zur Auswahl und Genehmigung ein; Absatz 4 bleibt unberührt. Die Schulaufsichtsbehörde legt für jeden Prüfungsdurchgang den Zeitraum fest, in dem Prüfungsvorschläge zur Auswahl und Genehmigung einzureichen sind, und gibt diesen den Schulen bekannt. Die Schulaufsichtsbehörde wählt jeweils einen Vorschlag aus.(2) Die Schulaufsichtsbehörde kann die Aufgabenvorschläge abändern oder durch neue ersetzen oder die Lehrkraft zur Abgabe neuer Aufgabenvorschläge auffordern.(3) Die Aufgabenvorschläge sind in der Regel von den Lehrkräften zu erstellen, die die Prüflinge in dem jeweiligen Fach oder Lernfeld zuletzt unterrichtet haben; sie sind von der Schulleiterin oder dem Schulleiter mit einem Vermerk über deren Kenntnisnahme zu versehen. Bei allen Prüfungsaufgaben sind erläuternde Bemerkungen, die den Prüflingen zusammen mit der Aufgabe mitgeteilt werden sollen, im Wortlaut hinzuzufügen sowie die vorgesehenen Hilfsmittel anzugeben.(4) In doppelt qualifizierenden Bildungsgängen (§ 2 Absatz 3) gelten für die Prüfung in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik die von der Schulaufsichtsbehörde zentral festgelegten Prüfungsaufgaben der Fachoberschule; die Absätze 1 bis 3 finden insoweit keine Anwendung.(5) Die Prüfungsaufgaben dürfen den Prüflingen erst bei Beginn der jeweiligen Arbeit bekannt werden. Jede vorzeitige Andeutung der Themen oder Aufgaben ist untersagt und führt zur Ungültigkeit dieses Prüfungsteils.
Praktische Prüfung
§ 41 Praktische Prüfung(1) Die praktische Prüfung wird von einer Lehrkraft abgenommen, die von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses als Fachprüferin oder Fachprüfer bestellt wird. Fachprüferin oder Fachprüfer ist in der Regel die Lehrkraft, die den Prüfling zuletzt im Prüfungsfach oder Prüfungslernfeld unterrichtet hat.(2) Die Prüfungsaufgaben und die Dauer der praktischen Prüfung werden von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgelegt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter reicht der Schulaufsichtsbehörde die Aufgabenvorschläge für die praktische Prüfung zur Genehmigung ein; § 38 Absatz 2, 3 und 5 gilt entsprechend. Die Schulaufsichtsbehörde legt für jeden Prüfungsdurchgang den Zeitraum fest, in dem Prüfungsvorschläge zur Auswahl und Genehmigung einzureichen sind, und gibt diesen den Schulen bekannt. Für jedes Prüfungsfach, Prüfungslernfeld und jede Klasse ist mindestens ein Aufgabenvorschlag einzureichen. Werden innerhalb einer Klasse verschiedene Aufgaben gestellt, so sind sie unter den Prüflingen zu verlosen.(3) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist berechtigt, an der praktischen Prüfung teilzunehmen, Fragen zu stellen und darüber hinaus im Verlauf der Prüfung die Funktion der Prüferin oder des Prüfers zu übernehmen, wenn dies für den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung erforderlich ist. Die oder der Vorsitzende kann die Befugnisse nach Satz 1 auf ein anderes Mitglied des Prüfungsausschusses übertragen.(4) Für die Leistungsbewertung schlägt die Fachprüferin oder der Fachprüfer dem Prüfungsausschuss eine Note vor; der Prüfungsausschuss setzt die Note fest.(5) Die Note der praktischen Prüfung ist den Prüflingen spätestens zwei Unterrichtstage vor der Vorkonferenz bekannt zu geben.
Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagen
§ 54 Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagen(1) Die Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmer können auf Antrag innerhalb der in § 16 der Schuldatenverordnung vom 7. August 2023 (GVBl. S. 283), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 4. März 2024 (GVBl. S. 55) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung geregelten Aufbewahrungsfrist nach Abschluss ihrer Prüfung Einsicht in die von ihnen angefertigten Prüfungsarbeiten und in die Protokolle über ihre mündlichen und praktischen Prüfungen nehmen. Die Einsicht darf nur den Betroffenen selbst oder einer mit schriftlicher oder in anderer Weise nachgewiesener Vollmacht versehenen Vertretung gewährt werden. Nehmen die Betroffenen selbst Einsicht, so können sie sich von einer Person ihres Vertrauens begleiten lassen; dieser ist dann ebenfalls Einsicht zu gewähren.(2) Bei der Einsichtnahme sind die Prüfungsarbeiten vollständig einschließlich aller Gutachten und Beurteilungen vorzulegen.(3) Die Einsichtnahme erfolgt unter Aufsicht. Die Einsichtnehmenden haben sich vorher auszuweisen. Die Einsichtnahme ist in den Prüfungsakten zu vermerken. Sie umfasst das Recht, Auszüge anzufertigen. Bei begründetem Bedarf kann die Anfertigung von Fotokopien gestattet werden.
Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife
§ 59 Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife(1) Wer an einer Berufsfachschule mit Kammerprüfung einen doppelt qualifizierenden Bildungsgang (§ 2 Absatz 3) besucht, kann am Ende des Bildungsganges auf Antrag an einer Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife teilnehmen. (2) Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Fächer der schriftlichen Prüfung sind 1. Deutsch/Kommunikation,2. Fremdsprache,3. Mathematik und4. ein fachrichtungsbezogenes Prüfungsfach, das von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgesetzt wird. Fächer der mündlichen Prüfung sind die in Satz 2 genannten Fächer und die Fächer Naturwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. (3) Rechtzeitig vor Beginn der Prüfung ist in entsprechender Anwendung des § 37 Satz 2 der Halbjahresnotendurchschnitt der Prüfungsfächer zu ermitteln und gemäß Anlage 4b in Punkte umzuwandeln. Im Falle der Wiederholung sind nur die Halbjahresnoten aus dem Wiederholungszeitraum zu berücksichtigen. Zur Prüfung wird zugelassen, wer in höchstens zwei Prüfungsfächern nur 1 bis 4 Punkte und in den übrigen Prüfungsfächern jeweils mindestens 5 Punkte erreicht hat. (4) Für die schriftliche Prüfung in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik gelten die von der Schulaufsichtsbehörde zentral festgelegten Prüfungsaufgaben der Fachoberschule (§ 38 Absatz 4).(5) Die Bewertung der Prüfungsleistungen, die Ermittlung der abschließend erreichten Punkte sowie die Bildung der Durchschnittsnote erfolgen gemäß Anlage 4b.(6) Die Prüfung besteht, wer in jedem Prüfungsfach mindestens 5 Punkte erzielt. Eine Minderleistung (1 bis 4 Punkte) in höchstens einem Prüfungsfach ist durch eine mit mindestens 10 Punkten bewertete Leistung oder zwei mit mindestens 7 Punkten bewertete Leistungen in anderen Prüfungsfächern ausgeglichen, wobei ein Leistungsausgleich in einem Fach der schriftlichen Prüfung nur durch Leistungen in einem anderen schriftlichen Prüfungsfach erfolgen kann. (7) Die Fachhochschulreife erwirbt, wer die Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle bestanden und das Abschlusszeugnis der Berufsfachschule erworben hat (§ 56) und an der Zusatzprüfung mit Erfolg teilgenommen hat. (8) Im Zeugnis über den Erwerb der Fachhochschulreife werden die abschließend erreichten Punkte und Noten der Prüfungsfächer sowie die Durchschnittsnote ausgewiesen. Auf dem Zeugnis ist zu vermerken, dass das Zeugnis in Verbindung mit dem Abschlusszeugnis der Berufsfachschule gilt. Das Zeugnismuster gibt die Schulaufsichtsbehörde vor. (9) Im Übrigen finden für die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife die Bestimmungen des § 22 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und Satz 2, die §§ 27 und 28, §§ 30 bis 35, §§ 37 bis 40, §§ 42 bis 46 Absatz 1, 3 und 4 und §§ 51 bis 54 entsprechende Anwendung.
Aufnahmeverfahren
§ 6 Aufnahmeverfahren(1) Die Schulleiterin oder der Schulleiter nimmt im Auftrag der Schulaufsichtsbehörde die Bewerberinnen und Bewerber in die Berufsfachschule auf. Eine bedingte Aufnahme ist nicht zulässig. (2) Bewerberinnen und Bewerber nichtdeutscher Herkunftssprache werden aufgenommen, wenn sie die deutsche Sprache in Wort und Schrift so beherrschen, dass sie dem Unterricht folgen können; zur Feststellung der Sprachkenntnisse kann ein schriftlicher oder mündlicher Sprachtest durchgeführt werden. (3) Die Bewerberinnen und Bewerber werden in der Regel jeweils zum Beginn eines Schuljahres aufgenommen. Den Bewerbungszeitraum legt die Schulaufsichtsbehörde fest. Bewerbungen, die nach Ablauf des Bewerbungszeitraumes eingegangen sind, können, soweit noch freie Ausbildungsplätze vorhanden sind, in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt werden. (4) Die Aufnahme in die Berufsfachschule ist schriftlich bei der Schule zu beantragen. Dem Aufnahmeantrag sind beizufügen: 1. das Zeugnis über die geforderte Schulbildung in beglaubigter Abschrift oder beglaubigter Fotokopie,2. ein tabellarischer Lebenslauf und zwei Lichtbilder neueren Datums,3. eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wann, wo und mit welchem Ergebnis schon einmal eine Berufsfachschule besucht wurde sowie4. bei Minderjährigen eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Wurde das Zeugnis über die geforderte Schulbildung noch nicht erteilt, ist das letzte Halbjahreszeugnis in beglaubigter Abschrift oder beglaubigter Fotokopie beizufügen. Das Abschlusszeugnis ist nach Erhalt unverzüglich nachzureichen. Soweit erforderlich, kann die Schule die Vorlage weiterer Bewerbungsunterlagen verlangen. (5) Die Aufnahme in einen bereits laufenden Bildungsgang ist in der Regel nicht zulässig. Wer ein Abschlusszeugnis nach § 23 Absatz 3 der Verordnung über die einjährige Berufsfachschule im Land Berlin vom 19. September 2007 (GVBl. S. 489), in der jeweils geltenden Fassung, erworben hat, kann auf Antrag in die zweite Jahrgangsstufe eines einschlägigen mehrjährigen Bildungsgangs derselben Fachrichtung aufgenommen werden, wenn zu erwarten ist, dass der Bildungsgang trotz verkürzter Ausbildungsdauer erfolgreich abgeschlossen werden kann. Über Anträge nach Satz 2 entscheidet die aufnehmende Berufsfachschule im Einzelfall.
Nachteilsausgleich
§ 32 Nachteilsausgleich(1) Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf erhalten bei Bedarf für die einzelnen Prüfungen einen ihrer Behinderung entsprechenden individuellen Nachteilsausgleich. Festgesetzt werden können die in § 39 Absatz 1 der Sonderpädagogikverordnung vom 19. Januar 2005 (GVBl. S. 57), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 28. September 2016 (GVBl. S. 803) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, aufgeführten besonderen Hilfsmittel oder methodischen Unterstützungsmaßnahmen. Über Art und Umfang des individuell zu gewährenden Nachteilsausgleichs entscheidet bis spätestens vier Wochen vor Beginn der ersten Prüfung die oder der jeweilige Prüfungsvorsitzende entsprechend dem in § 40 der Sonderpädagogikverordnung geregelten Verfahren; dabei sind die generellen Vorgaben der Schulaufsichtsbehörde zu beachten. (2) Schülerinnen und Schüler mit festgestellten gravierenden Lese- und Rechtschreibstörungen können bis zu einem von der Schule festgelegten Termin eine Verlängerung der Bearbeitungszeit für die schriftlichen Prüfungen beantragen, über die die oder der Prüfungsvorsitzende entscheidet. (3) Hilfsmittel oder Unterstützungsmaßnahmen nach Absatz 1 Satz 2 können auf Antrag auch gewährt werden, wenn Prüfungen infolge einer vorübergehenden körperlichen Beeinträchtigung nicht ohne Erleichterungen bewältigt werden können. Dem Antrag ist ein ärztliches Attest beizufügen. Die Entscheidung trifft die oder der Prüfungsvorsitzende. (4) Die fachlichen Prüfungsanforderungen dürfen durch einen Nachteilsausgleich gemäß den Absätzen 1 bis 3 nicht verändert werden.
Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagen
§ 54 Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagen(1) Die Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmer können auf Antrag innerhalb der in § 13 der Schuldatenverordnung vom 13. Oktober 1994 (GVBl. S. 435), die zuletzt durch Verordnung vom 15. Oktober 2010 (GVBl. S. 446) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung geregelten Aufbewahrungsfrist nach Abschluss ihrer Prüfung Einsicht in die von ihnen angefertigten Prüfungsarbeiten und in die Protokolle über ihre mündlichen und praktischen Prüfungen nehmen. Die Einsicht darf nur den Betroffenen selbst oder einer mit schriftlicher oder in anderer Weise nachgewiesener Vollmacht versehenen Vertretung gewährt werden. Nehmen die Betroffenen selbst Einsicht, so können sie sich von einer Person ihres Vertrauens begleiten lassen; dieser ist dann ebenfalls Einsicht zu gewähren.(2) Bei der Einsichtnahme sind die Prüfungsarbeiten vollständig einschließlich aller Gutachten und Beurteilungen vorzulegen.(3) Die Einsichtnahme erfolgt unter Aufsicht. Die Einsichtnehmenden haben sich vorher auszuweisen. Die Einsichtnahme ist in den Prüfungsakten zu vermerken. Sie umfasst das Recht, Auszüge anzufertigen. Bei begründetem Bedarf kann die Anfertigung von Fotokopien gestattet werden.
Prüfungsaufgaben und Prüfungsdauer der schriftlichen Prüfung
§ 38 Prüfungsaufgaben und Prüfungsdauer der schriftlichen Prüfung(1) Die Aufgaben der schriftlichen Prüfung und die jeweilige Prüfungsdauer werden von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgelegt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter reicht der Schulaufsichtsbehörde spätestens acht Wochen vor Beginn der ersten schriftlichen Prüfung für jedes Prüfungsfach und Prüfungslernfeld zwei Aufgabenvorschläge zur Auswahl und Genehmigung ein; Absatz 4 bleibt unberührt. Die Schulaufsichtsbehörde wählt jeweils einen Vorschlag aus.(2) Die Schulaufsichtsbehörde kann die Aufgabenvorschläge abändern oder durch neue ersetzen oder die Lehrkraft zur Abgabe neuer Aufgabenvorschläge auffordern.(3) Die Aufgabenvorschläge sind in der Regel von den Lehrkräften zu erstellen, die die Prüflinge in dem jeweiligen Fach zuletzt unterrichtet haben; sie sind von der Schulleiterin oder dem Schulleiter mit einem Vermerk über deren Kenntnisnahme zu versehen. Bei allen Prüfungsaufgaben sind erläuternde Bemerkungen, die den Prüflingen zusammen mit der Aufgabe mitgeteilt werden sollen, im Wortlaut hinzuzufügen sowie die vorgesehenen Hilfsmittel anzugeben.(4) In doppelt qualifizierenden Bildungsgängen (§ 2 Absatz 3) gelten für die Prüfung in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik die von der Schulaufsichtsbehörde zentral festgelegten Prüfungsaufgaben der Fachoberschule; die Absätze 1 bis 3 finden insoweit keine Anwendung.(5) Die Prüfungsaufgaben dürfen den Prüflingen erst bei Beginn der jeweiligen Arbeit bekannt werden. Jede vorzeitige Andeutung der Themen oder Aufgaben ist untersagt und führt zur Ungültigkeit dieses Prüfungsteils.
Aufnahmeverfahren
§ 6 Aufnahmeverfahren(1) Die Schulleiterin oder der Schulleiter nimmt im Auftrag der Schulaufsichtsbehörde die Bewerberinnen und Bewerber in die Berufsfachschule auf. Eine bedingte Aufnahme ist nicht zulässig.(2) Bewerberinnen und Bewerber nichtdeutscher Herkunftssprache werden aufgenommen, wenn sie die deutsche Sprache in Wort und Schrift so beherrschen, dass sie dem Unterricht folgen können; zur Feststellung der Sprachkenntnisse kann ein schriftlicher oder mündlicher Sprachtest durchgeführt werden.(3) Die Bewerberinnen und Bewerber werden in der Regel jeweils zum Beginn eines Schuljahres aufgenommen. Den Bewerbungszeitraum legt die Schulaufsichtsbehörde fest. Bewerbungen, die nach Ablauf des Bewerbungszeitraumes eingegangen sind, können, soweit noch freie Ausbildungsplätze vorhanden sind, in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt werden.(4) Die Aufnahme in die Berufsfachschule ist schriftlich bei der Schule zu beantragen. Dem Aufnahmeantrag sind beizufügen:1. das Zeugnis über die geforderte Schulbildung in beglaubigter Abschrift oder beglaubigter Fotokopie,2. ein tabellarischer Lebenslauf und zwei Lichtbilder neueren Datums,3. eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wann, wo und mit welchem Ergebnis schon einmal eine Berufsfachschule besucht wurde sowie4. bei Minderjährigen eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten.Wurde das Zeugnis über die geforderte Schulbildung noch nicht erteilt, ist das letzte Halbjahreszeugnis in beglaubigter Abschrift oder beglaubigter Fotokopie beizufügen. Das Abschlusszeugnis ist nach Erhalt unverzüglich nachzureichen. Soweit erforderlich, kann die Schule die Vorlage weiterer Bewerbungsunterlagen verlangen.(5) Die Aufnahme in einen bereits laufenden Bildungsgang ist in der Regel nicht zulässig. Wer ein Abschlusszeugnis nach § 26 Absatz 1 der Verordnung über die Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung vom 22. Juli 2019 (GVBl. S. 479), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 21. September 2021 (GVBl. S. 1181) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung erworben hat und den mittleren Schulabschluss besitzt, kann auf Antrag in die zweite Jahrgangsstufe eines einschlägigen mehrjährigen Bildungsgangs derselben Fachrichtung aufgenommen werden, wenn zu erwarten ist, dass der Bildungsgang trotz verkürzter Ausbildungsdauer erfolgreich abgeschlossen werden kann. Über Anträge nach Satz 2 entscheidet die aufnehmende Berufsfachschule im Einzelfall.
Übergangsregelungen
§ 67 Übergangsregelungen(1) Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung vor dem 1. August 2013 begonnen und zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen haben, gilt diese Verordnung mit der Maßgabe, dass1. abweichend von § 12 Absatz 1 Satz 2 die Schülerin oder der Schüler nur zurücktreten oder den Bildungsgang verlassen muss, wenn sie oder er in der Jahrgangsstufe in einem Fach, Lernfeld oder Projekt an weniger als 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilnimmt und dass in diesen Fällen die Entscheidung der Klassenkonferenz nach § 12 Absatz 2 unabhängig von der Erfüllung der in § 12 Absatz 2 Satz 1 genannten übrigen Voraussetzungen zu treffen ist,2. Unterbrechungen des Bildungsganges im Sinne des § 25, die vor dem 1. August 2013 erfolgten, nicht auf die in § 25 Absatz 2 genannte zulässige Anzahl der Unterbrechungen anzurechnen sind und § 25 Absatz 4 keine Anwendung findet, und3. anstelle der §§ 36 und 56 dieser Verordnung die §§ 36 und 56 in der bis zum Inkrafttreten der Verordnung zur Änderung von Vorschriften für berufliche Schulen im Land Berlin vom 18. November 2013 (GVBl. S. 598) geltenden Fassung anzuwenden sind.(2) Für Bewerberinnen und Bewerber, die ein Abschlusszeugnis nach § 23 Absatz 3 der Verordnung über die einjährige Berufsfachschule im Land Berlin vom 19. September 2007 (GVBl. S. 489), in der jeweils geltenden Fassung erworben haben, ist § 6 Absatz 5 Satz 2 in der bis zum Inkrafttreten des Artikel 3 der Verordnung vom 21. September 2021 (GVBl. S. 1181) geltenden Fassung weiter anzuwenden.
Prüfungsaufgaben und Prüfungsdauer der schriftlichen Prüfung
§ 38 Prüfungsaufgaben und Prüfungsdauer der schriftlichen Prüfung(1) Die Aufgaben der schriftlichen Prüfung und die jeweilige Prüfungsdauer werden von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgelegt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter reicht der Schulaufsichtsbehörde spätestens acht Wochen vor Beginn der ersten schriftlichen Prüfung für jedes Prüfungsfach und Prüfungslernfeld zwei Aufgabenvorschläge zur Auswahl und Genehmigung ein; Absatz 4 bleibt unberührt. Die Schulaufsichtsbehörde wählt jeweils einen Vorschlag aus.(2) Die Schulaufsichtsbehörde kann die Aufgabenvorschläge abändern oder durch neue ersetzen oder die Lehrkraft zur Abgabe neuer Aufgabenvorschläge auffordern.(3) Die Aufgabenvorschläge sind in der Regel von den Lehrkräften zu erstellen, die die Prüflinge in dem jeweiligen Fach oder Lernfeld zuletzt unterrichtet haben; sie sind von der Schulleiterin oder dem Schulleiter mit einem Vermerk über deren Kenntnisnahme zu versehen. Bei allen Prüfungsaufgaben sind erläuternde Bemerkungen, die den Prüflingen zusammen mit der Aufgabe mitgeteilt werden sollen, im Wortlaut hinzuzufügen sowie die vorgesehenen Hilfsmittel anzugeben.(4) In doppelt qualifizierenden Bildungsgängen (§ 2 Absatz 3) gelten für die Prüfung in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik die von der Schulaufsichtsbehörde zentral festgelegten Prüfungsaufgaben der Fachoberschule; die Absätze 1 bis 3 finden insoweit keine Anwendung.(5) Die Prüfungsaufgaben dürfen den Prüflingen erst bei Beginn der jeweiligen Arbeit bekannt werden. Jede vorzeitige Andeutung der Themen oder Aufgaben ist untersagt und führt zur Ungültigkeit dieses Prüfungsteils.
Praktische Prüfung
§ 41 Praktische Prüfung(1) Die praktische Prüfung wird von einer Lehrkraft abgenommen, die von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses als Fachprüferin oder Fachprüfer bestellt wird. Fachprüferin oder Fachprüfer ist in der Regel die Lehrkraft, die den Prüfling zuletzt im Prüfungsfach oder Prüfungslernfeld unterrichtet hat.(2) Die Prüfungsaufgaben und die Dauer der praktischen Prüfung werden von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgelegt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter reicht der Schulaufsichtsbehörde die Aufgabenvorschläge für die praktische Prüfung spätestens acht Wochen vor Prüfungsbeginn zur Genehmigung ein; § 38 Absatz 2, 3 und 5 gilt entsprechend. Für jedes Prüfungsfach, Prüfungslernfeld und jede Klasse ist mindestens ein Aufgabenvorschlag einzureichen. Werden innerhalb einer Klasse verschiedene Aufgaben gestellt, so sind sie unter den Prüflingen zu verlosen.(3) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist berechtigt, an der praktischen Prüfung teilzunehmen, Fragen zu stellen und darüber hinaus im Verlauf der Prüfung die Funktion der Prüferin oder des Prüfers zu übernehmen, wenn dies für den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung erforderlich ist. Die oder der Vorsitzende kann die Befugnisse nach Satz 1 auf ein anderes Mitglied des Prüfungsausschusses übertragen.(4) Für die Leistungsbewertung schlägt die Fachprüferin oder der Fachprüfer dem Prüfungsausschuss eine Note vor; der Prüfungsausschuss setzt die Note fest.
Klassenarbeiten
§ 20 Klassenarbeiten(1) Klassenarbeiten überprüfen fachbezogen den Stand der Lern-, Leistungs- und Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler im jeweiligen Bildungsabschnitt. Inhalt und Schwierigkeitsgrad der Arbeiten sind an den Qualifikationszielen und Standards der zugrunde liegenden Rahmenlehrpläne auszurichten.(2) Klassenarbeiten können durch1. Projektarbeiten und deren Präsentation oder2. andere geeignete Formen der Leistungsüberprüfung, zu denen auch praktische Leistungen zählen,ersetzt werden.(3) Die Anzahl der Klassenarbeiten richtet sich nach dem Umfang des Unterrichts. Dabei dürfen je Unterrichtsfach oder Lernfeld nicht weniger als eine Klassenarbeit, die nicht durch eine Ersatzleistung gemäß Absatz 2 ersetzt werden darf, und nicht mehr als drei Klassenarbeiten in einem Schulhalbjahr geschrieben werden. Im Fach Sport/Gesundheitsförderung und im fachpraktischen Unterricht werden keine Klassenarbeiten geschrieben.(4) Klassenarbeiten sind spätestens eine Woche vor ihrer Durchführung anzukündigen. Dabei sollen Hinweise auf die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit gegeben werden. An einem Unterrichtstag darf nur eine Klassenarbeit geschrieben werden.(5) Die Ergebnisse der Klassenarbeiten sind der Schulleiterin oder dem Schulleiter mitzuteilen. Ist das Ergebnis bei mehr als einem Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlechter als ausreichend, kann in begründeten Fällen die Schulleiterin oder der Schulleiter nach Anhörung der Klassenkonferenz festlegen, dass die Arbeit nicht gewertet und stattdessen eine neue Klassenarbeit geschrieben wird. Die Entscheidungsgründe sind schriftlich festzuhalten.(6) Für versäumte Klassenarbeiten ist, soweit sie nicht nach § 22 Absatz 3 mit der Note „ungenügend" bewertet werden, jeweils ein Nachschreibtermin anzusetzen.
Leistungsbewertung
§ 22 Leistungsbewertung(1) Leistungen werden durch Noten gemäß § 58 Absatz 3 Satz 2 des Schulgesetzes bewertet. Für die Notenfindung gilt der Bewertungsschlüssel der Anlage 3.(2) Die Note wird von der Lehrkraft festgesetzt, die den Unterricht erteilt hat. Wurde der Unterricht von mehr als einer Lehrkraft erteilt, so soll die Note gemeinsam festgelegt werden; im Konfliktfall entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter.(3) In Fällen1. der Leistungsverweigerung sowie2. der Täuschung oder des Täuschungsversuchsist die Note „ungenügend“ (im Prüfungsverfahren zum Erwerb der Fachhochschulreife 0 Punkte) zu erteilen. Eine Leistungsverweigerung liegt auch vor, wenn sich die Schülerin oder der Schüler durch unentschuldigtes Fernbleiben einer angekündigten Leistungsüberprüfung entzieht. Unleserliche Teile einer Arbeit gelten als nicht erbrachte Teilleistung.(4) Kann die geforderte Leistung aus Gründen, die die Schülerin oder der Schüler nicht zu vertreten hat, nicht erbracht werden, so wird keine Note erteilt. Anstelle einer Note wird ein „o. B.“ (ohne Bewertung) ausgewiesen. § 20 Absatz 6 bleibt unberührt.
Halbjahresnoten, Abschlussnoten, Zeugnisse
§ 24 Halbjahresnoten, Abschlussnoten, Zeugnisse(1) Am Ende eines Schulhalbjahres wird für jedes Fach, Lernfeld oder Projekt eine Halbjahresnote (Zeugnisnote) gebildet. Die Halbjahresnote stützt sich auf die von den Schülerinnen und Schülern im Schulhalbjahr erbrachten schriftlichen, mündlichen, praktischen und sonstigen Leistungen (§ 58 Absatz 5 des Schulgesetzes).(2) Die Ergebnisse der Klassenarbeiten und etwaiger Ersatzleistungen gemäß § 20 Absatz 2 gehen zur Hälfte in die Leistungsbewertung ein. Sofern in einem Fach oder Lernfeld in einem Schulhalbjahr nur eine Klassenarbeit geschrieben worden ist, geht das Ergebnis dieser Klassenarbeit abweichend von Satz 1 mindestens zu einem Drittel und höchstens zur Hälfte in die Leistungsbewertung ein.(3) Verlässt eine Schülerin oder ein Schüler die Berufsfachschule vor Beendigung des Bildungsganges, so werden die Halbjahresnoten der Fächer, Lernfelder oder Projekte zu Abschlussnoten zusammengefasst. Dabei ist neben dem arithmetischen Mittel die Leistungsentwicklung angemessen zu berücksichtigen. Wurde ein Fach, Lernfeld oder Projekt nur ein einziges Schulhalbjahr unterrichtet, so gilt die Halbjahresnote als Abschlussnote.(4) Absatz 3 findet keine Anwendung, wenn die Schülerin oder der Schüler den Bildungsgang innerhalb von sechs Wochen nach Ausbildungsbeginn abbricht. Die Schule erteilt in diesem Fall anstelle eines Abgangszeugnisses auf Antrag eine Bescheinigung über die Dauer des Schulbesuchs und etwaiger Fehlzeiten. Eine Durchschrift der Bescheinigung ist zu den Schülerakten zu nehmen.(5) Für die Zeugnisse sind die von der Schulaufsichtsbehörde festgelegten Vordrucke zu verwenden.
Aufrücken, Rücktritt und Wiederholung
§ 12 Aufrücken, Rücktritt und Wiederholung(1) In mehrjährigen Bildungsgängen rücken die Schülerinnen und Schüler zu Beginn eines Schuljahres in die nächsthöhere Jahrgangsstufe auf. Stellt sich im Verlaufe der Ausbildung heraus, dass die Schülerin oder der Schüler1. in Bildungsgängen mit schulischer Abschlussprüfung die Zulassungsvoraussetzungen zur Abschlussprüfung gemäß § 36 Absatz 1 Satz 1 bis 3 oder2. in Bildungsgängen mit Kammerprüfung die Abschlussbedingungen gemäß § 56 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1, 2 und 4 sowie Satz 3 und 4nicht mehr erfüllen kann, muss sie oder er zurücktreten oder den Bildungsgang verlassen. Der Rücktritt erfolgt nach Abschluss des ersten Halbjahres einer Jahrgangsstufe in das zweite Halbjahr der vorhergehenden Jahrgangsstufe. Bei einem Rücktritt am Ende einer Jahrgangsstufe ist die Jahrgangsstufe zu wiederholen. Die Entscheidung ist den Betroffenen und deren Erziehungsberechtigten schriftlich bekannt zu geben.(2) Hat die Schülerin oder der Schüler bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen nach § 36 Absatz 1 Satz 1 bis 3 oder § 56 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1, 2 und 4 sowie Satz 3 und 4 nur die gemäß § 36 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder § 56 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 geforderte Mindestteilnahme am erteilten Pflichtunterricht nicht erbracht, so entscheidet die Klassenkonferenz darüber, ob aufgrund des Leistungsvermögens, der Leistungsbereitschaft und der im Beurteilungszeitraum erbrachten Leistungsnachweise erwartet werden kann, dass die oder der Betroffene trotz der Unterrichtsversäumnisse die Ausbildung erfolgreich fortsetzen wird und ein Rücktritt nicht erforderlich ist. Die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz zu vermerken.(3) Die Schülerin oder der Schüler kann freiwillig zurücktreten, wenn eine erfolgreiche Mitarbeit in der Ausbildung nicht mehr gewährleistet ist. Der zu begründende Antrag ist schriftlich bei der Schulleiterin oder dem Schulleiter einzureichen. Bei nicht volljährigen Schülerinnen und Schülern ist der Antrag von den Erziehungsberechtigten zu stellen.(4) Während der Ausbildung ist der Rücktritt nach Absatz 1 Satz 2 und Absatz 3 Satz 1 jeweils einmal möglich. Ein Rücktritt zum Ende des Prüfungshalbjahres ist nicht möglich. Abweichend von Satz 1 ist im Falle des Nichtbestehens der Probezeit ein Rücktritt nach Absatz 1 Satz 2 ausgeschlossen.(5) Wer zurücktritt, muss im Wiederholungszeitraum alle Leistungen neu erbringen. Bei Rücktritt in oder Wiederholung der ersten Jahrgangsstufe ist nicht erneut über die Probezeit zu entscheiden.
Auswahl nach Eignung
§ 9 Auswahl nach Eignung(1) Plätze, die nicht nach § 8 verteilt wurden, werden nach Eignung vergeben.(2) In Bildungsgängen, in denen ein Eignungstest (§ 5 Absatz 2 und 3) durchgeführt wird, richtet sich die Rangfolge der Aufnahme nach dem Notendurchschnitt des Eignungstests.(3) In Bildungsgängen, die keinen Eignungstest voraussetzen, bestimmt sich die Rangfolge nach der Durchschnittsnote des Zeugnisses, mit dem der als Zugangsvoraussetzung geforderte Schulabschluss nachgewiesen wird. Die Durchschnittsnote ist das auf eine Stelle nach dem Komma ohne Rundung errechnete arithmetische Mittel aller Zeugnisnoten, mit Ausnahme des Faches Religion.(4) Sind nach Anwendung der Absätze 2 und 3 Bewerberinnen und Bewerber ranggleich, werden die Plätze vorrangig an diejenigen Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die der Schulpflicht in der Sekundarstufe II nach § 43 Absatz 4 des Schulgesetzes unterliegen. Sind auch nach Anwendung des Satzes 1 Bewerberinnen und Bewerber ranggleich, werden die Plätze an diejenigen Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die in einem vorangegangenen Schuljahr aus Kapazitätsgründen nicht aufgenommen werden konnten. Die Dauer der Wartezeit entscheidet in diesen Fällen über die Rangfolge. Danach entscheidet das Los.(5) Nicht aufgenommene Bewerberinnen und Bewerber werden entsprechend ihrer Rangfolge in eine Nachrückerliste eingetragen. Plätze, die zum Schuljahresbeginn nicht in Anspruch genommen werden, sind nach der Rangfolge der Nachrückerliste zu vergeben.
Berufsfachschulen mit schulischer Abschlussprüfung - Bildungsgänge und Stundentafeln -
Anlage 1Berufsfachschulen mit schulischer Abschlussprüfung - Bildungsgänge und Stundentafeln -Gewerblich-technische Berufsfachschulen 1.1 Berufsfachschulen für technische Assistentinnen und Assistenten1)2)1.2 Berufsfachschulen für Assistentinnen und Assistenten anderer Fachrichtungen1)1.3 Sonstige gewerblich-technische Berufsfachschulen1) Kaufmännische Berufsfachschulen 1.4 Berufsfachschulen für kaufmännische Assistentinnen und Assistenten1)3)1.5 Sonstige kaufmännische Berufsfachschulen1) Weitere Berufsfachschulen1) 1.6 Berufsfachschule für Blinde und Sehbehinderte1.7 Berufsfachschule für Bühnentanz und Artistik1.8 Berufsfachschule für Sozialassistenz
Technische Assistenten (Berufsabschluss und Fachhochschulreife, dreijährig)
Anlage 1.1.1Technische Assistenten (Berufsabschluss und Fachhochschulreife, dreijährig) Schulbezeichnung: Berufsfachschule für technische Assistentinnen und Assistenten Art des Bildungsgangs: Doppelt qualifizierender Bildungsgang (§ 33 des Schulgesetzes) Fachrichtungen/Schwerpunkte:1) Chemie, Physik, Biologie, Automatisierungs- und Computertechnik, Datenverarbeitung (Bauwesen), Denkmalschutz, Elektronik und Datentechnik, Gebäudeservice, Gebäudetechnik, Geovisualisierung, Gestaltungstechnik, Mechatronik, Medientechnik, Medizinische Gerätetechnik, Produktdesign, Regenerative Energietechnik und Energiemanagement, Technische Kommunikation und Dokumentation. Berufsabschluss: Technische Assistentin/Technischer Assistent2) Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Mittlerer Schulabschluss3) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Fachhochschulreife4)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich (SP/MP) 440-640 440-640 440-640 1320-1920 Deutsch/Kommunikation 80-160 80-160 80-160 240-480 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 240 Fremdsprache 80-160 80-160 80-160 240-480 Mathematik 80-160 80-160 80-160 240-480 Physik 0-80 0-80 0-80 0-240 Chemie 0-80 0-80 0-80 0-240 Biologie 0-80 0-80 0-80 0-240 Sport/Gesundheitsförderung 40-80 40-80 40-80 120-240 II. Berufsbezogener Lernbereich5)6) 800-1000 800-1000 800-1000 2400-3000 Fachtheorie (SP/MP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 280-680 280-680 280-680 840-2040 Fachpraxis (PP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 320-520 320-520 320-520 960-1560 III. Wahlpflichtunterricht7) (0-80) (0-80) (0-80) (0-240) Pflichtunterricht 1440 1440 1440 4320 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule8) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Technische Assistenten (zweijährig)
Anlage 1.1.2Technische Assistenten (zweijährig) Schulbezeichnung: Berufsfachschule für technische Assistentinnen und Assistenten Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtungen/Schwerpunkte1) Chemie, Physik, Biologie, Lebensmittelanalytik, Lebensmitteltechnik, Metalltechnik Berufsabschluss: Technische Assistentin/Technischer Assistent2) Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzungen: a) Chemie, Physik, Biologie: Allgemeine Hochschulreife3)4) b) sonstige Fachrichtungen: Mittlerer Schulabschluss Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: ------ Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich (SP/MP) 200-320 200-320 400-640 Deutsch/Kommunikation 0-80 0-80 0-160 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 160 Fremdsprache 40-80 40-80 80-160 Sport/Gesundheitsförderung 40-80 40-80 80-160 II. Berufsbezogener Lernbereich5)6) 1040-1160 1040-1160 2080-2320 Fachtheorie (SP/MP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 320-680 320-680 640-1360 Fachpraxis (PP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 480-720 480-720 960-1440 III. Wahlpflichtunterricht7) (0-80) (0-80) (0-160) Pflichtunterricht 1360 1360 2720 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule8) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Technische Assistenten (einjährig)
Anlage 1.1.3Technische Assistenten (einjährig) Schulbezeichnung: Berufsfachschule für technische Assistentinnen und Assistenten Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtungen: Chemie, Physik, Biologie Berufsabschluss: Technische Assistentin/Technischer Assistent1) Ausbildungsdauer: 1 Schuljahr Aufnahmevoraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife2)3)4) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: ------Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung2) Jahresstunden3) I. Berufsübergreifender Lernbereich 200-280 Wirtschafts- und Sozialkunde (MP) 120 Fremdsprache (MP) 80 Sport/Gesundheitsförderung 0-80 II. Berufsbezogener Lernbereich4)5) 1080-1160 Fachtheorie (SP/MP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 240-400 Fachpraxis (PP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 760-840 III. Wahlpflichtunterricht6) (0-80) Pflichtunterricht 1360 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule7) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Assistenten für Mode und Design
Anlage 1.2.1Assistenten für Mode und Design Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Mode und Design Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Textiltechnik und Bekleidung Schwerpunkt: Mode und Design Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Assistentin/Staatlich geprüfter Assistent für Mode und Design Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Mittlerer Schulabschluss1)2) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: ------Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich5) (SP/MP) 320 160 480 Deutsch/Kommunikation 40 40 80 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 160 Fremdsprache 80 - 80 Mathematik 80 - 80 Sport/Gesundheitsförderung 40 40 80 II. Berufsbezogener Lernbereich5) 1040 1200 2240 Fachtheorie (SP/MP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 280-320 280-320 560-640 Fachpraxis (PP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 680-720 840-880 1520-1600 III. Wahlpflichtunterricht6) 0-80 0-80 0-160 Pflichtunterricht 1360 1360 2720 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule7) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Hauswirtschaftsassistent/-in
Anlage 1.2.2Hauswirtschaftsassistent/-in Schulbezeichnung: Hauswirtschaftliche Berufsfachschule Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Ernährung und Hauswirtschaft Schwerpunkt: Hauswirtschaftsassistenz Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Hauswirtschaftsassistentin Staatlich geprüfter Hauswirtschaftsassistent Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Mittlerer Schulabschluss Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: ------------Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich5) (SP/MP) 480 240 720 Deutsch/Kommunikation 120 80 200 Wirtschafte- und Sozialkunde 80 80 160 Fremdsprache 120 - 120 Mathematik 120 - 120 Sport/Gesundheitsförderung 40 80 120 II. Berufsbezogener Lernbereich5) 880 1120 2000 Fachtheorie (SP/MP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 440 560 1000 Fachpraxis (PP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 440 560 1000 Pflichtunterricht 1360 1360 2720 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule6) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Industrietechnologie
Anlage 1.3.1Industrietechnologie Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Industrietechnologie Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Industrietechnologie Schwerpunkte: Mechatronische Systeme, Datentechnik Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Industrietechnologin Staatlich geprüfter Industrietechnologe Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife oder1) Fachgebundene Hochschulreife der Ausbildungsrichtung Technik1) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: ------Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich6) (SP/MP) 400-440 100 500-540 Mathematik 160 - 160 Physik 40-80 - 40-80 Fremdsprache5) 160 80 240 Sport/Gesundheitsförderung 40 20 60 II. Berufsbezogener Lernbereich6) 1080-1120 1420 2500-2540 Fachtheorie (SP/MP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 1080-1120 1040 2120-2160 Fachpraxis (PP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte - 380 380 Pflichtunterricht 1520 1520 3040 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule7) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Technische Zeichner/-innen
Anlage 1.3.2Technische Zeichner/-innen Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Technische Zeichnerinnen und Zeichner Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Technik Schwerpunkt: Technisches Zeichnen Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Technische Zeichnerin Staatlich geprüfter Technischer Zeichner Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Erweiterter Hauptschulabschluss1) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Mittlerer Schulabschluss2)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich5) (SP/MP) 320 240 560 Deutsch/Kommunikation 80 80 160 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 160 Fremdsprache 80 - 80 Sport/Gesundheitsförderung 80 80 160 II. Berufsbezogener Lernbereich5) 1120 1200 2320 Fachtheorie (SP/MP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 240-320 240-320 480-640 Fachpraxis (PP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 800-880 880-960 1680-1840 Pflichtunterricht 1440 1440 2880 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule6) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Kaufmännische Assistenten (zweijährige Ausbildung)
Anlage 1.4.1Kaufmännische Assistenten (zweijährige Ausbildung) Schulbezeichnung: Berufsfachschule für kaufmännische Assistentinnen und Assistenten Art des Bildungsgangs: Kaufmännische Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtungen: Informationsverarbeitung Bürowirtschaft Betriebswirtschaft Fremdsprachen Berufsabschluss: Staatlich geprüfte kaufmännische Assistentin Staatlich geprüfter kaufmännischer Assistent - Fachrichtung Informationsverarbeitung/Bürowirtschaft/Betriebswirtschaft/Fremdsprachen1) - Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Mittlerer Schulabschluss2) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: --------Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich5) (SP/MP) 200-240 200-240 400-480 Deutsch/Kommunikation 80 80 160 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 160 Sport/Gesundheitsförderung 40-80 40-80 80-160 II. Berufsbezogener Lernbereich5) (SP/MP) 1120-1160 1120-1160 2240-2320 Fachtheorie Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 800-1160 800-1160 1600-2320 Fachpraxis Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 0-320 0-320 0-640 Pflichtunterricht 1360 1360 2720 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule6) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Kaufmännische Assistenten (Berufsabschluss und Fachhochschulreife, dreijährig)
Anlage 1.4.2Kaufmännische Assistenten (Berufsabschluss und Fachhochschulreife, dreijährig) Schulbezeichnung: Berufsfachschule für kaufmännische Assistentinnen und Assistenten Art des Bildungsgangs: Doppelt qualifizierender Bildungsgang (§ 33 des Schulgesetzes) Fachrichtung: Informationsverarbeitung Berufsabschluss: Staatlich geprüfte kaufmännische Assistentin Staatlich geprüfter kaufmännischer Assistent - Fachrichtung Informationsverarbeitung - Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Mittlerer Schulabschluss1) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Fachhochschulreife2)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich6) (SP/MP) 320-560 320-560 320-560 960-1680 Deutsch/Kommunikation 80-240 80-240 80-240 240-720 Wirtschafts- und Sozialkunde 80-160 80-160 80-160 240-480 Fremdsprache 80-240 80-240 80-240 240-720 Mathematik 80-240 80-240 80-240 240-720 Naturwissenschaften5) 0-80 0-80 0-80 0-240 Sport/Gesundheitsförderung 0-80 0-80 0-80 0-240 II. Berufsbezogener Lernbereich6) (SP/MP) 880-1120 880-1120 880-1120 2640-3360 Fachtheorie Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 560-1120 560-1120 560-1120 1680-3360 Fachpraxis Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 0-320 0-320 0-320 0-960 Pflichtunterricht 1440 1440 1440 4320 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule7) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Sekretär/-in im Gesundheitswesen
Anlage 1.5.1Sekretär/-in im Gesundheitswesen Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Sekretärinnen und Sekretäre im Gesundheitswesen Art des Bildungsgangs: Kaufmännische Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Bürowirtschaft Schwerpunkt: Gesundheitswesen Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Sekretärin/Staatlich geprüfter Sekretär im Gesundheitswesen Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Mittlerer Schulabschluss Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: -----Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich5) (SP/MP) 440-480 440-480 880-960 Deutsch/Kommunikation 160 160 320 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 160 Fremdsprache 160 160 320 Sport/Gesundheitsförderung 40-80 40-80 80-160 II. Berufsbezogener Lernbereich5) (SP/MP) 880-920 880-920 1760-1940 Fachtheorie Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 640-920 640-920 1280-1840 Fachpraxis Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 0-240 0-240 0-480 Pflichtunterricht 1360 1360 2720 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule6) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Fachkraft für Büro- und Telekommunikation
Anlage 1.6Fachkraft für Büro- und Telekommunikation Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Blinde und Sehbehinderte1) (Berufsfachschule Dr. Silex) Art des Bildungsgangs: Kaufmännische Berufsfachschule2) Fachrichtung: Bürowirtschaft Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Fachkraft für Büro- und Telekommunikation Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Hauptschulabschluss Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterter Hauptschulabschluss3)/Mittlerer Schulabschluss4)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich (SP/MP) 360 400 760 Deutsch/Kommunikation 160 160 320 Wirtschafts- und Sozialkunde 40 80 120 Fremdsprache 160 160 320 II. Berufsbezogener Lernbereich 1080 1120 2200 Fachtheorie (SP/MP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 600 800 1400 Fachpraxis (PP) Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 480 320 800 III. Wahlpflichtunterricht5) 80 - 80 Pflichtunterricht 1520 1520 3040 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika nach Festlegung der Schule6) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Bühnentänzer/-in
Anlage 1.7.1Bühnentänzer/-in Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Bühnentanz und Artistik1) Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Bühnentanz Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Bühnentänzerin/Staatlich geprüfter Bühnentänzer Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Hauptschulabschluss2) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterter Hauptschulabschluss3)/Mittlerer Schulabschluss4)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Prüfung:2) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung/Präsentationsprüfung3) Jahresstunden (Schuljahr)4)5) Gesamtstunden5) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich6) (SP/MP) 400 400 400 1200 Deutsch/Kommunikation 80 80 80 240 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 240 Fremdsprache 80 80 80 240 Mathematik 80 80 80 240 Musik 80 80 80 240 II. Berufsbezogener Lernbereich7) 1160 1200 - 2360 Fachtheorie (SP/MP) Fachtheoretischer Unterricht 160 200 - 360 Fachpraxis (PP) Klassischer Tanz und andere Tanzformen8)9) 1000 1000 - 2000 Pflichtunterricht 1560 1600 400 3560 Fachpraktische Ausbildung - - Praktika10) - Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Artist/-in
Anlage 1.7.2Artist/-in Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Bühnentanz und Artistik1) Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Artistik Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Berufsartistin Staatlich geprüfter Berufsartist Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Hauptschulabschluss2) Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterter Hauptschulabschluss3)/Mittlerer Schulabschluss4)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Prüfung:2)SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung, PP = praktische Prüfung/Präsentationsprüfung3) Jahresstunden (Schuljahr)4)5) Gesamtstunden5) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich6) (SP/MP) 400 400 400 1200 Deutsch/Kommunikation 80 80 80 240 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 240 Fremdsprache 80 80 80 240 Mathematik 80 80 80 240 Bildende Kunst 80 80 80 240 II. Berufsbezogener Lernbereich 1040 1120 - 2160 Fachtheorie (SP/MP) Fachtheoretischer Unterricht 80 160 - 240 Fachpraxis7) (PP) Artistisches Spezialgebiet8)9) 960 960 - 1920 Pflichtunterricht 1440 1520 400 3360 Fachpraktische Ausbildung - - Praktika10) - Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Sozialassistent/in
Anlage 1.8Sozialassistent/in Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Sozialassistenz Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Soziales Berufsabschluss: Staatlich geprüfte Sozialassistentin Staatlich geprüfter Sozialassistent Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Hauptschulabschluss Abschluss des Bildungsganges: Schulische Abschlussprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterter Hauptschulabschluss1)/Mittlerer Schulabschluss2)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) SP = schriftliche Prüfung, MP = mündliche Prüfung2) Jahresstunden (Schuljahr)3)4) Gesamtstunden4) 1 2 I. Berufsübergreifender Lernbereich5) (SP/MP) 390 390 780 Deutsch/Kommunikation 90 90 180 Wirtschafts- und Sozialkunde 60 60 120 Fremdsprache 90 90 180 Mathematik 90 90 180 Sport/Gesundheitsförderung 60 60 120 II. Berufsbezogener Lernbereich5) 970 970 1940 Berufsbezogene Lernfelder (SP/MP) 0-1020 0-1020 1020 Berufsbezogene Projekte6) 0-920 0-920 920 Pflichtunterricht und fachpraktische Ausbildung 1360 1360 2720 Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Berufsfachschulen mit Kammerprüfung - Bildungsgänge und Stundentafeln -
Anlage 2Berufsfachschulen mit Kammerprüfung1)2) - Bildungsgänge und Stundentafeln -Bildungsgänge in Vollzeitform 2.1 Gewerblich-technische Berufsfachschulen2.2 Kaufmännische Berufsfachschulen Bildungsgänge in Teilzeitform 2.3 Gewerblich-technische und kaufmännische Berufsfachschulen
Modenäher/-innen und Modeschneider/-innen
Anlage 2.1.1Modenäher/-innen und Modeschneider/-innen Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Textiltechnik und Bekleidung Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Textiltechnik und Bekleidung Schwerpunkt: Modenäher/Modeschneider Berufsabschluss: Modenäher/-in Modeschneider/in Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre (Modenäher/-in), 3 Schuljahre (Modeschneider/in)1) Aufnahmevoraussetzung: Hauptschulabschluss2) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterter Hauptschulabschluss3)/Mittlerer Schulabschluss4)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich4) 400 400 160 960 Deutsch/Kommunikation 80 80 - 160 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 240 Fremdsprache 80 80 - 160 Mathematik 80 80 - 160 Sport/Gesundheitsförderung 80 80 80 240 II. Berufsbezogener Lernbereich4) 1040 1040 1280 3360 Fachtheorie Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte5) 320-400 240-320 400-480 960-1200 Fachpraxis Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 560-640 640-720 720-800 1920-2160 III. Wahlpflichtunterricht6) 0-160 0-160 0-160 0-480 Pflichtunterricht 1440 1440 1440 4320 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika7) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Bauzeichner/-innen
Anlage 2.1.2Bauzeichner/-innen Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Bauzeichnerinnen und Bauzeichner Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtung: Bautechnik Berufsabschluss: Bauzeichner/-in Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Erweiterter Hauptschulabschluss1) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Mittlerer Schulabschluss2)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich4) 400 160 160 720 Deutsch/Kommunikation 80 - - 80 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 240 Fremdsprache 80 - - 80 Mathematik 80 - - 80 Sport/Gesundheitsförderung 80 80 80 240 II. Berufsbezogener Lernbereich4) 960 1200 1200 3360 Fachtheorie Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte5) 720 880 880 2480 Fachpraxis Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 240 - - 240 III. Wahlpflichtunterricht6) - 320 320 640 Pflichtunterricht 1360 1360 1360 4080 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika7) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Bauhandwerker/-innen
Anlage 2.1.3Bauhandwerker/-innen Schulbezeichnung: Berufsfachschule für Bauhandwerker Art des Bildungsgangs: Gewerblich-technische Berufsfachschule in Vollzeitform1) Fachrichtungen: Bautechnik, Holztechnik, Metalltechnik, Elektrotechnik Berufsabschluss: Bezeichnung des anerkannten Ausbildungsberufes2) Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre/3,5 Schuljahre3) Aufnahmevoraussetzung: Hauptschulabschluss4) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterter Hauptschulabschluss5)/Mittlerer Schulabschluss6)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 4 3 Jahre 3,5 Jahre I. Berufsübergreifender Lernbereich4) 360-480 80-400 80-320 60-80 520-1200 580-1280 Deutsch/Kommunikation 80 0-80 0-80 - 80-240 80-240 Wirtschafts- und Sozialkunde 80 80 80 40 240 280 Fremdsprache 0-80 0-80 0-80 - 0-240 0-240 Mathematik 80 0-80 0-80 - 80-240 80-240 Physik 0-80 0-80 - - 0-160 0-160 Chemie 40 - - - 40 40 Sport/Gesundheitsförderung 40-80 0-40 0-80 20-40 40-200 60-240 II. Berufsbezogener Lernbereich4) Fächer/Lernfelder/Projekte5) 280-440 240-440 240-400 140-180 760-1280 900-1460 III. Wahlpflichtunterricht6) - 0-320 80-320 0-60 80-640 80-700 Pflichtunterricht 760-800 640-680 640 240-280 2040-2120 2280-2400 Fachpraktische Ausbildung7) 760-800 880-920 920 500-540 2560-2640 3060-3180 Ausbildung insgesamt 1560 1560 1560 780 4680 5460 Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Kaufmännische Berufsfachschule (Kauffrau/Kaufmann)
Anlage 2.2.1Kaufmännische Berufsfachschule (Kauffrau/Kaufmann) Schulbezeichnung: Kaufmännische Berufsfachschule Art des Bildungsgangs: Berufsfachschule in Vollzeitform Fachrichtungen, Berufsabschlüsse: Informationsverarbeitung Informations- und Telekommunikationssystem-Kauffrau/Kaufmann Bürowirtschaft Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation, Bürokauffrau/-kaufmann Groß- und Außenhandel Kauffrau/Kaufmann für Groß- und Außenhandel Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Erweiterter Hauptschulabschluss1) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Mittlerer Schulabschluss2)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich4) 320-400 320-400 320-480 960-1280 Deutsch/Kommunikation 80 80 80-160 240-320 Wirtschafts- und Sozialkunde 80-160 80-160 80-160 240-480 Fremdsprache 80 80 80 240 Sport/Gesundheitsförderung 80 80 80 240 II. Berufsbezogener Lernbereich4) 880-960 800-960 800-960 2480-2880 Fachtheorie Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte5) 480-960 320-880 320-880 1120-2720 Fachpraxis Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 0-320 0-320 0-320 0-960 III. Wahlpflichtunterricht6) 80 80-160 80-160 240-400 Pflichtunterricht 1360 1360 1360 4080 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika7) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der SchuleOrganisationsvorgaben:
Kaufmännische Berufsfachschule (Kauffrau/Kaufmann - Berufsabschluss und ...
Anlage 2.2.2Kaufmännische Berufsfachschule (Kauffrau/Kaufmann - Berufsabschluss und Fachhochschulreife) Schulbezeichnung: Kaufmännische Berufsfachschule Art des Bildungsgangs: Doppelt qualifizierender Bildungsgang (§ 33 des Schulgesetzes) Fachrichtungen, Berufsabschlüsse: Informationsverarbeitung Informations- und Telekommunikationssystem-Kauffrau/Kaufmann Bürowirtschaft Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation, Bürokauffrau/-kaufmann Groß- und Außenhandel Kauffrau/Kaufmann für Groß- und Außenhandel Ausbildungsdauer: 3 Schuljahre Aufnahmevoraussetzung: Mittlerer Schulabschluss1) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Fachhochschulreife (Zusatzprüfung)2)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 I. Berufsübergreifender Lernbereich5) 480-560 480-560 480-560 1440-1680 Deutsch/Kommunikation 80-240 80-240 80-240 240-720 Wirtschafts- und Sozialkunde 80-160 80-160 80-160 240-480 Fremdsprache 80-240 80-240 80-240 240-720 Mathematik 80-240 80-240 80-240 240-720 Naturwissenschaften4) 0-80 0-80 0-80 80-240 II. Berufsbezogener Lernbereich5) 880-960 800-960 800-960 2480-2880 Fachtheorie Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte6) 480-960 480-960 480-960 1440-2880 Fachpraxis Berufsbezogene Fächer/Lernfelder/Projekte 0-320 0-320 0-320 0-960 III. Wahlpflichtunterricht7) 0-80 0-80 0-80 0-240 Pflichtunterricht 1440 1440 1440 4320 Fachpraktische Ausbildung Berufspraktika8) Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Gewerblich-technische und kaufmännische Berufsfachschulen in Teilzeitform ...
Anlage 2.3.1Gewerblich-technische und kaufmännische Berufsfachschulen in Teilzeitform (Lemortkooperation) Schulbezeichnung: Berufsfachschule in Teilzeitform Art des Bildungsgangs: Bildungsgänge mit Lernortkooperation1) Fachrichtungen: Gewerblich-technische und kaufmännische Fachrichtungen Berufsabschluss: Bezeichnung des anerkannten Ausbildungsberufes2) Ausbildungsdauer: 2 Schuljahre/3 Schuljahre/3,5 Schuljahre3) Aufnahmevoraussetzung: Hauptschulabschluss4) Abschluss des Bildungsganges: Kammerprüfung Weitere Abschlüsse: Erweiterter Hauptschulabschluss5)/Mittlerer Schulabschluss6)Anmerkungen:Stundentafel Lerneinheiten Zeitrichtwerte1) (Fächer, Lernfelder, Projekte) Jahresstunden (Schuljahr)2)3) Gesamtstunden3) 1 2 3 4 2 Jahre 3 Jahre 3,5 Jahre I. Berufsübergreifender Lernbereich4) 160-400 160-400 160-400 80-200 320-800 480-1200 560-1400 Deutsch/Kommunikation 0-120 0-120 0-120 0-40 0-240 0-360 0-400 Wirtschafts- und Sozialkunde 40-80 40-80 40-80 20-40 80-160 120-240 140-280 Fremdsprache 0-120 0-120 0-120 0-40 0-240 0-360 0-400 Mathematik 0-120 0-120 0-120 0-40 0-240 0-360 0-400 Sport/Gesundheitsförderung 40-80 40-80 40-80 20-40 80-160 120-240 140-280 II. Berufsbezogener Lernbereich4) Fächer/Lernfelder/Projekte5) 400-640 400-640 400-640 200-320 800-1280 1200-1920 1400-2240 Pflichtunterricht 800 800 800 400 1600 2400 2800 Fachprakt. Ausbildung6) 800 800 800 400 1600 2400 2800 Ausbildung insgesamt 1600 1600 1600 800 3200 4800 5600 Wahlunterricht Fakultativer Unterricht nach Festlegung der Schule Organisationsvorgaben:
Bewertungsschlüssel für die Berufsfachschule
Anlage 3Bewertungsschlüssel für die Berufsfachschule1) Note2) Prozentsatz der Bewertungseinheiten3) 1 (sehr gut) >90 2 (gut) >75 3 (befriedigend) >60 4 (ausreichend) >45 5 (mangelhaft) >10 6(ungenügend) <10Anmerkungen:
Anlage 4
Fremdsprachennachweise zum Erwerb des mittleren Schulabschlusses
Anlage 5Fremdsprachennachweise zum Erwerb des mittleren SchulabschlussesAls Fremdsprachennachweise im Sinne von § 49 Absatz 4 der Berufsfachschulverordnung geltenFREMDSPRACHENZERTIFIKATE MINDESTENS DER STUFE B 1 DES EUROPÄISCHEN REFERENZRAHMENS1)die an einer staatlich anerkannten Einrichtung der Fort- und Weiterbildung, an einer Volkshochschule2) oder an einer beruflichen Schule3) erworben wurden.Anmerkungen:
Fremdenprüfungen in der Berufsfachschule
Anlage 6Fremdenprüfungen in der Berufsfachschule1) Abschluss Zulassungsvoraussetzungen Zuständige Schule Physikalisch-technische(r) Assistent(in) a) Mittlerer Schulabschluss Lise-Meitner-Schule (Oberstufenzentrum Chemie, Physik und Biologie) b) Berufsabschluss als Physiklaborant(in) oder Werkstoffprüfer(in) Chemisch-technische(r) Assistent(in) a) Mittlerer Schulabschluss Lise-Meitner-Schule (Oberstufenzentrum Chemie, Physik und Biologie) b) Berufsabschluss als Chemielaborant(in) Biologisch-technische(r) Assistent(in) a) Mittlerer Schulabschluss Lise-Meitner-Schule (Oberstufenzentrum Chemie, Physik und Biologie) b) Berufsabschluss als Biologielaborant(in)Anmerkung:
Auf Grund des § 30 Absatz 5 in Verbindung mit § 14 Absatz 5, § 18 Absatz 3, § 39, § 57 Absatz 3, § 58 Absatz 8, § 59 Absatz 8 und § 60 Absatz 4 des Schulgesetzes vom 26. Januar 2004 (GVBl. S. 26), zuletzt geändert durch Artikel XII Nummer 33 des Gesetzes vom 19. März 2009 (GVBl. S. 70), wird verordnet:
Geltungsbereich, Fachrichtungen, Schwerpunkte
§ 1 Geltungsbereich, Fachrichtungen, Schwerpunkte(1) Diese Verordnung gilt für Berufsfachschulen des Landes Berlin, die 1. einen Berufsabschluss nach Landesrecht vermitteln (Berufsfachschulen mit schulischer Abschlussprüfung) oder2. auf die Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), zuletzt geändert durch Artikel 15 Absatz 90 des Gesetzes vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S. 160), in der jeweils geltenden Fassung oder der Handwerksordnung in der Fassung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 S. 2095), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2917), in der jeweils geltenden Fassung, vorbereiten (Berufsfachschulen mit Kammerprüfung). (2) Die Bildungsgänge der Berufsfachschule werden in Fachrichtungen gegliedert. Innerhalb der Fachrichtungen können Schwerpunkte gebildet werden. Über die Einrichtung von Berufsfachschulen und über die Bildung von Fachrichtungen und Schwerpunkten entscheidet die Schulaufsichtsbehörde durch Verwaltungsvorschrift.
Bestehen der Probezeit
§ 10 Bestehen der Probezeit(1) Die Probezeit (§ 30 Absatz 3 des Schulgesetzes) hat bestanden, wer am Ende des Probehalbjahres 1. an mindestens 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat und2. in allen Fächern, Lernfeldern und Projekten mindestens die Note „ausreichend“ und in höchstens einem Fach, Lernfeld oder Projekt die Note „mangelhaft“ erreicht hat. Eine weitere mangelhafte Leistung kann nach Maßgabe des Absatzes 2 ausgeglichen werden. (2) Die Note „mangelhaft“ in höchstens einem weiteren Fach, Lernfeld oder Projekt kann ausgeglichen werden durch 1. die Note „gut“ oder „sehr gut“ in einem anderen Fach, Lernfeld oder Projekt oder2. die Note „befriedigend“ in zwei anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten. (3) Hat während des Probehalbjahres ein Praktikum stattgefunden, so ist die Probezeit nur bestanden, wenn auch das Praktikum erfolgreich abgeschlossen wurde. (4) Leistungen im Fach Sport/Gesundheitsförderung und im Wahlunterricht (§ 4 Absatz 5) bleiben bei der Entscheidung über das Bestehen der Probezeit außer Betracht.
Weitere Probezeitbestimmungen
§ 11 Weitere Probezeitbestimmungen(1) Bei der Aufnahme in die Berufsfachschule sind die Schülerinnen und Schüler und, sofern sie noch nicht volljährig sind, ihre Erziehungsberechtigten von der Schule schriftlich auf die Probezeit und die Folgen des Nichtbestehens hinzuweisen. (2) Die Entscheidung über das Bestehen der Probezeit trifft die Klassenkonferenz frühestens zwei Wochen vor dem letzten Unterrichtstag des Probehalbjahres. Über den Beschluss der Klassenkonferenz ist ein Protokoll zu fertigen. (3) Die Klassenkonferenz kann für einzelne Schülerinnen und Schüler Ausnahmen von den Anforderungen nach § 10 Absatz 1 und 2 zulassen, wenn 1. Minderleistungen auf besondere, von den Betroffenen nicht zu vertretende Umstände (zum Beispiel längere Krankheit) zurückzuführen sind und2. erwartet werden kann, dass die Betroffenen auf Grund ihrer Leistungsfähigkeit und bisherigen Leistungsentwicklung den Bildungsgang erfolgreich abschließen können. Die Gründe der Einzelfallentscheidung sind im Protokoll der Klassenkonferenz festzuhalten. (4) Wer die Probezeit nicht bestanden hat oder den Bildungsgang abbricht, um das Nichtbestehen der Probezeit zu umgehen, muss die Berufsfachschule verlassen. Die Betroffenen können auch nicht in eine andere Fachrichtung oder einen anderen Schwerpunkt der Berufsfachschule übergehen. Eine spätere erneute Aufnahme in eine Berufsfachschule derselben Fachrichtung ist nicht möglich. (5) Die Betroffenen und, sofern sie noch nicht volljährig sind, ihre Erziehungsberechtigten sind unverzüglich von der Entscheidung der Klassenkonferenz über das Nichtbestehen der Probezeit zu unterrichten. In das Abgangszeugnis ist ein Vermerk über das Nichtbestehen der Probezeit aufzunehmen.
Versetzung
§ 12 Versetzung(1) In den mehrjährigen Bildungsgängen wird am Ende einer Jahrgangsstufe über die Versetzung in die nächsthöhere Jahrgangsstufe entschieden. (2) Versetzt wird, wer am Ende des Schuljahres 1. an mindestens 70 Prozent des in der Jahrgangsstufe erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat und2. in allen Fächern, Lernfeldern und Projekten mindestens die Note „ausreichend“ und in höchstens einem Fach, Lernfeld oder Projekt die Note „mangelhaft“ erreicht hat. Eine weitere mangelhafte Leistung kann nach Maßgabe des Absatzes 3 ausgeglichen werden. (3) Die Note „mangelhaft“ in höchstens einem weiteren Fach, Lernfeld oder Projekt kann ausgeglichen werden durch 1. die Note „gut“ oder „sehr gut“ in einem anderen Fach, Lernfeld oder Projekt oder2. die Note „befriedigend“ in zwei anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten. (4) In den Bildungsgängen mit Praktikum ist eine Versetzung in die nächsthöhere Jahrgangsstufe nur zulässig, wenn auch das Praktikum erfolgreich abgeschlossen wurde. (5) Leistungen im Fach Sport/Gesundheitsförderung und im Wahlunterricht (§ 4 Absatz 5) bleiben bei der Versetzungsentscheidung außer Betracht.
Weitere Versetzungsbestimmungen
§ 13 Weitere Versetzungsbestimmungen(1) Die Versetzungsentscheidung trifft die Klassenkonferenz frühestens zwei Wochen vor dem letzten Unterrichtstag des Schuljahres. Die Entscheidung wird auf Grund der im zweiten Schulhalbjahr erzielten Leistungen unter Würdigung der Leistungsentwicklung während des gesamten Schuljahres getroffen. Die Versetzung wird im Zeugnis durch den Vermerk: „Versetzt in die .... Jahrgangsstufe“ ausgewiesen. Im Falle der Nichtversetzung sind die Gründe im Protokoll der Klassenkonferenz festzuhalten. (2) Die Klassenkonferenz kann für einzelne Schülerinnen und Schüler Ausnahmen von den Versetzungsanforderungen nach § 12 Absatz 2 und 3 zulassen, wenn 1. Minderleistungen auf besondere, von den Betroffenen nicht zu vertretende Umstände (zum Beispiel längere Krankheit) zurückzuführen sind und2. erwartet werden kann, dass die Betroffenen auf Grund ihrer Leistungsfähigkeit und bisherigen Leistungsentwicklung erfolgreich in der nächsthöheren Jahrgangsstufe mitarbeiten können. Die Gründe der Einzelfallentscheidung sind im Protokoll der Klassenkonferenz festzuhalten. (3) Zeigt sich im Verlauf eines Schuljahres, insbesondere anhand des Halbjahreszeugnisses, dass die Versetzung einer Schülerin oder eines Schülers gefährdet ist, so sind nach Maßgabe von § 59 Absatz 2 Satz 2 des Schulgesetzes individuelle Fördermaßnahmen und Bildungspläne schriftlich festzulegen und in angemessenen Zeitabständen zu überprüfen. (4) Eine Versetzung auf Probe sowie das Überspringen einer Jahrgangsstufe sind nicht zulässig. (5) Die Rückversetzung in eine bereits erfolgreich absolvierte Jahrgangsstufe ist nicht zulässig. Die Schülerinnen und Schüler dürfen jedoch auf Antrag an dem Unterricht einer von ihnen bereits erfolgreich absolvierten Jahrgangsstufe teilnehmen, wenn sie wegen Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund längere Zeit gefehlt haben. Die Entscheidung wird von der Klassenkonferenz, bei Minderjährigen im Einvernehmen mit den Erziehungsberechtigten, getroffen; die Entscheidungsgründe sind im Protokoll der Klassenkonferenz festzuhalten. In diesem Fall wird am Ende dieser Jahrgangsstufe keine erneute Versetzungsentscheidung getroffen. (6) Wer nicht versetzt wird, kann die bisher besuchte Jahrgangsstufe wiederholen, sofern der Bildungsgang nicht nach § 59 Absatz 3 des Schulgesetzes verlassen werden muss.
Allgemeine Praktikumsbestimmungen
§ 14 Allgemeine Praktikumsbestimmungen(1) Der Unterricht in der Berufsfachschule kann durch fachpraktische Ausbildungsabschnitte (Praktika) ergänzt werden. Die fachpraktische Ausbildung gibt den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, die im Unterricht erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzuwenden, zu vertiefen und zu erweitern und berufspraktische Fähigkeiten zu erwerben. (2) Die Berufsfachschule entscheidet in eigener Verantwortung, ob im Rahmen eines Bildungsganges Praktika stattfinden und wie lange sie gegebenenfalls dauern (fakultative Praktika). (3) Abweichend von Absatz 2 sind für einzelne Fachrichtungen fachpraktische Ausbildungsabschnitte verbindlich vorgeschrieben (obligatorische Praktika). Die einschlägigen Fachrichtungen und der Umfang der fachpraktischen Ausbildung ergeben sich aus der für den Bildungsgang geltenden Stundentafel. (4) Die Berufsfachschule legt die Ausgestaltung des Praktikums sowie die Praktikumstermine fest und regelt in Abstimmung mit den Praxisstellen die Durchführung der fachpraktischen Ausbildung nach Maßgabe der Praktikumsbestimmungen.
Vermittlung von Praktikumsplätzen
§ 15 Vermittlung von Praktikumsplätzen(1) Die Schülerinnen und Schüler wählen ihre Praxisstelle mit Zustimmung der Berufsfachschule. Wer ein Praktikum abzuleisten hat, muss sich rechtzeitig bei einer geeigneten Praxisstelle um einen Praktikumsplatz bewerben. Die Berufsfachschule informiert die Schülerinnen und Schüler über die Bewerbungstermine und die infrage kommenden Praxisstellen. (2) Als Praxisstellen kommen anerkannte überbetriebliche Ausbildungsstätten, Betriebe der Berliner Wirtschaft oder andere geeignete Einrichtungen in Betracht, die 1. Aufgaben der dem Bildungsgang entsprechenden Fachrichtung wahrnehmen,2. bereit und in der Lage sind, das Praktikum nach den Vorschriften dieser Verordnung durchzuführen, und3. die Gewähr bieten, dass die jeweiligen Schutzbestimmungen, insbesondere die Unfallverhütungsvorschriften und die besonderen Schutzbestimmungen für Jugendliche, beachtet werden. Wirtschaftsbetriebe, die Praktikumsplätze anbieten, sollen im Sinne des Berufsbildungsgesetzes ausbildungsgeeignet und ausbildungsberechtigt sein. (3) Praktika können mit Zustimmung der Berufsfachschule im Ausnahmefall ganz oder teilweise in anderen Bundesländern, auf Antrag auch in anderen Staaten der Europäischen Gemeinschaft absolviert werden, wenn die auswärtige Praxisstelle die Voraussetzungen nach Absatz 2 erfüllt. In diesem Fall muss der Berufsfachschule ein Ausbildungsplan der auswärtigen Praxisstelle vorgelegt werden, aus dem die zeitliche und inhaltliche Gliederung des Praktikums hervorgeht.
Praktikantenverhältnis
§ 16 Praktikantenverhältnis(1) Die fachpraktische Ausbildung ist Bestandteil des Bildungsganges. Die Teilnahme am Praktikum gilt als Teilnahme an einer schulischen Veranstaltung. (2) Die Schülerinnen und Schüler werden im Praktikum nicht im Rahmen eines arbeitsrechtlichen Grundsätzen unterliegenden Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnisses ausgebildet und tätig. Ein Anspruch auf Vergütung der Praktikumstätigkeiten besteht nicht. (3) Die Praxisstelle kann im Einzelfall die Fortsetzung der fachpraktischen Ausbildung verweigern, wenn durch das Fehlverhalten einer Schülerin oder eines Schülers Sinn und Zweck der fachpraktischen Ausbildung infrage gestellt oder der Betriebsablauf ernsthaft gefährdet wird. Die Schülerinnen oder Schüler und die Berufsfachschule sind vor einer solchen Entscheidung zu hören. (4) Wer seinen Praktikumsplatz schuldhaft verliert und innerhalb von zwei Wochen keinen neuen Praktikumsplatz nachweisen kann, muss die Berufsfachschule verlassen und gilt als von der Schule abgemeldet und aus dem Schulverhältnis entlassen.
Durchführung der fachpraktischen Ausbildung
§ 17 Durchführung der fachpraktischen Ausbildung(1) Praktika können unterrichtsbegleitend oder als Blockpraktikum ohne begleitenden Unterricht durchgeführt werden. Die fachpraktische Ausbildung findet in der Regel außerhalb der Schulferien statt. In Ausnahmefällen kann zur Durchführung des Praktikums auch die unterrichtsfreie Zeit genutzt werden. Die tägliche Beschäftigungszeit richtet sich nach den für die Praxisstelle geltenden Bestimmungen. (2) Für die Anleitung und laufende Beratung der Schülerinnen und Schüler während der fachpraktischen Ausbildung wird von der Praxisstelle eine geeignete Fachkraft mit Berufserfahrung als Praxisanleiterin oder Praxisanleiter bestimmt. Die Praxisanleiterin oder der Praxisanleiter ist für die Einhaltung der Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes vom 12. April 1976 (BGBl. I S. 965), zuletzt geändert durch Artikel 3 Absatz 2 des Gesetzes vom 31. Oktober 2008 (BGBl. I S. 2149), in der jeweils geltenden Fassung, verantwortlich. (3) Die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer oder eine andere von der Schule beauftragte Lehrkraft (Praxisberaterin/Praxisberater) hält Kontakt zur Praxisstelle und besucht die Schülerinnen und Schüler während der fachpraktischen Ausbildung (Praxisbesuche). (4) Die Schülerinnen und Schüler fertigen am Ende des Praktikums einen Erfahrungsbericht über ihre fachpraktische Ausbildung. Die Anforderungen an Inhalt und Form des Erfahrungsberichts legt die Schule im Benehmen mit der Praxisstelle fest. (5) Die Schülerinnen und Schüler sind zur regelmäßigen Teilnahme an der fachpraktischen Ausbildung verpflichtet. Im Verhinderungsfalle haben sie der Praxisstelle und der Berufsfachschule unverzüglich die Gründe für das Fernbleiben mitzuteilen. Wer aus gesundheitlichen Gründen länger als drei Kalendertage fehlt, hat spätestens am vierten Tag eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen, die den Beginn und die voraussichtliche Dauer der Erkrankung ausweist. (6) Ein Praktikum kann nur erfolgreich abgeschlossen werden, wenn die Schülerin oder der Schüler mindestens 70 Prozent der vorgesehenen Praktikumszeit ableistet. Ausnahmen hiervon sind nur in besonders begründeten Fällen möglich. Die Entscheidung trifft die Klassenkonferenz im Benehmen mit der Praxisstelle.
Beurteilung
§ 18 Beurteilung(1) In Bildungsgängen mit fachpraktischer Ausbildung ist die erfolgreiche Teilnahme am Praktikum Voraussetzung für das Bestehen der Probezeit (§ 10 Absatz 3), die Versetzung (§ 12 Absatz 4) und die Zulassung zur Abschlussprüfung (§ 36 Absatz 2). Die Praxisstelle leitet der Berufsfachschule rechtzeitig eine schriftliche Beurteilung (Praxisbeurteilung) über die Leistungen und das Verhalten der Schülerin oder des Schülers in der jeweiligen Praxisphase zu. Die Praxisbeurteilung schließt mit einem Votum über den Erfolg der Teilnahme an der fachpraktischen Ausbildung ab. (2) Die Klassenkonferenz entscheidet über den erfolgreichen Abschluss der fachpraktischen Ausbildung auf Grund des Votums der Praxisstelle. Die Entscheidung lautet „erfolgreich teilgenommen" oder „nicht erfolgreich teilgenommen"; es werden keine Noten erteilt. (3) Die erfolgreiche Teilnahme an der fachpraktischen Ausbildung wird im Zeugnis vermerkt. Entscheidet die Klassenkonferenz in Ausnahmefällen abweichend vom Votum der Praxisstelle, so sind der Praxisstelle die Entscheidungsgründe mitzuteilen. (4) Bei Wiederholung einer Jahrgangsstufe auf Grund mangelnder schulischer Leistungen muss auch ein erfolgreich abgeschlossenes Praktikum wiederholt werden.
Lernerfolgskontrollen
§ 19 Lernerfolgskontrollen(1) Lernerfolgskontrollen können mündlich und in Schriftform durchgeführt werden. Schriftliche Lernerfolgskontrollen sind Klassenarbeiten (§ 20) und sonstige schriftliche Leistungsnachweise. Als Leistungsnachweise kommen darüber hinaus Projektarbeiten und Hausaufgaben (§ 21) sowie andere geeignete Formen der Leistungsüberprüfung (auch praktische Leistungen) in Betracht. (2) Die Gesamtkonferenz legt Grundsätze für die Lernerfolgskontrollen einschließlich der Klassenarbeiten fest; Grundsätze für die Hausaufgaben beschließt die Schulkonferenz. (3) Die Klassenkonferenz berät und beschließt im Rahmen der durch die zuständigen Gremien festgelegten Grundsätze über Einzelheiten der Lernerfolgskontrollen in der jeweiligen Klasse. Sie setzt bei Bedarf individuell notwendige unterstützende Maßnahmen zur Durchführung von Lernerfolgskontrollen fest. Schülerinnen und Schülern mit festgestellten gravierenden Lese- und Rechtschreibstörungen kann bei Bedarf eine Zeitverlängerung gewährt werden.
Bildungsziele, Qualifikationen und Abschlüsse
§ 2 Bildungsziele, Qualifikationen und Abschlüsse(1) Die Bildungsgänge der Berufsfachschule führen zu einem Berufsabschluss und erweitern die Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler (§ 30 Absatz 1 Satz 1 des Schulgesetzes).(2) Schülerinnen und Schüler ohne erweiterten Hauptschulabschluss oder mittleren Schulabschluss können im Bildungsgang eine dem erweiterten Hauptschulabschluss gleichwertige Schulbildung (§ 48 und § 58 Absatz 1) oder den mittleren Schulabschluss (§ 49 und § 58 Absatz 2) erwerben. (3) In Bildungsgängen, die den mittleren Schulabschluss voraussetzen und mindestens drei Jahre dauern, kann neben dem Berufsabschluss die Fachhochschulreife erworben werden (§ 50 und § 59), wenn der Bildungsgang in seinen Inhalten und Leistungsanforderungen den Anforderungen der Fachoberschule entspricht (doppelt qualifizierender Bildungsgang im Sinne von § 33 des Schulgesetzes).(4) Die Berufsfachschulen entwickeln ihre Unterrichtskonzepte sowie ihre Konzepte für eine nachhaltige Qualitätssicherung in einem ständigen Prozess enger Kooperation mit der Wirtschaft und den Hochschulen.
Klassenarbeiten
§ 20 Klassenarbeiten(1) Klassenarbeiten überprüfen fachbezogen den Stand der Lern-, Leistungs- und Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler im jeweiligen Bildungsabschnitt. Inhalt und Schwierigkeitsgrad der Arbeiten sind an den Qualifikationszielen und Standards der zugrunde liegenden Rahmenlehrpläne auszurichten. (2) Die Anzahl der Klassenarbeiten richtet sich nach dem Umfang des Unterrichts. Dabei dürfen je Unterrichtsfach oder Lernfeld nicht weniger als eine und nicht mehr als drei Klassenarbeiten in einem Schulhalbjahr geschrieben werden. Im Fach Sport/Gesundheitsförderung und im fachpraktischen Unterricht werden keine Klassenarbeiten geschrieben. (3) Klassenarbeiten sind spätestens eine Woche vor ihrer Durchführung anzukündigen. Dabei sollen Hinweise auf die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit gegeben werden. An einem Unterrichtstag darf nur eine Klassenarbeit geschrieben werden. (4) Die Ergebnisse der Klassenarbeiten sind der Schulleiterin oder dem Schulleiter mitzuteilen. Ist das Ergebnis bei mehr als einem Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlechter als ausreichend, kann in begründeten Fällen die Schulleiterin oder der Schulleiter nach Anhörung der Klassenkonferenz festlegen, dass die Arbeit nicht gewertet und stattdessen eine neue Klassenarbeit geschrieben wird. Die Entscheidungsgründe sind schriftlich festzuhalten. (5) Für versäumte Klassenarbeiten ist, soweit sie nicht nach § 22 Absatz 3 mit der Note „ungenügend" bewertet werden, jeweils ein Nachschreibtermin anzusetzen.
Projektarbeiten, Hausaufgaben
§ 21 Projektarbeiten, Hausaufgaben(1) Projektarbeiten sind als Einzel- oder Gruppenarbeit erstellte Projektberichte oder praktische Projektergebnisse. Die am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler sollen die Projektarbeit im Unterricht präsentieren. Die betreuenden Lehrkräfte haben darauf hinzuwirken, dass die Projektarbeit und die Präsentation die individuellen Anteile aller am Projekt Beteiligten erkennen lassen. In Fällen fächer- oder lernfeldübergreifender Projekte sind die Leistungen fach- oder lernfeldbezogen zu bewerten. (2) Schriftliche und mündliche Hausaufgaben unterstützen und vertiefen die schulischen Lernprozesse. Sie können der Unterrichtsvor- und -nachbereitung dienen. Auf der Grundlage des Beschlusses der Schulkonferenz über den Umfang und die Verteilung der Hausaufgaben entscheidet die Klassenkonferenz insbesondere über zeitliche Vorgaben, Kontrollen und Auswertung.
Leistungsbewertung
§ 22 Leistungsbewertung(1) Leistungen werden durch Noten gemäß § 58 Absatz 3 Satz 2 des Schulgesetzes bewertet. Für die Notenfindung gilt der Bewertungsschlüssel der Anlage 3.(2) Die Note wird von der Lehrkraft festgesetzt, die den Unterricht erteilt hat. Wurde der Unterricht von mehr als einer Lehrkraft erteilt, so soll die Note gemeinsam festgelegt werden; im Konfliktfall entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter. (3) Nicht erbrachte Leistungen werden mit „ungenügend“ bewertet, wenn die Schülerin oder der Schüler die Gründe für das Nichterbringen selbst zu vertreten hat. Von Schülerinnen und Schülern zu vertretende Gründe sind insbesondere Leistungsverweigerung, grober Täuschungsversuch oder Unleserlichkeit der Arbeit. Unleserliche Teile einer Arbeit werden als nicht erbrachte Teilleistung gewertet. Eine Leistungsverweigerung liegt auch vor, wenn sich die Schülerin oder der Schüler durch unentschuldigtes Fernbleiben der Leistungsüberprüfung entzieht. (4) Kann die geforderte Leistung aus Gründen, die die Schülerin oder der Schüler nicht zu vertreten hat, nicht erbracht werden, so wird keine Note erteilt. Anstelle einer Note wird ein „o. B.“ (ohne Bewertung) ausgewiesen. § 20 Absatz 5 bleibt unberührt.
Korrektur, Bewertung und Rückgabe schriftlicher Arbeiten
§ 23 Korrektur, Bewertung und Rückgabe schriftlicher Arbeiten(1) Korrekturen sind nachvollziehbar auszuführen. Vorzüge, Beanstandungen und Fehler sind am Rand der Arbeit zu vermerken. Klassenarbeiten sind außerdem mit einem Notenspiegel zu versehen, aus dem das Leistungsbild der Klasse hervorgeht. (2) Aus der Korrektur soll erkennbar sein, welcher Wert den vorgebrachten Lösungen, Untersuchungsergebnissen oder Argumenten beigemessen und wieweit die Erfüllung der gestellten Aufgabe durch sachliche und logische Fehler beeinträchtigt oder durch gelungene Beiträge gefördert wird. Die Schwere der Beanstandungen und der Fehler müssen deutlich gekennzeichnet werden. Mängel der sprachlichen Richtigkeit und der äußeren Form sind ebenfalls zu kennzeichnen und bei der Bewertung zu berücksichtigen. (3) Die Arbeiten sind mit den Schülerinnen und Schülern unter Bekanntgabe des Ergebnisses zu besprechen. (4) Die schriftlichen Arbeiten sind nach Korrektur unverzüglich zurückzugeben, soweit nicht wichtige Gründe einen längeren Einbehalt notwendig machen.
Halbjahresnoten, Abschlussnoten, Zeugnisse
§ 24 Halbjahresnoten, Abschlussnoten, Zeugnisse(1) Am Ende eines Schulhalbjahres wird für jedes Fach, Lernfeld oder Projekt eine Halbjahresnote (Zeugnisnote) gebildet. Die Halbjahresnote stützt sich auf die von den Schülerinnen und Schülern im Schulhalbjahr erbrachten schriftlichen, mündlichen, praktischen und sonstigen Leistungen (§ 58 Absatz 5 des Schulgesetzes). Die Ergebnisse der Klassenarbeiten gehen zur Hälfte in die Leistungsbewertung ein. (2) Verlässt eine Schülerin oder ein Schüler die Berufsfachschule vor Beendigung des Bildungsganges, so werden die Halbjahresnoten der Fächer, Lernfelder oder Projekte zu Abschlussnoten zusammengefasst. Dabei ist neben dem arithmetischen Mittel die Leistungsentwicklung angemessen zu berücksichtigen. Wurde ein Fach, Lernfeld oder Projekt nur ein einziges Schulhalbjahr unterrichtet, so gilt die Halbjahresnote als Abschlussnote. (3) Am Ende eines Bildungsganges werden Abschlussnoten in den Fächern, Lernfeldern oder Projekten gebildet, die keine Prüfungsfächer (§ 29) sind. Für die Notenfindung gilt Absatz 2 entsprechend. (4) Absatz 2 findet keine Anwendung, wenn die Schülerin oder der Schüler den Bildungsgang innerhalb von sechs Wochen nach Ausbildungsbeginn abbricht. Die Schule erteilt in diesem Fall anstelle eines Abgangszeugnisses auf Antrag eine Bescheinigung über die Dauer des Schulbesuchs und etwaiger Fehlzeiten. Eine Durchschrift der Bescheinigung ist zu den Schülerakten zu nehmen. (5) Für die Zeugnisse sind die von der Schulaufsichtsbehörde festgelegten Vordrucke zu verwenden.
Wechsel, Unterbrechung, Wiederaufnahme
§ 25 Wechsel, Unterbrechung, Wiederaufnahme(1) Während des Schulbesuchs können die Fachrichtungen und Schwerpunkte der Berufsfachschule in der Regel nicht gewechselt werden. Über Ausnahmen sowie gegebenenfalls über die Anrechnung bisheriger Ausbildungszeiten entscheidet die zuständige Berufsfachschule im Einzelfall. (2) Wer den Bildungsgang nach bestandener Probezeit abgebrochen hat, kann ihn zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen; dies gilt nicht, wenn der Bildungsgang wegen unzureichender Leistungen abgebrochen wurde. Die Wiederaufnahme erfolgt zu Beginn eines nachfolgenden entsprechenden Schulhalbjahres. Erfolgt die Wiederaufnahme später als zwei Jahre nach dem Abbruch, so muss der Bildungsgang von Anfang an neu durchlaufen werden.
Verlassen des Bildungsganges
§ 26 Verlassen des Bildungsganges(1) Wer die Berufsfachschule auf eigenen Wunsch verlässt, gilt als von der Schule abgemeldet und aus dem Schulverhältnis entlassen. (2) Schülerinnen und Schüler, die den Bildungsgang verlassen möchten, teilen dies der Schule unter Angabe der Gründe schriftlich mit. Von einem Verlassen des Bildungsganges im Sinne des Absatzes 1 ist auch auszugehen, wenn Schülerinnen und Schüler ununterbrochen an mehr als fünf Unterrichts- oder Praxistagen dem Unterricht oder der fachpraktischen Ausbildung fernbleiben, ohne die Schule über das Fernbleiben und dessen Gründe zu informieren. In diesen Fällen hat die Berufsfachschule das Verlassen des Bildungsganges unter Angabe der zugrunde liegenden Tatsachen schriftlich festzustellen und den Schülerinnen und Schülern und gegebenenfalls ihren Erziehungsberechtigten bekannt zu geben. Ein Verlassen des Bildungsganges liegt nicht vor, wenn die Schülerinnen oder Schüler nachweisen, dass sie aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen am Besuch des Bildungsganges und an der rechtzeitigen Benachrichtigung der Berufsfachschule gehindert waren und erklären, dass sie die Ausbildung fortsetzen wollen. (3) Bei Aufnahme in die Berufsfachschule sind die Schülerinnen und Schüler von der Schule schriftlich auf die Bestimmungen der Absätze 1 und 2 hinzuweisen.
Prüfungsteile, Prüfungszeitpunkt
§ 27 Prüfungsteile, Prüfungszeitpunkt(1) Die Abschlussprüfung der Bildungsgänge im Sinne von § 1 Absatz 1 Nummer 1 findet im letzten Schulhalbjahr statt. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Soweit in den Stundentafeln der Anlage 1 vorgesehen, wird außerdem eine praktische Prüfung durchgeführt. (2) Die schriftliche Prüfung findet frühestens sechs Unterrichtswochen vor dem letzten Unterrichtstag statt. An einem Tag darf nur eine schriftliche Prüfungsarbeit angefertigt werden. Die Schulleiterin oder der Schulleiter legt die Prüfungstermine fest und gibt sie den Prüflingen spätestens fünf Wochen vor Beginn der schriftlichen Prüfung bekannt. (3) Die praktische Prüfung findet frühestens acht Unterrichtswochen vor dem letzten Unterrichtstag statt. Soweit erforderlich, kann sich eine praktische Prüfung auch über zwei Tage erstrecken. Die Schulleiterin oder der Schulleiter legt die Prüfungstermine fest und gibt sie den Prüflingen spätestens fünf Wochen vor Beginn der praktischen Prüfung bekannt. (4) Die mündliche Prüfung findet frühestens zwei Unterrichtswochen vor dem letzten Unterrichtstag statt. Den Zeitpunkt für die mündliche Prüfung legt die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Vorschlag der Schulleiterin oder des Schulleiters fest.
Prüfungsnoten
§ 28 Prüfungsnoten(1) Prüfungsnoten sind die Vornoten (§ 37), die Noten der schriftlichen, der mündlichen und der praktischen Prüfung sowie die Endnoten (§ 45); sie werden für jedes Prüfungsfach gesondert ausgewiesen und sind in eine Prüfungsliste einzutragen. (2) Für die Notenfindung gilt der Bewertungsschlüssel der Anlage 3.
Prüfungsfächer
§ 29 Prüfungsfächer(1) Die Schulaufsichtsbehörde legt auf Vorschlag der Berufsfachschule zusammen mit der Stundenverteilung (§ 4 Absatz 2) die Fächer der schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung fest. Die Prüfungsfächer werden den Schülerinnen und Schülern vor Beginn der Ausbildung von der Schule bekannt gegeben. (2) Prüfungsfächer können mit Ausnahme des Faches Sport/Gesundheitsförderung alle Lerneinheiten (Unterrichtsfächer, Lernfelder, Projekte) sein, die in der letzten Jahrgangsstufe unterrichtet wurden. Die schriftlichen Prüfungen werden in Fächern des berufsbezogenen Lernbereichs durchgeführt. Darüber hinaus ist die schriftliche Prüfung in einem Fach des berufsübergreifenden Lernbereichs zulässig. Insgesamt müssen mindestens drei und dürfen höchstens fünf Fächer schriftlich geprüft werden. (3) Prüfungsfächer in doppelt qualifizierenden Bildungsgängen (§ 2 Absatz 3) sind 1. die Fächer Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik (§ 38 Absatz 4),2. die übrigen von der Schulaufsichtsbehörde nach Absatz 1 und 2 festgelegten fachrichtungsbezogenen Prüfungsfächer.
Bildungsgänge
§ 3 Bildungsgänge(1) Die Bildungsgänge mit schulischer Abschlussprüfung (§ 1 Absatz 1 Nummer 1), ihre Zugangsvoraussetzungen und Abschlüsse sowie die jeweilige Ausbildungsdauer und die Stundentafeln ergeben sich aus der Anlage 1.(2) Die Bildungsgänge der Berufsfachschulen mit Kammerprüfung (§ 1 Absatz 1 Nummer 2), ihre Zugangsvoraussetzungen und Abschlüsse sowie die jeweilige Ausbildungsdauer und die Stundentafeln ergeben sich aus der Anlage 2.
Zuhörerinnen und Zuhörer
§ 30 Zuhörerinnen und Zuhörer(1) Als Zuhörerinnen und Zuhörer dürfen bei der mündlichen Prüfung anwesend sein 1. die an der Schule unterrichtenden Lehrkräfte,2. die Studienreferendarinnen und Studienreferendare, die der Schule zur Ausbildung zugewiesen sind oder deren Fachseminarleiterinnen oder Fachseminarleiter an der Schule tätig ist,3. zwei von der Abteilungsschülervertretung bestimmte Schülerinnen oder Schüler, die nicht zum Kreis der Prüflinge gehören. In besonders begründeten Fällen kann die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses weiteren Personen die Anwesenheit bei der mündlichen Prüfung gestatten. Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare dürfen mit Zustimmung der oder des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auch bei den Beratungen des Prüfungsausschusses und der Fachausschüsse anwesend sein. (2) Die Befugnisse der staatlichen Schulaufsicht bleiben unberührt.
Niederschriften über die Prüfungen
§ 31 Niederschriften über die PrüfungenÜber die Prüfungen und über die Beratungen des Prüfungsausschusses und der Fachausschüsse werden Niederschriften (Protokolle) gefertigt. Sie sollen insbesondere Angaben über die Zusammensetzung der Ausschüsse, die Prüflinge, den Verlauf der Prüfung, die Beschlüsse einschließlich abweichender Meinungen, besondere Vorkommnisse sowie bei der mündlichen Prüfung den wesentlichen Inhalt der Fragen und Antworten enthalten.
Nachteilsausgleich
§ 32 Nachteilsausgleich(1) Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf erhalten bei Bedarf für die einzelnen Prüfungen einen ihrer Behinderung entsprechenden individuellen Nachteilsausgleich. Festgesetzt werden können die in § 39 der Sonderpädagogikverordnung vom 19. Januar 2005 (GVBl. S. 57), zuletzt geändert durch Verordnung vom 23. Juni 2009 (GVBl. S. 309), in der jeweils geltenden Fassung, aufgeführten besonderen Hilfsmittel oder methodischen Unterstützungsmaßnahmen. Über Art und Umfang des individuell zu gewährenden Nachteilsausgleichs entscheidet bis spätestens vier Wochen vor Beginn der ersten Prüfung die oder der jeweilige Prüfungsvorsitzende entsprechend dem in § 40 der Sonderpädagogikverordnung geregelten Verfahren; dabei sind die generellen Vorgaben der Schulaufsichtsbehörde zu beachten. (2) Schülerinnen und Schüler mit festgestellten gravierenden Lese- und Rechtschreibstörungen können bis zu einem von der Schule festgelegten Termin eine Verlängerung der Bearbeitungszeit für die schriftlichen Prüfungen beantragen, über die die oder der Prüfungsvorsitzende entscheidet. (3) Hilfsmittel oder Unterstützungsmaßnahmen nach Absatz 1 Satz 2 können auf Antrag auch gewährt werden, wenn Prüfungen infolge einer vorübergehenden körperlichen Beeinträchtigung nicht ohne Erleichterungen bewältigt werden können. Dem Antrag ist ein ärztliches Attest beizufügen. Die Entscheidung trifft die oder der Prüfungsvorsitzende. (4) Die fachlichen Prüfungsanforderungen dürfen durch einen Nachteilsausgleich gemäß den Absätzen 1 bis 3 nicht verändert werden.
Prüfungsausschuss
§ 33 Prüfungsausschuss(1) Für die Durchführung der Prüfung wird ein Prüfungsausschuss gebildet. Der Prüfungsausschuss besteht aus einer oder einem Beauftragten der Schulaufsichtsbehörde als Vorsitzende oder Vorsitzenden, der Schulleiterin oder dem Schulleiter, der zuständigen Abteilungsleiterin oder dem zuständigen Abteilungsleiter sowie den Lehrkräften, die die Prüflinge zuletzt in den Prüfungsfächern unterrichtet haben. In Zweifelsfällen bestimmt die Schulleiterin oder der Schulleiter, welche Lehrkraft dem Prüfungsausschuss angehört. (2) Die Schulaufsichtsbehörde kann auf Vorschlag der Schulleiterin oder des Schulleiters bis zu insgesamt vier Vertreterinnen oder Vertreter der Wirtschaft, der Gewerkschaften und der Berufsverbände zu Mitgliedern des Prüfungsausschusses mit beratender Stimme bestellen; sie sind von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zur Verschwiegenheit zu verpflichten. (3) Die oder der Vorsitzende beauftragt ein Mitglied des Prüfungsausschusses mit der Schriftführung.
Fachausschüsse
§ 34 Fachausschüsse(1) Zur Durchführung der mündlichen Prüfung wird für jedes Prüfungsfach ein Fachausschuss gebildet. Der Fachausschuss besteht aus einer oder einem Vorsitzenden sowie einer Fachprüferin oder einem Fachprüfer und einer weiteren sachkundigen Lehrkraft als Schriftführerin oder Schriftführer. Fachprüferin oder Fachprüfer ist in der Regel die Lehrkraft, die den Prüfling zuletzt im Prüfungsfach unterrichtet hat. (2) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses beruft die Mitglieder des Fachausschusses in der Regel aus der Mitte der Mitglieder des Prüfungsausschusses. Sie oder er ist berechtigt, den Vorsitz des Fachausschusses selbst zu übernehmen. (3) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses gemäß § 33 Absatz 2 können an den Sitzungen der Fachausschüsse mit beratender Stimme teilnehmen.
Teilnahmepflicht, Ausschluss, Beschlussfassung
§ 35 Teilnahmepflicht, Ausschluss, Beschlussfassung(1) Die stimmberechtigten Mitglieder eines Ausschusses sind zur Teilnahme an dessen Sitzungen verpflichtet. (2) Bestehen Zweifel, ob ein Ausschussmitglied von der Mitwirkung nach § 20 des Verwaltungsverfahrensgesetzes ausgeschlossen ist oder besteht die Besorgnis der Befangenheit, so entscheidet der Prüfungsausschuss ohne Mitwirkung der Betroffenen über den Ausschluss des Mitglieds. (3) Kann ein Mitglied eines Ausschusses seine Aufgaben wegen Krankheit oder aus einem anderen zwingenden Grund nicht wahrnehmen, so bestimmt die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses eine Vertretung. Die Aufgaben der Schulleiterin oder des Schulleiters und der Abteilungsleiterin oder des Abteilungsleiters nimmt im Verhinderungsfall deren Stellvertreterin oder dessen Stellvertreter wahr. (4) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn drei Viertel seiner stimmberechtigten Mitglieder (§ 33 Absatz 1) anwesend sind. Die Fachausschüsse sind nur beschlussfähig, wenn alle stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Die Ausschüsse beschließen mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der oder des Vorsitzenden den Ausschlag. Stimmenthaltung ist nicht zulässig.
Zulassung zur Prüfung
§ 36 Zulassung zur Prüfung(1) Wer sich im letzten Schulhalbjahr (Prüfungshalbjahr) befindet, ist zur Prüfung zugelassen und zur Teilnahme an der Prüfung verpflichtet; Absatz 2 bleibt unberührt. In Ausnahmefällen, insbesondere bei längeren Unterrichtsversäumnissen wegen Krankheit im letzten Schulhalbjahr, kann die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag des Prüflings eine Zurückstellung von der Prüfung gestatten. (2) Schülerinnen und Schüler, die in der letzten Jahrgangsstufe ein Praktikum durchlaufen und nicht erfolgreich abgeschlossen haben, sind nicht zur Prüfung zugelassen. Die Schulleiterin oder der Schulleiter teilt den Betroffenen und gegebenenfalls ihren Erziehungsberechtigten die Nichtzulassung unter Angabe der Gründe schriftlich mit. Bei einer Nichtzulassung gilt die Prüfung als nicht bestanden.
Festlegung der Vornoten
§ 37 Festlegung der Vornoten(1) Die Vornoten werden aus allen Halbjahresnoten eines Prüfungsfaches ermittelt. Bei der Notenfindung ist neben dem arithmetischen Mittel auch die Leistungsentwicklung zu berücksichtigen. Im Falle der Wiederholung sind nur die Halbjahresnoten aus dem Wiederholungszeitraum zu berücksichtigen. (2) Die Vornoten werden von der in dem jeweiligen Fach zuletzt unterrichtenden Lehrkraft in der Regel vier Unterrichtstage vor der Vorkonferenz festgelegt. Spätestens am nächsten Unterrichtstag sind sie der Schulleiterin oder dem Schulleiter zur Kenntnis zu geben. Ist der Prüfling zuletzt von mehreren Lehrkräften gemeinsam unterrichtet worden, setzen diese Lehrkräfte die Vornote fest. Können sich die Lehrkräfte nicht auf eine Vornote einigen, so entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter nach Anhörung der Lehrkräfte über die Vornote. (3) Die Vornoten sind den Prüflingen am zweiten Unterrichtstag nach ihrer Festlegung bekannt zu geben.
Prüfungsaufgaben und Prüfungsdauer der schriftlichen Prüfung
§ 38 Prüfungsaufgaben und Prüfungsdauer der schriftlichen Prüfung(1) Die Aufgaben der schriftlichen Prüfung und die jeweilige Prüfungsdauer werden von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgelegt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter reicht der Schulaufsichtsbehörde spätestens zwei Wochen vor dem Beginn der schriftlichen Prüfung für jedes Prüfungsfach und jede Klasse zwei Aufgabenvorschläge zur Auswahl und Genehmigung ein; Absatz 4 bleibt unberührt. Die Schulaufsichtsbehörde wählt jeweils einen Vorschlag aus. (2) Die Schulaufsichtsbehörde kann die Aufgabenvorschläge abändern oder durch neue ersetzen oder die Lehrkraft zur Abgabe neuer Aufgabenvorschläge auffordern. (3) Die Aufgabenvorschläge sind in der Regel von den Lehrkräften zu erstellen, die die Prüflinge in dem jeweiligen Fach zuletzt unterrichtet haben; sie sind von der Schulleiterin oder dem Schulleiter mit einem Vermerk über deren Kenntnisnahme zu versehen. Bei allen Prüfungsaufgaben sind erläuternde Bemerkungen, die den Prüflingen zusammen mit der Aufgabe mitgeteilt werden sollen, im Wortlaut hinzuzufügen sowie die vorgesehenen Hilfsmittel anzugeben. (4) In doppelt qualifizierenden Bildungsgängen (§ 2 Absatz 3) gelten für die Prüfung in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik die von der Schulaufsichtsbehörde zentral festgelegten Prüfungsaufgaben der Fachoberschule; die Absätze 1 bis 3 finden insoweit keine Anwendung. (5) Die Prüfungsaufgaben dürfen den Prüflingen erst bei Beginn der jeweiligen Arbeit bekannt werden. Jede vorzeitige Andeutung der Themen oder Aufgaben ist untersagt und führt zur Ungültigkeit dieses Prüfungsteils.
Durchführung der schriftlichen Prüfung
§ 39 Durchführung der schriftlichen Prüfung(1) Die schriftliche Prüfung findet unter Aufsicht statt. Es dürfen nur von der Schule geliefertes und von ihr besonders gekennzeichnetes Papier sowie die bei den Aufgaben angegebenen Hilfsmittel benutzt werden. Stellt sich während einer Arbeit heraus, dass weitere Hilfen unentbehrlich sind, so kann diese eine sachkundige Lehrkraft geben; sie sind in der Niederschrift zu vermerken. Hilfen für einzelne Prüflinge sind nicht zulässig. (2) Die Prüflinge sind rechtzeitig auf die Bestimmungen über die Durchführung der schriftlichen Prüfung sowie über die Rechtsfolgen bei Nichtteilnahme, Täuschung und anderen Unregelmäßigkeiten (§§ 51 und 52) hinzuweisen.(3) Die schriftlichen Arbeiten sind spätestens mit Ablauf der zugelassenen Arbeitszeit zusammen mit allen Entwürfen und Aufzeichnungen sowie sämtlichen zur Verfügung gestellten Unterlagen abzugeben.
Unterricht und fachpraktische Ausbildung
§ 4 Unterricht und fachpraktische Ausbildung(1) Dem Unterricht liegen die Rahmenlehrpläne der für das Schulwesen zuständigen Senatsverwaltung zugrunde. Wenn die Ausbildung es erfordert, kann der Unterricht durch fachpraktische Ausbildungsabschnitte (Praktika) in geeigneten Praxisstellen ergänzt werden. (2) Die Stundentafeln der Anlage 1 und 2 weisen Zeitrichtwerte für die Lerneinheiten (Fächer, Lernfelder, Projekte) des berufsübergreifenden und berufsbezogenen Unterrichts aus. Die Stundenverteilung nach Maßgabe der Stundentafeln wird von der Schulaufsichtbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgesetzt. (3) Der Unterricht wird in der Regel im Klassenverband erteilt. Eine Teilung in Gruppen ist nach Maßgabe der Stundentafeln möglich. (4) Pflichtfremdsprache ist in der Regel Englisch. Sofern es schulorganisatorisch möglich ist, kann für Schülerinnen und Schüler ohne Englischkenntnisse Unterricht in einer anderen Fremdsprache zugelassen werden. Die Entscheidung trifft die Schulaufsichtsbehörde auf Antrag der betroffenen Schule. (5) Neben dem für alle Schülerinnen und Schüler verbindlichen Pflichtunterricht können zur Stützung, Vertiefung und Erweiterung des Unterrichtsangebotes Wahlpflichtunterricht sowie Wahlunterricht (fakultativer Unterricht) angeboten werden (§ 14 Absatz 2 des Schulgesetzes).
Beurteilung der schriftlichen Prüfungsarbeiten
§ 40 Beurteilung der schriftlichen Prüfungsarbeiten(1) Jede Arbeit einschließlich der Entwürfe wird von der Lehrkraft, die die Schülerin oder den Schüler zuletzt im Prüfungsfach unterrichtet hat, durchgesehen und beurteilt. Im Verhinderungsfall wird diese Aufgabe von einer anderen von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf Vorschlag der Schulleiterin oder des Schulleiters zu bestimmenden Lehrkraft wahrgenommen. (2) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses beauftragt auf Vorschlag der Schulleiterin oder des Schulleiters eine weitere für das jeweilige Fach zuständige Lehrkraft mit der Beurteilung der Arbeit, wenn sie oder er dies zur Wahrung einheitlicher Bewertungsmaßstäbe für erforderlich hält oder wenn die Beurteilung eine nicht mindestens ausreichende Note ergeben hat. Weichen die beiden Bewertungen voneinander ab, so entscheidet der Fachausschuss nach Anhörung der beiden Lehrkräfte über die endgültige Note. (3) Die Noten der schriftlichen Prüfungsarbeiten sind den Prüflingen spätestens zwei Unterrichtstage vor der Vorkonferenz bekannt zu geben.
Praktische Prüfung
§ 41 Praktische Prüfung(1) Die praktische Prüfung wird von einer Lehrkraft abgenommen, die von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses als Fachprüferin oder Fachprüfer bestellt wird. Fachprüferin oder Fachprüfer ist in der Regel die Lehrkraft, die den Prüfling zuletzt im Prüfungsfach unterrichtet hat. (2) Die Prüfungsaufgaben und die Dauer der praktischen Prüfung werden von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgelegt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter reicht der Schulaufsichtsbehörde die Aufgabenvorschläge für die praktische Prüfung spätestens zwei Wochen vor Prüfungsbeginn zur Genehmigung ein; § 38 Absatz 2, 3 und 5 gilt entsprechend. Für jedes Prüfungsfach und jede Klasse ist mindestens ein Aufgabenvorschlag einzureichen. Werden innerhalb einer Klasse verschiedene Aufgaben gestellt, so sind sie unter den Prüflingen zu verlosen. (3) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist berechtigt, an der praktischen Prüfung teilzunehmen, Fragen zu stellen und darüber hinaus im Verlauf der Prüfung die Funktion der Prüferin oder des Prüfers zu übernehmen, wenn dies für den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung erforderlich ist. Die oder der Vorsitzende kann die Befugnisse nach Satz 1 auf ein anderes Mitglied des Prüfungsausschusses übertragen. (4) Für die Leistungsbewertung schlägt die Fachprüferin oder der Fachprüfer dem Prüfungsausschuss eine Note vor; der Prüfungsausschuss setzt die Note fest.
Vorkonferenz
§ 42 Vorkonferenz(1) Rechtzeitig vor der mündlichen Prüfung findet unter Vorsitz der Schulleiterin oder des Schulleiters eine Sitzung des Prüfungsausschusses (Vorkonferenz) statt. (2) Die Vorkonferenz entscheidet über den Ausschluss von der mündlichen Prüfung (Absatz 3). Ferner wird darüber entschieden, ob und gegebenenfalls in welchen Prüfungsfächern ein Prüfling, der nicht von der Prüfung ausgeschlossen ist, mündlich geprüft werden soll (Absatz 4 und 5). (3) Von der mündlichen Prüfung wird ausgeschlossen, wer auch bei maximalen Ergebnissen mündlicher Prüfungen die für das Bestehen der Abschlussprüfung erforderlichen Leistungsbewertungen nicht mehr erreichen kann. Ausgeschlossen wird auch, wer, um die Abschlussprüfung bestehen zu können, in mehr als drei Fächern an einer mündlichen Prüfung teilnehmen müsste. Bei einem Ausschluss gilt die Abschlussprüfung als nicht bestanden. Die Vorkonferenz stellt in diesem Fall das Nichtbestehen der Prüfung fest und legt die Endnoten in allen Fächern fest. (4) Eine mündliche Prüfung soll nur in den Fächern stattfinden, in denen zur abschließenden Beurteilung eine Prüfung erforderlich ist. Konnte in einem Schulhalbjahr keine Halbjahresnote gebildet werden (§ 22 Absatz 4), so hat eine mündliche Prüfung in diesem Fach stattzufinden, wenn das Fach mündliches Prüfungsfach ist. (5) Die Prüflinge können Anträge auf weitere mündliche Prüfungen in Prüfungsfächern ihrer Wahl stellen. Derartigen Anträgen hat die Vorkonferenz in mindestens einem Fach zu entsprechen. Der Antrag ist spätestens am letzten Unterrichtstag vor der Vorkonferenz schriftlich zu stellen. Im Falle der Ablehnung eines solchen Antrages ist die Begründung in das Protokoll über die Vorkonferenz aufzunehmen. (6) Der Ausschluss von der mündlichen Prüfung sowie die Fächer der mündlichen Prüfung und die Prüfungstermine sind den Prüflingen eine Unterrichtswoche vor der mündlichen Prüfung bekannt zu geben.
Durchführung der mündlichen Prüfung
§ 43 Durchführung der mündlichen Prüfung(1) Die mündliche Prüfung findet vor dem Fachausschuss (§ 34) statt. Sie wird als Einzelprüfung durchgeführt. (2) Die mündliche Prüfung führt die Fachprüferin oder der Fachprüfer durch. Die oder der Vorsitzende des Fachausschusses ist berechtigt, Fragen zu stellen und darüber hinaus im Verlauf der Prüfung die Funktion der Prüferin oder des Prüfers zu übernehmen, wenn dies für den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung erforderlich ist; sie oder er muss den übrigen Mitgliedern des Fachausschusses Gelegenheit geben, Zusatzfragen in angemessenem Umfang zu stellen. (3) Es werden in jedem Prüfungsfach zwei Aufgaben aus verschiedenen Sachgebieten gestellt, wobei eine Aufgabe den Sachgebieten des letzten Schulhalbjahres zu entnehmen ist, die andere Aufgabe den Sachgebieten eines anderen vom Prüfling benannten Schulhalbjahres. (4) Die Aufgaben einschließlich der Texte und der Angabe der zugelassenen Hilfsmittel werden dem Prüfling und den Mitgliedern des Fachausschusses schriftlich vorgelegt und dem Protokoll beigefügt. Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann verlangen, dass die Prüfungsaufgaben und eine kurze, gegebenenfalls beispielhafte Beschreibung der damit verbundenen Vorstellungen über die wesentlichen Inhalte der Prüfung schriftlich vorgelegt werden; diese Information erfolgt in der Regel einen Tag vor der mündlichen Prüfung und steht in der mündlichen Prüfung allen Mitgliedern des Fachausschusses zur Verfügung. In jedem Fall können die Mitglieder des Fachausschusses vor Beginn der Prüfung eine kurze mündliche Erläuterung der erwarteten Leistungen verlangen. (5) Ein Prüfling soll in einem Fach nicht länger als 20 Minuten geprüft werden. Den Prüflingen ist eine Vorbereitungszeit von 20 Minuten unter Aufsicht zu gewähren, soweit nicht für einzelne Aufgabenstellungen von der oder dem Prüfungsvorsitzenden eine längere Vorbereitungszeit genehmigt wird. Die Prüflinge dürfen sich dabei Aufzeichnungen als Grundlage für ihre Ausführungen machen. (6) Die Aufgaben der mündlichen Prüfung müssen so gestellt werden, dass sie Gelegenheit geben, Leistungen in allen Anforderungsbereichen zu erbringen und jede Note zu erreichen. Die Aufgaben müssen so formuliert sein, dass für die Prüflinge der Umfang der Aufgabe und der erwarteten Lösung erkennbar ist. (7) In der mündlichen Prüfung wird die selbstständige Lösung der Aufgaben durch den Prüfling in zusammenhängendem Vortrag angestrebt. Im anschließenden Prüfungsgespräch sollen vor allem größere fachliche und überfachliche Zusammenhänge, die sich aus den jeweiligen Themen ergeben, verdeutlicht werden. In das Prüfungsgespräch können, ausgehend von den gestellten Aufgaben, auch weitere Sachgebiete einbezogen werden. Dabei ist die Prüfung in der Fremdsprache mit Ausnahme der Erörterung sprachlicher Unklarheiten in der jeweiligen Fremdsprache durchzuführen. (8) Der Prüfungsausschuss kann am Tage der mündlichen Prüfung im Einzelfall zur Feststellung eines hinreichenden Leistungsausgleichs ausnahmsweise mündliche Prüfungen in weiteren Prüfungsfächern ansetzen. (9) Stellt sich im Verlauf der Prüfung heraus, dass ein Prüfling die Prüfung nicht mehr bestehen kann, so soll die Prüfung in weiteren Fächern unterbleiben. Hierüber ist die Entscheidung des Prüfungsausschusses herbeizuführen. Die Gründe sind im Protokoll zu vermerken.
Beurteilung der mündlichen Leistungen
§ 44 Beurteilung der mündlichen Leistungen(1) Für die Leistung in der mündlichen Prüfung schlägt die Fachprüferin oder der Fachprüfer für die beiden Teile der mündlichen Prüfung je eine Note vor; der Fachausschuss setzt die Teilnoten und die Gesamtnote der mündlichen Prüfung fest. (2) Außer den fachspezifischen Kriterien werden bei der Bewertung der mündlichen Prüfung die Fähigkeit, eigene Schwierigkeiten zu erkennen und zu erläutern, der Umfang notwendiger Einhilfen, die Fähigkeit auf Einhilfen und Einwände einzugehen, die Art der Beantwortung von Fragen und die Fähigkeit, selbst weitergehende Fragen in das Prüfungsgespräch einzubringen, berücksichtigt. (3) Das Protokoll über die mündliche Prüfung (§ 31) muss folgende Angaben enthalten: 1. die Namen der Mitglieder des Fachausschusses einschließlich eventuell hinzugetretener Mitglieder,2. die Prüfungsaufgaben sowie in Stichwörtern den wesentlichen Inhalt weiterer Fragen,3. den wesentlichen sachlichen Inhalt der Ausführungen des Prüflings und Angaben, in welchem Umfang der Prüfling die gestellten Aufgaben selbstständig oder mit Hilfen lösen konnte,4. die Bewertung der Prüfungsleistungen,5. die abschließende Beurteilung einschließlich der tragenden Erwägungen und6. besondere Vorkommnisse. Die oder der Vorsitzende des Fachausschusses hat dafür zu sorgen, dass die Aussagen des Protokolls eindeutig und verständlich sind und auch die Beratungsergebnisse wiedergeben.
Endnoten
§ 45 Endnoten(1) Nach Abschluss der mündlichen Prüfung beschließt der Prüfungsausschuss auf Vorschlag der zuständigen Lehrkraft die Endnote für jedes Prüfungsfach. (2) Die Endnoten werden aus den Vornoten (§ 37) und in den geprüften Fächern aus den Noten der schriftlichen, der mündlichen und der praktischen Prüfung gebildet (Anlage 4). Bei Fächern, die nicht geprüft wurden, gilt die Vornote als Endnote.
Prüfungsergebnis
§ 46 Prüfungsergebnis(1) Der Prüfungsausschuss stellt das Prüfungsergebnis fest, das „bestanden“ oder „nicht bestanden“ lautet. (2) Die Prüfung ist nur bestanden, wenn in allen Prüfungsfächern die Endnote mindestens „ausreichend“ lautet oder wenn ein Notenausgleich (Absatz 3) vorhanden ist. (3) Die Endnote „mangelhaft“ in höchstens einem Prüfungsfach kann ausgeglichen werden durch 1. die Endnote „gut“ oder „sehr gut“ in einem anderen Prüfungsfach oder2. die Endnote „befriedigend“ in zwei anderen Prüfungsfächern. Ein Leistungsausgleich in einem Fach der schriftlichen Prüfung ist nur durch Leistungen in einem anderen schriftlichen Prüfungsfach möglich. (4) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann bei Beschlüssen der Ausschüsse, die nach ihrer oder seiner Auffassung gegen das Prüfungsrecht verstoßen, die Schulaufsichtsbehörde unter Vorlage sämtlicher Prüfungsunterlagen um Überprüfung bitten. Der Prüfling ist hierüber zu unterrichten; das Prüfungsergebnis ist den Betroffenen erst nach Vorliegen der Entscheidung der Schulaufsichtsbehörde mitzuteilen. (5) Nach Abschluss der Beratungen werden den Prüflingen die Ergebnisse der mündlichen Prüfung, die Endnoten und das Gesamtergebnis der Prüfung mitgeteilt. Den Prüflingen, die die Prüfung nicht bestanden haben, ist das Ergebnis in einem Einzelgespräch mitzuteilen.
Berufsabschluss
§ 47 Berufsabschluss(1) Mit bestandener Abschlussprüfung wird ein Berufsabschluss nach Maßgabe der Anlage 1 erworben.(2) Im Abschlusszeugnis werden die Berufsbezeichnung, die Endnoten der Prüfungsfächer (§ 29) und die Abschlussnoten der übrigen Fächer, Lernfelder und Projekte (§ 24 Absatz 3) ausgewiesen.
Erweiterter Hauptschulabschluss
§ 48 Erweiterter Hauptschulabschluss(1) Wer keinen erweiterten Hauptschulabschluss besitzt, erwirbt mit Bestehen der Abschlussprüfung eine dem erweiterten Hauptschulabschluss gleichwertige Schulbildung. (2) Der Erwerb des erweiterten Hauptschulabschlusses wird durch folgenden Zeugnisvermerk bescheinigt: „Die Schülerin/Der Schüler hat nach den Bestimmungen der Berufsfachschulverordnung eine dem erweiterten Hauptschulabschluss gleichwertige Schulbildung erworben.“
Mittlerer Schulabschluss
§ 49 Mittlerer Schulabschluss(1) Den mittleren Schulabschluss erwirbt, wer 1. die Abschlussprüfung der Berufsfachschule bestanden hat,2. im Abschlusszeugnis einen Gesamtnotendurchschnitt (Absatz 2) von mindestens 3,0 erreicht hat und3. ausreichende Fremdsprachenkenntnisse (Absatz 3 und 4) nachweist, die einem mindestens fünfjährigen Fremdsprachenunterricht entsprechen. (2) Der Gesamtnotendurchschnitt nach Absatz 1 Nummer 2 wird als arithmetisches Mittel der Zeugnisnoten auf eine Stelle hinter dem Komma berechnet; es wird nicht gerundet. Leistungen im Fach Sport/Gesundheitsförderung und im Wahlunterricht bleiben bei der Ermittlung des Gesamtnotendurchschnitts außer Betracht. (3) Ausreichende Fremdsprachenkenntnisse für den Erwerb des mittleren Schulabschlusses hat nachgewiesen, wer 1. im Abschlusszeugnis der Berufsfachschule oder2. im Zeugnis der zehnten Jahrgangsstufe einer allgemeinbildenden Schule oder3. im Zeugnis über den Erwerb des Hauptschulabschlusses oder des erweiterten Hauptschulabschlusses im Zweiten Bildungsweg (§ 40 Absatz 1 des Schulgesetzes) oder4. im Zeugnis einer Nichtschülerprüfung (§ 60 Absatz 3 Satz 1 des Schulgesetzes) über den Erwerb des Hauptschulabschlusses oder des erweiterten Hauptschulabschlusses mindestens die Note „ausreichend“ in einer Fremdsprache als Pflicht- oder Wahlpflichtfach erreicht hat. (4) Als Nachweis ausreichender Fremdsprachenkenntnisse gilt auch ein Fremdsprachenzertifikat nach Maßgabe der Anlage 5. Die Schulaufsichtsbehörde kann weitere Leistungsnachweise als Fremdsprachennachweis anerkennen, wenn sie dem Anforderungsniveau nach Absatz 3 entsprechen. (5) Der Erwerb des mittleren Schulabschlusses wird durch ein eigenes Zeugnis bescheinigt.
Aufnahmevoraussetzungen, Eignungstest
§ 5 Aufnahmevoraussetzungen, Eignungstest(1) In eine Berufsfachschule im Sinne von § 1 Absatz 1 Nummer 1 wird nur aufgenommen, wer die jeweiligen Aufnahmevoraussetzungen der Anlage 1 erfüllt.(2) Soweit ein Bildungsgang besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Sinne von § 30 Absatz 2 Satz 3 des Schulgesetzes voraussetzt, kann die Berufsfachschule eine Eignungsfeststellung in Form eines Eignungstests durchführen. Mit der Durchführung des Eignungstests beauftragt die Schulleiterin oder der Schulleiter sachkundige Lehrkräfte der jeweiligen Fachrichtung, denen auch die Aufgabenstellung und die Beurteilung obliegen. Für die Beurteilung der Leistungen sind die in § 58 Absatz 3 des Schulgesetzes vorgeschriebenen Noten zu verwenden. Der Eignungstest ist bestanden, wenn die Bewerberin oder der Bewerber mindestens die Gesamtnote „ausreichend“ erzielt hat. (3) Der Eignungstest gilt nur für den jeweiligen Aufnahmetermin. Wer den Eignungstest nicht bestanden hat oder aus Kapazitätsgründen trotz bestandenem Eignungstest nicht aufgenommen werden kann, kann den Test frühestens zum nächsten Aufnahmetermin erneut ablegen.
Fachhochschulreife
§ 50 Fachhochschulreife(1) Wer die Abschlussprüfung eines doppelt qualifizierenden Bildungsgangs (§ 2 Absatz 3) bestanden hat und dabei in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik mindestens die Endnote „ausreichend" erreicht hat, erwirbt zusammen mit der Berufsqualifikation die Fachhochschulreife. (2) Im Abschlusszeugnis des doppelt qualifizierenden Bildungsgangs wird eine Durchschnittsnote ausgewiesen. Für die Ermittlung der Durchschnittsnote gilt § 49 Absatz 2 entsprechend.
Nichtteilnahme, Prüfungsunfähigkeit, Leistungsverweigerung
§ 51 Nichtteilnahme, Prüfungsunfähigkeit, Leistungsverweigerung(1) Nimmt eine Schülerin oder ein Schüler aus selbst zu vertretenden Gründen nicht an der Prüfung teil, so gilt die Prüfung als nicht bestanden. Einzelne Prüfungen, die verweigert oder aus selbst zu vertretenden Gründen nicht erbracht werden, sind mit „ungenügend“ zu bewerten. (2) Kann eine Schülerin oder ein Schüler aus von ihr oder ihm nicht zu vertretenden Gründen an der gesamten Prüfung oder an einzelnen Prüfungen nicht teilnehmen, so hat sie oder er dies unverzüglich nachzuweisen; bei Prüfungsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen ist spätestens am dritten Tag nach dem ersten Fehltag ein ärztliches Attest vorzulegen. Wird ein ärztliches Attest nicht rechtzeitig vorgelegt, ist die Prüfung nicht bestanden oder wird die einzelne Prüfung mit „ungenügend“ bewertet. (3) Der Prüfungsausschuss entscheidet, ob die Voraussetzungen des Absatzes 1 oder 2 vorliegen. Ist die Nichtteilnahme von der Schülerin oder dem Schüler nicht zu vertreten, werden die fehlenden Prüfungen zu einem vom Prüfungsausschuss zu bestimmenden Zeitpunkt nachgeholt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter soll die Prüfungsaufgaben der schriftlichen Prüfung den nicht gewählten Aufgabenvorschlägen entnehmen; ist dies nicht möglich, so stellt sie oder er auf Vorschlag der für das jeweilige Fach zuständigen Lehrkraft neue Aufgaben.
Täuschungen und andere Unregelmäßigkeiten
§ 52 Täuschungen und andere Unregelmäßigkeiten(1) Der Prüfungsausschuss kann eine Prüfungsleistung, bei der ein Prüfling 1. getäuscht oder zu täuschen versucht hat,2. andere als zugelassene Hilfsmittel in den Prüfungsraum mitgebracht hat oder3. sonst erhebliche Ordnungsverstöße begangen hat, je nach Art und Schwere der Verfehlung mit der Note „ungenügend“ bewerten oder unbewertet lassen und den Prüfling von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausschließen. Bei einem Ausschluss von der Prüfung gilt die Prüfung als nicht bestanden. (2) Im Falle eines begründeten Verdachts auf eine Unregelmäßigkeit wird die Prüfung in diesem Fach bis zur Entscheidung des Prüfungsausschusses unterbrochen; die Unterbrechung ordnet bei der schriftlichen und praktischen Prüfung die Aufsicht führende Lehrkraft, bei der mündlichen Prüfung der Fachausschuss nach Anhörung des Prüflings an. (3) Ist das Prüfungsverfahren nicht ordnungsgemäß verlaufen, so kann die Schulaufsichtsbehörde bis zur Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses die Wiederholung der Prüfung oder eines Prüfungsteils für alle oder einen Teil der Prüflinge anordnen. (4) Stellt sich innerhalb eines Jahres nach Beendigung der Prüfung heraus, dass die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nummer 1 oder 2 vorlagen, so kann die Schulaufsichtsbehörde die Prüfung für nicht bestanden erklären.
Wiederholung bei Nichtbestehen
§ 53 Wiederholung bei Nichtbestehen(1) Eine bestandene Prüfung kann nicht wiederholt werden. (2) Wer die Prüfung nicht bestanden hat, kann sie im Rahmen der nächsten Abschlussprüfung wiederholen; dies gilt auch für eine nur bei Vorliegen besonderer Umstände mit Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde zulässige zweite Wiederholungsprüfung. Wer die Prüfung wiederholt, hat die Schule weiter zu besuchen und alle Prüfungsleistungen erneut zu erbringen.
Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagen
§ 54 Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagen(1) Die Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmer können auf schriftlichen Antrag innerhalb eines Jahres nach Abschluss ihrer Prüfung Einsicht in die von ihnen angefertigten Prüfungsarbeiten und in die Protokolle über ihre mündlichen und praktischen Prüfungen nehmen. Die Einsicht darf nur den Betroffenen selbst oder einer mit schriftlicher Vollmacht versehenen Vertretung gewährt werden. Nehmen die Betroffenen selbst Einsicht, so können sie sich von einer Person ihres Vertrauens begleiten lassen; dieser ist dann ebenfalls Einsicht zu gewähren.(2) Bei der Einsichtnahme sind die Prüfungsarbeiten vollständig einschließlich aller Gutachten und Beurteilungen vorzulegen.(3) Die Einsichtnahme erfolgt unter Aufsicht. Die Einsichtnehmenden haben sich vorher auszuweisen. Die Einsichtnahme ist in den Prüfungsakten zu vermerken. Sie umfasst das Recht, Auszüge anzufertigen. Bei begründetem Bedarf kann die Anfertigung von Fotokopien gestattet werden.
Ausbildung, Berufsabschlussprüfung
§ 55 Ausbildung, Berufsabschlussprüfung(1) Für die Ausbildung in den Bildungsgängen mit Kammerprüfung (Anlage 2) finden die Ausbildungsbestimmungen des Teils II entsprechende Anwendung. Besondere Bestimmungen für einzelne Bildungsgänge (§§ 60 und 61) bleiben unberührt. (2) Die Ausbildung endet mit der Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle nach § 71 des Berufsbildungsgesetzes. Die Schülerinnen und Schüler werden von der Berufsfachschule nach dem von der zuständigen Stelle vorgesehenen Meldeverfahren zur Berufsabschlussprüfung angemeldet.
Abschluss der Berufsfachschule, Abschlusszeugnis
§ 56 Abschluss der Berufsfachschule, Abschlusszeugnis(1) Am Ende des Bildungsganges werden aus den Halbjahresnoten aller Fächer, Lernfelder oder Projekte Abschlussnoten im Sinne von § 24 Absatz 3 gebildet. Das Abschlusszeugnis der Berufsfachschule erwirbt, wer die Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle bestanden hat und die Leistungsanforderungen der Absätze 2 bis 5 erfüllt. (2) Die Berufsfachschule hat erfolgreich abgeschlossen, wer am Ende des Bildungsganges 1. an mindestens 70 Prozent des erteilten Pflichtunterrichts teilgenommen hat und2. in allen Unterrichtsfächern, Lernfeldern und Projekten mindestens die Abschlussnote „ausreichend“ erreicht hat. Eine mangelhafte Leistung kann nach Maßgabe des Absatzes 3 ausgeglichen werden. (3) Die Note „mangelhaft“ in höchstens einem Fach, Lernfeld oder Projekt kann ausgeglichen werden durch 1. die Note „gut“ oder „sehr gut“ in einem anderen Fach, Lernfeld oder Projekt oder2. die Note „befriedigend“ in zwei anderen Fächern, Lernfeldern oder Projekten. (4) In den Bildungsgängen mit Praktikum ist die Berufsfachschule nur dann erfolgreich abgeschlossen, wenn auch das Praktikum erfolgreich abgeschlossen wurde. (5) Leistungen im Fach Sport/Gesundheitsförderung und im Wahlunterricht (§ 4 Absatz 5) bleiben bei der Abschlussentscheidung außer Betracht.
Wiederholung
§ 57 Wiederholung(1) Wer die Vorraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss der Berufsfachschule (§ 56 Absatz 2 bis 5) nicht erfüllt, kann die letzte Jahrgangsstufe auf Antrag einmal wiederholen. Bei einer Wiederholung sind alle Leistungen neu zu erbringen. (2) Wer zwar die Berufsfachschule erfolgreich abgeschlossen, die Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle jedoch nicht bestanden hat, kann bis zur Wiederholungsprüfung weiter am Unterricht der Berufsfachschule teilnehmen. Auf Antrag wird eine Bescheinigung über den weiteren Schulbesuch ausgestellt; ein Zeugnis wird nicht erteilt.
Erweiterter Hauptschulabschluss, mittlerer Schulabschluss
§ 58 Erweiterter Hauptschulabschluss, mittlerer Schulabschluss(1) Wer keinen erweiterten Hauptschulabschluss besitzt, erwirbt mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsfachschule eine dem erweiterten Hauptschulabschluss gleichwertige Schulbildung; § 48 Absatz 2 gilt entsprechend. (2) Den mittleren Schulabschluss erwirbt, wer 1. die Berufsfachschule erfolgreich abgeschlossen und die Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle bestanden hat,2. im Abschlusszeugnis einen Gesamtnotendurchschnitt von mindestens 3,0 erreicht hat und3. ausreichende Fremdsprachenkenntnisse nachweist, die einem mindestens fünfjährigen Fremdsprachenunterricht entsprechen; § 49 Absatz 2 bis 5 gilt entsprechend.
Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife
§ 59 Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife(1) Wer an einer Berufsfachschule mit Kammerprüfung einen doppelt qualifizierenden Bildungsgang (§ 2 Absatz 3) besucht, kann am Ende des Bildungsganges auf Antrag an einer Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife teilnehmen. (2) Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Fächer der schriftlichen Prüfung sind 1. Deutsch/Kommunikation,2. Fremdsprache,3. Mathematik und4. ein fachrichtungsbezogenes Prüfungsfach, das von der Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Berufsfachschule festgesetzt wird. Fächer der mündlichen Prüfung sind die in Satz 2 genannten Fächer und die Fächer Naturwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. (3) Zur Prüfung wird zugelassen, wer in allen Prüfungsfächern mindestens die Vornote „ausreichend" oder in nicht mehr als zwei Prüfungsfächern die Vornote „mangelhaft" erhalten hat. (4) Für die schriftliche Prüfung in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik gelten die von der Schulaufsichtsbehörde zentral festgelegten Prüfungsaufgaben der Fachoberschule (§ 38 Absatz 4).(5) Für die Notenfindung gilt der Bewertungsschlüssel der Anlage 3. Die Ermittlung der Endnoten richtet sich nach den Festlegungen der Anlage 4.(6) Die Fachhochschulreife erwirbt, wer die Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Stelle bestanden und das Abschlusszeugnis der Berufsfachschule erworben hat (§ 56) und an der Zusatzprüfung mit Erfolg teilgenommen hat. (7) Im Zeugnis der Fachhochschulreife wird eine Durchschnittsnote ausgewiesen. Grundlage für die Errechnung der Durchschnittsnote sind die Endnoten der Prüfungsfächer der Zusatzprüfung und die im Abschlusszeugnis der Berufsfachschule ausgewiesenen Abschlussnoten der übrigen Fächer. Die Durchschnittsnote wird als arithmetisches Mittel der Zeugnisnoten auf eine Stelle hinter dem Komma berechnet; es wird nicht gerundet. Leistungen im Fach Sport/Gesundheitsförderung und im Wahlunterricht bleiben bei der Ermittlung der Durchschnittsnote außer Betracht. (8) Im Übrigen finden für die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife die Bestimmungen des Teils III, §§ 27 und 28, §§ 30 bis 35, §§ 37 bis 40, §§ 42 bis 46 und §§ 51 bis 54 entsprechende Anwendung.
Aufnahmeverfahren
§ 6 Aufnahmeverfahren(1) Die Schulleiterin oder der Schulleiter nimmt im Auftrag der Schulaufsichtsbehörde die Bewerberinnen und Bewerber in die Berufsfachschule auf. Eine bedingte Aufnahme ist nicht zulässig. (2) Bewerberinnen und Bewerber nichtdeutscher Herkunftssprache werden aufgenommen, wenn sie die deutsche Sprache in Wort und Schrift so beherrschen, dass sie dem Unterricht folgen können; zur Feststellung der Sprachkenntnisse kann ein schriftlicher oder mündlicher Sprachtest durchgeführt werden. (3) Die Bewerberinnen und Bewerber werden in der Regel jeweils zum Beginn eines Schuljahres aufgenommen. Die Bewerbungen müssen spätestens vier Wochen vor Beginn der Sommerferien bei der aufnehmenden Schule eingegangen sein. Soweit Ausbildungsplätze frei sind, werden spätere Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. (4) Die Aufnahme in die Berufsfachschule ist schriftlich zu beantragen. Dem Aufnahmeantrag sind beizufügen: 1. das Zeugnis über die geforderte Schulbildung in beglaubigter Abschrift oder beglaubigter Fotokopie,2. ein tabellarischer Lebenslauf und zwei Lichtbilder neueren Datums,3. eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wann, wo und mit welchem Ergebnis schon einmal eine Berufsfachschule besucht wurde sowie4. bei Minderjährigen eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Wurde das Zeugnis über die geforderte Schulbildung noch nicht erteilt, ist das letzte Halbjahreszeugnis in beglaubigter Abschrift oder beglaubigter Fotokopie beizufügen. Das Abschlusszeugnis ist nach Erhalt unverzüglich nachzureichen. Soweit erforderlich, kann die Schule die Vorlage weiterer Bewerbungsunterlagen verlangen. (5) Die Aufnahme in einen bereits laufenden Bildungsgang ist in der Regel nicht zulässig. Wer ein Abschlusszeugnis nach § 23 Absatz 3 der Verordnung über die einjährige Berufsfachschule im Land Berlin vom 19. September 2007 (GVBl. S. 489), in der jeweils geltenden Fassung, erworben hat, kann auf Antrag in die zweite Jahrgangsstufe eines einschlägigen mehrjährigen Bildungsgangs derselben Fachrichtung aufgenommen werden, wenn zu erwarten ist, dass der Bildungsgang trotz verkürzter Ausbildungsdauer erfolgreich abgeschlossen werden kann. Über Anträge nach Satz 2 entscheidet die aufnehmende Berufsfachschule im Einzelfall.
Berufsfachschule für Bauhandwerker
§ 60 Berufsfachschule für Bauhandwerker(1) Die Berufsfachschule für Bauhandwerker (Anlage 2.1.3) übernimmt als Schule besonderer pädagogischer Prägung (§ 18 Absatz 3 des Schulgesetzes) in Vollzeitform die Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen des Bauhandwerks. Die Berufsfachschule vermittelt neben schulischen Kenntnissen auch die fachpraktische Berufsausbildung. Für den Bildungsgang gelten die Ausbildungsbestimmungen des Teils II, soweit sich aus den Absätzen 2 bis 6 nichts anderes ergibt. (2) Grundlage der Ausbildung ist ein Berufsausbildungsvertrag (§§ 10 und 11 des Berufsbildungsgesetzes), den das Land Berlin, vertreten durch die Berufsfachschule, mit den aufgenommenen Bewerberinnen und Bewerbern schließt. (3) Abweichend von § 6 Absatz 3 Satz 2 setzt die Berufsfachschule eine Bewerbungsfrist fest. Die Bewerberinnen und Bewerber werden in die erste Jahrgangsstufe des Bildungsgangs aufgenommen; § 6 Absatz 5 findet keine Anwendung. Die Dauer der Probezeit (§ 20 des Berufsbildungsgesetzes) wird im Berufsausbildungsvertrag festgelegt; die §§ 10 und 11 finden keine Anwendung. (4) Am Ende einer Jahrgangsstufe rücken alle Schülerinnen und Schüler versetzungsfrei in die nächsthöhere Jahrgangsstufe auf; die §§ 12 und 13 finden keine Anwendung. Die aufrückenden Schülerinnen und Schüler erhalten ein Zeugnis mit dem Vermerk: „Der Bildungsgang wird ohne Versetzungsentscheidungen durchlaufen. Die Schülerin/Der Schüler rückt mit Beginn des Schuljahres ___________ in die ___________ Jahrgangsstufe auf.“ (5) Die fachpraktische Ausbildung wird in schuleigenen Ausbildungswerkstätten und auf Baustellen durchgeführt. Die Berufsfachschule sorgt für die ordnungsgemäße Durchführung der fachpraktischen Ausbildung nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes, der Handwerksordnung und nach den übrigen für die Berufsausbildung geltenden Vorschriften. Die §§ 14 bis 18 finden keine Anwendung. (6) Schülerinnen und Schüler, deren Berufsausbildungsverhältnis gekündigt wurde (§ 22 des Berufsbildungsgesetzes), werden aus der Berufsfachschule entlassen, sobald die Kündigung rechtswirksam geworden ist. Die Entlassung ist schriftlich festzustellen und den Betroffenen bekannt zu geben.
Berufsfachschulen in Teilzeitform
§ 61 Berufsfachschulen in Teilzeitform(1) Berufsfachschulen in Teilzeitform (Anlage 2.3.1) bereiten auf die Berufsabschlussprüfung in anerkannten gewerblich-technischen oder kaufmännischen Ausbildungsberufen vor. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Unterricht in allgemeinbildenden Fächern und in der Fachtheorie und absolvieren eine fachpraktische Ausbildung bei einem außerschulischen Bildungsträger (Lernortkooperation). (2) Die für das Schulwesen zuständige Senatsverwaltung beauftragt geeignete außerschulische Bildungsträger (Anbieter) mit der fachpraktischen Berufsausbildung. Die Einzelheiten der fachpraktischen Ausbildung werden unter Berücksichtigung der §§ 14 bis 18 durch einen Vertrag vereinbart, den das Land Berlin, vertreten durch die für das Schulwesen zuständige Senatsverwaltung mit dem Anbieter schließt. (3) Vor der Aufnahmeentscheidung (§ 6 Absatz 1) holt die Schule die Zustimmung des Kooperationspartners ein.
Bildungsgänge, Zulassungsvoraussetzungen
§ 62 Bildungsgänge, Zulassungsvoraussetzungen(1) Berufsabschlüsse in Sinne von § 1 Absatz 1 Nummer 1 können ausnahmsweise auch durch eine Prüfung für Nichtschülerinnen oder Nichtschüler (Fremdenprüfung) erworben werden. Die Bildungsgänge, in denen Fremdenprüfungen stattfinden sowie die Zulassungsvoraussetzungen und die für die Fremdenprüfung zuständigen Berufsfachschulen ergeben sich aus der Anlage 6.(2) Zur Fremdenprüfung kann sich anmelden, wer 1. bei Beginn der schriftlichen Prüfung das 18. Lebensjahr vollendet hat und2. die Zulassungsvoraussetzungen der Anlage 6 erfüllt. (3) Wer einen einschlägigen Bildungsgang der Berufsfachschule besucht, wird nicht zur Fremdenprüfung zugelassen. Nicht zugelassen wird auch, wer sich wiederholt der Abschlussprüfung eines einschlägigen Bildungsgangs ohne Erfolg unterzogen hat.
Antragstellung und Zulassung
§ 63 Antragstellung und Zulassung(1) Die Zulassung ist schriftlich bei der für die Fremdenprüfung zuständigen Berufsfachschule zu beantragen. Die Berufsfachschule legt den Termin fest, bis zu dem der Zulassungsantrag spätestens vorliegen muss. (2) Dem Zulassungsantrag sind beizufügen: 1. Zeugnisse und sonstige Nachweise über die Erfüllung der nach § 62 Absatz 2 geforderten Zulassungsvoraussetzungen,2. ein tabellarischer Lebenslauf und zwei Lichtbilder neueren Datums,3. eine Erklärung über bisherige Prüfungsversuche zum Erwerb des angestrebten Abschlusses,4. eine Darstellung über Art und Umfang der Vorbereitung auf die Fremdenprüfung. Unvollständig oder verspätet eingegangene Zulassungsanträge werden nicht berücksichtigt. (3) Die Bewerberinnen und Bewerber werden zur Fremdenprüfung zugelassen, wenn auf Grund der vorgelegten Zeugnisse und Nachweise, einer angemessenen Vorbereitung und erforderlichenfalls einer Aussprache mit ihnen angenommen werden kann, dass sie die Prüfung bestehen können. (4) Die Zulassungsentscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter. Die Zulassung ist den Betroffenen spätestens drei Wochen vor dem ersten Prüfungstermin unter Angabe der Prüfungsfächer und der Termine der schriftlichen Prüfung mitzuteilen.
Prüfungsbestimmungen
§ 64 Prüfungsbestimmungen(1) Wer zur Fremdenprüfung zugelassen wird, nimmt an der Abschlussprüfung der für den Bildungsgang zuständigen Berufsfachschule teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich vor Prüfungsbeginn auszuweisen. (2) Die Prüfungsfächer und Prüfungsanforderungen der Fremdenprüfung sind dieselben, wie für die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule. (3) In allen Prüfungsfächern mit Ausnahme der Fächer der praktischen Prüfung findet eine mündliche Prüfung statt. Wer auch bei maximalen Ergebnissen mündlicher Prüfungen die Fremdenprüfung nicht mehr bestehen kann, wird von der weiteren Prüfung ausgeschlossen; die Fremdenprüfung gilt dann als nicht bestanden. (4) Die Endnoten werden nur aus den in der Prüfung erbrachten Leistungen ermittelt; es werden keine Vornoten gebildet. In Fächern, die sowohl schriftlich als auch mündlich geprüft werden, ergibt sich die Endnote aus dem arithmetischen Mittel der Leistungen in beiden Prüfungsteilen, wobei die schriftliche Prüfung doppelt zählt. (5) Die erfolgreiche Teilnahme an der Fremdenprüfung wird durch ein Zeugnis bescheinigt. (6) Im Übrigen gelten für die Fremdenprüfung die Bestimmungen des Teils III, § 27, § 28 Absatz 2, § 29 Absatz 1 und 2, §§ 30 bis 32, § 38 Absatz 1, 2, 3 und 5, §§ 39 bis 41, §§ 43 und 44, § 45 Absatz 1, §§ 46 und 47, §§ 51 bis 54 entsprechend.
Aufgabenübertragung
§ 65 AufgabenübertragungDie Schulleiterin oder der Schulleiter kann die ihr oder ihm nach dieser Verordnung obliegenden Aufgaben einer Funktionsstelleninhaberin oder einem Funktionsstelleninhaber nach § 73 Absatz 1 des Schulgesetzes übertragen.
Änderung anderer Rechtsvorschriften
§ 66 Änderung anderer Rechtsvorschriften(1) [Änderungsanweisungen zur Verordnung über den Erwerb des mittleren Schulabschlusses an beruflichen Schulen im Land Berlin vom 13. März 2006 (GVBl. S. 280), zuletzt geändert durch § 89 Absatz 1 der Verordnung vom 14. Oktober 2008 (GVBl. S. 318).] (2) [Änderungsanweisung zu Anlage 3 der Verordnung über die einjährige Berufsfachschule im Land Berlin vom 19. September 2006 (GVBl. S. 489).]
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
§ 67 Inkrafttreten, Außerkrafttreten(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft. (2) Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung treten außer Kraft 1. die Verordnung über die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Assistenten gewerblich-technischer Fachrichtungen vom 27. Juli 1984 (GVBl. S. 1165), zuletzt geändert durch Artikel III der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),2. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Technische Zeichner und Technische Zeichnerinnen vom 11. September 1984 (GVBl. S. 1437), zuletzt geändert durch Artikel IV der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),3. die Verordnung über die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Hauswirtschaftsassistenten vom 22. Mai 1996 (GVBl. S. 213), zuletzt geändert durch Artikel II der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),4. die Verordnung über die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Industrietechnologie vom 11. Mai 2000 (GVBl. S. 319), zuletzt geändert durch Artikel XV der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),5. die Verordnung über die Abschlussprüfungen der Berufsfachschulen der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung vom 26. Juli 1993 (GVBl. S. 347), zuletzt geändert durch Artikel VII der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),6. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Sekretäre und Sekretärinnen im Gesundheitswesen vom 21. März 1988, zuletzt geändert durch Artikel XIII der Verordnung vom 12. Oktober 2006 (GVBl. S. 1018),7. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Bühnentanz und Artistik vom 25. Oktober 1993 (GVBl. S. 568),8. die Verordnung über die Abschlußprüfung der Berufsfachschule für Klavierstimmer (PrüfVO-Klavierstimmer) vom 16. April 1984 (GVBl. S. 745). Berlin, den 14. Juli 2009Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
Aufnahme bei Übernachfrage
§ 7 Aufnahme bei Übernachfrage(1) Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen für eine Fachrichtung oder einen Schwerpunkt die vorhandene Aufnahmekapazität, so sind die aufzunehmenden Bewerberinnen und Bewerber in einem Auswahlverfahren (§§ 8 und 9) zu ermitteln.(2) In die Auswahl einbezogen werden Bewerberinnen und Bewerber, die die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen und sich termingerecht angemeldet haben. (3) Die Platzzahl in den Aufnahmeklassen eines Bildungsganges (Aufnahmekapazität) ergibt sich aus der zugelassenen höchsten Anzahl von Schülerinnen und Schülern in einem Klassenverband (Höchstfrequenz) und aus der Anzahl der Klassenverbände, die zu Beginn eines Schuljahres an den betreffenden Schulen unter Berücksichtigung der Raum-, Material- und Personalausstattung gebildet werden können. (4) Die Auswahlentscheidung bei Übernachfrage trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter der Schule, an der der Bildungsgang angeboten wird. Werden gleiche Bildungsgänge an mehreren Schulen angeboten, erfolgt die Auswahl durch einen Vergabeausschuss. Der Vergabeausschuss besteht aus den Schulleiterinnen und Schulleitern der Schulen, an denen der Bildungsgang angeboten wird. Die Schulaufsichtsbehörde bestimmt, wer den Vorsitz führt; im Übrigen gelten für den Vergabeausschuss die §§ 89 bis 93 des Verwaltungsverfahrensgesetzes in der Fassung vom 23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102), zuletzt geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2586), in der jeweils geltenden Fassung entsprechend. (5) Unmittelbar nach Abschluss des Auswahlverfahrens ist den Bewerberinnen und Bewerbern die Aufnahmeentscheidung schriftlich mitzuteilen.
Härtefälle
§ 8 Härtefälle(1) Im Auswahlverfahren werden zunächst bis zu zehn Prozent der zur Verfügung stehenden Plätze an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, für die eine Wartezeit eine besondere Härte darstellen würde (Härtefälle). (2) Eine besondere Härte liegt vor, wenn soziale, gesundheitliche oder familiäre Umstände die unverzügliche Aufnahme der Ausbildung gebieten oder wenn von der Bewerberin oder dem Bewerber nicht zu vertretende Gründe den Eintritt in den Bildungsgang erheblich verzögert haben. (3) Als Umstände, die eine besondere Härte im Sinne des Absatzes 2 begründen, gelten 1. der Nachweis der Anerkennung als Schwerbehinderter (§ 2 Absatz 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch vom 19. Juni 2001, BGBl. I S. 1046, 1047, zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 22. Dezember 2008, BGBl. I S. 2959, in der jeweils geltenden Fassung),2. der Nachweis der Anerkennung als Behinderter im Sinne von § 2 Absatz 3 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch,3. der Nachweis einer Kinderbetreuung bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres des zu betreuenden Kindes, wenn die Bewerberin oder der Bewerber während dieser Zeit nicht berufstätig war und mit dem betreuten Kind in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat,4. der Nachweis einer mindestens einjährigen Betreuung einer pflegebedürftigen Person im Sinne von § 14 Absatz 1 des Elften Buches Sozialgesetzbuch vom 26. Mai 1994 (BGBl. I S. 1014, 1015), zuletzt geändert durch Artikel 2a des Gesetzes vom 15. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2426) in der jeweils geltenden Fassung, wenn die Bewerberin oder der Bewerber während dieser Zeit nicht berufstätig war und mit der betreuten Person in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat. Erfüllen Bewerberinnen oder Bewerber mehr als eine der in Satz 1 genannten Voraussetzungen, so kann daraus kein Anspruch auf eine bevorzugte Rangfolge abgeleitet werden. (4) Übersteigt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die berechtigt einen Härtefall geltend machen können, die Quote des Absatzes 1, so werden die berücksichtigungsfähigen Härtefälle nach den Bestimmungen des § 9 ermittelt.
Auswahl nach Eignung
§ 9 Auswahl nach Eignung(1) Plätze, die nicht nach § 8 verteilt wurden, werden nach Eignung vergeben. (2) In Bildungsgängen, in denen ein Eignungstest (§ 5 Absatz 2 und 3) durchgeführt wird, richtet sich die Rangfolge der Aufnahme nach dem Notendurchschnitt des Eignungstests. (3) In Bildungsgängen, die keinen Eignungstest voraussetzen, bestimmt sich die Rangfolge nach der Durchschnittsnote des Zeugnisses, mit dem der als Zugangsvoraussetzung geforderte Schulabschluss nachgewiesen wird. Die Durchschnittsnote ist das auf eine Stelle nach dem Komma ohne Rundung errechnete arithmetische Mittel aller Zeugnisnoten, mit Ausnahme der Fächer Sport/Gesundheitsförderung und gegebenenfalls Religion. (4) Sind nach Anwendung der Absätze 2 und 3 Bewerberinnen und Bewerber ranggleich, so richtet sich die Rangfolge nach § 57 Absatz 2 Satz 3 und 4 des Schulgesetzes. Danach entscheidet das Los.(5) Nicht aufgenommene Bewerberinnen und Bewerber werden entsprechend ihrer Rangfolge in eine Nachrückerliste eingetragen. Plätze, die zum Schuljahresbeginn nicht in Anspruch genommen werden, sind nach der Rangfolge der Nachrückerliste zu vergeben.
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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: gesetze.berlin.de.