Definition · Strafrecht

Objektive Strafbarkeitsbedingung (vor § 12 StGB)

vor § 12 StGB
Definition
Objektive Strafbarkeitsbedingungen werden solche Merkmale eines Strafgesetzes genannt, deren Verwirklichung zwar der Strafbarkeit eines ist, die aber der Zurechnung sind.
Erläuterung
Im Gesetz wird die objektive Strafbarkeitsbedingung in der Regel mit „wenn" eingeleitet. Beispiele für objektive Strafbarkeitsbedingungen sind der Eintritt des Todes eines Menschen oder eine schwere Körperverletzung bei der Beteiligung an einer Schlägerei (§ 231 StGB) oder beim Vollrausch (§ 323a StGB) die fehlende Strafbarkeit hinsichtlich eines anderen Delikts infolge der alkoholbedingten Schuldunfähigkeit (§ 323a StGB).
Klausurentipp
Im Prüfungsaufbau bietet es sich an, die objektive Strafbarkeitsbedingung als gesonderten Prüfungspunkt nach dem objektiven und subjektiven Tatbestand zu prüfen. So zeigst Du, dass Du weißt, dass sich der Vorsatz nicht auf die objektive Strafbarkeitsbedingung beziehen muss.
Kontext
Was versteht man unter einer „objektiven Strafbarkeitsbedingung“?

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Nicht-amtliche Begriffserläuterung. Maßgeblich sind die einschlägigen Gesetze und die jeweils aktuelle Rechtsprechung.