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title: "Definition: Initiativrecht (Art. 76 Abs. 1 GG)"
canonical: "https://juralernen.de/definitionen/initiativrecht-art-76-abs-1-gg"
kind: "Legaldefinition"
language: "de"
updated: "2026-04-25T07:43:41+00:00"
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# Initiativrecht (Art. 76 Abs. 1 GG)

## Definition

Die <b>Gesetzesinitiative</b> bezeichnet <d><word idx="0"/>, ein Gesetzesvorhaben beim Bundestag einzureichen</d>. Die Gesetzesinitiative steht der Bundesregierung, <word idx="1"/> und dem Bundesrat zu (<a href="https://dejure.org/gesetze/GG/76.html" title="Art. 76 GG">Art. 76 Abs. 1 GG</a>).

## Erläuterung

Eine Pflicht zur Einbringung eines Gesetzesvorschlags beim Bundestag trifft die in <a href="https://dejure.org/gesetze/GG/76.html" title="Art. 76 GG">Art. 76 Abs. 1 GG</a> genannten Stellen <b>nicht</b>. Vielmehr räumt <a href="https://dejure.org/gesetze/GG/76.html" title="Art. 76 GG">Art. 76 Abs. 1 GG</a> ihnen lediglich ein Recht, jedoch keine Verpflichtung ein. Aus diesem Grund werden sie als „Initiativ<b>berechtigte</b>“ (und gerade nicht als Initiativverpflichtete) bezeichnet. Eine Pflicht zur Gesetzesinitiative kann sich allenfalls (1) aus weiteren Vorschriften des Grundgesetzes — insbesondere den Grundrechten —, (2) aus dem Unionsrecht oder (3) aus völkerrechtlichen Verträgen herleiten lassen. Adressat einer solchen Pflicht ist dann allerdings der Bund (als Verband) und nicht der einzelne Initiativberechtigte im Sinne des <a href="https://dejure.org/gesetze/GG/76.html" title="Art. 76 GG">Art. 76 Abs. 1 GG</a> (als Organ).

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Kanonische URL: https://juralernen.de/definitionen/initiativrecht-art-76-abs-1-gg
Quelle: juralernen.de — juristische Definitionen und Legaldefinitionen.
