Nach h.M.
beginnt das menschliche Leben bereits beim Embryo (dem Nasciturus), und zwar mit Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter (Nidation). Es
endet nach h.M. mit dem Hirntod. Innerhalb dieser Grenzen ist jeder Mensch durch das Recht auf Leben geschützt. Auf die Lebensumstände oder die körperlichen und seelischen Befindlichkeiten kommt es hierbei nicht an.
Das BVerfG ordnet das Recht auf Leben wiederholt als Höchstwert in der Verfassungsordnung ein, weil es die biologisch-physische Grundvoraussetzung für die Ausübung aller anderen Grundrechte – mit Ausnahme der Menschenwürde – darstellt.