Definition · Öffentliches Recht

Unfriedlichkeit der Versammlung (Art. 8 Abs. 1 GG)

Art. 8 Abs. 1 GG § 1 VersG
Definition

Eine Versammlung als Ganze ist nur dann unfriedlich, wenn die Prognose mit hoher Wahrscheinlichkeit ergibt, dass der Veranstalter und sein Anhang Gewalttätigkeiten beabsichtigen oder ein solches Verhalten anderer billigen werden, oder dass die Versammlung im Ganzen einen gewalttätigen oder aufrührerischen Verlauf nimmt (kollektive Unfriedlichkeit).

Erläuterung
Kontext
Was ist unter dem Begriff der „Unfriedlichkeit“ einer Versammlung zu verstehen (Art. 8 Abs. 1 GG)?
Rechtsprechung & Quellen 6
Normen
Art. 8 Abs. 1 GG § 1 VersG
Quellen
  • Buchheim, in: Dietrich/Kießling/Buchheim, BeckOK Sicherheits- und Polizeirecht Bund, 1.Ed. 01.05.2025, RdNr. 34
  • BVerfG, Beschl. v. 14.05.1985 – 1 BvR 233/81, 1 BvR 341/81, RdNr. 95 ↗
  • Eibl/M. W. Müller, in: Möstl/Schwabenbauer, BeckOK Polizei- und Sicherheitsrecht Bayern, 26.Ed. 15.10.2024, RdNr. 35
  • Hong, in: Peters/Janz, Handbuch Versammlungsrecht, 2.A. 2021, RdNr. 26

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Nicht-amtliche Begriffserläuterung. Maßgeblich sind die einschlägigen Gesetze und die jeweils aktuelle Rechtsprechung.