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title: "Definition: Unvollkommene Verbindlichkeit (vor § 241 BGB)"
canonical: "https://juralernen.de/definitionen/unvollkommene-verbindlichkeit-vor-241-bgb"
kind: "Legaldefinition"
language: "de"
updated: "2026-04-25T07:43:40+00:00"
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# Unvollkommene Verbindlichkeit (vor § 241 BGB)

## Definition

Eine unvollkommene Verbindlichkeit ist eine Verbindlichkeit des Schuldners, deren Erfüllung der Gläubiger zwar verlangen, aber nicht durchsetzen kann.

## Erläuterung

Praktisch wichtigster Fall ist hier die <b>Verjährung</b>. <vertiefung>Fehlt es bereits an einem Forderungsrecht des Gläubigers, spricht man von einer <b>Naturalobligation</b>: keine rechtliche, sondern lediglich eine „natürliche" Leistungspflicht. Beispiele dafür sind Spiel-/Wettschulden (<a href="https://dejure.org/gesetze/BGB/762.html" title="&sect; 762 BGB: Spiel, Wette">§ 762 Abs. 1 S. 1 BGB</a>) sowie Ansprüche aus Heiratsvermittlung (<a href="https://dejure.org/gesetze/BGB/656.html" title="&sect; 656 BGB: Heiratsvermittlung">§ 656 Abs. 1 S. 1 BGB</a>). </vertiefung>

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Kanonische URL: https://juralernen.de/definitionen/unvollkommene-verbindlichkeit-vor-241-bgb
Quelle: juralernen.de — juristische Definitionen und Legaldefinitionen.
